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Der Papierpalast
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Erklärung der Bewertungssysteme
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Lesermeinungen (5)     Blogger (3)     Tags (3)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 8. Mai 2022 um 15:19 Uhr (Schulnote 1):
» 24 Stunden der Entscheidung …
Wie jedes Jahr verbringt Elle Bishop mit ihrer Familie den Sommer auf Cape Cod im „Papierpalast“, einer heruntergekommenen Ansammlung von Ferienhütten, die ihr Großvater einst erstellt und innen mit Pappe ausgekleidet hatte. Elle ist jetzt 50 Jahre alt, glücklich verheiratet mit Peter, mit dem sie drei Kinder hat. Wie jedes Jahr wird mit Freunden gefeiert, doch diesmal ist etwas anders. Elles Jugendfreund Jonas, mit dem sie ein dunkles Geheimnis verbindet, verbringt nach vielen Jahren wieder seinen Urlaub auf dem Cape, diesmal zusammen mit seiner Frau Gina. Und während drinnen Familie und Freunde fröhlich feiern, haben draußen Elle und Jonas im Schutz der Dunkelheit zum ersten Mal Sex. Elle ist verwirrt als sie entdeckt, dass sie ihren Mann liebt und sich nach Jonas sehnt. Sie wird sich entscheiden müssen …
„Der Papierpalast“ ist der erste Roman der US-Amerikanerin Miranda Cowley Heller, die bisher Serien bei HBO entwickelte. In ihrer Jugend verbrachte sie jeden Sommer auf Cape Cod. Heute lebt sie in Kalifornien.
Es braucht schon eine gewisse Lebenserfahrung, um diese Geschichte richtig zu verstehen und ein Verständnis für die zwiespältigen Gefühle unserer Protagonistin zu entwickeln. Die Autorin war bereits Mitte 50 als sie dieses Buch schrieb – vorher ging es nicht, wie sie selbst sagt. Doch nun ist es ihr perfekt gelungen, diesen Zwiespalt zwischen Pflichtbewusstsein und Sehnsucht nach Veränderung zu beschreiben, der aufkommt, wenn man die Lebensmitte bereits erreicht hat. Es braucht viel Mut sein Leben zu ändern, denn man könnte diesen Schritt vielleicht später bereuen – doch genau so viel Mut ist auch nötig, alles beim alten zu belassen.
Einen Tag hat Elle Bishop Zeit sich zu entscheiden - 24 Stunden, in denen sie auch über ihr bisheriges Leben, ihre Familie und ihre Kindheit nachdenkt. Wir erfahren vom Verhältnis zu ihrer älteren Schwester Anna, von ihren Großeltern, von den ständig wechselnden Beziehungen ihrer Eltern und von Stiefvätern und Stiefgeschwistern. Heitere, unbeschwerte Momente wechseln sich ab mit Demütigungen, sexuellen Übergriffen, Vergewaltigung, Inzest und Mord. Neben diesen Schattenseiten des Lebens lässt uns die Autorin auch teilhaben an glücklichen Momenten: wir verbringen unbeschwerte Stunden in flirrender Sommerhitze am Strand, wir streifen durch unberührte Wälder und schwimmen mit den Fischen im malerischen kühlen See. Dieser Kontrast und die wortgewaltige Sprache ist es, was diesen Roman so einzigartig und lesenswert macht. Als Leser hat man ständig das Gefühl, auf eine Katastrophe zuzusteuern und selbst das Ende ist so gekonnt formuliert, dass jeder sich seine eigenen Gedanken machen und für sich den passenden Schluss finden kann.
Fazit: Dieses Buch kann ich der reiferen Leserschaft uneingeschränkt empfehlen – für mich war es ein Highlight.«
  16      0        – geschrieben von Herbstrose
Kommentar vom 30. April 2022 um 14:50 Uhr (Schulnote 2):
» Schlafhütten direkt am See waren es, eine mit einfachen Mitteln erbaute Hütte, ihr Palast – der Papierpalast von Elles Familie. All die Jahre war dies ihr Ferienhaus, in dem sie – mittlerweile 50 mit Mann und drei Kindern - nun wieder ist. Auch Jonas trifft sie wieder. Ihn, der sie noch immer wie magisch anzieht. Auch er ist gebunden und doch können sie nicht voneinander lassen.

Immer mehr erfahre ich von der Vergangenheit, von all dem Ungesagten. Es drängt an die Oberfläche, lässt sich nicht mehr zurückhalten. Der sorgsam gehütete Schein bröckelt immer mehr, die Erzählung schwenkt vom Heute zurück ins Gestern. Von der Kindheit, ihren Jugendjahren und der bis jetzt nach außen hin intakten Familie lese ich. Wird Elle sich entscheiden müssen? Hierbleiben oder doch Neues wagen wollen?

Die ungekürzte Hörbuchfassung dieses Papierpalastes habe ich mir von Vera Teltz vortragen lassen. Sie ist eine der Besten ihres Fachs, schon ihre nuancierte Sprechart lässt mich eintauchen in die Geschichte.

Es geht ganz klar um die noch immer unbändige Anziehungskraft, das Ausleben dessen in einer klaren Sprache. Elle und Jonas verbindet ihre heimliche Liebschaft und dann ist noch das Geheimnis ihrer Jugend, sehr viel mehr eine gemeinsame Erinnerung. Es ist eine zuweilen derbe, sexualisierte Sprache, die sich durch den Roman zieht. Die Charaktere sind mir allesamt nicht sehr nahe. Mir kommt es eher vor, als ob ich sie aus der Ferne beobachte, mit keinem von ihnen möchte ich näher bekannt sein. Und doch hat ihre Geschichte eine Sogwirkung auf mich. Die Autorin versteht es, Geschichten lebendig zu erzählen, man möchte einfach mehr erfahren. Ein Widerspruch in sich und doch ist es so.

Das Cover zeigt eine friedliche Umgebung in Pastellfarben, eine idyllische Landschaft mit dem See im Vordergrund. Dahinter wird irgendwo der Papierpalast sein, indem sie die Sommer des Lebens verbracht haben. Zuweilen bedrückend und aufwühlend, dann wieder konkret und lebensnah. Hält dieses Haus aus Papier, „Der Papierpalast“ den Stürmen des Lebens stand?«
  11      0        – geschrieben von Magnolia
Kommentar vom 14. April 2022 um 17:58 Uhr:
» Ein trauriges Wechselspiel über Selbsterkenntnis und Aufrichtigkeit.
Eleanor Bishop, Elle, erzählt in Kapitel 1 von einem Sommertag im August, an dem sie eine lebenswichtige Entscheidung am See trifft, im Alter von 50 Jahren. Das letzte Kapitel endet ebenso mit diesem entscheidenden Sommertag.
Es ist früh am Morgen, alle schlafen noch, als Elle an einem perfekten Augusttag zum See läuft. Er liegt unterhalb des Sommercamps der Familie, ein paar altersschwache Hütten, die ihr Großvater in den Back Woods von Cape Code zusammengezimmert hat. Der Titel des Buches ›Papierpalast‹ ist ironisch gemeint, denn dieses Haus ist aus Papier gebaut, aus geschredderter und gepresster Pappe, und doch ist es zu etwas Festem geworden, das der Zeit, den langen, einsamen Wintern standhält. An diesem Ort sind Elle`s Geheimnisse in dem langsam verfallenden Haus geborgen.
Zwischen den Kapiteln erzählt Elle über die gemeinsam gegangenen Wege seit Kindheitstagen mit ihrer großen Familie, mit Ehemann Peter und Jonas, über diese unglaubliche Reise durchs Leben mit ihrer verborgenen Liebe zu Jonas und einem düsteren Geheimnis um Conrad.«
  11      0        – geschrieben von easymarkt3
Kommentar vom 14. April 2022 um 15:36 Uhr (Schulnote 2):
» Zum Inhalt:
Elle ist wieder am See, an dem Ort, an dem sie viele Sommer verbracht hat, der sogenannten Papierpalast. Hier hat sie sich verliebt, Freundschaft und Schmerz erlebt. Die Familie fand sich hier, brach auseinander und fand sich wieder. Und nun ist sie wieder hier als fünfzigjährige mit drei Kindern und trifft ausgerechnet ihre Jugendliebe wieder, den sie auch heute noch liebt und plötzlich weiß sie nicht mehr, was sie tun soll.
Meine Meinung:
Mir ist es teilweise ganz schön schwer gefallen bei dem Buch am Ball zu bleiben, denn einerseits sind die Zeitsprünge anfangs etwas schwierig. In dem Teil der sich um Elles Vergangenheit dreht, muss man ganz schön hart gesotten sein, denn da geht es echt heftig zu und das auch mit einer sehr derben Sprache. Da war ich mehr als einmal vor dem Abbruch, habe aber durchgehalten. Ich glaube für meinen Teil bin ich mit falschen Erwartungen an das Buch gegangen und hatte eine leichtere Geschichte erwartet, dennoch ist es ein lesenswertes Buch, wenn man es schafft durchzuhalten.
Fazit:
Schwere Kost«
  10      0        – geschrieben von brauneye29
Kommentar vom 19. März 2022 um 10:02 Uhr (Schulnote 1):
» Im Ferienhaus am See
Das Cover des Debütromans “Der Papierpalast” von Miranda Cowley Heller, welches eine romantische Naturlandschaft zeigt, gefällt mir sehr gut, hinterlässt die Leser*innen jedoch in der Erwartung, eine weichgespülte Familiengeschichte serviert zu bekommen. Das ist aber hier nicht der Fall!
Elle Bishop, die 50-jährige Protagonistin, hat alle Sommer in dem Ferienhaus, genannt der Papierpalast in den Back Woods auf Cape Code verbracht. Jetzt treffen die Familie und ihr Jugendfreund hier bei einer Feier aufeinander. Elle befindet sich in einem Gefühlschaos, denn sie fühlt sich sehr stark zu Jonas, ihrem Kindheits- und Jugendfreund, hingezogen, hat Sex mit ihm, fühlt sich jedoch schuldig, denn sie liebt auch ihren Ehemann, mit dem sie 3 Kinder hat. Es gibt einen Haupterzählstrang, der, über eine Zeitspanne von 24 Stunden, minutiös ihren emotionalen Kampf darlegt. Sie muss mit ihren Gefühlen und der vorhandenen Realität klarkommen. Durch die Ich - Perspektive wird man in ihre Problemwelt hineingezogen, denn ihre Gedanken lassen ein differenziertes Charakterbild von ihr entstehen.
Durch Rückblenden werden ihre Erinnerungen an das Leben ihrer Großeltern und Eltern sehr mitreißend dargestellt. Ihre Vorfahren waren alle mehrfach verheiratet und hatten ebenfalls innere Beziehungskämpfe durchzustehen. Elle musste als Kind sexuellen Missbrauch erleben, dieses Thema, aber auch Mord, Unterdrückung und Unehrlichkeit haben bei Elle eine innere Identifikationslücke hinterlassen, denn sie wurde als Kind immer zwischen ihrer Sehnsucht nach Liebe und der Konfrontation mit ihren Ängsten hin- und hergerissen.
Dazu hat auch ihre selbstverliebte, sehr egoistische und wankelmütige Mutter beigetragen, sowie ihr Vater, der von seiner zweiten Ehefrau gegen seine Kinder aufgehetzt wurde.
Die Figuren sind alle authentisch und genau beschrieben. Der Schreibstil ist mit Metaphern durchsetzt und sehr anschaulich, so dass man sich an den Ferienort versetzt fühlt und nur so durch die Seiten fliegt.
Für wen und was wird sich Elle nun entscheiden? Für ein behütetes Leben an der Seite ihres Mannes oder für einen Neuanfang mit Jonas?
Sie steckt, so denke ich, in einer Midlife – Krise, die etliche Personen durchleben dürften. Deshalb ist Identifikation gut möglich.
Das Ende kommt unerwartet, lässt jedoch Raum für Interpretationen zu. Also passt es zu der Intention der Autorin, ein fesselndes und sehr berührendes Werk zu verfassen, das aufwühlt, erschüttert und sprachlos macht. Es ist also keine leichte Kost und hinterlässt Fragen. Das hat mir besonders gefallen. Daher eine ganz hervorragende Leseempfehlung.«
  17      0        – geschrieben von Ute54
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