Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
47.400 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »lucian787«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
 
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
Vasallenmord
Verfasser: Dagmar A. Hansen (1)
Verlag: Eigenverlag (23744)
VÖ: 13. April 2022
Genre: Historischer Roman (5864) und Kriminalroman (9967)
Seiten: 324
Themen: 14. Jahrhundert (175), Aachen (41), Mord (7608), Pilgerreise (54), Schwur (145), Unschuld (447)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Ein Gelübde gegenüber dem Allmächtigen sollte man nicht auf die lange Bank schieben. Aus Dankbarkeit, die Belagerung der Burg Gripekoven überlebt zu haben, treten die Linnicher Herbergswirtin Edith und ihr Mann Hanno im Herbst 1354 die Pilgerreise nach Aachen an. Sie freuen sich darauf, gemeinsam die berühmte Stadt zu erkunden.
Doch unversehens geraten Edith und Hanno in einen perfiden Mordfall.
Edith muss handeln. Wenn es ihr nicht gelingt, Hannos Unschuld zu beweisen, wird er am Galgen enden.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Dagmar A. Hansen für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Eines, dass die Menschen verschreckt. Es ist nachts schon häufiger bei der Stadtmauer gesehen worden. Wir haben gleich mehrere Kreaturen der unheimlichen Art. Grund genug, dich wieder als Mann herzurichten.“ Wulf rief nach einem Kannenmädchen und bat sie, Edith zur Hand zu gehen. Die junge Magd geleitete Edith zur Umkleide und nestelte an der Schnürung ihrer Kleidung. Edith geriet in Verlegenheit. Sie war es nicht gewohnt, derart bedient zu werden „Lass nur, ich mache das.“
     Das Mädchen nickte, nahm Ediths Schuhe und Haube entgegen und holte aus einem Korb ein hauchzartes Gewebe hervor. „Euer Badekleid. Möchtet Ihr Euer Haar waschen?“
     „Ja, gerne.“
     „Dann komme ich gleich mit einer Haarseife zu Euch. Wir haben zudem verschiedene Duftöle von bester Qualität für eine zarte Haut zur Auswahl. Wollt Ihr schnuppern?“
     Und ob Edith das wollte! Im nächsten Augenblick stand ein Teller mit filigranen Glasphiolen vor ihr.
     Das Mädchen hatte nicht übertrieben. Vier verschiedene Düfte gab es, Edith tupfte, schnupperte, tupfte erneut und entschloss sich für ein Öl, welches aus dem Orient stammte und mit Nelken, sowie weißen Duftblüten versehen war. Das Kannenmädchen maß mithilfe eines übergroßen Fingerhutes das Öl ab. „Wenn Ihr mir bitte folgen wollt.“
     Noch war etwa nur die Hälfte der Zuber besetzt. Es gab unterschiedlich große Badebütten. Drei einzelne Wannen auf der rechten Seite waren belegt, offenbar war das die Männerseite. Vorsichtig stieg Edith in das Wasser. Es war genau richtig temperiert. Ihre Nachbarin, eine ältere Frau mit langem, silbrigem Zopf, schlief mit offenem Mund.
     Wohlig streckte sich Edith aus. Kurz darauf brachte ihr das Kannenmädchen einen Burgunderwein, den Edith nicht bestellt hatte, und einen Gruß von Wulf. Edith genoss das wärmende Wasser und die sie umgebende Duftwolke, fragte sich flüchtig, wie die arme Wäscherin später das Öl aus dem Badehemd bekommen wollte. Hin und wieder nippte sie an dem Wein, lehnte sich bald zurück, schloss die Augen und wurde schläfrig.
     Ja, so ein Pilgerdasein hatte durchaus erbauliche Seiten.
     Hanno und Edith blieben bedeutend länger, als zunächst angedacht. Inghild servierte kleine Speisen, die auf Tabletts gereicht wurden, und aus Trauben, Brot und weichem Käse bestanden. Leute kamen, voller Vorfreude auf die Entspannung, andere gingen. Zwei Musikanten spielten auf, machten nach drei Liedern eine Pause. Edith wechselte vom Zuber in das Becken, von dort aus in den Kaltwasserbereich, in dem sie es aber nicht lange aushielt. Hanno, nun mit gestutztem Bart und kürzeren Haaren, die er hinter seine Ohren gestrichen hatte, zog ebenfalls das wärmere Wasser vor. Angeregt unterhielt er sich mit einem anderen Badegast. Edith ging fröstelnd einige Schritte auf das Warmwasserbecken zu.
     Plötzlich quiekte eines der Kannenmädchen empört und schlug nach einem Jungen, der sie beiseitegestoßen hatte und sich nun sich keuchend umschaute. „Meister Wulf? Wo ist er?“, fragte er gehetzt.
     Inghild, die von einem Knecht auf den Jungen aufmerksam gemacht worden war, schnappte sich ein Handtuch und rieb damit ihre Arme trocken. „Er sticht gerade einen Abszess auf. Was immer du von ihm willst, muss noch einen Augenblick warten.“
     „Das geht nicht. Es wurde ein Toter gefunden. Bei Meister Bertholdis Haus in der Schmiedegasse.“
     „Der Tote wird nicht weglaufen.“
     Die Badenden setzten sich auf, und der Junge sonnte sich in deren Aufmerksamkeit. „Es handelt sich um einen Söldner, und seine Kameraden sagen, dass er von einem Pilger ermordet worden sei. Der Hauptmann und seine Leute sind schon unterwegs zum Eäzekomp, um den Meuchler festzusetzen. Meister Wulf muss den gewaltsamen Tod bestätigen. Jetzt sofort!“
Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2022)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz