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Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte 3 - Mrs Agatha Christie
Verfasser: Marie Benedict (3)
Verlag: Kiepenheuer & Witsch (695)
VÖ: 1. Februar 2022
Genre: Biografie (1893) und Historischer Roman (5792)
Seiten: 320
Original: The Mystery of Mrs. Christie
Themen: Agatha Christie (6), Amnesie (290), Schriftsteller (1451), Verschwinden (2444), Zwanziger Jahre (369)
Reihe: Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte (3)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte 3 - Mrs Agatha Christie« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (12)     Blogger (3)     Tags (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 26. Mai 2022 um 16:57 Uhr (Schulnote 4):
» Im Dezember 1926 verschwindet Agatha Christie für elf Tage spurlos, bis heute ist der Grund nicht geklärt. Marie Benedict bietet in diesem Roman einen Erklärungsversuch.

Erzählt wird abwechselnd in zwei Zeitebenen. In Ich-Form und im Präteritum erzählt Agatha selbst in den mit „Das Manuskript“ betitelten Kapiteln, wie sie 1912 ihren späteren Ehemann Archibald Christie kennenlernt und danach von ihrem Eheleben. Das Geschehen rund um Agathas Verschwinden wird aus Perspektive ihres Ehemannes in Präsens und und der dritten Person erzählt. Archibald, genannt Archie, geriet seinerzeit selbst unter Mordverdacht. Diese Erzählweise finde ich gelungen, auch, weil man sich so zu Anfang gar nicht erklären kann, wie es so weit kommen konnte, im Laufe des „Manuskripts“ dann aber besser versteht.

In einem zweiten Abschnitt wird, nach Auffinden Agathas, die Erklärung geliefert, die Marie Benedict wohl am wahrscheinlichsen hält, und die auch tatsächlich wahr sein könnte. Agathe Christie hat bis zu ihrem Tod selbst keine Erklärung geliefert.

Schon bei „Lady Churchill“ hat mich die Autorin nicht bis zum Ende packen können, und leider ist es mir hier ähnlich ergangen. Zunächst fand ich es noch interessant zu lesen, doch mit der Zeit konnten mich die Figuren nicht mehr packen, und ich fragte mich schnell nach dem Warum. Nicht nach dem Warum Agatha verschwunden ist (das war ja sowieso die Grundfrage) sondern nach dem Warum Agatha und Archie so handeln. Gut, eine Sache wurde erst im zweiten Teil klar, aber das war für mich leider kein Aha-Erlebnis, wie es wohl beabsichtigt ist, eher war ich unzufrieden, weil ich nicht ganz nachvollziehen konnte, was ich da las. Da mich zudem die Charaktere nicht für sich einnehmen konnten, und die Geschichte schließlich auch Längen aufweist, habe ich den Roman am Ende nicht den Lesegenuss gehabt, wie ich ihn erhofft hatte.

Interessant war der Roman trotzdem, zumindest teilweise. Bisher kannte ich zwar die meisten Romane Christies, in meiner Jugend habe ich sie gerne gelesen, aber über ihr Leben wusste ich kaum etwas. Hier habe ich einiges über ihre Herkunft, ihre Sozialisation, ihre erste Ehe und die Anfänge ihres Schreibens erfahren. Auch wenn sicher nicht alles genau so stattgefunden hat, im wesentlichen war es wohl so. Und ich habe Lust bekommen, mal wieder etwas von Christie zu lesen.

Leider hat der Roman meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Ich habe zwar ein bisschen mehr über eine berühmte Autorin erfahren, und auch die Erzählweise auf zwei Zeitebenen finde ich gelungen, aber der Roman hat Längen, die Charaktere können mich nicht komplett überzeugen, und die Auflösung ist zwar möglich, aber nicht überzeugend erzählt.«
  12      1        – geschrieben von PMelittaM
Kommentar vom 13. Mai 2022 um 12:35 Uhr (Schulnote 2):
» Dezember 1926 - die Autorin Agahtha Christie wird vermisst. Ihr Auto wird von den Ermittlern an einem tiefen düsteren Teich gefunden, darin lag noch ihr Pelzmantel, sehr ungewöhnlich, denn die Nacht war eisig kalt gewesen. Ihr Ehemann, ein Veteran des ersten Weltkrieges, und ihr junge Tochter wissen nicht wo Agatha sein könnte. In England beginnt daraufhin eine große und beispiellose Fahndung um die Krimiautorin zu finden. 11 Tage bleibt sie verschwunden und dann taucht sie so mysteriös wieder auf, wie sie verschwunden ist. Laut Agatha Christie wäre eine Amnesie verantwortlich für ihr Verschwinden, aber ist das die Wahrheit?

Mrs Agatha Christie ist der dritte Teil der Reihe "Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte" von Marie Benedict.

Agatha Christie verschwindet im Dezember 1926 spurlos, sie ist zu diesem Zeitpunkt eine relativ bekannte Krimiautorin, aber bei weitem noch nicht so bekannt und berühmt, wie sie noch werden sollte. Nach außen hin führt sie eine glückliche Ehe, aber die Ehe ist zerbrochen. Schnell stellt sich die Frage was der untreue Ehemann mit dem Verschwinden zu tun hatte. Mit diesem Roman erschafft die Autorin eine mögliche Erklärung, die mir gut gefällt.

Die Geschichte verläuft in zwei Zeitlinien die aufeinander zusteuern, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Die eine Zeitlinie beginnt und dreht sich um Agatha Christies Verschwinden, hier steht vor allem ihr untreuer Ehemann im Vordergrund und als Leser begleitet man ihn wie er versucht unbeschadet durch diese Ereignisse zu kommen. In der zweiten Zeitlinie erzählt Agatha Christie aus der Ich-Perspektive über ihr Leben, wie sie ihren Ehemann kennenlernte, über ihr Familienleben und wie sie zum schreiben kam. Agahtas Christies Erzählung über ihr Leben und ihre Einstellungen über die Ehe und das Rollenbild der Frau, die ihr alle anerzogen wurden, lösten bei mir Kopfschütteln und manchmal auch Wut aus, aber auch Mitleid für die damaligen Frauen. So hält sie verzweifelt an einer Ehe und einem Ehemann fest, der nur sich und seine Bedürfnisse kennt und von seiner Frau erwartet sich diesen unterzuordnen. Ihre "Schreiberei" nimmt er trotz erster Erfolge nicht wirklich ernst und sie werden für ihn auch zu einem Ärgernis, denn er ist nicht mehr Agathas alleiniger Mittelpunkt. Über ihr Schreiben hätte ich persönlich gerne noch mehr gelesen, aber natürlich stand das Verschwinden im Vordergrund.
Während diese Zeitlinie bei mir die unterschiedlichsten Gefühle auslösten, empfand ich den Erzählstrang um das Verschwinden vor allem spannend. Man beobachtet als Leser wie sich Christies Ehemann versucht sich durch die Ereignisse zu winden, und sich dabei immer in einem positiven Licht zu präsentieren, während man natürlich einen genaueren Einblick hat. Zum Ende hin werden die beiden Zeitlinien zusammengeführt und eine Auflösung präsentiert, die mir ausgesprochen gut gefallen hat, und der Krimiautorin Agatha Christie auch würdig ist.

Mein Fazit:
Eine unterhaltsame Geschichte über Agatha Christies Verschwinden, bei der fiktionale und biografische Details gut verwoben wurde und dem Leser einen guten und der Krimiautorin würdigen Grund für ihr Verschwinden liefert.«
  15      0        – geschrieben von Tanjas Bücherwelt
 
Kommentar vom 2. Mai 2022 um 16:01 Uhr (Schulnote 2):
» Im Oktober 1912 lernt Agatha Miller bei einem großen Ball Lieutenant Archibald Christie kennen und ist sofort fasziniert. Der Lieutenant macht ihr schon bald seine Aufwartung, die beiden verlieben sich ineinander und heiraten. Mit seiner Unterstützung kann Agatha ihre Kreativität ausleben und sie beginnt Bücher zu schreiben. Jahre später verschwindet die mittlerweile bekannte Autorin Agatha Christie in der Nacht vom 3. Dezember 1926 spurlos. Elf Tage suchen die Polizei, ihre Familie und ihr Mann sie verzweifelt, bis sie aus dem Nichts wieder auftaucht. Erklärungen gibt Agatha Christie keine ab, die Wiederkehr ist genauso mysteriös, wie ihr Verschwinden.

Der Grundstein für diese Geschichte wird in einer wahren Begebenheit gelegt. Am 3. Dezember 1926 verschwindet die berühmte Autorin Agatha Christie nämlich für elf Tage. Hier wird also eine tatsächliche Sache mit einer fiktiven Geschichte verwoben. Man spürt, dass eine gute Recherchearbeit geleistet wurde. Die Suche wurde, soweit ich das beurteilen kann, mehr oder weniger authentisch beschrieben. So wird zum Beispiel ein See durchsucht oder ihr Führerschein taucht auf, etwas was sich auch in der Realität so ereignet hat. Für mich war neu, dass die Krimiautorin damals verschwand, und ich habe dank dieser Geschichte per Internet dies nachgelesen und erfahren. Ich mag das sehr gerne, wenn wahre Begebenheiten Aufnahme in einem fiktiven Roman finden. Hier kommt dazu, dass Marie Benedict mit der Story eine mögliche Erklärung für das Verschwinden, das heute immer noch im Dunklen liegt, geliefert hat. Noch dazu eine mehr als überzeugende Erklärung!

Die Geschichte ist in zwei Zeitebenen gegliedert. Abwechselnd handeln die Kapitel 1926, als Agatha Christie verschwindet. Und einmal um 1912, als sie ihren zukünftigen Mann Archie kennenlernt. Die Mischung empfand ich großartig. Kapitel, die ein Krimi und Kapitel, die nahe an einer Liebesgeschichte sind. Zudem erfährt man, wie Agatha Christie zum Schreiben kam und wie sie mit ihrer Schwester Madge eine Wette abgeschlossen hat, dass sie einen Krimi schreiben wird. Wie wir ja nun wissen, ist es bei weitem nicht bei einem Krimi geblieben.

Ganz wie gehabt, ist das Frauenbild der damaligen Zeit angepasst. So auch im Hause Christie. Archie ist das Oberhaupt, Agatha ordnet sich unter, vernachlässigt sogar ihre Tochter Rosalind, damit ihr Ehemann im Mittelpunkt steht. Agatha wurde, wie viele Frauen in den 20er Jahren, von ihrer Mutter auf die völlige Fokussierung auf ihren Ehemann, gedrillt.

Nach „Frau Einstein“ und „Lady Churchill ist das das dritte Buch rund um „starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte“ und mir gefällt die Idee, das Leben bekannter weiblicher Persönlichkeiten zu beleuchten, sehr gut. Hier in dem Buch über Agatha Christie spielt ihr Schaffen als eine der bekanntesten Krimiautorinnen eine Rolle. Man ist zum Beispiel hautnah an der Entstehung der Figur Hercule Poirot dabei. Das Privatleben neben der Arbeit an ihren Büchern wird jedoch vermehrt in den Mittelpunkt gerückt. Einiges davon biografisch, einiges fiktiv.«
  10      0        – geschrieben von Igela
 
Kommentar vom 18. März 2022 um 18:15 Uhr (Schulnote 1):
» Agatha Christies größtes Rätsel
Das Buchcover mit einer jungen Dame im Vordergrund, die einen Koffer in der Hand hält und einem englischen Landhaus im Hintergrund gefällt mir sehr gut.
Durch den ständigen Zeitensprung (beginnend mit dem Manuskript, das mit dem Kennenlernen von Agatha und Archie Christie beginnt und chronologisch fortgeführt wird, dann die 11 Tage im Dezember 1926, als die Polizei Agatha sucht) schafft es die Autorin den Leser so geschickt in die Geschichte zu entführen, dass ich bis zum Ende des Buches meinen Blick nicht von den Zeilen lösen konnte. Ich fand diese Geschichte so faszinierend, dass ich parallel dazu auch im Internet nach weiteren Informationen über diese rätselhafte Tage gesucht habe.
Mir hat der flüssige und leicht zu lesende Schreibstil von Marie Benedict sehr gefallen und ich bin mir sicher, dass dies nicht mein letztes Buch von ihr sein wird.
Eine klare Kauf- und Leseempfehlung für alle Fans von historischen Romanen. Das ist eine absolute Pflichtlektüre für alle Agatha Christie Fans.«
  8      0        – geschrieben von rolfi
Kommentar vom 15. März 2022 um 13:57 Uhr (Schulnote 2):
» Zum Inhalt:
Im Dezember 1926 verschwindet Agatha Christie. Keiner weiß wo sie ist und es wird eine beispiellose Fahndung nach ihr ausgelöst. Nach elf Tagen taucht sie plötzlich wieder auf und behauptet eine Amnesie gehabt zu haben. Sie gibt keinerlei Erklärung für ihr Verschwinden ab und bis heute weiß keiner was damals geschah. Die Autorin liefert eine erstaunliche Lösung.
Meine Meinung:
Mir war die Geschichte um das Verschwinden der Agatha Christie überhaupt nicht bekannt und schon deshalb war ich neugierig, dieses Buch zu lesen. Und es gab sich gelohnt. Ich fand Buch ungeheuer interessant und auch gut geschrieben. Die Theorie der Autorin hat was und man kann sich schon vorstellen, dass es so gewesen sein könnte. Natürlich schreibe ich darüber keine Details. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch war kurzweilige Unterhaltung.
Fazit:
Hat mir gut gefallen«
  7      0        – geschrieben von brauneye29
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