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Das Lied der zwei Völker
Verfasser: Saskia Diepold (2)
Verlag: Eigenverlag (23671)
VÖ: 8. Mai 2022
Genre: Fantasy (15564) und Romantische Literatur (27880)
Seiten: 576 (Taschenbuch-Version), 476 (Kindle-Version)
Themen: Mond (214), Prophezeiungen (602), Stürme (201)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Drei Monde
Zwei verfeindete Völker
Eine Prophezeiung

Arden arbeitet als Fischer, doch schon seit geraumer Zeit bleibt der Ertrag aus. Stürme und Gewitter ziehen über das Land und Streit mit seinem Freund hat er auch. Als er eines Tages einen fremden Mann aus dem Meer fischt, der Ardens Sprache nicht spricht und der so ganz anders aussieht als die Menschen der Küste, droht die Stimmung im Dorf zu kippen.

Shivan wurde bestraft. Mit der höchsten Strafe, die es in Silmariv gibt. Degradiert und gebrochen findet er sich in einer fremden Stadt wieder, in der er ebenso wenig erwünscht ist wie in seiner einstigen Heimat.

Schließlich fordern die Stürme Menschenleben und Gerüchte werden unter den Dorfbewohnern laut. Von der ewigen Nacht ist die Rede, dem Untergang der Welt, und der Fremde muss dafür verantwortlich sein …
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Saskia Diepold für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Saskia Diepold gibt es bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

„Was siehst du an? Den Himmel?“, fragte ich.
     Zu meiner Überraschung nickte er. „Ja. Himmel.“ Era hatte ihm offenbar schon einiges beigebracht in der kurzen Zeit. Unwillkürlich sah ich mich um. Obwohl die Wahrscheinlichkeit, in Fias Gemüsegarten belauscht zu werden, äußerst gering war, senkte ich die Stimme. „Ist das deine Heimat? Kommst du daher? Vom Himmel?“
     Shivan zog die Stirn kraus, als er mich wieder ansah. Ansonsten blieb sein Gesicht ausdruckslos. Hatte er verstanden, was ich gefragt hatte?
     „Bist du einer von ihnen?“ Ich wusste nicht, was ich erwartete. Ich wusste nicht einmal, was ich mit einer Antwort hätte anfangen sollen. Trotzdem musste ich es wissen. Shivan sah mich allerdings immer noch mit unergründlichem Ausdruck an und schwieg.
„Warte kurz!“, bat ich und hastete wieder zurück in die Stube.
     Fia und Era waren nicht mehr in der Küche, aber ich hörte sie im oberen Stockwerk.
„Fia?“, rief ich. „Hast du ein Märchenbuch?“
„Was?“ Sie kam bis zum Treppenabsatz und lugte nach unten. „Was willst du?“
„Ein Märchenbuch? So eins mit den Geschichten, die Großmutter uns immer erzählt hat?“
Amüsiert schüttelte sie den Kopf. „Willst du ihm eine Geschichte vorlesen?“
Ausweichend zuckte ich mit den Schultern. „Eine neue Sprache lernt man bestimmt leichter mit Geschichten und Bildern.“ Vor allem Bildern.
„Ja, unten im Regal stehen Großmutters alte Bücher.“
„Danke.“ Hastig ging ich die Buchtitel durch, bis ich fand, was ich suchte.
     Wie eine Statue stand Shivan weiterhin an derselben Stelle im Garten, als ich mit dem aufgeschlagenen Buch in der Hand wieder hinaustrat. Der Wind zerrte sogar noch mehr an unserer Kleidung und an den dünnen Blättern als eben. Zögerlich hielt ich ihm die Seiten hin und wartete auf eine Reaktion. Als sein Blick von mir auf die Buchseiten wanderte, weiteten sich seine Augen für einen Moment, auch wenn er sich sonst nichts anmerken ließ.
     Schweigend betrachteten wir beide die Zeichnung. Ein Menschendorf in Flammen. Einige leblose Körper lagen verdreht am Boden, Pfeile ragten aus den blutüberströmten Leibern. Andere Personen hatten wütend verzerrte Gesichter und schwangen Waffen über ihren Köpfen, den Blick gen Himmel gerichtet. Oben dann: Volaheli – Geflügelte. Mehrere, männliche und weibliche, einige bewaffnet mit Pfeil und Bogen, andere damit beschäftigt, Säcke voller Lebensmittel zu stehlen. Ihre Fratzen glichen Dämonen, die Münder mit den spitzen Zähnen zu hämischem Grinsen verzogen. Ihre Schwingen verdeckten beinahe den ganzen Himmel, dunkel wie die Flügel übergroßer Krähenvögel.
     Allein die Darstellung verursachte mir eine Gänsehaut und fast schämte ich mich für die Bilder. Shivan sah kein bisschen wie diese Monster aus. Aber ich hatte kein anderes Material und ich musste die Wahrheit erfahren.
     Shivan studierte das Bild ausgiebig, ohne dass eine Regung in seinem Gesicht etwas über seinen Gefühlszustand verriet, selbst als er aufblickte und mir direkt in die Augen sah. Für einen Moment fürchtete ich, der Mut würde mich verlassen, aber schlussendlich brachte ich meine Frage doch über die Lippen. „Bist du einer von ihnen?“
     Wieder mal war ich mir nicht sicher, ob er verstanden hatte. Schließlich hob er die Hand und legte seine schlanken, blassen Finger auf die Darstellung eines wütenden Dorfbewohners. „Du“, sagte er. Dann rutschten seine Fingerspitzen über das raue Papier nach oben und fast zärtlich strich er über die ausgebreiteten Schwingen, bevor er auf den Geflügelten tippte, zu dem sie gehörten. „Ich.“
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