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Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße
Verfasser: Maxim Leo (4)
Verlag: Kiepenheuer & Witsch (692)
VÖ: 10. Februar 2022
Genre: Gegenwartsliteratur (3673)
Seiten: 304 (Gebundene Version), 292 (Kindle-Version)
Themen: Bahnhof (46), Berlin (1417), Flucht (2025), Helden (220), Journalisten (1272), Lügen (1346)
Charts: Einstieg am 6. März 2022
Zuletzt dabei am 10. März 2022
Erfolge: 1 × Spiegel Hardcover Top 20 (Max: 20)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (3)     Blogger (2)     Tags (2)     Cover
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 9. Mai 2022 um 16:20 Uhr (Schulnote 1):
» Überraschend zum Helden ernannt

Michael Hartung betreibt eher erfolglos eine Videothek, als er im September 2019 Besuch von einem Journalisten erhält, der über eine spektakuläre Massenflucht vom Bahnhof Friedrichstraße aus recherchiert: Damals gelangten 127 Menschen aus der DDR in einem S-Bahnzug in den Westen. Hartung hat damals als Stellwerksmeister am Bahnhof Friedrichstraße gearbeitet. Nie wieder hat er sich mit den damaligen Geschehnissen auseinandergesetzt. Nun aber, nach Zahlung eines ordentlichen Honorars, bestätigt er die Geschichte – und wird quasi über Nacht zu einem Helden. Damit beginnt eine ganz neue Karriere für Hartung – als Held, der überall gefeiert werden soll. Und Hartung beginnt, sich in einem Dickicht aus Lügen zu verheddern.

Michael Hartung, der Held wider Willen, der sich eigentlich schon in einem ereignislosen Leben eingerichtet hatte, erhält die einmalige Chance, zu Geld zu kommen und mit seiner Tochter die Beziehung zu erneuern. Sehr pointiert beschreibt der Autor Maxim Leo, wie sich die Geschichte der heldenhaften Rettung von 127 DDR-Bürgern aufbauscht, wie Hartung den Verlockungen anheimfällt, wenn er die erwartungsvollen Fragen der Medien beantwortet, die ihn als Held feiern wollen. Und wie Hartung damit ein Lügengebäude aufbaut, in dem er sich zunehmend weniger wohl fühlt. Das ist sehr nachvollziehbar erzählt, als Leser fiebert man mit Hartung mit, während nach und nach die verschiedenen Aspekte der damaligen Geschehnisse aufgeblättert werden. Man fragt sich, ob Hartung je einen Ausweg aus seinem Lügengebäude finden wird.

Diese satirische Geschichte über einen Helden wider Willen hat mich sehr gut unterhalten können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.«
  11      0        – geschrieben von Gisel
Kommentar vom 23. April 2022 um 17:43 Uhr (Schulnote 2):
» Die Zeiten ändern sich und Videotheken sind nicht mehr so gefragt. Auch die von Michael Hartung lief nie gut, aber die Streaming-Dienste machen es ihm noch schwerer. Als dann ein Journalist bei ihm auftaucht und ihn als den Verantwortlichen für eine Massenflucht erkannt haben will, bestätigt Hartung nach einigem Zögern diese spektakuläre Geschichte, die nichts anderes ist als eine Lüge. So wird er unverhofft in allen Medien zum Helden. Doch dann trifft er Paula, die damals dabei war. Er verliebt sich und er muss aus diesem Lügengespinst wieder herausfinden.
Maxim Leo hat einen angenehmen Erzählstil. Die Geschichte wird aus der Erzähler-Sicht beschrieben, so dass man ganz nah an dem Protagonisten dran ist. Es ist auch gut dargestellt, wie es den Medien immer nur darum geht, die reißerischste Schlagzeile zu haben und damit den Umsatz zu erhöhen.
Michael Hartungs Leben ist noch nie besonders erfolgreich verlaufen. Angefangen hatte er einmal bei der Bahn und danach die unterschiedlichsten Jobs gemacht, doch nichts lief gut und war von Dauer. Er weiß genau, dass die Geschichte des Journalisten nicht stimmt, doch dann lässt er sich darauf ein. Für ihn ist es so etwas wie ein Spiel und er ahnt nicht, welche Kreise die Geschichte ziehen wird. Es lohnt sich für Hartung, doch als er aus der Sache aussteigen will, begreift er, dass das nicht so einfach ist.
Es ist eine satirische Geschichte über einen ungewollten Helden. Sie hat mich gut unterhalten.«
  7      0        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 15. Februar 2022 um 15:34 Uhr (Schulnote 1):
» Der Autor Maxim Leo, erzählt in seinem neuen Roman „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“, eine rasante und ungemein vergnügliche fiktive Hochstaplergeschichte.

Inhalte:
Im September 2019 bekommt Michael Hartung, erfolgloser Videothekenbesitzer, Besuch von einem Journalisten. Der recherchiert über eine spektakuläre Massenflucht aus der DDR, bei der 127 Menschen in einem S-Bahnzug am Bahnhof Friedrichstraße in den Westen gelangten. Der Journalist hat Stasi-Akten entdeckt, aus denen hervorgeht, dass Hartung, der früher als Stellwerksmeister am Bahnhof Friedrichstraße gearbeitet hat, die Flucht eingefädelt haben soll. Hartung dementiert zunächst, ist aber nach Zahlung eines ordentlichen Honorars und ein paar Bieren bereit, die Geschichte zu bestätigen. Schließlich war er noch nie bedeutend, noch nie ein Held, und wenn es nun mal so in den Akten steht …

Meine Meinung:
Hartung übernimmt von Markus die Videothek „Moviestar“ als ihm dieser versicherte, diese sei eine Goldmine und er würde ihm ein Leben lang dankbar sein. Doch Hartung verliert und wird Opfer des technischen Fortschritts.

Der Journalist Landmann ist auf der Suche nach einer spektakulären Story zum 30-jährigen Jubiläum des Mauerfalls und stößt bei seinen Recherchen auf den Namen von Michael Hartung. Schnell ist für ihn klar, er muss für ein Interview zu Hartung und als dieser erst einmal ausweicht, lockt ihn letztendlich die Zahlung eines ordentlichen Honorars. Schnell macht Landmann eine große Story daraus und vermarktet seinen ostdeuchten Helden perfekt. Er wird von der Presse, der Werbewirtschaft und der Politik regelrecht belagert und ist mit dieser Situation völlig überfordert und hadert immer mehr, vor allem, da er mit Paula unerwartet die Frau seines Lebens getroffen hat und ihr, wie auch seiner Tochter, ebenfalls die etwas modifizierte Wahrheit aufgetischt hat.

Im Herzen bleibt er derselbe, der er immer war, er hat nie nach viel Geld oder Ruhm gestrebt und will doch nur sein altes Leben zurück. Doch ein Rückzug, gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Dem Autor sind seine Charaktere herrlich gelungen, der einfältige Held wider Willen, der Journalist, der seine große Chance wittert, ebenso wie die plötzlich durch den neuen Star am Himmel der ehemaligen DDR-Bürger bedrohten altbewährten Zeitzeugen, denen nicht mehr die Gunst der Politik zufliegt. Medien und Politbetrieb bekommen auch ihr Fett ab, denn sie sind es letztlich, denen der Mensch hinter der Geschichte egal ist, die nur ihre eigenen Interessen verfolgen, wer oder was dabei auf der Strecke bleibt, ist relativ egal.

Mit leichtem Humor, gewürzt mit einer Brise Ironie und ein wenig Ernsthaftigkeit nimmt der Autor so manches Vorurteil zwischen Ost- und Westdeutsche sowie etliche Klischees auf die Schippe.

Fazit:
Der Autor hat für mich einen sehr guten unterhaltsamen fiktiven Roman geschrieben, der mich mit seinem Helden, sehr gut unterhalten hat. Insgesamt, sind alle Charaktere herrlich gelungen und hervorragend in die Geschichte eingebunden.
Von mir eine klare Leseempfehlung.«
  17      0        – geschrieben von Luise
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