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Die Feuer
Verfasser: Claire Thomas (1)
Verlag: Hanser (611)
VÖ: 14. Februar 2022
Genre: Frauenliteratur (1504)
Seiten: 256 (Gebundene Version), 223 (Kindle-Version)
Original: The Performance
Themen: Australien (314), Begegnungen (3442), Feuer (162), Herkunft (166), Melbourne (10), Professor (423), Theater (147), Verlust (956)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Die Feuer« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (4)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 13. Mai 2022 um 12:00 Uhr (Schulnote 3):
» Drei Schicksale

Drei Frauen finden sich unabhängig voneinander im Theater wieder, in einem Beckett-Stück, während in den Bergen die Buschfeuer wüten. Jede der drei Frauen hat ihre eigene Geschichte, und während des Stücks werden sie davon eingeholt.

Die drei Frauen haben sich bisher kaum oder gar nicht gekannt: Die Literaturprofessorin Margot muss sich mit der Demenz ihres Mannes auseinandersetzen sowie mit der Entfremdung von ihrem Sohn. Die Kunstmäzenin Ivy, ehemals Margots Schülerin, wird mit den Verlusten aus ihrer Vergangenheit konfrontiert. Die Schauspielschülerin Summer, die nebenberuflich im Theater als Platzanweiserin arbeitet, macht sich Gedanken über ihre Herkunft und muss um ihre Geliebte in der Feuerzone bangen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der drei Frauen erzählt, so dass der Leser ihre Gedanken unmittelbar erfährt. Und doch wirkt das Buch immer wieder etwas langatmig, es fehlt ein bisschen der rote Faden, der durch die Geschichte tragen könnte.

Mich hat das Buch nicht wirklich ansprechen können, so dass ich knappe 3 von 5 Sternen vergebe. Eine Empfehlung mag ich nur aussprechen für jene, die literarisch bestens mit Beckett versiert sind.«
  13      1        – geschrieben von Gisel
Kommentar vom 8. März 2022 um 15:38 Uhr (Schulnote 1):
» Während in den Weiten Australiens die Feuer wüten, begegnen sich die drei Frauen Margot, Summer und Ivy im Theather. Sie alle haben sich vor ihren Ängsten und Sorgen in die Vorstellung eines Stücks von Samuel Beckett geflüchtet. Winnie, die Protagonistin des Dramas, steckt dabei hüftabwärts in einem Erdhügel und wird so zum regungslosen Ausharren in einem Zustand gezwungen, aus dem sie sich nicht befreien kann oder möchte, wodurch sie nach und nach ihren eigenen Verfall hervorruft.

Ähnlich wie Winnie ergeht es auch den drei Frauen im Publikum, die alle in einer komplizierten, unschönen Version ihres Lebens gefangen sind, aus der sie sich bislang aber nicht befreit haben: Margot ist Literaturprofessorin und muss die körperliche Misshandlung durch ihren dementen Mannes ertragen, während sich die Beziehung zu ihrem Sohn vor allem durch Distanz auszeichnet; die Studentin und Platzanweiserin Summer weiß nicht, wer ihr Vater ist, und muss um das Leben ihrer Geliebten fürchten, die sich in der Nähe dergroßen Feuer aufhält; Kunstmäzenin Ivy hat es zu großem Reichtum gebracht und kann damit doch nicht die Veluste der Vergangenheit aufwiegen.
"Die Feuer" ist eine solide Studie, eine Momentaufnahme dreier Frauen, die sich trotz aller Unterschiede in ihren Ängsten letztendlich gar nicht so unähnlich sind. Wie die Protagonistin des Theaterstücks sind sie gefangen in einem Zustand, der ausweglos erscheint, und schweifen aus dieser Situation heraus gedanklich immer wieder in die Vergangenheit. Doch anders als in Winnie, die sich wortwörtlich immer weiter eingraben lässt und ihre Lage leugnet, steckt tief in den drei Frauen die Kraft, sich zu befreien.

Erst jetzt im Nachhinein, während ich nochmal über den Roman nachdenke, wird mir bewusst, wie geschickt er konstruiert ist. In der Pause zwischen den Akten, dem Moment, in dem sich die drei Frauen begegnen - dieser Teil ist selbst in Dramform geschrieben -, wendet sich das Schicksal der Protagonistinnen. Und das, ohne dass es ihnen selbst oder mir beim Lesen sofort bewusst geworden wäre. Doch in dieser Begegnung liegt das Potential für sie, sich zu befreien, während Winnie auch im zweiten Akt die Notwendigkeit einer Entscheidung verleugnet.«
  10      0        – geschrieben von Anna625
Kommentar vom 7. März 2022 um 16:45 Uhr (Schulnote 1):
» Im Kulturzentrum von Melbourne wird Samuel Becketts „Glückliche Tage“ aufgeführt, während außerhalb in den Bergen die Buschfeuer wüten. Drinnen verfolgen drei Frauen nicht nur das Stück auf der Bühne, sondern beschäftigen sich auch mit ihren eigenen Leben. Da ist die Literaturprofessorin Margot Pierce, Anfang 70, die mit ihrem Sohn Adam und mit ihrer Ehe mit dem dementen John hadert. Da ist die Kunstmäzenin Ivy Parker, Anfang 40, die von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Und da ist die Platzanweiserin und angehende Schauspielerin Summer (22), die sich Sorgen um ihre Freundin April macht…

„Die Feuer“ ist ein Roman von Claire Thomas.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus neun Kapiteln, jeweils drei für jede der drei Frauen. Erzählt wird im Präsens abwechselnd aus der Sicht von Margot, Summer und Ivy. Durchbrochen wird dieses Schema durch den Teil „Pause“, der wie ein Drama aufgebaut ist und sich auf Dialoge und Regieanweisungen beschränkt. Eine interessante und gut funktionierende Struktur.

Auch sprachlich hat mich der Roman überzeugt. Der Schreibstil ist schnörkellos, aber eindringlich und intensiv. Die unterschiedlichen Perspektiven variieren auch in sprachlicher Hinsicht auf hervorragende Weise. Das Geschehen auf der Bühne und die Gedanken der Frauen werden kunstvoll verwoben.

Die drei Frauen sind recht unterschiedlich. Sie alle sind keine klassischen Sympathieträgerinnen, aber authentische und reizvolle Charaktere. Die Gedanken und Gefühle der Protagonistinnen lassen sich sehr gut nachvollziehen.

Thematisch wird ein breites Spektrum abgedeckt. Es geht um den Klimawandel, psychische Probleme, traumatische Erlebnisse, Gewalt und einiges mehr. Vor allem aber überdenken die drei Protagonistinnen ihre bisherigen Sichtweisen und ihre Leben, was Denkimpulse auslöst und mich ebenfalls zum Nachdenken angeregt hat. Zugleich werden sich in dem Roman einige Frauen wiederfinden können. Das Beckett-Stück bildet einen skurrilen, ja bizarren Rahmen und ist ein passender Hintergrund, der etliche Anknüpfungspunkte bietet.

Obwohl auf der Handlungsebene nicht viel passiert, entfaltet der Roman schon nach wenigen Seiten eine Sogkraft. Sie hält auf den rund 250 Seiten an.

Das künstlerisch anmutende Cover lässt sowohl an die Feuer als auch an die Frauen denken - eine gute Wahl. Der mehrdeutige deutsche Titel ist einerseits ansprechend, aber andererseits etwas irreführender als das englischsprachige Original („The Performance“).

Mein Fazit:
„Die Feuer“ von Claire Thomas ist ein eindringlicher und eindrucksvoller Roman. Eine empfehlenswerte Lektüre.«
  16      0        – geschrieben von milkysilvermoon
Kommentar vom 5. März 2022 um 17:53 Uhr (Schulnote 2):
» In den Bergen toben sich die Buschfeuer aus. In Melbourne geht das Leben seinen gewohnten Gang und im Theater wird das Stück „Glückliche Tage“ von Beckett gespielt. Drei Frauen sind aus unterschiedlichen Gründen im Theater. Die Literaturprofessorin Margot will ihrem Alltag entfliehen, die Kunstmäzenin Ivy hatte schon immer ein Faible für Beckett und die Platzanweiserin Summer benötigt den Verdienst für ihr Studium. In der Pause treffen die drei Frauen aufeinander und damit verändert sich ihr Blickwinkel.
Der Titel des Stücks hat so gar nichts mit den inneren Monologen der Frauen zu tun, die alle ihre eigenen Probleme haben, die sie beschäftigen. Ihre Überlegungen verbinden sich immer wieder mit Passagen aus dem Stück und bringen sie auf andere Blickwinkel. Da die Geschichte aus der Sicht der drei Frauen erzählt wird, ist man als Leser sehr nahe an den Frauen und kann sich in sie hineinfühlen. Da ich nicht so ein Freund von Becketts Theaterstücken bin, hätte dieser Teil ruhig kürzer ausfallen können.
Die Charaktere kommen authentisch rüber. Sie unterscheiden sich von ihrer Stellung und ihrem Alter, aber gemein ist ihnen, dass sie alle ihre Probleme und Ängste haben. Margot geht finanziell gut, beruflich eher nicht und ihr dementer und gewalttätiger Ehemann John fügt ihr Verletzungen zu. Sie hadert damit, dass sich ihr Sohn entfremdet. Ivy hat einen Verlust erlitten, der sie noch immer sehr belastet. Summer fragt sich, was ein gutes Leben ist und sorgt sich um ihre Freundin, die ihre Eltern und das Haus vor den Feuern retten will.
Nach dem Zusammentreffen in der Pause gehen die Frauen wieder an ihren Platz und es wird deutlich, wie das Aufeinandertreffen ihre Gedanken beeinflusst hat.
Dieser Roman ist keine Wohlfühl-Lektüre, obwohl er berührt. Er wirkt noch lange nach.«
  8      0        – geschrieben von buecherwurm1310
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