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Wo die Wölfe sind
Verfasser: Charlotte McConaghy (2)
Verlag: Fischer (1996)
VÖ: 30. März 2022
Genre: Gegenwartsliteratur (3714)
Seiten: 432 (Gebundene Version), 425 (Kindle-Version)
Original: Once There Were Wolves
Themen: Highlands (311), Leichen (2791), Neuanfang (1343), Schottland (781), Wälder (974), Wissenschaftler (465), Wölfe (457)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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Lesermeinungen (5)     Blogger (5)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 23. April 2022 um 13:13 Uhr (Schulnote 1):
» Mit ihrer Zwillingsschwester Aggie kommt Inti Flynn nach Schottland, um dort ein Team von Biologen anzuführen. In den abgelegenen Highlands wollen die Wissenschaftler 14 Wölfe wieder ansiedeln. Auch für sich selbst Inti hofft auf einen Neuanfang…

„Wo die Wölfe sind“ ist ein Roman von Charlotte McConaghy.

Meine Meinung:
Der Roman beinhaltet 31 angenehm kurze Kapitel und endet mit einem Epilog. Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Inti - vorwiegend im Präsens. Allerdings wechselt das Tempus immer mal wieder in die Vergangenheitsform, denn die Geschichte enthält einige Rückblicke.

Der Schreibstil wirkt ungekünstelt und unaufgeregt. Er ist dank gelungener Beschreibungen wunderbar anschaulich und aufgrund etlicher Dialoge lebhaft.

Inti steht eindeutig im Vordergrund der Geschichte. Sie ist mit viel psychologischer Tiefe ausgestattet und trotz oder gerade wegen ihrer Ecken und Kanten ein sympathischer, lebensechter Charakter. Auch die übrigen Figuren machen einen realitätsnahen Eindruck.

Auch darüber hinaus wird der Roman meinen inhaltlichen Erwartungen gerecht. Besonders gut haben mir die vielen Bezüge zur Natur gefallen. Die Botschaft, dass Mensch und Tier im Einklang miteinander leben müssen, ist gleichermaßen aktuell und wichtig. Auf unterhaltsame Weise lässt sich beim Lesen zudem interessantes Wissen zum Lebewesen Wolf erfahren.

Dabei ist das Buch keineswegs trocken, denn die Autorin hat gekonnt abwechslungsreiche Elemente eingeflochten, beispielsweise eine kleine Kriminalgeschichte und ungewöhnliche Fähigkeiten. Nicht zuletzt deswegen kommt auf den rund 420 Seiten keine Langeweile auf.

Das künstlerisch anmutende Cover ist nicht nur hübsch, sondern passt auch motivisch sehr gut. Der doppeldeutige Titel ist nicht ganz originalgetreu („Once There Were Wolves“) aus dem Englischen übersetzt, aber dennoch ebenfalls treffend gewählt.

Mein Fazit:
„Wo die Wölfe sind“ von Charlotte McConaghy ist ein Roman, der mich in mehrfacher Hinsicht überzeugt hat. Definitiv empfehlenswert! Er gehört schon jetzt zu meinen Lieblingsbüchern des Jahres 2022.«
  13      0        – geschrieben von milkysilvermoon
Kommentar vom 17. April 2022 um 13:07 Uhr (Schulnote 1):
» Schon seit langem gibt es keine Wölfe mehr in Schottland, die Menschen haben sie ausgerottet ohne zu bedenken, was dies für das Gleichgewicht der Natur bedeutet. Inti Flynn kommt mit einem Forschungsteam in die Highlands, um ein Rudel auszuwildern. Aber das ist nicht der einzige Grund, der sie in die Abgeschiedenheit bringt, es ist auch eine Flucht vor den Ereignissen in Alaska, von denen sich ihre Zwillingsschwester kaum mehr erholt hat und nun in sich gekehrt nichts mehr von dem lebensfrohen Wesen mehr hat, das sie einst war. Schon immer waren die Schwestern unzertrennlich und von ihrem Vater haben sie die Liebe zur Natur und den Tieren kennengelernt. Doch nicht nur das macht sie besonders, Inti leidet an Mirror-Touch-Synästhesie, wodurch sie das, was sie sieht, auch unmittelbar empfindet und dadurch eine ganz besondere Verbindung zu anderen Lebewesen aufbauen kann. Doch auch die besten Absichten können sie nicht vor dem Hass der lokalen Bevölkerung schützen, die nur wenig Verständnis für die Ansiedelung der Raubtiere aufbringen.

Die Zerstörung ihres eigenen Lebensraums, der rücksichtlose Umgang der Menschen mit der Natur und dem Planeten hat die australische Autorin Charlotte McConaghy zum zentralen Thema ihrer Romane gemacht. „Wo die Wölfe sind“ greift dieses auf, indem der Roman zeigt, dass es eben nicht ohne Folgen bleibt, wenn man eine Spezies ausrottet. Zugleich ist es auch eine feministische Geschichte, die unterstreicht, dass die eigentliche Gefahr für die Menschen nicht von der wilden Natur ausgeht, sondern von ihren eigenen Artgenossen, mit denen genauso brutal und unbarmherzig umgegangen wird wie mit allen anderen Lebewesen.

Die Naturverbundenheit der Protagonistin fasziniert von der ersten Seite an, sie kann Tiere wie Pflanzen lesen, etwas, das wir durch die Zivilisation weitgehend verlernt haben. Die Natur ist ein komplexes Zusammenspiel, das sich über Jahrtausende entwickelt hat und erst durch den Menschen aus der Balance geraten ist. Der Vater, der versucht im Einklang mit ihr zu leben und nicht so zerstörerisch zu wirken wie seine Mitmenschen, muss scheitern und verzweifeln, der Schaden, den wir angerichtet haben, ist nicht mehr rückgängig zu machen. Inti hingegen fokussiert auf das, was sie tun kann, doch die irre Wolfsfrau findet wenig Gehör, wie viele, die warnend die Stimme erheben.

Der zweite zentrale Aspekt wird zunächst durch die Arbeit der Mutter der beiden Zwillinge eingeführt, die Gewaltverbrechen an Frauen aufklärt und ihren Töchtern schon früh versucht aufzuzeigen, wo die tatsächliche Gefahr lauert: in den eigenen vier Wänden. In verschiedenen Facetten taucht häusliche Gewalt auf und bildet damit den Gegensatz zu den vermeintlich gefährlichen Raubtieren, die sich jedoch in ihrem Rudel gänzlich anders verhalten als die Familienmenschen.

Die Geschichte sprudelt nur so vor Faszination des Lebens außerhalb der menschlichen Sphäre und führt dem Leser vor Augen, was er alles nicht sieht und was ihm entgeht. Dass es gerade die Menschen sind, die sich gänzlich unzivilisiert verhalten, sollte noch mehr die vermeintliche Überlegenheit unserer Spezies infrage stellen. Dass wir uns die eigene Lebensgrundlage entziehen, ist noch nicht absurd genug, wir fügen uns auch gegenseitig unendlichen Schmerz und Leid zu. Ein Buch, das tiefe Emotionen weckt und einem mit gemischten Gefühlen zurücklässt.«
  15      0        – geschrieben von miss.mesmerized
 
Kommentar vom 8. April 2022 um 9:44 Uhr (Schulnote 1):
» Zum Inhalt:
Als Wissenschaftlerin kommt Inti nach Schottland, um in den Highlands wieder Wölfe anzusiedeln. Und sie hat die besondere Gabe, Gefühle anderer Lebewesen körperlich zu spüren. Als ein Farmer tot aufgefunden wird und dadurch ausgelöst eine Hetzjagd auf die Tiere beginnt, muss Inti sich ihren eigenen Ängsten stellen. Wer ist eigentlich die Bestie? Sind es die Wölfe oder doch eher die Menschen?
Meine Meinung:
Das ist so ein Buch, dass eine ganz besondere eigene Magie hat und die Fähigkeiten lange nachzuhallen. Ich könnte nicht mal benennen, wodurch dieses Gefühl entsteht. Vielleicht sind es die feinen Untertöne, die nicht ausgesprochen sondern so unterschwellig übermittelt werden. Der Schreibstil des Buches hat mir sehr gut gefallen, aber auch das Buch in Gänze. Ich kann das Buch aus vollem Herzen empfehlen, da es etwas ganz besonderes ist.
Fazit:
Wundervoll«
  7      0        – geschrieben von brauneye29
Kommentar vom 4. April 2022 um 14:32 Uhr (Schulnote 1):
» Inti Flynn lebt mit ihrer Zwillingsschwester sehr zurückgezogen in den schottischen Highlands. Gemeinsam mit ihren Kollegen möchte sie hier Wölfe ansiedeln. Sie liebt diese Tiere und weiß, welchen Mehrwert sie für die Natur haben. Jedoch sehen das die Einwohner des Ortes nicht so. Inti muss viel Aufklärungsarbeit leisten und dabei wird ihre Geduld auf eine harte Probe gestellt. Aber „Wo die Wölfe sind“ ist so viel mehr, als „nur“ ein Buch über Wölfe.

Inti leidet an einer Krankheit, die äußerst selten ist. Die „Mirror-Touch-Synthesie“ lässt Betroffene den Schmerz erleiden, den ihr Gegenüber im gleichen Moment spürt. Kaum vorstellbar, wie belastend das sein kann. Wer sich näher dazu informieren möchte, der sollte im Netz fündig werden, dann ja, diese Erkrankung gibt es tatsächlich.

Das Buch ist für mich ein weiteres Highlight im Lesejahr 2022. Die Autorin beschreibt ihre Zuneigung zur Natur und hier ganz besonders zu Bäumen. Sie und ihre Schwester lernten vom Vater, mit ihnen zu „reden“. Sie hörten Wurzeln sprechen, wenn sie ihr Ohr auf die Erde legten. Und dann die Zuneigung zu „ihren“ Wölfen. Oh man, kein Mensch schaffte bisher, dass ich mich für diese Tiere interessierte. Dabei lebten sie doch weit vor mir auf dieser Erde und gehörten zum Ökosystem dazu. Bis der Mensch sie ausrottete.

Die schöne Sprache und die vielen Bilder, die beim Lesen in meinem Kopf entstanden, ließen mich wahrhaftig genießen. Ich tauchte ein in die Natur Schottlands und zitterte mit Inti. Auch die Skepsis der Einwohner konnte ich gut verstehen. Selbst die Spannung kam nicht zu kurz. Ein wunderbares Buch, dass ich ohne Abstriche empfehle, der sich für Natur und gute Literatur begeistern kann.«
  13      0        – geschrieben von lielo99
 
Kommentar vom 31. März 2022 um 10:37 Uhr (Schulnote 1):
» Nachdem mich die Autorin Charlotte McConaghy mit ihrem Roman „Zugvögel“ begeistert hatte, wollte ich auch diesen Roman lesen, auch wenn ich das Thema schwierig finde. Auch in unserer Gegend sind schon wieder Wölfe gesichtet worden und ich kann verstehen, wenn Menschen Angst haben oder wenn sich Landwirte und Tierzüchter um ihre Tiere sorgen. Natürlich hat der Wolf seine Daseinsberechtigung, aber in dichtbesiedelten Gebieten ist er auch ein Problem.
Der Schreibstil der Autorin ist bildgewaltig und einfühlsam. Es ist schwierig, der Natur ihren Raum zu lassen, wenn menschliche Interessen dagegenstehen. Charlotte McConaghy versucht beide Seiten zu beleuchten.
In diesem Roman geht es um die Wolfsbiologin Inti Flynn, die Schmerzen bei anderen Lebewesen körperlich nachempfinden kann (Mirror-Touch-Synästhesie). Sie hat in ihrer Vergangenheit auch schon Schlimmes erlebt und sich daher zurückgezogen. Mit ihrer Zwillingsschwester Aggie, die sie unterstützt, lebt sie zusammen. Inti will mit einem Team von Wissenschaftlern in den schottischen Highlands wieder Wölfe ansiedeln, um die zerstörte Landschaft zu retten. Sie will die Menschen in der Gegend überzeugen, doch die sind nicht begeistert und als ein Farmer mit eindeutigen Verletzungen tot aufgefunden wird, beginnt eine Hetzjagd. Bei ihrer Arbeit erkennt Inti mehr und mehr die individuellen Züge der einzelnen Wölfe und verliert die Distanz zu ihnen, welche sie als Wissenschaftlerin behalten wollte. Man kann ihre innere Zerrissenheit spüren.
Wie wird das Projekt weitegehen? Wird Inti wieder menschliche Nähe zulassen können?
Es ist eine Geschichte, die einen zum Nachdenken bringt. Wie viel Raum wollen wir der Natur überlassen? Wieviel müssen wir ihr geben, damit wir selbst leben können? Können wir es uns überhaupt leisten, die Natur erbarmungslos auszubeuten?
Es ist ein großartiger und lesenswerter Roman.«
  9      0        – geschrieben von buecherwurm1310
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