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Krummhörn-Cops 6 - Ostfriesischer Hass
Verfasser: Andreas Kriminalinski (6)
Verlag: Klarant (842)
VÖ: 16. März 2022
Genre: Kriminalroman (9828)
Seiten: 200 (Taschenbuch-Version), 148 (Kindle-Version)
Themen: Hass (382), Mord (7510), Oldenburg (29), Ostfriesland (754), Turniere (105)
Reihe: Krummhörn-Cops (6)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Mord mit der Boßelkugel! Ostfriesland gegen Oldenburg. Der traditionelle Boßelwettkampf bedeutet Prestige pur. Zudem winkt dem Sieger die Teilnahme an einem überregionalen Turnier, bei dem es eine stattliche Geldsumme zu gewinnen gibt. Doch so weit soll es gar nicht kommen. Am Morgen des Wettkampftages wird Johann Hagena, der Kapitän der ostfriesischen Mannschaft, der als ihr bester Werfer Garant für den Sieg ist, in Pewsum erschlagen aufgefunden. Die Tatwaffe ist eine blutverschmierte Boßelkugel. Und die Brutalität der Tat lässt darauf schließen, dass sich lange aufgestauter Hass entladen hat. Neben der Leiche finden die Krummhörn-Cops auf dem Teppichboden einen mit Blut geschriebenen Großbuchstaben, ein F. Die rechte Hand des Opfers ist blutverschmiert. Hat Johann Hagena noch einen Hinweis auf seinen Mörder gegeben? Allerdings scheint dieses Indiz den Ermittlern auch nicht entscheidend weiterzuhelfen, denn ausgerechnet eines haben gleich mehrere Tatverdächtige gemeinsam: einen Namen mit F ...
Quelle: Klarant
Lesermeinungen (2)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei David Groeger vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Andreas Kriminalinski gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Nachdem Fenna gegangen war, beschloss Aiko um zwanzig Minuten nach fünf, Feierabend zu machen. Die Arbeit konnte auch noch bis Montag warten. Trotz des für den morgigen Samstag angesetzten Firmen-Wettkampfes, dem er als Boßel-Begeisterter, im Gegensatz zu seinen beiden Kolleginnen, sogar einen gewissen Reiz abringen konnte, war Wochenende und er freute sich auf den bevorstehenden Skatabend mit seinen Freunden. Und außerdem war er Indianer und nicht Häuptling. Kein Grund also, Überstunden zu machen.
     Allerdings wäre er nur allzu gern Häuptling geworden. Und hätte dann natürlich auch länger gearbeitet. Doch die Firmen-zentrale in Oldenburg hatte anders entschieden und ihm diesen dynamischen und zielstrebigen - man konnte auch sagen: karrieregeilen - Johann Hagena im wahrsten Sinne des Wortes vorgesetzt.
     Eine bodenlose Unverschämtheit, hatte Mutter gemeint.
     Aiko fuhr den PC herunter, streifte sich den Parka über und schlich sich aus seinem Büro. Auf dem Flur wollte er sich gerade am Büro des Chefs vorbeistehlen, als der ihn plötzlich zu sich rief.
     »Eilers, noch auf ein Wort!«
     Scheiße, dachte Aiko und nahm brav im Türrahmen Aufstellung.
     »Kommen Sie ruhig rein und setzen Sie sich.«
     Hagena wies ihm einen der Besucherstühle vor seinem Schreibtisch zu, widerwillig nahm Aiko Platz.
     »Fertig für heute?«
     »Jo.«
     Typische Chef-Frage, dachte Aiko und befürchtete, dass er nun Report abzugeben hätte. Doch das Thema ihres Gesprä-ches sollte ein anderes sein.
     »Eilers«, begann der Chef in einem fast freundschaftlichen Tonfall, »ich denke, ich bin Ihnen eine Erklärung schuldig.«
     Aikos Brauen zogen sich nachdenklich zusammen. Was kommt denn jetzt? Klar, eine Erklärung, aber für was und wozu?
     »Ich weiß, dass Sie sich Hoffnung auf den Chefposten gemacht haben.«
     Ach, was Sie nicht sagen.
     »Und die war sicherlich ein Stück weit sogar berechtigt.«
     Arschloch! Wieso nur ein Stück weit?
     Kalt lächelnd erhob Hagena sich von seinem Bürostuhl und wechselte zu einem mehrflügeligen Aktenschrank, den er sogleich öffnete. An der Türinnenseite befand sich ein Ganzkörperspiegel.
     Er winkte Aiko zu sich. »Kommen Sie her«, sagte er, »und stellen Sie sich mal neben mich!«
     Aiko tat, wie ihm befohlen, und trat neben seinen Chef vor den Spiegel.
     »Was sehen Sie?«, wollte Hagena von ihm wissen.
     Ein Riesenarschloch. Daneben mich.
     »Öhm ...«
     »Lassen Sie sich ruhig Zeit und schauen Sie genau hin!«
     Sachte legte Hagena seinen Arm um Aikos Schulter.
     »Ich darf Sie doch anfassen, Herr Eilers? Ist Ihnen das recht?«
     »Solange Sie mich nicht küssen wollen.«
     Hagena lachte kurz auf. Es hörte sich an wie in einem schlechten Film.
     »Was sehen Sie?«, wiederholte er seine Frage.
     Aiko atmete hörbar aus und betrachtete sich und Hagena im Spiegel.
     »Ich sehe«, antwortete er mit Bedacht, »zwei Männer gleichen Alters und gleicher Größe.«
     Und während er selbst wie ein kaputtes Auto guckte, setzte Hagena ein breites Gewinnerlächeln auf.
     »Wollen Sie wissen, was ich sehe?«
     »Ja, gern!«, log Aiko.
     Hagena nahm Haltung an und wurde fast einen halben Kopf größer als sein Mitarbeiter.
     »Ich sehe«, sagte er, »zwei Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.«
     Aiko ahnte, worauf das hinauslief.
     Der Strahlemann fuhr fort: »Ich sehe einen kampferprobten Vorzeigegeneral sowie einen braven Parteisoldaten.«
     »Wä?«
     »Schauen Sie hin, Eilers! Schauen Sie sich und mich einmal genauer an!«
     Hagenas Griff um Aikos Schulter wurde fester, als er fortfuhr: »Schauen Sie sich Ihre Kleidung an: ausgelatschte Treter, ’ne olle Jeanshose, ein schmuddeliges Sweatshirt, darüber ein Parka. Ich hingegen trage einen Maßanzug.«
     »Ist Ihnen das jetzt nicht gut genug, wie ich rumlaufe?«
     »Und dann Ihre Ausstrahlung. Sie verkörpern wie kein Zweiter den linientreuen, aber farblosen Parteisoldaten.«
     »Ich besitze exzellente Fachkenntnisse auf meinem Gebiet! Außerdem mögen mich alle.«
     »Das glaube ich sofort, Eilers, das glaube ich sofort!« Wieder lachte er auf und nach einer kurzen Pause ergänzte er: »Genau das ist Ihr Problem!«
     »Mein Problem?« Aiko sah seinen Chef entsetzt an.
     »Exakt, Ihr Problem!« Hagenas Blick wurde ernst, als er fortfuhr: »Chefs werden nicht gemocht, Chefs werden gefürch¬tet. Wer furchteinflößend ist, verkörpert Stärke, Macht, Kom¬petenz. Eigenschaften, die Sie als Chef unbedingt brauchen. Denn nur so entsteht Respekt aufseiten der Mitarbeiter. Und nur so können Sie auch mal unliebsame Aufgaben delegieren oder unpopuläre Entscheidungen durchdrücken. Wenn Sie mit Ihren Untergebenen auf Kuschelkurs gehen, tanzen die Ihnen früher oder später auf dem Kopf herum. Glauben Sie mir, ein Kumpel-Chef kann sich bei seinen Mitarbeitern nicht durch¬setzen. Was glauben Sie, Eilers, wie Sie auf andere wirken? Auf Ihre beiden süßen Kolleginnen, auf die Entscheider in der Zentrale, auf unsere Kunden? Mit Ihrem Babyface ...«
     »Babyface?«, wiederholte Aiko entrüstet.
     »Schauen Sie sich doch mal genau an im Spiegel: rundes Gesicht, hohe Stirn, kleine Nase, kurzes Kinn - damit verbun¬den sind typische Attribute eines Babys wie Naivität und Schwäche. Sie suchen Schutz und Sicherheit in Ihrem Arbeits¬umfeld. An positiven Eigenschaften werden einem Babyface Ehrlichkeit und Wärme zugestanden. Ihre Siebzigerjahre-Koteletten und der ungepflegte Dreitagebart machen’s auch nicht besser.«
     Aiko befreite sich aus der unfreiwilligen Umarmung und trat zwei Schritte zur Seite.
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