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Kommissar Steen ermittelt 12 - Der Tote mit der Teetasse
Verfasser: Alfred Bekker (204)
Verlag: Klarant (840)
VÖ: 9. Februar 2022
Genre: Kriminalroman (9798)
Seiten: 200 (Taschenbuch-Version), 204 (Kindle-Version)
Themen: Erbschaft (631), Haushälter (44), Kommissare (2813), Mord (7491), Ostfriesland (751)
Reihe: Kommissar Steen ermittelt (12)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Am Tatort im ostfriesischen Wybelsum bietet sich Kommissar Steen ein obskures Bild. Offenbar wurde Cornelius Grootmann beim Teetrinken überraschend erschossen, die Tasse baumelt noch an seinem Finger. Kurz zuvor hatte der bekannte Immobilienhai vor versammelter Familie die Bombe platzen lassen und verkündet, sein Erbe neu regeln zu wollen: Der Großteil sollte nun an die Person gehen, die ihm in den letzten Jahren am nächsten stand: seine Haushälterin! Ist ein Familienmitglied nach dem Treffen noch einmal zurückgekehrt, um die Testamentsänderung ein für alle Mal zu verhindern? Schließlich ist das Erbe beträchtlich: Cornelius Grootmann hatte als junger Mann die elterliche Landwirtschaft aufgegeben und war in den Jahrzehnten danach zu einem der reichsten Geschäftsleute Ostfrieslands geworden. Kommissar Steen und sein Team von der Kripo Emden entdecken allerdings noch weitere Mordmotive, denn mehrere Personen im Umfeld des Opfers scheinen die eine oder andere Leiche im Keller zu haben ...
Quelle: Klarant
Lesermeinungen (2)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei David Groeger vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Alfred Bekker gibt es auf seiner Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

»Komm rein, wenn’s kein Klabautermann ist und du dich traust!«
     Die dröhnende Stimme von Cornelius Grootmann drang durch den hohen Raum der Altbauvilla und mischte sich mit dem Tosen des Sturms und dem Klappern eines Fensterladens. Das Haus lag auf einer mehr oder weniger freien Fläche in der Nähe von Wybelsum und war daher Wind und Wetter in aller Heftigkeit ausgesetzt. Cornelius Grootmann saß am Kopf einer langen Tafel, die festlich zum Tee gedeckt war. Die Stövchen standen in regelmäßigen Abständen neben den Tellern mit Korinthenstuten.
     Hier hatte man sich zum Tee getroffen. Aber der Korinthenstuten war kaum angerührt worden und die Teetassen waren noch voll. Die Kluntjes hatten sich aufgelöst und knisterten schon lange nicht mehr.
     Cornelius Grootmann saß allein an der langen Tafel mit Teegedecken, die so aussah, als hätte eine Schar von Gästen diesen Raum vorzeitig und ziemlich überstürzt verlassen. Manche der Stühle standen noch entsprechend abgerückt da, so als wäre der betreffende Gast gerade erst aufgestanden und dann zur Tür hinausgeeilt.
     Nur Cornelius Grootmann, der Gastgeber dieser Zusammenkunft, saß noch an seinem Platz. Ein Mann mit weißem Haar und weißem Bart – und einem Gesicht, dessen Züge wirkten, als wären sie aus Granit gehauen worden. Harte Linien hatten sich durch das Leben in dieses Gesicht eingegraben. Der Blick war streng und hatte etwas Unerbittliches.
     Cornelius Grootmann hatte sein Stück Korinthenstuten in aller Ruhe aufgegessen und schenkte sich nun noch einmal Tee nach.
     Die Schritte, die er draußen auf dem Flur zu hören geglaubt hatte, hielten ihn davon nicht ab.
     Er glaubte zu wissen, wer da draußen im Flur war.
     Zumindest hatte er eine Ahnung.
     Und wenn er sich vertan hatte und ihm die Sinne einen Streich gespielt hatten, dann war das auch nicht weiter schlimm.
     Dieser Tag war ohnehin gelaufen. Allerdings nicht so, wie alle diejenigen, die hier zum Tee zusammengekommen waren, es erwartet hatten.
     Leider.
     Aber das bewies für Cornelius Grootmann mal wieder eine alte Weisheit, die seine Großmutter immer zu allen möglichen Gelegenheiten zum Besten gegeben hatte: Es kann immer noch schlimmer kommen.
     Genau das war hier geschehen.
     Da war es wieder! Das Geräusch, das Cornelius Grootmann zu hören geglaubt hatte! Jetzt war er sicher! Da war jemand in der Diele. Jemand, der zurückgekehrt war. Jemand, der sich nun nicht traute, das große Wohnzimmer zu betreten ...
     »Nun komm schon rein und trau dich!«, rief Cornelius Grootmann noch einmal, und gerade in diesem Moment heulte draußen der Sturm auf, was einen eigenartigen, dumpfen Chor ergab, dessen Stimmlage etwa der eines Männergesangsvereins entsprach. Nur war dieser dumpfe Chor weit weniger harmonisch und glich im Zusammenklang einem tiefen, unheilvollen Rumoren. »Trau dich, du Feigling! Ich reiß dir nicht den Kopf ab! Hörst du? Nur die Arme reiße ich dir raus! Aber den Kopf lass ich dran! Also hast du nichts weiter zu befürchten.«
     Knarrend öffnete sich nun die Tür.
     Eine Gestalt hob sich dunkel gegen das Licht ab, das durch die Fenster der Diele einfiel.
     Cornelius Grootmanns Augen wurden schmal.
     Dann entspannten sich seine Gesichtszüge.
     Zumindest für seine Verhältnisse. Das, was bei anderen eine verzerrte Grimasse gewesen wäre, war bei ihm offenbar das Äquivalent eines Lächelns.
     »Wusste ich's doch, dass du es bist!«, sagte er. »Wer sonst? Aber egal ...«
     Er führte seine Teetasse zum Mund, um den letzten Schluck zu nehmen.
     Noch während er trank, weiteten sich seine Augen.
     Er sah in die offene Mündung einer Pistole. Im nächsten Augenblick bleckte das Mündungsfeuer blutrot hervor wie die Zunge einer Giftschlange.
     Der Schuss war laut.
     Ohrenbetäubend.
     Dieser Knall war das Letzte, was Cornelius Grootmann in seinem Leben hörte.
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