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Der verborgene Gast
Verfasser: Michael Böhm (14)
Verlag: Bookspot (80)
VÖ: 27. Januar 2022
Genre: Kriminalroman (9828)
Seiten: 176 (Taschenbuch-Version), 187 (Kindle-Version)
Themen: Gäste (62), Kommissare (2825), Leichen (2761), Mord (7510), Schnee (267)
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Erklärung der Bewertungssysteme
»Ohne Namen, als ein Niemand Namenlos, bin ich der verborgene Gast bei Pia. Bei ihr suche ich Nähe und Wärme, die ich nur hier finden kann. Sonst überall ist mir kalt. In hellen Mo-menten weiß ich glasklar, dass ich an einem Scheideweg angelangt bin.«

Es soll sein Opus magnum werden. Hier, bei Pia, hat er endlich die Ruhe und die Zeit dafür. Bilder seines Lebens ziehen an ihm vorbei, Bilder der Frauen, die er liebte und verlor. Bilder, die nicht immer das sind, was sie zu sein scheinen.
Doch nicht nur der verborgene Gast sinnt seinem Leben nach. Auch Kriminalhauptkommissar Roth begibt sich auf die Suche, die Suche nach einem Mörder. Und alles beginnt mit einer Toten im Schnee …

Mit scharfem Blick und feiner Feder ergründet der Meister des subtilen Kriminalromans die Abgründe des Menschen.
Quelle: Bookspot
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PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Kürzlich haben wir unser »Projekt 10« wiederbelebt, in dem mehrere Mitarbeiter und Helfer unserer Webseite gemeinsam die ersten (rund) zehn Seiten eines Buchs lesen, um dann darüber zu richten, ob diese zum Lesen des gesamten Werks animieren. Heute haben sich drei von uns einem Kriminalroman angenommen.

Das Buch

Der Schriftsteller Michael Böhm dürfte all denjenigen bekannt sein, die die Vergabe von Buchpreisen verfolgen: Nachdem er zuvor schon dafür nominiert gewesen war, hatte er 2016 für sein Buch »Herr Petermann und das Triptychon des Todes« den renommierten Friedrich-Glauser-Preis (bester Roman) abgeräumt. »Der verborgene Gast« heißt sein neuestes Werk, das - wie schon der damalige Gewinnertitel - in der »Edition 211« des Bookspot Verlages erschienen ist. Es ist 176 Seiten lang, was der ein oder andere vielleicht für wenig halten könnte, aber das ist nicht weiter schlimm: Böhm ist nicht für einen ausschweifenden Stil bekannt, seine Bücher sind kurz und präzise (und in der Regel sehr gut). Es kostet 12,95 Euro, die E-Book-Ausgabe ist für 7,99 Euro zu haben.

Laut Buchbeschreibung erzählt Böhm in seinem neuen Werk von einem Mann, der bei einer Frau namens Pia zu Gast ist und hier sein Opus magnum schreiben möchte. Dabei denkt er über die Frauen seines Lebens nach, über diejenigen, die er liebte, und über diejenigen, die er verlor. Zur gleichen Zeit begibt sich ein Kommissar nach dem Fund einer Toten im Schnee auf Mördersuche.

Die ersten (rund) zehn Seiten

Während der Klappentext noch nicht viel darüber verrät, in welche Richtung das Ganze gehen wird, ist der Prolog schon deutlich konkreter: Ein Kriminalhauptkommissar namens Roth geht morgens joggen, als er zufälligerweise am Fundort einer Leiche vorbeikommt. Der Platz ist bereits gesichert worden, und die zuständigen Beamten wollen ihn zunächst nicht direkt an den Ort des Geschehens lassen. Nachdem er sich ausweisen kann, wird er vorgelassen, und er erhascht einen kurzen Blick auf das Gesicht des Toten. Er erkennt es sofort.

Moment ... des Toten? War in der Buchbeschreibung nicht von einer Toten die Rede, mit der alles beginnt? Offenbar handelt es sich also um verschiedene Opfer.

Direkt im Anschluss wechselt das Geschehen in zwei kurze Kapitel, die mit »Der verborgene Gast« überschrieben sind. Tatsächlich verrät ein kurzes Vorblättern bereits, dass hier wiederholt zwischen solchen Kapiteln und Abschnitten gewechselt wird, die mit »Roth ermittelt« überschrieben sind. Es wechselt nicht nur der Schauplatz, sondern die ganze Erzählweise. Hier spricht nun ein Ich-Erzähler. Dieser ist bereits bei der im Klappentext erwähnten Pia zu Gast, da er seiner Ansicht nach keinen anderen Platz kennt, an dem er Wärme und Geborgenheit fühlt. Er sinniert hier allerdings über eine andere Frau nach: Mona, mit der er eng verbunden war und die nun tot ist. Er selbst scheint sich nicht im Klaren darüber zu sein, inwieweit ihm die Schuld an ihrem Tod anzurechnen ist. Als am Ende die Tür geht und Pia womöglich eintrifft - das wird an dieser Stelle offengelassen - bezeichnet der Ich-Erzähler diese als seine erste und einzige Liebe ... wie passt dann aber eine Mona ins Bild? Und warum ist der Gast eigentlich »verborgen«?

Fazit

Die kurze Prolog vermittelte unseren Testlesern zunächst den Eindruck, dass es sich hier um einen vergleichsweise generischen Krimi handeln könnte. Okay, eine Leiche wird gefunden, ein Kommissar kommt hinzu und kennt die tote Person offensichtlich - so weit, so gut, das hat man schon gelesen, das könnte okay werden, muss es aber auch nicht zwangsläufig. Der anschließende Wechsel in die beiden kurzen Kapitel aus der Sicht des »verborgenen Gastes« ist dann allerdings ein schroffer Bruch und zeigen gleich auf, dass dies hier doch ein Buch sein dürfte, das nicht wie jedes andere ist. Auch erzeugen sie bereits das Gefühl, dass es kein Buch für jedermann sein wird, denn die Gedanken des Ich-Erzählers sind sperrig geschrieben und verlangen Konzentration ab. Hier könnten bereits Halbsätze wichtig sein, dies hier scheint kein Roman zu sein, in den man sich erst einmal »in Ruhe hineinlesen« kann und in dem man schon ohne großes Zutun nach und nach das Personengefüge und die Situation kennenlernen wird. Dies hier zwingt seine Leser dazu, von Anfang an richtig mitzudenken. In unserem »Projekt 10« geht es ja darum, ob man von der Geschichte sofort abgeholt wird, was am leichtesten dadurch geschieht, dass dem Leser mit der Brechstange sofort ein Aha-Moment aufgezwungen wird. Das ist hier nicht der Fall: Man spürt, dass man sich hier erst einmal intensiv mit der Materie auseinandersetzen sollte. Unsere Mitarbeiter Carmen Gruber und Nadine Wagner werden sich dem stellen und das Buch lesen, so dass wir in absehbarer Zeit eine Rezension parat haben werden. Unser dritter Testleser Sebastian Leder möchte indessen erst einmal abwarten, was die anderen beiden zu sagen haben werden.
– geschrieben am 23. März 2022
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