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KINDLE
 
Die Kinder sind Könige
Verfasser: Delphine de Vigan (8)
Verlag: Dumont (235)
VÖ: 7. März 2022
Genre: Gegenwartsliteratur (3726)
Seiten: 320 (Gebundene Version), 314 (Kindle-Version)
Original: Les enfants sont rois
Themen: Ermittlungen (1662), Influencer (44), Internet (580), Mütter (960), Töchter (719), Verschwinden (2477), Versteckspiel (13), YouTube (70)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Die Kinder sind Könige« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (13)     Blogger (6)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 12. Juni 2022 um 0:41 Uhr (Schulnote 2):
» Inszenierung einer heilen Familie

Mélanie ist begeisterte Youtuberin, sie hat Tausende von Followern. Im Mittelpunkt ihrer Videos und Posts sind ihre Kinder Sammy und Kimmy. Nicht nur, dass die Kinder auf Schritt und Tritt gefilmt werden, ja Mélanie hat sich sogar Drehbücher zu verschiedenen Ereignissen einfallen lassen. Doch seit einiger Zeit mag Kimmy nicht mehr richtig mitmachen. Und plötzlich ist sie verschwunden, als sie für einen Moment zusammen mit ihrem Bruder und anderen Kinder im Hof gespielt hat. Die ermittelnde Polizeibeamtin Clara muss die Welt der Youtuber zunächst mal näher kennenlernen.

Wie viel muten Eltern ihren Kindern zu, wenn sie sie stets präsent auf ihrem Youtube-Kanal halten? Mélanie hat ihr gesamtes Leben und das ihrer Kinder um dieses Medium gruppiert. Seit frühesten Kindheitstagen sind Sammy und Kimmy Teil der Inszenierung der heilen Familie, wie Mélanie ihre Lieben gerne zeigen will. Um diese Inszenierung baut die Autorin Delphine de Vigan eine spannende Geschichte, in der sich eines der Kinder wehrt gegen die Ausbeutung im Internet. Dabei erhält der Leser einen Einblick sowohl in die Ansichten der Kinder wie auch die Mélanies, so dass man sich gut in die jeweilige Motivation hinein versetzen kann. Das erscheint sehr überspitzt erzählt, oder täuscht das? Die Geschichte ist feinfühlig erzählt und wirkt dabei äußerst authentisch. Als Leser taucht man schnell in den Sog der Geschichte ein, während sie am Ende noch lange nachhallen wird.

Dieser Roman hat mich sehr gut unterhalten können und mich noch lange nachdenklich hinterlassen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.«
  11      0        – geschrieben von Gisel
Kommentar vom 11. Juni 2022 um 14:37 Uhr (Schulnote 1):
» Mélanie wollte schon als junges Mädchen berühmt werden. Inzwischen ist sie Mutter von zwei Kindern und hat ihr Ziel erreicht. Auf Youtube hat sie sehr viele Follower, die ihre Kinder hautnah miterleben können. Doch ihre Kinder, ganz besonders die sechsjährige Tochter Kimmy, haben seit einiger Zeit keine Lust mehr darauf, sich ständig filmen zu lassen, was Mélanie nicht versteht. Dann verschwindet Kimmy beim Verstecken spielen spurlos.
Wieder einmal ist es Delphine de Vigan gelungen, mich gleich in die Geschichte hineinzuziehen, denn die Geschichte ist sehr realitätsnah. Es gibt Menschen, die ihr Leben in den Sozialen Medien leben und die Realität kaum noch wahrnehmen. Auch ihre Kinder werden dort präsentiert, ohne dass die Kleinen darauf Einfluss nehmen können.
Der Schreibstil ist recht nüchtern und etwas distanziert. Meist wird aus der Perspektive von Mélanie und Clara erzählt. Ich hätte mir gewünscht, dass die Kinder mehr zu Wort kommen, um ihre Gefühle mitzuerleben.
Mélanie fühlte sich in ihrer Familie nicht wirklich geliebt. Sie war ein Fan von Reality-Shows und wollte genauso viel Aufmerksamkeit. Die bekommt sie nun auf Kosten ihrer Kinder. Ihr Youtube-Kanal ist erfolgreich und das Einkommen nicht zu verachten. Als Kimmy keine Lust mehr hat, schiebt sie es auf eine Laune und übersieht dabei, dass ihre Bedürfnisse und Träume nicht die von Kimmy sind.
Die Polizistin Clara Roussel übernimmt diesen Fall. Es wird nicht leicht, denn wie soll man ein Motiv und einen Verdächtigen ausmachen, wenn die ganze Welt mit dem Leben der Kinder so vertraut ist. Mélanie ist verzweifelt und begreift nicht, was sie anders hätte machen können. Zum Glück geht Clara die Sache nüchtern an. Was sie herausfindet, ist wirklich tragisch.
Später bekommen wir noch einen Einblick, wie die Kinder diese Medienpräsenz rückblickend sehen, denn das alles ist nicht einfach an ihnen vorbeigegangen. Sie haben dieses böse Spiel ihrer Mutter zuliebe mitgespielt.
Dieser Roman ist bedrückend, spannend und macht nachdenklich.«
  14      0        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 22. Mai 2022 um 16:38 Uhr:
» Lange bin ich um dieses Buch herumgeschlichen, aber der Klappentext hat mich einfach zu neugierig gemacht.

Mélanie ist schon seit ihrer Teenagerzeit fasziniert von Realtiy TV. Sie verpasst keine Folge ihrer Lieblingsshow und taucht völlig in die für sie tolle Welt ein. Etwas später versucht sie ebenso in dieser Welt fußzufassen und ich fand die Beschreibungen und die Art und Weise von einer TV Auswahl doch schon eher befremdlich.
Ebenso war mir Mélanies Verhalten und Vorfreude erst ein bisschen suspekt, ich konnte es mir aber anhand ihrer Wunschvorstellungen berühmt zu werden erklären.

Das hat sich eigentlich durch die ganze Geschichte gezogen, Mélanies Art war mir fremd, ich hätte sie gern mehr als einmal geschüttelt, aber dann gab es auch wieder Momente, wo ich ihre Art zu denken oder auch ihre Sehnsucht zumindest im Ansatz nachvollziehen konnte.
Als sie jedoch YouTube für sich entdeckt und, inspiriert auch von anderen Familienkanälen, es für eine tolle Idee hält, ihre eigenen jungen Kinder Kimmy und Sammy dort zu zeigen und zu präsentieren war es für mich oft auch schwer zu ertragen.
Der Kanal „Happy Récré“ wird ein Riesen Erfolg. Mélanie berauscht sich an immer mehr Abonnenten, an der vermeintlichen Liebe, die ihren Kindern und ihr dadurch entgegen gebracht wird, sie wird immer professioneller was die Videos, die Regie, die Drehbücher und das Filmen angeht.
Es war für mich erschreckend und schwer auszuhalten, dass sie nicht sehen konnte oder wollte, wie sehr vor allem ihre kleine 6jährige Tochter Kimmy sich immer mehr gesträubt und verweigert hat. Nach einer Situation in ihrem zu Hause eingerichteten Filmstudio musste ich das Buch kurz weglegen. Das hat mich sehr getroffen.
Mélanies Ehemann Bruno, dessen Verhalten ich, auch gerade zum Ende der Geschichte so gar nicht nachvollziehen konnte, gibt sogar seinen Beruf zugunsten der Filmerei auf, da die Kinder mittlerweile durch ihre vielen Werbegeschenke und durch Werbung, die Mélanie geschickt in den Videos zu platzieren weiß, sehr viel Geld verdienen.

Mélanie entdeckt zusätzlich für sich Instagram, und von nun an haben die Kinder fast keine Zeit und Ruhe mehr und alles Vorstellbare und unvorstellbare wird mit ihren Followern und Abonnenten meist per Story geteilt.
Dann ist eines Tages Kimmy verschwunden und ich habe wirklich gehofft, dass Mélanie jetzt zumindest aufwacht und in das virtuelle Leben, das ihr anscheinend alles bedeutet und für mich eine regelrechte Flucht vor dem realem Leben darstellt, und die doch fremden Menschen aus dem Internet zurücklässt und im wahrsten Sinn des Wortes zur Besinnung kommt. Ich habe mich oft schwer getan, Mélanie zu verstehen oder sogar zu mögen. Manchmal habe ich sie im Ansatz nachvollziehen und mir ihren Antrieb und Motivation erklären können.
Den Schreibstil empfand ich allgemein als etwas distanziert, aber vielleicht ist das bei dem Thema auch so gewollt oder macht bei mir halt den Eindruck.

Die zweite Hauptfigur ist Clara, eine Polizistin, die mit der virtuellen Welt so gar nichts zu tun hat, aber mit dem Verschwinden Kimmys betraut wird. Leider blieb sie mir auch ein wenig fremd, auch wenn ihre außergewöhnliche Art schon auch fasziniert und interessant war. Die Auflösung von Kimmys Verschwinden hat mir dann auch gut gefallen.

Im nächsten Teil der Geschichte werden die möglichen Auswirkungen auf Kinder wie Sam und Kim beschrieben und ich musste schon ein paar Mal schlucken. Auch wenn ich hier nicht genau weiß, ob das so realistisch ist, finde ich es wichtig, diese möglichen Auswirkungen zu benennen. Es berührt Themen, die den meisten vielleicht gar nicht so klar sind und ich finde es gut, da auch mal den Finger drauf zu legen.
Um auch darauf hinzuweisen, wie sehr ein vorgeführtes, virtuelles Leben das reale Leben der Kinder beeinflussen kann.«
  13      0        – geschrieben von Lissy31
Kommentar vom 20. Mai 2022 um 13:09 Uhr (Schulnote 1):
» Melanie, Mutter von zwei Kindern und glücklich verheiratet, denkt gerne an die Zeit von „Big Brother“ zurück. Damals träumte sie nämlich davon, einmal so berühmt zu werden, wie die Sieger dieser Show. Und dann hatte sie die zündende Idee. Sie filmt ihre Kinder, richtet mehrere Kanäle ein und hofft auf Erfolg. Und der kommt. Sie wird nicht nur ein Star im Netz, sondern auch sehr reich. Was sie ihrem Nachwuchs antut und wie der mit der Zeit immer missmutiger reagiert, das merkt sie vor lauter Filmerei gar nicht. Sogar als ihre kleine Tochter spurlos verschwindet, hat dieses Erlebnis keine bleibende Resonanz bei ihr. Für sie gilt immer noch ihr Slogan
Die Kinder sind Könige.

In dem Buch geht es hauptsächlich um zwei Frauen. Die bekannte und erfolgreiche Youtuberin Melanie und eine Polizistin namens Clara. Clara kommt ins Spiel als die kleine Kim mehrere Tage unauffindbar ist. Dass die Ermittlungen sich nahezu unmöglich darstellen, ist rasch klar. Denn, wie sollen Tatverdächtige gefunden werden, bei einem Kind, das von zigtausend Followern durchs Leben begleitet wird?

Da ich nicht mit Smartphone und PC aufwuchs, kann ich Mütter wie Melanie nicht verstehen. Nein, die Kinder haben dauerhaft keine Freude daran, wenn sie täglich irgendwelche gestellten Szenen spielen müssen und dabei gefilmt werden. Auch an ihrem massenhaften Spielzeug nicht. Sie können es eh nicht komplett nutzen. Das Buch rüttelt hoffentlich auf und zeigt, wie schwierig der unkontrollierte Umgang mit den Medien der heutigen Zeit sein kann. Das gilt übrigens nicht alleine beim Filmen von Kindern. Egal, was Thema ist. Irgendwann seht sich jeder nach seiner Privatsphäre. Doch, wie kann er das, wenn hunderttausend Augen ihn bei seinen täglichen Verrichtungen beobachten? Ist es das wert, etwas mehr Geld als andere zu haben und zudem noch „berühmt“ zu sein? Meine Leseempfehlung gebe ich sehr gerne und das ohne Abstriche.«
  14      0        – geschrieben von lielo99
 
Kommentar vom 9. April 2022 um 14:49 Uhr (Schulnote 1):
» Eine Kindheit unter ständiger Beobachtung …
Schon als junges Mädchen träumte Mélanie davon, einmal berühmt und reich zu werden. Jetzt ist sie verheiratet, hat zwei kleine Kinder, und sieht sich der Verwirklichung ihres Traums immer näher. Sie hat Frankreichs erfolgreichsten Youtube-Kanal mit Tausenden Followern, in dem sie ihre beiden Kinder von morgens bis abends präsentiert. Mélanie ist süchtig nach Anerkennung, nach Likes und Applaus, und ist überzeugt, dass es auch für ihre Kinder nichts Schöneres gibt. Mit Videos, die die Kinder beim Auspacken gesponserter Kleidung, Spielwaren und Geschenken zeigen, verdient die Familie Millionen – bis eines Tages die sechsjährige Kimmy beim Versteckspielen plötzlich spurlos verschwunden ist. Die Mutter ist verzweifelt und fragt sich, was sie wohl falsch gemacht haben könnte, während die ermittelnde Polizeibeamten Clara, die selbst kinderlos ist, die Sache nüchterner angeht. Entführung mit Lösegeldforderung oder Konkurrenzneid im Netz, was trifft hier zu? Bei einem Kind, das Tausende kennen und täglich sehen könnte jeder verdächtig sein …
„Die Kinder sind Könige“ ist seit 2001 der achte in deutscher Übersetzung erschienene Roman der französischen Schriftstellerin Delphine de Vigan. Die Autorin wurde 1966 in Paris geboren. Sie ist an einem soziologischen Forschungsinstitut tätig ist und lebt heute noch mit ihren beiden Kindern in Paris. Für ihre Werke erhielt sie bereits einige bedeutende französische Literaturpreise.
In diesem Roman geht es weniger um den kriminalistischen Aspekt, sondern mehr um das Phänomen der kindlichen Influencer im Netz. Oft werden diese durch „liebende“ Eltern gedrängt und gefügig gemacht, um stundenlang vor der Kamera zu posieren. Vermutlich macht es den Kindern anfangs auch Spaß, aber dann kommt der Punkt, an dem es ihnen nur noch lästig ist. Um die Liebe und die Anerkennung ihrer ehrgeizigen Mutter nicht zu verlieren, nehmen die sechsjährige Kimmy und ihr achtjähriger Bruder Sammy die Strapazen klaglos hin. Doch die andauernde Präsenz in der Öffentlichkeit bleibt bei den Beiden, auch psychisch, nicht ohne Folgen.
Die Autorin versteht es großartig, die verschiedenen Blickwinkel zu beleuchten und auf das Für und Wider der beteiligten Personen einzugehen. Als Leser*in ohne Bezug zu diesen Social-Media-Kanälen ist man überrascht über deren Verbreitung und erstaunt darüber, wie viel sich damit verdienen lässt. Dass dieses Leben bei den „kleinen Sklaven“ nicht ohne Nachwirkungen bleiben kann überrascht nicht, dennoch schockt der Ausblick auf das Jahr 2031. Die Folgen solch unvernünftigen Handelns stimmen äußerst nachdenklich. Da gerät die unerwartete kriminalistische Auflösung des Verschwindens der Kleinen schon beinahe zur Nebensache.
Fazit: Diesen großartigen Roman mit der notwendigen Aufklärung über Hintergründe und Motive diverser Influencer empfehle ich sehr gerne weiter!«
  17      0        – geschrieben von Herbstrose
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