Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
47.204 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »riagan753«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
 
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
Die sieben Schalen des Zorns
Verfasser: Markus Thiele (3)
Verlag: Benevento (28)
VÖ: 14. April 2022
Genre: Gegenwartsliteratur (3668)
Seiten: 400 (Gebundene Version), 421 (Kindle-Version)
Themen: Ärzte (1108), Dilemma (11), Prozess (143), Selbstmord (707), Sterbehilfe (15)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,00 (100%)
auf Basis von zwei Bloggern
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1,00 (100%)
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Errechnet auf Basis von 3 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Die sieben Schalen des Zorns« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (5)     Blogger (3)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 16. Mai 2022 um 23:00 Uhr (Schulnote 1):
» Der Autor Markus Thiele, behandelt in seinem neuen aufrüttelnden Roman „Sieben Schalen des Zorns“ die Frage, ob der Mensch das Recht hat, selbstbestimmt zu sterben und welche Hilfe er dafür in Anspruch nehmen darf.

Inhalt:
Aus freien Stücken: Wo verlaufen die Grenzen beim assistierten Suizid?

Dr. Max Keller ist Arzt mit Leib und Seele. Als seine todkranke Tante Maria ihn um Sterbehilfe bittet, gerät er in ein moralisches Dilemma. Soll er ihren letzten Wunsch erfüllen und ihr ein selbstbestimmtes Sterben ermöglichen?

Obwohl er als Arzt dem Leben verpflichtet ist, hilft Keller der alten Frau, das ihre zu beenden. Kurz darauf eröffnet die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen ihn. Der Vorwurf: strafbare Tötung auf Verlangen. Keller droht eine Freiheitsstrafe und der Entzug seiner Arztzulassung – was sein Ende bedeuten würde. Doch hat er Maria wirklich getötet?

Meine Meinung:
Der Autor erzählt im Hier und Jetzt, jedoch zwischendurch immer wieder rückblickend die Lebensgeschichten der Freunde Max und Jonas: Auf der einen Seite die schwere Jugend von Max, die tragischen Verluste, die er erleben musste, auf der anderen Seite der Weg von Jonas, der durch die Dominanz des Vaters vorgezeichnet war.

Max Keller ist Arzt geworden. Seine Tante Maria Linz, die ihn nach dem Tod seiner Großmutter und der Alkoholsucht seines Vaters wie ihren eigenen Sohn bei sich aufgenommen hatte, bittet ihn, ihr beim Sterben zu helfen. Max hilft ihr und begibt sich damit in eine Zone zwischen Recht und Unrecht. Ihm wird Tötung auf Verlangen vorgeworfen. In dieser Situation bittet er seinen Freund Jonas, der jetzt als Staatsanwalt kurz vor dem ganz großen Karrieresprung steht, um Hilfe.

Die Ermittlungen sowie der Verlauf des spannenden Prozesses gegen Max stehen im Vordergrund. Die Hintergründe werden beleuchtet und sehr gut dargestellt.
Hier hat mir besonders gut gefallen, wie der Autor die Diskussion anhand verschiedener Sterbehilfefälle an Hand von Rechtsprechung, deren Probleme und Auslegungen, zusammen fasst ohne ein endgültiges Schlusswort zu ziehen. Die einzelnen Argumente regen dazu an, über das Gelesene nachzudenken, um sich selbst eine eigene Meinung zu bilden.

Fazit:
Dem Autor ist es hervorragend gelungen, einen tiefgründigen und sehr emotionalen Roman, zwischen Fiktion und Wahrheit über Sterbehilfe, Freundschaft und Schuld, der zum Nachdenken anregt, zu erzählen. Die Protagonisten sind im Handlungsverlauf sehr gut eingebunden und sehr glaubwürdig dargestellt.
Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!«
  12      0        – geschrieben von Luise
Kommentar vom 12. Mai 2022 um 22:56 Uhr (Schulnote 1):
» Max ist Arzt. Er weiß sehr genau, dass er mit einem Bein im Gefängnis steht und vielleicht sogar wegen Mordes verurteilt werden kann. Und trotzdem erfüllt er seiner Tante, oder besser gesagt Ziehmutter, ihren letzten Wunsch. Ihr Name ist Maria und sie leidet an Alzheimer. Sie möchte nicht qualvoll dahinsiechen und irgendwann durch einen „natürlichen“ Tod von diesen Qualen erlöst werden. Nein, sie will selbst bestimmen, wann ihr Leben vorbei ist. Das legt sie schriftlich fest und Max hält sich daran.

Welch ein Roman. Es dauerte eine Weile, bis ich mich mit Max und seinen Freunden und Bekannten vertraut machen konnte. Zu viele Rückblicke in das Leben eines Mannes, der vom Schicksal gebeutelt wurde. Dieser ständige Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit irritierte mich sehr. Aber das legte sich bald und das Geschehen nahm mich gefangen.

Die an Alzheimer erkrankte Dame Maria war für Max viel mehr, als eine Tante. Sie „rettete“ ihn vor dem Aufenthalt in einer Pflegefamilie, war eine Freundin und zugleich Ersatz von Mutter und Vater. Auch wenn die Gesetzeslage gegen den Arzt spricht, als Leser empfand ich Verständnis für ihn. Der Autor kennt sich bestens aus, wenn es um Anwälte, Gerichte und Paragraphen geht. Er beschreibt für mich nachvollziehbar, wie es in diesem Milieu läuft.

Ja, ich bin davon überzeugt, dass meine fünf Sterne die Qualität des Buches unterstreichen. Markus Thiele rüttelt auf. Er zeigt, dass Gesetze nicht zementiert sind, sondern von Fall zu Fall ausgelegt werden müssen. Der Lebensweg der Hauptperson Max ist durch Schicksalsschläge getrübt und für mich erstaunlich, dass er sich diese Empathie dennoch erhalten konnte. Nein, es ist kein Buch, welches nur zur Unterhaltung geschrieben wurde. Es regt zum Nachdenken an und kann Grundlage für intensive Diskussionen sein.«
  10      0        – geschrieben von lielo99
 
Kommentar vom 27. April 2022 um 23:20 Uhr:
» Eine Geschichte, die mich nachdenklich macht

Im Juli 1996 feiern drei junge Männer ihren Segelregattasieg bei der Kieler Woche mit reichlich Alkohol. Als sie anschließend zu einer Geburtstagsfeier aufbrechen, setzt sich Jonas van Loon ans Steuer des Golf. Es kommt zu einem verhängnisvollen Unfall bei dem ein junger Mann stirb und der Fahrer und Max Keller, der sich nach einer kurzen Diskussion als Fahrer ausgibt und somit seinen Freund Jonas schützt, verletzt werden.

25 Jahr später:
Max Keller ist Arzt geworden. Seine Tante Maria Linz, die ihn nach dem Tod seiner Großmutter und der Alkoholsucht seines Vaters wie ihren eigenen Sohn bei sich aufgenommen hatte, bittet ihn, ihr beim Sterben zu helfen. Max hilft ihr und begibt sich damit in eine Zone zwischen Recht und Moral. Ihm wird Tötung auf Verlangen vorgeworfen. In dieser Situation bittet er seinen Freund Jonas, der jetzt als Staatsanwalt kurz vor dem ganz großen Karrieresprung steht, um Hilfe.


Schon lange hat mich ein Buch nicht mehr so aufgewühlt und berührt wie "Die sieben Schalen des Zorns" von Markus Thiele. Das Thema Altersdemenz kam vor kurzem sowohl durch meine Eltern als auch meine Schwiegereltern zum tragen. Irgendwie habe ich mich dann auch mit dem Thema Sterbehilfe beschäftigt, das in unserer Gesellschaft, wie ich finde, sehr negativ behaftet ist. Die Meinungen dazu gehen ja sehr stark auseinander.

Markus Thiele geht in diesem Buch völlig wertfrei und doch tiefgründig auf die aktive und passive Sterbehilfe und die Beihilfe zur Selbsttötung ein. Die Hintergründe werden sehr gut dargestellt und beleuchtet. In seinem Nachwort geht er erläuternd auf das Urteil der höchsten Gerichtsinstanz in Den Haag, Niederlande, vom 21.02.2020 ein. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch zu Diskussionen mit den unterschiedlichsten Sichtweisen führen kann. Was ist richtig, was ist falsch. Das muss hier jeder für sich selbst entscheiden.

Max Richter und Jonas van Loon - unterschiedlicher können Freunde kaum sein. Ab dem Jahr 1978 begleite ich ihr Leben bis zu diesem verhängnisvollen Unfall und bis zum Prozess. Gerade Max´ Leben hat nicht auf der Sonnenseite stattgefunden. Was mir bestimmt im Gedächtnis bleibt ist der Sack Kartoffelschalen anstatt der sehnlichst gewünschten Eisenbahn zu Weihnachten und die Kuh Clara im Stall. Auch Max´ Cousine Agnes, die Tochter von Maria, spielt hier eine Rolle. Diese Rückblicke in die Vergangenheit lassen mich die Beweggründe der Protagonisten besser verstehen. Sie bringen auch die moralischen Bedenken gut zum Ausdruck.

Ein bewegender Roman zwischen Fiktion und Wahrheit, über Sterbehilfe, Freundschaft, Werte und Schuld, der mich gefesselt hat und der zum Nachdenken anregt.«
  11      0        – geschrieben von gaby2707
Kommentar vom 22. April 2022 um 10:23 Uhr:
» Selbstbestimmt sterben mit welchen Hilfen – juristisches Minenfeld in der BRD?
Mit diesem Titel wird Bezug genommen auf die Bibel. Im Gespräch mit Pfarrer Braun geht es um die Johannes-Offenbarung, in der Gott die alte Welt dem Erdboden gleichgemacht hat und seinen Zorn dabei auf sieben Schalen verteilt, die die Engel nach und nach auf die Erde ausschütten. Dabei trifft es jedes Mal den Hauptakteur Dr. Max Keller, der im Verlauf seines Lebens von ihm geliebte Menschen durch Tod verliert: seine Grossmutter, Ehefrau und Tochter, seinen Vater inklusive Bauernhof, seine todkranke Tante Marie. Ihr assistiert er beim Sterben und erfüllt damit ihren letzten Wunsch, nachdem Alzheimer in fortgeschrittenem Stadium ihr Leben mehr als unwürdig gestaltet.
Inspiriert von wahren Fakten der Justiz in Deutschland liest sich dieser Roman wie ein Krimi rund um das Thema ‚Sterbehilfe‘ mit moralischen, religiösen und juristischen Diskussionen über das Recht auf einen selbstbestimmten Tod.«
  8      0        – geschrieben von easymarkt3
Kommentar vom 15. April 2022 um 13:17 Uhr (Schulnote 1):
» In diesem Roman geht es um das Thema Sterbehilfe. Es ist ein Thema, dass in Deutschland immer wieder diskutiert wird, aber noch immer ist aktive Sterbehilfe verboten und strafbar. Menschen, die unter ihrer schweren Krankheit leiden ohne Aussicht auf Linderung dürfen daher keine Hilfe erwarten, selbst dann nicht, wenn sie körperlich gar nicht in der Lage sind, ihrem Leben selbstständig ein Ende zu setzen.
Die Tante von Max Keller hat Alzheimer. Sie möchte nicht weiterleben und bittet ihren Neffen um Sterbehilfe. Doch Max ist Arzt. Was oll er tun? Er könnte helfen, darf es aber nicht. Dennoch hilft er seiner Tante und hat damit die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen, die ihm strafbare Tötung auf Verlangen vorwirft. Max drohen eine Gefängnisstrafe und der Entzug seiner Zulassung.
Dem Autor Markus Thiele ist es wieder – wie schon mit seinen Romanen „Echo des Schweigens“ und „Die Wahrheit der Dinge“ – gelungen, mich mit diesem Roman zu packen. Es ist eine spannende Geschichte, die aber auch zum Nachdenken anregt. Warum soll ein Mensch ein Leben weiterführen, das er aufgrund von unheilbarer Krankheit nicht mehr als lebenswert erachtet? Wenn dieser Mensch nach reiflicher Überlegung seine Entscheidung getroffen hat, warum darf ihm niemand bei der Umsetzung helfen? Natürlich könnte es zu Missbrauch kommen, wenn man Sterbehilfe legalisieren würde.
Es ist sehr interessant, die Freunde Max und Jonas vor Gericht auf unterschiedlichen Seiten zu erleben. Doch neben dem Prozess gibt es auch viele Rückblicke in die Vergangenheit, so dass man die Entwicklung der beiden nachvollziehen und verstehen kann, warum sich die Freunde hier als Angeklagter und Staatsanwalt gegenüberstehen.
Ein tiefgründiger und absolut fesselnder Roman. Meine uneingeschränkte Leseempfehlung!«
  12      0        – geschrieben von buecherwurm1310
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2022)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz