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Dancing Coons 2 - Wintermärchen
Verfasser: Isa Day (17)
Verlag: Pongü (19)
VÖ: 17. Dezember 2021
Genre: Romantische Literatur (26060)
Seiten: 425
Themen: Berge (383), Bewerbung (16), Kleinstadt (962), Tiere (808), Traummänner (334)
Reihe: Dancing Coons (2)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Isa Day für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Isa Day gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Kapitel 1


Elizabeth Mary Jane Hellfire Warner, von den meisten Chief Betty genannt, schloss leise die Haustür und starrte mit leerem Blick den dunklen Flur in Richtung Küche hinab. Als Undersheriff von Coon County, einem Bezirk im hintersten Winkel des Staates New York, war sie stets für andere da. Zu ihrem Job gehörte es, das positive Verhalten der Menschen zu verstärken und bei Problemen rechtzeitig dazwischen zu gehen.
     Für ihr eigenes Problem wusste sie keine Lösung. Ein unglaublicher Schmerz riss ihr Herz entzwei. Ihr Kopf war leer und hallte wie nach dem Bombenanschlag, den sie während ihrer Zeit bei der New Yorker Polizei miterlebt hatte.
     In Zeitlupe hob sie die Hand und starrte auf die Leine und das leere Halsband, die sie mit einem Todesgriff umklammerte.
     Draußen war es stockfinster. Anfang Dezember brauchte die Dämmerung lange, um in das dicht bewaldete Seitental, wo Bettys Hexenhäuschen stand, vorzudringen. Nur die Straßenlaterne direkt vor dem Grundstück verbreitete ein sanftes, gelbliches Licht.
     Es ließ die Reflektoren auf dem neongelben Halsband aufleuchten. Fast konnte Betty die großen, schwarz aufgedruckten Buchstaben lesen.
     Boots.
     So vergeben, weil die Pfoten und Schienbeine des nicht reinrassigen Belgischen Schäferhundes eine weiße Zeichnung wie Stiefel trugen - nein, getragen hatten.
     Betty schluchzte und biss sich auf die Fingerknöchel, um das Geräusch zu ersticken. Leider nutzte sie dafür die Hand, in der sie Halsband und Leine hielt.
     Der Geruch ihres Hundes erfüllte ihre Nase. Wild, herb und zugleich der Duft von Vertrauen und tiefer Zuneigung.
     Was war das für ein Wimmern?
     Betty erkannte, dass sie selbst es ausstieß. Es klang wie das leidvolle Heulen einer verlorenen Seele.
     Kraftlos schob sie sich von der Haustür weg, hin zum Schrank, in den sie bei jedem Heimkommen ihre Jacke hängte und ihre Stiefel stellte.
     Sie arbeitete als Undersheriff dieses Bezirks. Für sie gab es keine Schwäche. In einer Stunde musste sie das Haus verlassen und vor den Einwohnern von Dancing Coons und Lake Coon funktionieren. Das war ihre Pflicht. Dafür wurde sie bezahlt.
     Ihre Kontrolle versagte. Die Beine gaben unter ihr nach. Betty sank zu Boden, faltete die Arme auf den Knien, legte den Kopf obendrauf und weinte hemmungslos.
     Ein leises Klopfen mischte sich in ihr Schluchzen. Mit einem Klicken öffnete sich die Haustür.
     «Betty? Bitte nicht schießen. Ich bin es - Josie.»
     Betty versuchte sich zusammenzureißen. Ein Warner zeigte keine Schwäche, das hatte ihr Vater all seinen Kindern kompromisslos eingebläut.
     Ihre Erziehung versagte. Sie saß in einem unendlich tiefen schwarzen Loch, das sie zu ersticken drohte und aus dem es kein Entkommen gab.
     «Es tut mir so unendlich leid.»
     Arme legten sich um Betty und hielten sie. Sie spürte die Wärme und Fürsorge eines anderen Menschen. Ihre Hand krallte sich in Josies Rücken. Wieso konnte sie den Griff nicht lockern? Das musste doch furchtbar wehtun ...
     Der Weinkrampf ebbte nach und nach ab. Der grenzenlose Schmerz blieb.
     Betty hob den Kopf.
     Auch Josies Augen überliefen mit Tränen. Kein Wunder. Bettys junger Nachbarin gehörte ein wunderbares Katzenrudel. Von allen Menschen verstand sie am besten, was es bedeutete, mit einem Tier eine tiefe Beziehung einzugehen. Und welchen Schmerz der Verlust eben dieses Tieres verursachte.
     «Bist du allen Ernstes im Schlafanzug rübergekommen?», fragte Betty. Auf die Worte folgte das Hicks eines Schluckaufs. Großartig! Als ob der Weinkrampf nicht gereicht hätte.
     Josie schaute verdutzt an sich hinab. «Offenbar. Ich habe nicht nachgedacht. Ash sah dich nach Hause kommen. Na ja, eigentlich hast du ihn mit deinem Truck fast von der Straße gedrängt. Da wusste er, dass etwas nicht stimmt, und rief mich an. Er wäre jetzt ebenfalls hier, aber die Biber im Seitenarm vom Coon Creek haben offenbar über Nacht und trotz der Winterruhe ihre Burg vergrößert, sodass sich das Wasser gefährlich staut.»
     Betty nickte matt.
     Wenigstens fiel dieser Einsatz nicht in die Zuständigkeit des Sheriff’s Departments, sondern wurde von der Feuerwehr und Bettys Brüdern geleistet. Letztere betrieben als Warner & Sons das regionale Straßenbau-, Entsorgungs- und Recyclingunternehmen und verfügten deshalb über schwere Maschinen.
     Josie zog den Ärmel ihres Schlafanzugs über die Hand und wischte vorsichtig Bettys Wangen trocken. Die Berührung fühlte sich tröstend an, auch wenn Betty keine Dankbarkeit zeigen konnte.
     «Wenn du mir erlaubst, in deiner Küche zu hantieren, mache ich dir einen Kaffee.»
     Kaffee? Ach ja, das schwarze Zeugs, das First Responder wie Polizei und Feuerwehr literweise tranken.
     «Als ob du einen richtigen Kaffee hinbekommst», spottete Betty. «Behördenkaffee muss so stark sein, dass er den Löffel zerfrisst.»
     Josies Mundwinkel wanderten nach oben, doch ihre Augen blieben traurig und erfüllt von tiefer Empathie. «Ich werde mein Bestes geben. Jetzt komm. Im Dezember ist dein Steinboden zu kalt, um lange darauf zu sitzen.»
     Josie erhob sich und fasste Betty unter den Achseln, um ihr auf die Füße zu helfen.
     Um ein Haar hätte Betty erneut aufgeschluchzt. Als ob dieses Manöver funktionieren könnte! Josie war gerade mal mittelgroß, Betty eine Amazone, die die meisten Männer überragte.
     Praktisch für ihren Job als Undersheriff, weil sich kaum jemand mit ihr anlegte, aber tödlich für ihr Liebesleben.
     «Geh du schon einmal vor. Ich ziehe meine Stiefel aus und komme nach.»
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