Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
47.208 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Astrid Weidner«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
 
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
Wiebke Jacobs und Evert Brookmer 2 - Auricher Geheimnisse
Verfasser: Martin Windebruch (2)
Verlag: Klarant (841)
VÖ: 28. Februar 2022
Genre: Kriminalroman (9813)
Seiten: 200 (Taschenbuch-Version), 167 (Kindle-Version)
Themen: Geheimnisse (5283), Leichen (2758), Ostfriesland (753)
Reihe: Wiebke Jacobs und Evert Brookmer (2)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1,00 (100%)
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Errechnet auf Basis von 1 Stimme
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
»Wir haben einen Toten am Ewigen Meer. Pack Gummistiefel ein.« Bei der Leiche im Moorgebiet handelt es sich ausgerechnet um den unbeliebten Auricher Beamten Christopher Cornelius. Den Bürgern war er zu streng, und auch seine Mitarbeiter waren nicht gut auf den Behördenleiter zu sprechen, der das längst überfällige Einstellen einer neuen Vollzeitkraft seit Monaten verzögerte. Aber wer hatte eine solche Wut auf den Mann, um ihm den Schädel einzuschlagen? Christopher Cornelius schien mit seiner Arbeit verheiratet gewesen zu sein, weshalb sich die Auricher Ermittler Wiebke Jacobs und Dr. Evert Brookmer auf das berufliche Umfeld des Opfers konzentrieren. Ist der Streit um den geplanten neuen Windpark eskaliert? Oder hat die Frau, die vor Kurzem bereits mit dem Entscheidungsträger aneinandergeraten war, die Kontrolle verloren? Besonders geheimnisvoll ist allerdings die Rolle von Ubbo Beninga. Denn nicht nur hatte das Mordopfer seinen letzten offiziellen Termin mit dem ostfriesischen Geschäftsmann, Ubbo Beninga ist seitdem auch spurlos verschwunden
Quelle: Klarant
Lesermeinungen (2)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei David Groeger vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Christopher Cornelius sah auf seine Uhr. Es war jetzt eigentlich zu spät, um noch zur Behörde zurückzufahren. Er überlegte, seinen Feierabend damit zu beginnen, noch zum Ewigen Meer zu fahren. Jetzt wären noch nicht allzu viele Leute dort und er würde sich den Feierabendverkehr sparen.
     Ein Wagen hielt nicht weit von ihm.
     »Moin, was machen Sie denn hier?«, grüßte Cornelius.
     »Ich dachte, wir sprechen doch einfach schon mal direkt über Ihr Anliegen«, gab die Person zurück und stieg aus.
     »Gerne«, sagte Cornelius.
     »Haben Sie das auch gesehen?«
     »Was denn?«, fragte Cornelius, während er sich umdrehte. Doch er konnte nichts Ungewöhnliches erkennen.
     »Da ist aus dem Feld was unter Ihr Auto gehuscht. Sah beinahe aus wie eine Nutria.«
     »Wirklich?«, fragte Cornelius erstaunt und beugte sich herunter, um unter sein Auto zu schauen. »Die haben sehr zugenommen in Ostfriesland. Wenn es eine Nutria ist, ist das schlimm, die werden eine echte Plage. Die können mit ihren Tunneln den Deichen gefährlich werden.«
     »Ich habe eine Taschenlampe im Kofferraum. Warten Sie kurz.«
     Währenddessen ging Christopher Cornelius etwas umständlich auf die Knie herunter, um unter sein Auto zu sehen.
     »Also ich seh hier nichts«, sagte Cornelius. Dann traf ihn etwas sehr schmerzhaft am Hinterkopf.
     Das Letzte, was er sah, war die Unterseite seines Autos.

*


Elke Hülsbeck stieg aus dem Kombi und streckte sich. Die Sonne ging gerade auf. Ihre ersten Strahlen waren über dem Horizont zu sehen und die Temperatur war um diese Uhrzeit herbstlich frisch. Nebelschlieren zogen in dichten Bändern über den Boden.
     Elke trat zum Kofferraum ihres Wagens, öffnete ihn und klappte anschließend die darin befindliche Hundebox auf.
     »Komm, Natascha«, wies sie ihre Cockerspaniel-Dame an, die dem Befehl nur widerwillig folgte. Theatralisch langsam sprang die Hundedame in die kalte Herbstluft und streckte sich.
     Dann hatte Elke ihrer Hündin die Leine angelegt, schloss den Kofferraum und verriegelte mit einem Knopfdruck das Auto.
     Sie spazierten in Richtung des ausgeschilderten Bohlenwegs, der durch das Naturschutzgebiet Ewiges Meer führte.
     Sie sah flüchtig auf eine Infotafel, die erklärte, dass dies einer der größten deutschen Hochmoorseen sei. Der Bohlenweg wäre einem über zweitausend Jahre alten historischen Bohlenweg nachempfunden, den die Einheimischen damals selbst angelegt hatten, um durchs Moor zu kommen.
     Letzte Nacht hatte es geregnet und die Holzbohlen waren noch nass und glatt vor Feuchtigkeit. Elke Hülsbeck ging langsam über den Weg, um nicht auszurutschen.
     »Schon etwas schaurig hier, oder?«, fragte sie ihre Hundedame. Diese trabte neugierig dreinblickend neben ihr und schien das eher nicht so zu sehen.
     Kurz hielt Elke an einer weiteren Infotafel und überflog sie.
     Der Nebel schien immer dichter zu werden, umso näher sie dem See inmitten des Moores kam. Elke hatte sich für diesen zweiten Tag ihres Urlaubs extra vorgenommen, der Empfehlung einer Freundin zu folgen und sich frühmorgens das Ewige Meer anzusehen. Sie musste zugeben, in Nebel gehüllt sah alles unheimlicher und gruseliger, aber auch faszinierender aus. Die Sonne ging langsam auf und gab dem Nebel ein geheimnisvolles Leuchten.
     Die karge Moorlandschaft lag vor ihr teilweise im Frühdunst verborgen. Einzelne Bäume ragten auf. Eine weitere Infotafel informierte sie darüber, dass der zunehmende Nährstoffeintrag durch die Abgase der Autos und die Landwirtschaft dafür sorgte, dass sie hier auf dem einst für die Bäume lebensfeindlichen Boden wachsen konnten. Sie überflog den Text nur, denn ihr eigentliches Ziel war der wunderschöne See.
     Dann endlich erreichte sie das Wasser. Düster und dunkel lag die beinahe schwarze Oberfläche des Sees vor ihr.
     Sie hatte sich bisher nicht daran gewöhnt, dass man hier offensichtlich jeden größeren See als Meer bezeichnete, aber das Meer, das Ostfriesland umgab, ausgerechnet »die See« nannte.
     Die Ostfriesen waren ihrer Meinung nach vielleicht doch etwas eigen. Sie stand einige Momente einfach nur da und genoss die Aussicht, als ihr auffiel, dass ihre Cockerspaniel-Dame unruhig wurde. Natascha fiepte und zog an ihrer Leine.
     »Was ist denn, Natascha?«, fragte Elke. »Ich kann dich hier nicht frei laufen lassen. Das ist ein Naturschutzgebiet, und ich denke, dass du hier auch nicht reinpieseln solltest. Das wäre auch ein Nährstoffeintrag.«
     Doch Natascha ignorierte sie, sprang auf und warf einen konzentrierten Blick in den Nebel.
     »Ist da jemand?«, fragte Elke nun leise an ihre Hündin gerichtet und spähte in die Nebelschwaden. Sie schüttelte den Kopf. Ihr Hund hatte vermutlich nur irgendeinen Hasen gesehen. So süß Cockerspaniel waren, so waren sie doch Stöberhunde, dafür gezüchtet, selbstständig ohne den Jäger nach Wild zu suchen. In diesem Moment sprang Natascha vor und rannte los. Elke Hülsbeck schrie erschrocken auf und versuchte die Leine festzuhalten, doch der Plastikgriff der selbstaufrollenden Leine glitt ihr aus den Händen und schleifte hinter ihrer Hündin her in den Nebel.
     »Natascha!«, rief Elke Hülsbeck empört. »Kommst du wohl wieder her! Das ist ein Naturschutzgebiet! Wehe, du fängst hier einen Hasen!«
     Ihre Hündin bellte. Offensichtlich hatte sie etwas gefunden.
     Elke Hülsbeck rief erneut nach ihrer Hündin, doch nur Bellen antwortete ihr aus dem Nebel. Elke schaute sich um. Sie war vollkommen allein auf dem Bohlenweg, niemand beobachtete sie.
     Kurzentschlossen stieg sie herunter und testete den Boden des Hochmoores. Er wirkte fest auf sie. Vielleicht war es ja auch übertrieben, was man über ein Moor erzählte. Langsam ging sie weiter, ihrer Hündin hinterher in den Nebel.
Seite: 1 2
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2022)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz