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Dancing Coons 2 - Wintermärchen
Verfasser: Isa Day (17)
Verlag: Pongü (19)
VÖ: 17. Dezember 2021
Genre: Romantische Literatur (26083)
Seiten: 425
Themen: Berge (383), Bewerbung (16), Kleinstadt (963), Tiere (809), Traummänner (334)
Reihe: Dancing Coons (2)
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Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Cover
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Isa Day für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Isa Day gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Josie zögerte kurz, schlüpfte aus ihren Korksandalen - hatte sie allen Ernstes nicht mal richtige Schuhe angezogen? - und gehorchte.
     Betty streifte ihre Stiefel ab und verstaute sie im Garderobenschrank. Ihre Jacke behielt sie an. Ihr war kalt.
     In der Küche setzte sie sich an den Tisch und legte Leine und Halsband vor sich hin.
     Josie hatte das Licht eingeschaltet und hantierte mit der Kaffeemaschine. Bald verbreitete sich der unvergleichliche Duft nach frisch aufgebrühtem Kaffee.
     Josie stellte Betty eine volle Tasse hin. Ihre eigene hatte sie nur halb gefüllt. Vorsichtig nippte sie daran, verzog das Gesicht und goss heißes Wasser nach.
     Betty trank einen Schluck. «Nicht übel. Etwas mild.»
     Josies entsetzter Gesichtsausdruck brachte sie fast zum Lachen. Bis ihr Blick auf Halsband und Leine fiel und ihr die Realität wieder bewusst wurde.
     Boots, ihr wundervoller Hund, war tot.
     Josie setzte sich an den Tisch. «Möchtest du mir erzählen, was passiert ist?»
     Mit zitternden Fingern strich Betty über den Griff ihrer Tasse. «Du weißt ja, dass Boots schon lange kränklich war. Sechzehn Jahre sind für einen Malinois ein biblisches Alter. In der Nacht fiel er einfach um. Er zitterte und konnte nicht mehr aufstehen. Da brachte ich ihn in die Tierklinik nach Saratoga Springs. Leider konnten sie ihm nicht mehr helfen.»
     Eine neue Träne lief über Josies Wange. «Das tut mir so leid.» Ihr Blick fiel auf die Leine. «Wo ... wo ist er?»
     «Die Tierklinik wird ihn einäschern. Und danach ... Auch in Rente behielt er seinen Status als Polizeiangehöriger und wird in Saratoga Springs mit allen Ehren verabschiedet. Nach dem Anlass bringe ich ihn nach Hause.» Eine Welle der Übelkeit raste durch Bettys Körper, als sie sich an eine drängende Pflicht erinnerte. Sie schaute auf die Uhr. «Ich muss Kerrick anrufen. Nicht dass die Tierklinik mir zuvorkommt. Er wird am Boden zerstört sein.» Bettys Blick fiel auf die Futtertonne neben der Küchenzeile. «Und was mache ich jetzt mit Boots’ Futter? Ich habe erst vor Tagen einen Zehn-Kilo-Sack gekauft. Das muss ich dem Tierheim spenden ...»
     Sie stoppte ihren Wortschwall. Es war der Schock, der ihre Gedanken wild herumspringen ließ und ihre Prioritäten durcheinanderwirbelte. Damit verhielt sie sich wie jene Einbruchsopfer, die vor dem Eintreffen der Polizei ihre Wohnung aufzuräumen begannen, weil sie den Beamten die Unordnung ersparen wollten.
     Selbst sie - Deputy Sheriff, gut ausgebildet und abgebrüht - war nur ein Mensch wie alle anderen. Der Gedanke erschien ihr zugleich ernüchternd und tröstlich.
     «Weshalb rufst du ihn nicht jetzt gleich an?», schlug Josie vor. «Ich würge noch eine Weile an meiner Tasse Kaffee - oder gieße die dreifache Menge an heißem Wasser nach. Das ist die bessere Idee.» Sie erhob sich.
     Betty beobachtete mit einem liebevollen Schmunzeln, wie sie ihr Getränk genießbar zu machen versuchte. Es war ein Glücksfall, dass Josie vor einiger Zeit nach Dancing Coons zurückgekehrt war und im Haus direkt über die Straße lebte. Und doch nicht immer einfach.
     Mal abgesehen von Josies Schusseligkeit, die zu derartigen Auftritten im Schlafanzug führte, entsprach sie Bettys Idealbild einer Frau - bildhübsch, von durchschnittlicher Größe, fit und fähig, ohne dass die Männer sich von ihr eingeschüchtert fühlten.
     Betty hingegen ...
     Als Kleinste der Warners maß sie eins fünfundachtzig an Körperhöhe und überragte damit selbst in Amerika die meisten Männer. An ihr Au-pair-Jahr in Frankreich getraute sie diesbezüglich gar nicht mehr zu denken. Einmal hatte sie in Südfrankreich einen regionalen Markt besucht und die Atmosphäre genossen - bis sie bemerkte, dass sie wie ein Leuchtturm aus einem Meer weit kleinerer Franzosen herausstach, die ihr alle unter dem ausgestreckten Arm durchlaufen konnten.
     Na ja, fast alle.
     Und dann war nicht abzustreiten, dass es ziemlich viel von Betty gab. Undersheriff in Coon County war ein Knochenjob, bei dem sie zupacken musste - insbesondere da ihr Vater, der gewählte Sheriff, im Rollstuhl saß und sie dadurch automatisch einen Teil seiner Pflichten übernahm.
     War sie als junges Mädchen schlank und rank wie ein Weidenzweig gewesen, hatten die Jahre harter Arbeit Muskeln auf ihre Knochen gepackt. Die Doofköpfe, von denen es neben vielen netten Menschen leider einige im Bezirk gab, nannten sie deshalb Xena, nach der Kriegerkönigin der gleichnamigen Fernsehserie.
     Der Vergleich war nicht allzu gemein, immerhin sah jene Xena gut aus und verdrosch routiniert mächtige Krieger und selbst Götter. Trotzdem tat er weh.
     Kein Mann würde Betty jemals anschauen, als wäre sie zerbrechlich und müsste beschützt werden. Und die Wertschätzung als Saufkumpanin, die als eine der Letzten in der Runde unter den Tisch fiel, hatte nicht die gleiche Bedeutung.
     «Betty?» Sie fühlte eine Hand auf dem Arm. «Du wolltest deinen Kollegen anrufen.»
     Das war korrekt. Und ihm die traurige Nachricht vom Tod seines früheren Partners überbringen.
     Sie erreichte ihn sofort. Kerrick nahm die Neuigkeit erstaunlich gelassen auf. «So sind es sechzehn Jahre geworden. Das ist beeindruckend», drang seine tiefe Stimme aus dem Lautsprecher des Smartphones. «Ich sah jedes Mal, wenn du uns hier besucht hast, wie gut es ihm bei dir gefiel und wie liebevoll du dich um ihn gekümmert hast. Danke, Betty.»
     Kerrick meinte es so. Das erkannte sie am Tonfall. Seine Freundlichkeit ließ sie erneut aufschluchzen. Sie hatte sich Mühe gegeben. Das stimmte. Warum konnte sie dann das Gefühl nicht abschütteln, versagt zu haben?
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