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Vasallenmord
Verfasser: Dagmar A. Hansen (1)
Verlag: Eigenverlag (23298)
VÖ: 13. April 2022
Genre: Historischer Roman (5779) und Kriminalroman (9813)
Seiten: 324
Themen: 14. Jahrhundert (174), Aachen (40), Mord (7503), Pilgerreise (54), Schwur (144), Unschuld (439)
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Ein Gelübde gegenüber dem Allmächtigen sollte man nicht auf die lange Bank schieben. Aus Dankbarkeit, die Belagerung der Burg Gripekoven überlebt zu haben, treten die Linnicher Herbergswirtin Edith und ihr Mann Hanno im Herbst 1354 die Pilgerreise nach Aachen an. Sie freuen sich darauf, gemeinsam die berühmte Stadt zu erkunden.
Doch unversehens geraten Edith und Hanno in einen perfiden Mordfall.
Edith muss handeln. Wenn es ihr nicht gelingt, Hannos Unschuld zu beweisen, wird er am Galgen enden.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Dagmar A. Hansen für die Einsendung dieser Leseprobe!
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     „Ich schaue nach, wie weit er ist. Du wartest draussen. Hast mir mit deinem Schuhwerk schon genug Dreck hereingeschleppt.“ Inghild rief ihren Dienstleuten knappe Anweisungen zu.
     Alarmiert blickte Hanno zu dem Vorhang, hinter dem Inghild verschwand. Edith kauerte sich an den Beckenrand und flüsterte: „Ich habe ein verflixt ungutes Gefühl. Das ist doch kein Zufall. Wir sollten sofort verschwinden und herausfinden, was hier vorgeht.“
     „Das sehe ich auch so. Ich habe Wulf beim Barbieren von dem deftigen Zusammenstoß mit den Kerlen erzählt, das haben auch zwei andere mitbekommen. Aber ich sollte nicht weglaufen“, gab Hanno leise zurück. „Das käme einem Schuldeingeständnis gleich.“
     Hannos Sitznachbar beugte sich neugierig vor, um einige Worte aufzuschnappen. Edith lächelte bemüht, doch in ihren gewisperten Worten lag eine ungewohnte Schärfe. „Du giltst bereits als Mörder. Lass uns nicht wertvolle Zeit mit einer Diskussion vergeuden. Wir sollten schnellstens aufdecken, was passiert ist und in wessen Dienst die Söldner stehen. Du kannst dich auch noch heute Abend der Wache stellen, wenn du meinst, dass dies der bessere Weg ist.“
     Hanno erhob sich. Wasser perlte an ihm hinab, Schrecken stand in seinem Gesicht, ebenso wie Ungläubigkeit. Edith vermutete, dass ihre eigene Mimik diese Gefühle widerspiegelten.
     Inghild trat mit unbewegter Miene auf Hanno zu. „Herr, Ihr seid jetzt mit dem Muskelwalken an der Reihe. Kommt mit mir.“
     Hanno nickte und marschierte zu ihr. „Der Rücken ist‘s, Frau Baderin.“
     Edith folgte ihm. Ihr Herz trommelte so sehr, dass sie meinte, ein jeder in ihrer Nähe könne es vernehmen. „Frau Inghild, lasst mich zusehen. Vielleicht kann ich mir ein paar Handgriffe abschauen.“
     „Gern.“ Sie drehte sich zu dem Jungen um. „Meister Wulf kleidet sich an. So viel Zeit muss sein. Und schreie nächstes Mal, wenn du eine Nachricht überbringst, nicht so herum. Meine Gäste wollen ihre Ruhe.“

     Was leider nicht stimmte, denn zwischen den Badegästen hatten sich bereits erste Vermutungen zu handfesten Spekulationen entwickelt. Hinter dem Vorhang befand sich eine Nische mit einer Liege. Von dort aus ging eine Tür ab und man gelangte in eine etwas unordentlich anmutende Kammer. Wulf saß auf einem Hocker und zog gerade seinen zweiten Stiefel an. „Inghild hat eine kleine Kammer, oben auf dem Dachboden. Mit einer Kriechluke. Du findest sie hinter der Truhe. Es ist eng dort, aber sicher. An der Truhe ist ein Seil befestigt. Ziehe daran, wenn du in das Versteck geschlüpft bist und die Truhe wird die Luke verdecken. Bleib erstmal dort, Hanno. Da Sigmar weiß, dass ihr hier seid, weil er euch zu dem Badbesuch eingeladen hat, wird er diese Information an die Söldner weitergeben und man wird dich hier suchen. Später kannst du uns nochmal genauer erzählen, worum es geht.“
     „Ich bin unschuldig“, beharrte Hanno fuchtig. „Wie kann es sein, dass man mich als Mörder hinstellt? Das ist pure Willkür.“
     „Was weiß ich!“, ranzte Wulf zurück, sprach ruhiger weiter: „Aber glaube mir, mein Freund, du tust gut daran, vorsichtig zu sein. Wenn du erstmal hinter Gittern sitzt, wird es schwierig, deine Lauterkeit zu beweisen. Die Obrigkeit gibt nicht gern zu, sich zu irren, und ein Mord braucht nunmal einen Mörder.“
     Wulf und Hanno nickten einander knapp zu, Edith strich ihrem Mann über die Schulter. „Pass auf dich auf. Wir werden uns bald wiedersehen.“
     „Kommst du nicht mit?“
     „Niemand wird mich beachten. Ich will beobachten, was weiter passieren wird.“
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