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Unser wirkliches Leben

Verfasser: Imogen Crimp (1)
Verlag: Hanser (726)
VÖ: 14. Februar 2022
Genre: Romantische Literatur (34643)
Seiten: 464 (Gebundene Version), 439 (Kindle-Version)
Original: A Very Nice Girl
Themen: Abhängigkeit (31), Beziehungen (3213), Musiker (687), Sänger (599), Winter (817)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 31. März 2022 um 16:04 Uhr (Schulnote 2):
» In London studiert Anna (24) Operngesang und hat Probleme, ihr Leben zu finanzieren. Tagsüber muss sie sich gegenüber ihren Kommilitonen behaupten, am Abend verdient sie ihren Unterhalt als Jazzsängerin in einer Bar. Dort trifft sie auf Max, einen 14 Jahre älteren Banker…

„Unser wirkliches Leben“ ist der Debütroman von Imogen Crimp.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus vier Teilen sehr unterschiedlicher Länge. Sie umfassen insgesamt 23 Kapitel. Der Aufbau ist unkompliziert und funktioniert gut.

In sprachlicher Hinsicht hat mich der Roman komplett überzeugt. Erzählt wird weitgehend chronologisch in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Anna. Der Schreibstil ist recht dialoglastig. Die Sprache wirkt zunächst ziemlich nüchtern, ist zugleich aber atmosphärisch, bildhaft und eindringlich.

Protagonistin Anna ist kein ganz einfacher Charakter. Ihr offener Umgang mit ihren Schwächen und ihre Selbsterkenntnis machen sie jedoch menschlich verständlich und sogar durchaus sympathisch. Ich mochte auch ihre teils bissigen oder zumindest frechen Bemerkungen. Mit der Figur von Max habe ich mich dagegen schwergetan.

Im Kern des Romans geht es um eine moderne Liebesgeschichte zwischen zwei ungleichen Personen. Die Darstellung dieser Beziehung verzichtet erfreulicherweise auf Kitsch und übermäßige Dramatik. Ich empfinde sie in Teilen jedoch als problematisch. Zudem wurde mir nicht so richtig klar, was Anna bei Max hält. Auch die weitere Entwicklung, also der Schluss des Romans, hat mich eher enttäuscht.

Die weiteren Themen und Facetten der Geschichte konnten mich hingegen erreichen. So spielen beispielsweise feministische Punkte eine wichtige Rolle. Darüber hinaus verfügt die Geschichte über psychologischen Tiefgang. Zudem ist dem Roman anzumerken, dass sich die Autorin mit Inhalten wie dem Operngesang bestens auskennt.

Auf den immerhin rund 460 Seiten ist der Roman kurzweilig und unterhaltsam. Tatsächlich entwickelt die Geschichte sogar einen Sog, dem ich mich kaum entziehen konnte.

Der deutsche Titel weicht stark vom englischen Original („A Very Nice Girl“) ab, den ich weitaus passender finde. Das moderne Cover, dessen Motiv sich in der Innengestaltung des Buches fortsetzt, ist allerdings sehr gut gelungen.

Mein Fazit:
Obwohl mich Imogen Crimp auf der inhaltlichen Ebene nicht vollends überzeugen konnte, ist „Unser wirkliches Leben“ ein durchaus lesenswerter Roman.«
  10      0        – geschrieben von milkysilvermoon
Kommentar vom 18. Februar 2022 um 12:16 Uhr (Schulnote 1):
» Eine komplizierte Beziehung
Das Cover ist schemenhaft und sehr einfach gehalten. Nur die Farben rot, schwarz und blau sind vorhanden, und die Gesichter sind anonymisiert. Es gefällt mir nicht besonders, soll aber wohl zum Titel passen.
In diesem Roman geht es um die 25-jährige Anna, die in London eine teure Gesangsausbildung zur Opernsängerin absolviert. Sie konkurriert mit vermögenden Kommilitoninnen, die nicht, wie sie, nebenbei arbeiten müssen. Mir gefällt Crimps Einblick in die Welt der Oper, die von einem Kampf um Erfolg und Anerkennung geprägt ist. Sehr realistisch wird auch Annas Wohnsituation beschrieben, in einem möblierten Zimmer, bei schrecklichen Vermietern. Dabei steht die anonyme Großstadt London im Fokus. Anna lernt Max in einer Bar kennen, wo sie abends Jazz singt. In ihrer schwierigen Lebenssituation wird er zu ihrem Rettungsanker, sie verliebt sich in ihn und macht sich zu große Hoffnungen, denn die gelegentlichen Treffen in sehr teuren Lokalen, der Sex in seiner Luxuswohnung, sind für ihn kein Grund für eine stabile, feste Bindung, denn er lebt in Scheidung, arbeitet sehr viel, auch oft im Ausland, und ist physisch und psychisch deswegen ausgelaugt. Er kommt, meiner Meinung nach, in Annas Sicht zu negativ rüber, denn er gibt ihr viel Geld, damit sie nicht mehr arbeiten muss, und bezahlt ihr eine kleine Wohnung. Max meint, dass sich das Studium lohnen muss, sie hingegen interpretiert es als Hinweis zum Aufhören. Anna gerät in eine Schaffenskrise und verliert ihre Stimme. Sie wirft dem 38-jährigen Max vor, nicht zu ihr zu stehen, dadurch kommt es zum Eklat. Allerdings gibt es ein unvorhersehbares, teils offenes Ende, was mir sehr gut gefallen hat.
Crimp schafft Protagonisten, die nicht immer sympathisch sind, somit muss sich der Leser mit ihnen auseinandersetzen. Annas Freundin, Laurie, ist ausgeflippt und beherrschend. Anna selbst ist naiv, emotional und teilweise unreif. Sie versucht, komplett der Mensch zu sein, den Max in ihr sehen will, während dieser unnahbar, aber liebevoll und verständnisvoll rüberkommt. Dieses und die intensive, realistische Sprache, die mit mitreißenden Metaphern durchsetzt ist, dazu die knappen Dialoge, hat mich berührt. Das Werk ist sehr gut konstruiert, ich habe oft Lesepausen zum Nachdenken gemacht und habe mit Interesse die Entwicklung der komplizierten und intensiven Beziehung verfolgt. Ich kann es nur empfehlen, daher 5 Punkte.«
  10      0        – geschrieben von rosenfreund
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