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Picalilli
Verfasser: Lea Kardov (1)
Verlag: story.one (9)
VÖ: 11. April 2022
Genre: Kurzgeschichtensammlung (2617)
Seiten: 72
Themen: Haus (303), London (1998)
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Picalilli

Kurzgeschichte 2 von 15


Gerard klärte die Gemeinde des Hauses über sorgsame Reinigungsmethoden auf. Das Nachbarkind neben mir zog am Druckknopf Meister Propers. Wolken aus Tenside und Dispergatoren hüllten Stockwerke ein. Jugendliche wichen unterhalb der Treppen in ihre Verstecke. Mademoiselle Coraline zuckte zusammen, als sie uns dabei zusah, die Glühbirnen des Liftes auszuwechseln. Flackernde Lichter zogen Linien um Coralines Gesicht. Welliges, einst blondes Haar zu einem Knoten gebunden. Perlmutterne Augen, geweitet wie Knöpfe. Sie roch nach Eau de Rose.
     Finger spielten mit einem zwanziger-Jahre Glockenhut. Ihre Erscheinung wirkte, als sei die Vordertür eine Schwelle zu anderen Zeitaltern.
     Gerard Brynn, der selbsternannte Hausmeister, streckte seine Hand entgegen.
     »Ein Haus ist lediglich angesehen, wie sein äußeres Wesen es ist, Sarah!«
     Staubpartikel brannten auf Wolfram-Fäden. Jonglierte poröses Glas, während er mich belehrte. In Kürze besuchten uns die Behörden zur jährlichen Inspektion des Gebäudekolosses. Während wir versuchten, nicht auf dem letzten lebenswertesten Platz Englands zu landen. Heimsten Titel wie Londons Sorgenkind oder Platz der Albträume ein.
     Touristen umgingen unser Viertel wie Küchenschaben. Sie sprachen davon, die Gebäude einiger Tausend Einwohner in Büroanlagen zu transformieren. Durchforstet von grünen Parkanlagen und überteuerten Cafés.
     »Weihnachten wartet«, rief er uns nach.
     »Es benötigt mehr als Glühbirnen, um diesen Platz zu retten«, murmelte ich.
     Mademoiselle Coraline nickte. Sprach das Wort Picalilli in meine Ohrmuschel hinein.
     Die ehemalige Fotografin musterte eingeritzte Zeichnungen verwüsteter Cartoon Charaktere und lächelte.
     »Dieser Aufzug schmeckt nach Picalilli, wenn ich meine Augen schließe.« Sie verschwand ohne Erklärung.
     »Nicht!« Flüsterte ich dem Nachbarsjungen zu. Hielt ihn davon ab, die Wände zu verkosten.
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