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Die Frauen von Schönbrunn - Ein Leben für das Wohl der Tiere
Verfasser: Beate Maly (13)
Verlag: Ullstein (1493)
VÖ: 3. Januar 2022
Genre: Historischer Roman (6094)
Seiten: 368 (Taschenbuch-Version), 318 (Kindle-Version)
Themen: Erster Weltkrieg (237), Schwestern (1514), Tierärzte (250), Tiere (930), Wien (428), Zoos (108)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Krieg und Herzschmerz, Homosexualität, Emanzipation, 2 junge Frauen und Zoobewohner vor gut 100 Jahren in Wien.
Lesermeinungen (13)     Blogger (2)     Tags (1)     Cover
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 4. April 2022 um 21:04 Uhr:
» Handlung
Sommer 1914
Endlich wird Emmas großer Traum war. Sie wird als Pflegerin im prachtvollen Wiener Tiergarten Schönbrunn angestellt. Und schon nach kurzer Zeit wird deutlich, wie sehr sie in der Tätigkeit aufgeht. Voller Tatendrang tritt sie jeden Tag ihren Dienst an und widmet sich ihren Schützlingen.
Doch ihr Glück ist nicht von Dauer. Der Erste Weltkrieg bricht aus, zahlreiche Männer werden eingezogen. Emma, aber auch die verbliebenen Pfleger müssen immer mehr Verantwortung übernehmen, zudem sorgt sie sich um ihre schwangere Schwester. Als große Hilfe erweist sich Julius, ein Arzt, der von der Front zurückgekehrt ist und für den Emma schon bald mehr als nur Sympathien empfindet.
Und je weiter der Krieg fortschreitet, desto lauter wird die Kritik am Zoo. Die Bevölkerung hungert, weshalb gefordert wird, dass der Zoo schließen soll. Können Emma und Justus Schönbrunn und damit alle Tiere retten?

Meinung
Ich hatte den Roman in der Verlagsvorschau entdeckt und fand, dass eine interessante Handlung versprochen wird. Außerdem habe ich von Beate Maly bereits ein paar Werke gelesen, die bislang immer überzeugen konnten, daher war ich recht hoffnungsfroh, dass mir auch ihr neuester Titel gefallen wird. Das Buch wurde mir schließlich vom Ullstein Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, wofür ich mich ganz herzlich bedanken möchte!

Ich muss ehrlich sagen, dass mir der Beginn nicht so wirklich zugesagt hat. Er war schwerfällig und zu sprunghaft, ich finde, dass er nicht sonderlich gut auf die Geschichte hinführt und mich konnte er einfach nicht überzeugen. Daher hatte ich ein wenig die Befürchtung, dass sich dieser Eindruck durchsetzt und ich mich durch die Handlung quäle. Trotzdem habe ich eifrig weitergelesen und irgendwann ist der Knoten geplatzt. Mir hat die Sprache besser gefallen, die Erzählung konnte mich plötzlich überzeugen und ich hatte die Empfindung, dass sich mein erster Eindruck des Buches komplett gewandelt hat. Von da an ging es stetig bergauf, ich bin immer flüssiger mit dem Lesen vorangekommen, mir haben die Figuren gut gefallen und es kam stets neuer Schwung in die Geschichte. Letztendlich finde ich den Beginn der Erzählung immer noch ein bisschen schwierig und nicht perfekt, aber ansonsten habe ich einen gute Eindruck von dem Buch, welches ich wirklich gern gelesen habe.

Der Handlung liegt eine gewisse Leichtigkeit zugrunde, die durch das episodenhafte Erzählen entsteht. Es gibt zwei Erzählperspektiven, die dafür sorgen, dass der Roman immer wieder Abwechslung bietet und es wird nie langweilig. Und außerdem gibt es ab und an kleine Sprünge, die auf zeitlicher Ebene stattfinden. Es wird nicht linear Tag für Tag beschrieben, sondern es wird manchmal ein gewisser Zeitraum übersprungen, was der Geschichte, trotz der ernsten Themen und Hintergründe, einen leichten Charakter verleiht.

Ich finde, dass die Personen einen schönen Tiefgang besitzen, ihre Launen sind gut nachvollziehbar, ebenso die Gedanken und Ängste. Sie sind abwechslungsreich gestaltet, tragen lebendige Züge und bieten eine schöne Vielfalt. Bei vielen Auftritten wirkt es so, als seien die Protagonisten aus dem Leben gegriffen, es gibt starke Charaktere, die sich entwickeln und reifen, sich dabei aber immer treu bleiben!

Als ich gerade meine Meinung niedergeschrieben habe dachte ich mir noch, dass sich eine Fortsetzung absolut anbieten würde. Ich finde, dass zwar ein gute Ende geboten wird, jedoch noch viel Potenzial für einen weiteren Band vorhanden ist. Und als ich in mal eben gegoogelt habe, wurde meine Vermutung bestätigt. Ich freue mich sehr auf darauf und habe viele Hoffnungen, dass mich die Geschichte ebenfalls überzeugen kann!

Fazit
Nach den anfänglichen Startschwierigkeiten bin ich echt richtig richtig froh, dass die Geschichte schließlich besser wurde und sie letztendlich doch noch meinen Geschmack getroffen hat. Es gibt eine stetige Verbesserung und obwohl sich die Handlung nicht als krass spannend entpuppt hat, wollte ich das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen. Ich finde, dass eine wirklich schöne Erzählung vorliegt, die authentische Blicke auf den Tiergarten Schönbrunn, die Zeit des Ersten Weltkrieges und das Schicksal von Menschen gibt, die Kriegsverluste erlitten habe. Kann ich euch also nur empfehlen, es lohnt sich!«
  16      0        – geschrieben von MarySophie
 
Kommentar vom 30. März 2022 um 12:09 Uhr (Schulnote 3):
» Etwas mehr Tiefgang hätte nicht geschadet

Durch ihren Vater, der als Tierarzt arbeitet, hat Emma den Tiergarten Schönbrunn bereits kennen- und lieben gelernt. Am liebsten würde sie selbst Tiermedizin studieren, doch im Jahr 1914 ist das für Frauen nicht möglich. Deshalb freut sie sich, eine Anstellung als Tierpflegerin in Schönbrunn anzutreten. Sie sieht in jedem der Tiere dessen eigene Individualität und hat ein gutes Händchen für sie. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, werden viele der männlichen Pfleger in den Kriegsdienst eingezogen und Emma muss mehr Verantwortung für die Tiere übernehmen als bisher. Zudem ist ihre Schwester Greta schwanger, während Gretas Mann und der Vater der beiden jungen Frauen an der Front kämpfen. Während der Krieg für Hunger in der Bevölkerung sorgt, muss sich auch der Zoo Sorgen um das Menü für die Tiere machen. Mehr noch, es gibt Menschen, die den Tieren das Futter neiden…

Mit Emma hat die Autorin Beate Maly eine starke Frauenfigur geschaffen, die verantwortungsvoll für ihre Familie wie auch für ihre tierischen Schützlinge eintritt. Ihre Sehnsucht, als Tierärztin im Zoo zu arbeiten, ist gut verständlich, denn ihre Sorge für die Tiere geht über das rein Pflegerische hinaus. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass der Fokus der Geschichte etwas mehr aus Emmas Umfeld heraus tritt und enger an die Geschehnisse der Zeit angeknüpft wäre. Viele der Personen blieben mir zu blass, und auch die Liebesgeschichte plätschert eher vor sich hin. Die Geschichte ist insgesamt sehr vorhersehbar. Dafür ist das Buch leicht zu lesen, man fliegt durch die Erzählung hindurch.

Wer eine eher leichte Geschichte mit etwas historischem Hintergrund lesen möchte, wird diesen Roman vermutlich lieben. Ich hatte mir etwas mehr Tiefe erwartet, deshalb kann ich dem Buch nur 3 von 5 Sternen geben.«
  10      0        – geschrieben von Gisel
Kommentar vom 27. März 2022 um 22:23 Uhr (Schulnote 3):
» Emma wird zu Beginn des ersten Weltkriegs Tierpflegerin im berühmten Tierpark von Schönbrunn. Ein Traum ist für sie in Erfüllung gegangen. Der bald zu in einem Albtraum in ihrer Umgebung verschwindet. Je länger der Krieg dauert das desto mehr Aufgaben und Sorgen hat sie. Sie vermisst ihren Vater, sie muss sich um ihre schwangere Schwester kümmern. Gleichzeitig werden die Nahrungsmittel für Mensch und Tier immer weniger. Im letzten Kriegswinter gibt es auch kaum noch Heizmaterial. Die Gefahr für die Tiere wird immer größer. Gleichzeitig. hat sie Gefühle für den Zootierarzt Julius Winter, auch das ist nicht einfach in Kriegszeiten.
Es ist eine emotional erzählte Geschichte, diesmal mit anderen Protagonisten wie sonst. Denn die Tiere spielen eine gleich große Rolle wie die Menschen. Denn sie leiden genau so wie die Menschen in diesem Krieg. Klar ist in solchen Fällen haben die Menschen und ihre Sorgen Vorrang. Aber in einem Roman der in der Vergangenheit spielt darf es andere Prioritäten geben.
Die Angestellten des Zoos sind auf einmal überwiegend Frauen oder Kriegsversehrte, es sind überwiegend sehr sympathische Figuren, obwohl natürlich ein Fiesling, der sich auch noch vor dem Einsatz an der Front drückt, nicht fehlen darf.
Das Buch ist trotz des ernsten Hintergrunds mit Leichtigkeit geschrieben, immer wieder blitzt ein schöner Moment auf.«
  10      1        – geschrieben von Petra Wiechmann
 
Kommentar vom 20. Februar 2022 um 16:19 Uhr (Schulnote 2):
» Am Cover erkennt der Leser gleich, dass es sich um einen historischen Roman handelt und außerdem Tiere darin vorkommen. Er spielt in Wien, zur Zeit des ersten Weltkriegs. Das Thema ist der Tiergarten Schönbrunn zu Kriegszeiten. Der Autorin gelingt es gut, mit historischen Fakten und viel Emotionen die damalige Zeit einzufangen. Nicht nur den Menschen ging es schlecht, auch die Zootiere mussten hungern. Nur ca. 400 überlebten den Krieg.
Die Hauptprotagonistin ist Emma. Sie möchte wie ihr Vater Tiermedizin studieren, das geht allerdings nur in Zürich. Um Geld zu verdienen, arbeitet sie im Tierpark als eine der ersten Tierpflegerinnen. Dann beginnt der 1. Weltkrieg und alle jungen Männer werden eingezogen. So auch ihr Vater und der Mann ihrer Schwester Greta. Emma muss sich in einer harten Männerwelt behaupten. Sie kümmert sich nicht nur aufopferungsvoll um die Tiere, sondern auch um die Schwester und der zu früh geborenen Nichte. Kälte, Hunger und Entbehrungen sind an der Tagesordnung. Der Ruf den Zoo zu schließen wird immer lauter. Gemeinsam mit dem schwer traumatisierten Tierarzt Julius Winter versucht sie den Tierpark zu retten.
Mit Freude und Interesse habe ich das Buch gelesen. Auch ich wollte in jungen Jahren Tierpflegerin werden. Geschockt war ich von der Haltung der Tiere. Über Artengerecht hat man sich damals noch keine Gedanken gemacht. Deshalb fand ich es toll, wie Emma sich um die Affendame Fanny gekümmert hat. Nach dem Krieg wurde die historische Anlage dank Tier-und Sachspenden Tier-und Besucherfreundlich umgestaltet.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, ich kann es nur empfehlen.«
  9      0        – geschrieben von HexeLilli
Kommentar vom 24. Januar 2022 um 14:54 Uhr (Schulnote 2):
» Beate Malys Historien-Schmöker "Die Frauen von Schönbrunn - Ein Leben für das Wohl der Tiere" konnte mich gut unterhalten.

Die Autorin erzählt uns darin von dem Wiener Zoologischen Garten, welcher vor etwa 100 Jahren der prächtigste in ganz Europa gewesen sein soll. Sie führt uns ins Österreich der Zeit vom Sommer 1914 bis Frühling 1918. Die Nöte der unterschiedlichsten Menschen und Tiere werden nachvollziehbar vermittelt und die damalige Atmosphäre anschaulich verdeutlicht sowie ein wenig Lokalkolorit dezent eingeflochten (der gelegentlich vorkommende Dialekt sollte kaum Probleme bereiten).
Wir lernen die sympathischen Protagonistinnen, die Schwestern Greta und Emma, kennen.
Neben den politisch- bzw. kriegsbedingten Problemen werden auch beispielsweise Homosexualität sowie die schwierige Situationen der Frau in der damaligen Zeit angesprochen.
Im Vordergrund steht allerdings meist die Liebesgeschichte von Emma und dem vorübergehenden Ersatzmann für den Zoo-Tierarzt Julius Winter.
Die Hauptperson war für mich aber die Affendame "Fanny".
Mit einem Nachwort rundet Frau Maly das erzählte Geschehen gut ab.«
  10      0        – geschrieben von victory
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