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Barbarossa - Im Schatten des Kaisers
Verfasser: Michael Peinkofer (88)
Verlag: Bastei Lübbe (3539)
VÖ: 25. Februar 2022
Genre: Historischer Roman (5779)
Seiten: 544 (Gebundene Version), 545 (Kindle-Version)
Themen: 12. Jahrhundert (131), Barbarossa (17), Belagerung (58), Heinrich der Löwe (6), Italien (714), Kaiser (167), Kreuzzüge (90), Krieg (1633), Leibwächter (45), Papst (124), Schisma (2), Schlachten (361)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
In diesem Jahr haben wir euch noch gar keine Ausgabe unserer Reihe »Projekt 10« geboten, in der wir die ersten (rund) zehn Seiten eines Buchs von mehreren Mitarbeitern anlesen lassen, um sie anschließend darüber richten zu lassen, ob diese bereits gut genug sind, um Vorfreude auf das komplette Werk zu erzeugen. Dies gilt es schleunigst zu ändern, und heute legen wir damit los.

Das Buch

Michael Peinkofer kennt man vorwiegend für seine Fantasywerke. Allein schon für das, was er hierzulande dafür getan hat, um Orks in das richtige Licht zu rücken, gebührt ihm ein goldener Schrumpfkopf. Mit »Barbarossa - Im Schatten des Kaisers« ist Ende Februar im Lübbe Verlag allerdings ein Werk erschienen, in dem er eine Reise aus Erdwelt & Co. in die richtige Welt und ihre Vergangenheit unternommen hat. Auf 544 Seiten führt er seine Leserschaft darin ins 12. Jahrhundert. Das Buch kostet 24 Euro, als E-Book ist es sieben Euro günstiger. Eine 14:40 Stunden lange Hörbuchversion wurde von Schauspieler Sascha Tschorn eingelesen.

Laut Klappentext geht es in Peinkofers Buch um einen Mann namens Arndt von Cappenberg, der Friedrich I. zeit seines Lebens als Diener und Leibwächter begleitete und ihm stets loyal blieb, selbst dann, als er sich in dessen zukünftige Frau verliebte. Er war bei allen Feld- und Kreuzzügen dabei und konnte verfolgen, wie die Entscheidungen des Kaisers für Wohlstand und Frieden sorgten, aber auch für jede Menge Unheil. All dies führte am Ende zu einer schwerwiegenden Entscheidung.

Die ersten (rund) zehn Seiten

Anders als man es erwarten könnte, setzt Peinkofers Buch am 10. Juni des Jahres 1190 an, also an dem Tag, an dem Barbarossa im Fluss Saleph (heute Göksu) während seines dritten Kreuzzuges ertrank. Es ist Nacht, der Kaiser ist bereits nicht mehr am Leben. Der Ich-Erzähler wird abgeholt und in das Zelt des Sohnes des Verstorbenen gebracht, der nun offenbar die Truppen weiter führen wird. Hier wird offenbart, dass Barbarossa nicht ohne Fremdeinwirkung von seinem Pferd gerutscht und in den Fluss gefallen ist, sondern dass sein Gurtzeug durchgeschnitten wurde. Die Berater des neuen Anführers vermuten zunächst die Sarazenen als diejenigen, die den Anschlag verübt haben. Da es den Feinden der Kreuzfahrer jedoch gar nicht möglich gewesen wäre, so nah an das Pferd des Kaisers zu gelangen, kommen sie als Täter gar nicht in Frage. Stattdessen muss es auf einen Verräter in den eigenen Reihen hinauslaufen. Um zu klären, wer der Schuldige gewesen sein könnte, wird Arndt von Cappenberg befragt. Arndt hat den Verstorbenen stets wie ein Schatten begleitet. Nun soll er alles berichten, was es über Barbarossa zu sagen gibt ... bis hin zu all seinen Geheimnissen. Und so beginnt Arndt von Cappenberg zu erzählen - und zwar ganz von Anfang an.

Fazit

Zwei Dinge verwundern zunächst bei der Lektüre der ersten Seiten des Buchs: Dass hier direkt mit Barbarossas Tod begonnen wird, ist eigentlich nicht das, was man erwartet, wenn der Klappentext von einem Begleiter Barbarossas Lebens spricht. Es verwundert zudem, dass mit Sascha Tschorn eine vergleichsweise jung klingende Stimme gewählt wurde, um Ich-Erzähler Arndt von Cappenberg zu sprechen, obwohl dieser im Prolog als »Greis« beschrieben wird. Dass all dies nur dazu dient, dessen Erzählung vorzubereiten, klärt das Ganze natürlich schnell auf. Natürlich deutet die Herangehenweise an, von welcher Entscheidung im Klappentext des Buchs die Rede sein könnte, aber ein Spoiler ist der Prolog schlussendlich trotzdem nicht, denn wie Barbarossas Leben zu Ende ging, ist ja eh hinlänglich bekannt ... zumindest wenn man schon mal eine Schule von innen gesehen hat.

Davon abgesehen ist es eigentlich ziemlich pfiffig, auf diese Weise an die Sache heranzugehen. So weiß man schon von vorneherein Bescheid, dass man hier nicht einfach nur eine Abarbeitung der wichtigsten Eckpfeiler in Barbarossas durchleben wird, sondern dass es darauf hinauslaufen wird, dass es hier ein - gewissermaßen - kriminalistisches Element aufzuklären gilt. Historische Romane sind ja häufig von der Kategorie »eher interessant als spannend«, hier hingegen wird von Anfang an ein kleines Saatgut in die literarische Erde gepflanzt, aus dem dann der Spannungsbogen heranwachsen dürfte. Weiß Arndt von Cappenberg Bescheid, wer dem Kaiser das Gurtzeug durchschnitten hat? Soll der Klappentext andeuten, dass es Arndt selber war? Oder soll damit eine falsche Fährte ausgelegt werden?

Spannende Fragen also. Grund genug für unsere drei Testleser Markus Kogel, Stephanie Gruber und Tom Rietzschel, nach der Lektüre des Prologs zu dem Schluss zu kommen, dass jeder von ihnen das komplette Buch lesen wird. Wir werden also in absehbarer Zeit eine Rezension parat haben.
– geschrieben am 22. März 2022
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