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Winterküsse in Cornwall
Verfasser: Mila Summers (43)
Verlag: Eigenverlag (23298)
VÖ: 20. Januar 2022
Genre: Romantische Literatur (27483)
Seiten: 324 (Taschenbuch-Version), 322 (Kindle-Version)
Themen: Cornwall (260), Erbschaft (632), Handwerker (70), Winter (590)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Port Isaac ist immer eine Reise wert ganz besonders im Winter

Kurz nachdem sich Emmas Mann von ihr trennt, erbt sie von ihrer Großtante Beth ein kleines Cottage in dem beschaulichen Fischerdörfchen Port Isaac. Emma ist sich sicher: Der Verkauf des Cottages erfüllt ihr ihren langgehegten Traum von der eigenen Papeterie in London. Doch was, wenn sie plötzlich ganz neue Träume hat?
Will lebt sehr zurückgezogen. Das Nötige, das er zum Leben braucht, verdient er sich als Handwerker. Als er Emma das erste Mal trifft, sprühen die Funken. Er erkennt, dass er sich den Schatten seiner Vergangenheit endlich stellen muss. Ein Hoffnungsschimmer. Doch zu welchem Preis?

Komm mit Emma & Will an die Küste Cornwalls und lass dich von der Winterlandschaft verzaubern!
Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Tags (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Mila Summers für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Mila Summers gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Kapitel 1

Emma


»Was noch?«, schrie ich, während ich die Tür wie eine Wahnsinnige aufriss und erwartete, sogleich in Jacobs Gesicht zu blicken.
     »Ähm ... Also eigentlich ... Ich wollte ...«, stotterte meine beste Freundin Grace mit einer Flasche Rotwein in der Hand, die sie schützend wie ein Schild vor sich hielt.
     »Ach, du bist es. Komm doch rein!«, beeilte ich mich, die Krallen wieder einzufahren und meine beste Freundin gebührend in Empfang zu nehmen.
     Grace schien so perplex über meinen Auftritt, dass sie im ersten Moment gar nicht so recht wusste, was sie sagen sollte. So streifte sie zunächst ihren Mantel ab und öffnete ihre Winterstiefel, um sie neben meine Garderobe zu stellen.
     »Eine Frage«, sagte sie schließlich. »Wen, um Gottes willen, hattest du erwartet, vor der Tür stehen zu sehen?«
     Ich seufzte schwer, nahm ihr den Wein ab und trottete schließlich in die Küche, um uns zwei Gläser und einen Flaschenöffner zu holen.
     »Jacob war vorhin kurz da«, erklärte ich und öffnete in diesem Augenblick die Weinflasche.
     Graces Lippen bildeten ein wissendes O, während sie ihr langes schwarzes Haar zu einem Dutt hochsteckte.
     »Ging es wieder um eure Möbel?«
     Ich seufzte abermals und strich dabei über das Küchenbuffet, das ich auf einem Antiquitätenmarkt gekauft und liebevoll restauriert hatte. Stunden hatte ich damit zugebracht, es wieder in Schuss zu bringen. Doch es hatte sich in vielerlei Hinsicht gelohnt. Einerseits fügte es sich unglaublich schön in meine Wohnung. Und gleichzeitig war es eine kleine Wertanlage. Guterhaltene alte Möbel waren teuer. Vor allem, wenn sie so gut gepflegt wurden wie bei mir.
     »Er will einfach nicht kapieren, dass ich nicht bereit bin, sie zu verkaufen. Ich verstehe ja, dass er Geld braucht, um nach Kanada auszuwandern. Was für eine Schnapsidee! Das hätte er sich überlegen sollen, bevor er sich von mir trennt und sein ganzes Leben über den Haufen wirft. Aber warum soll ich deswegen demnächst ohne Möbel dastehen? Vor allem, da ich das meiste dazu beigetragen habe, um sie anzuschaffen. Das ist doch nicht fair.«
     Als ich versuchte, den Wein in die Gläser zu schenken, zitterte meine Hand dermaßen, dass Grace mir die Flasche aus der Hand nahm.
     »Lass mich das besser machen«, bot sie an und reichte mir sogleich eines der vollen Gläser. »Wie seid ihr denn jetzt verblieben?«
     Ehe ich ihr antwortete, nahm ich einen großen Schluck. Für gewöhnlich war ich eine Genießerin und wusste einen guten Tropfen zu schätzen. Schon tat es mir um den Tignanello leid, den ich da so achtlos die Kehle hinunterspülte. Aber außergewöhnliche Situationen erforderten eben außergewöhnliche Maßnahmen.
     »Wir sind nicht wirklich auf einen Nenner gekommen. Als es mir zu viel wurde, habe ich ihn kurzerhand vor die Tür gesetzt. Mit Jacob zu diskutieren, ist anstrengend und aussichtlos. Wenn er sich einmal eine Meinung gebildet hat, dann bleibt er stur. Und ich habe das Nachsehen. Das kenne ich schon zur Genüge.«
     Jetzt war es an Grace, einen großen Schluck aus ihrem Glas zu nehmen.
     Sie kannte Jacob fast so lange wie ich. Sie war bei unserem ersten Kinobesuch dabeigewesen, bei unserer Hochzeit und auch bei unserer Scheidung hatte sie mir beigestanden. Einer Scheidung, die wohlgemerkt, rechtsgültig war, von der sich Jacob allerdings nicht davon abhalten ließ, mir die Hölle wegen der Möbel heiß zu machen.
     Dabei hätte ich einem Verkauf unter Umständen sogar teilweise zugestimmt. Aber die Vorstellung, dass Jacob sie verkaufte, um ein neues Leben in Kanada zu beginnen, war für mich kaum auszuhalten. Was komplett unlogisch war. Schließlich hatten wir uns gerade wegen seiner Auswanderungspläne getrennt.
     Jacob wollte weg aus England. Weg aus Europa. Für ihn war plötzlich alles viel zu eng geworden, der Lärm der Großstadt kaum noch zu ertragen. Von heut auf morgen war das alte Leben, das ich so gemocht und in dem ich mich wohlgefühlt hatte, nicht mehr gut genug für ihn. Und damit auch ich nicht mehr. Zumindest spätestens zu dem Zeitpunkt, als ich ihm erklärt hatte, dass ich seinen Traum nicht leben wollte.
     Ich hatte andere Vorstellungen. Außerdem hatte er mich nicht einmal gefragt, sondern mich vor vollendete Tatsachen gestellt.
     »O Mann, Süße, das tut mir so leid. Jacob ist echt ein Arsch. Muss man mal so sagen. Hicks.«
     Ich lachte über die ehrlichen Worte meiner Freundin und den ulkigen Schluckauf, den sie immer dann bekam, wenn sie Rotwein trank.
     »Nur gut, dass ich mich bereits von ihm getrennt habe«, bestätigte ich ihr. »Leider ist er aber immer noch in London, obwohl er doch schon vor Wochen nach Kanada fliegen wollte.«
     Ein Zustand, den ich unerträglich fand, wenn ich ehrlich war. Denn Jacob schlug beinahe täglich bei mir auf. Ständig fiel ihm noch etwas ein, was wir dringend noch klären müssten, seiner Meinung nach. Nicht selten verfielen wir in Streit darüber. Und in den besonders hartnäckigen Fällen wie heute setzte ich ihn auch schon mal vor die Tür. Dabei wusste ich selbst nicht mal, warum ich ihm diese immer wieder aufs Neue öffnete.
     Es war ja nun mal so: Wir beide kamen auf keinen gemeinsamen Nenner mehr, was unsere weitere Zukunft anbelangte. Während Jacob irgendwann nur noch von Kanada und einem Leben draußen in der Wildnis der Rocky Mountains schwärmte, sah ich meinen Lebensmittelpunkt hier in London, mit meiner eigenen kleinen Papeterie, dem Onlineshop und den Illustrationsarbeiten für Kinderbücher heimischer Verlage.
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