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Mehr, als du denkst
Verfasser: Maja Overbeck (4)
Verlag: Kampenwand (46)
VÖ: 10. Mai 2022
Genre: Romantische Literatur (27908)
Seiten: 340 (Taschenbuch-Version), 354 (Kindle-Version)
Themen: Fehler (503), Freundschaft (2576), Geburtstag (338), Zweite Chance (629)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Maja Overbeck für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Maja Overbeck gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Marie“, sage ich.
     „Freut mich sehr, Marie-mit-den-kurzen-Haaren.“
     Pete ist fertig. Er sprüht noch irgendwas und zupft ein paar Mal, dann lächelt er stolz. „Marvellous, isn’t it?“, sagt er zu Leo im Spiegel.
     „It is, indeed.“
     „Na gut, dass ihr euch einig seid.“ Ich drücke mich hoch – und stelle fest, dass ich doch noch ein kleines bisschen schwanke.
     Leo springt mit mir auf. Seine Friseurin kreischt vor Schreck.
     „Oh sorry, just a second“, sagt er und beruhigt sie mit seinem Lächeln. „Du kannst jetzt nicht einfach gehen!“ Er legt seine Hand an meinen Oberarm. „Bitte! Warte auf mich.“
     Ich lache, weil er so niedlich ist und ich nicht verhehlen kann, dass die Tatsache, dass Leo Walker gerade mit mir flirtet, diesen Tag irgendwie besser macht.
     Er steht immer noch. „Du bist in Eile, oder?“
     Langsam schüttle ich den Kopf. Es fühlt sich seltsam an. Unwillkürlich greife ich in meinen Nacken und ein kleiner Adrenalinstoß lässt mich seufzen.
     Leo hat es bemerkt. „Was hältst du davon, wenn wir was trinken gehen? Auf den Mut.“
     Ich grinse ihn an. „Um diese Uhrzeit?“
     Er grinst zurück. „Dein Outfit würde auf jeden Fall passen.“
     Eins zu Null. Langsam fängt die Sache an, Spaß zu machen. „Und dein Haarschnitt?“, frage ich.
     Er sieht sich nach der Friseurin um, die uns inzwischen allein gelassen hat. „Zehn Minuten?“, sagt er und nimmt die Hände wie im Gebet zusammen. „Please ...“
     Ich gebe mir einen Ruck. „Okay“, sage ich. „Aber weißt du was, ich warte drüben im Surf Club.“

*


Der Surf Club ist eine Institution in Brighton. Ein Pub, das mit ein paar alten Boards an den Wänden auf Surferbar macht, obwohl ich hier in Brighton noch keinen einzigen Wellenreiter im Wasser gesehen habe. Aber es funktioniert. Selbst im Hochsommer wie jetzt ist der Laden immer voll, überwiegend mit Studenten, die einen Großteil der Einwohner Brightons ausmachen, und die zu jeder Tages- und Nachtzeit feiern.
     Ich hänge meine nasse Jacke über den Berg anderer an den nicht mehr sichtbaren Haken und verschwinde erst einmal auf die Toilette. Der Blick in den Spiegel löst einen kleinen Schock aus. Ich wende mich weg. Es hilft nichts, ab ist ab. Während ich zur Bar zurücklaufe, wandern meine Hände trotzdem immer wieder an meinen Kopf. Spontan rubble ich kräftig durch. Zumindest kann der Regen dieser Frisur nicht viel anhaben.
     „Ey!“ Eine Engländerin im weißen Minirock sieht mich wütend an. „Well, thanks for that!“ Sie wischt sich demonstrativ übers Gesicht, dann rauscht sie an mir vorbei, bevor ich reagieren kann. Ich grinse immer noch, als ich die Bar erreiche – irgendwie auch ganz cool, was mein neuer Haarschnitt so kann.

Ich schiebe mich auf den letzten freien Barhocker und bestelle einen Kaffee. Wer weiß, was der Abend noch bringt, doch es ist gerade mal halb sechs, da kann es auf keinen Fall schaden, für den Moment den Kopf zu klären.
     Der Surf Club ist wie erwartet schon um diese Uhrzeit gut gefüllt. Entspannt lasse ich den Blick schweifen, denn eins ist sicher: Die Wahrscheinlichkeit, dass ich Tino hier begegne, geht gegen Null. Da mag der Laden noch so angesagt und die Stimmung noch so gut sein, schlechtes Essen ist für die Italiener-Gang eine Todsünde, und hier gibt es nur Dosensalate und Mac ’n Cheese.
     Und dann sehe ich Leo. Frisch geföhnt – mit ähnlicher Frisur wie ich – winkt er mir schon vom Eingang zu.
     „Marie. Du bist da!“, ruft er, als er näher kommt. Kaum, dass er mich erreicht, legt er seine Hand an meinen nackten Arm und zieht mich an sich. „Schön!“
     Als er mich loslässt, fühle ich mich plötzlich beobachtet.
     Leo lehnt sich über die Bar. „Liz!“
     Die Barmaid dreht sich sofort um, und gefühlt fünf weitere Frauen in der Nähe auch.
     „Was möchtest du trinken?“
     Ich zögere kurz, dann erinnere ich mich daran, dass ich immer noch Geburtstag habe, und sage: „Moscow Mule ...?“
     Leo stutzt, bevor sich ein zufriedenes Grinsen auf seinem Gesicht ausbreitet. Ich wette, er denkt, ich bestelle seinetwegen so früh harten Alkohol. „Tolle Idee. Zwei Mules bitte, Liz.“
     Ich sehe mich um und begegne einigen neidischen Blicken. Irgendwie tut es mir fast leid, denn als Leo sich lächelnd zurück zu mir dreht, stelle ich verwundert fest, dass ich ihn wirklich sympathisch finde – aber mehr auch nicht. Der Hottie des Campus steht so nah bei mir, dass ich sein Aftershave erraten kann, und ich spüre rein gar nichts. Kein Kribbeln in der Brust, kein hektischer Atem, kein nervöses Suchen nach schlagfertigen Sätzen, ich bin einfach nur entspannt und richtig gut gelaunt.

Liz platziert die Getränke vor Leo, und ich amüsiere mich über den musternden Blick, mit dem sie mich bedenkt. Als Leo sein Glas hebt und mir verführerisch in die Augen sieht, erwidere ich seinen Blick – nur, um sie ein bisschen zu ärgern. Aus der Nähe prickelt sein Lächeln auf meiner Haut wie die Sonne an einem der ersten Frühlingstage.
     „Der Hammer übrigens“, sagt er. „Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole.“
     „Was meinst du?“ Ich nehme einen großen Schluck.
     „Die neue Frisur. Also“, sagt er, „deine langen Haare waren schon ...“ Er hebt die Hände gefaltet zur Decke. „Aber das jetzt ist ... hmm. Très français, Madame. Und ... très sexy.“
     Prompt verschlucke ich mich am Eiswürfel. Ich huste, weil es jetzt doch ein bisschen kribbelt und weil Leos Blick auch nicht mehr einfach nur offen ist.
     „Wieso weißt du ... ich meine, kennst du ... meine alte Frisur?“, stottere ich.
     Er schmunzelt nur geheimnisvoll. „Ich weiß auch, dass du aus München kommst.“
     „What? Woher das denn?“
     „Wenn ich etwas über eine schöne Frau wissen will, habe ich meine Quellen. Und übrigens, ich bin auch Münchner.“
     Seine Anmache ist mir zu platt und sein Lächeln zu erwartungsvoll. Andererseits ... „Danke für das Kompliment“, sage ich schließlich und hole Luft. „Findest du die Haare so wirklich gut? Mal ganz ehrlich?“
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