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KINDLE
 
Der Mann, der die Welt ordnete
Verfasser: Axel S. Meyer (2)
Verlag: Kindler (99) und Rowohlt (1800)
VÖ: 14. Dezember 2021
Genre: Historischer Roman (5446)
Seiten: 416 (Gebundene Version), 411 (Kindle-Version)
Themen: 18. Jahrhundert (385), Botanik (13), Ketzerei (33), Wissenschaftler (440)
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MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 2. Januar 2022 um 18:26 Uhr (Schulnote 2):
» Die Welt der Flora und Fauna

Carl ist noch ein kleiner Junge, als er seine Liebe zur Natur entdeckt. Alles, was er sieht, muss er einsammeln und katalogisieren. Eigentlich hat sein Vater andere Pläne für die Zukunft des Jungen, Priester soll er werden. Doch lernen in der Schule ist Carl seine Sache nicht. Es braucht seine Zeit, bis er begreift, dass er auch für seine Naturforschungen eine Schulbildung benötigt, doch dann gibt es kein Halten mehr. Aus dem Jungen wird ein Botaniker, der seine Welt neu ordnen will. Nichts ahnend, dass nicht jeder begeistert ist von seinen Schriften über die Pflanzenbestimmungen.
Sein stärkster Kontrahent ist ein deutscher Arzt Namens Johann Georg Siegesbeck, der die Theorien von Carl sehr persönlich nimmt. Ein Streit der Wissenschaften entbrennt.

Diese Geschichte startet mit einem Prolog, der im Jahre 1753 in Uppsala spielt. Als Leser erhält man einen kleinen Einblick darin, wie sich das Leben des Botanikers entwickelt hat, was seine Familie betrifft. Zu dieser Zeit steht er mitten im Leben und hat schon viel erreicht. Erst nach diesem Prolog geht es mit der eigentlichen Handlung los. Erzählt wird das Leben dieses Botanikers rückwirkend. Aber nicht nur das Leben von Carl wird geschildert, sondern auch das Leben seines Konkurrenten Johann Georg Siegesbeck. Abwechselnd ist man als Leser mal bei Carl, um dann wieder zu Johann zu wechseln. Die beiden Männer führen sehr unterschiedliche Leben, gemeinsam ist ihnen aber die Botanik. Ihre Schriften über die Flora und Fauna stehen in Konkurrenz zueinander. Während Siegesbeck jede Schrift von Carl persönlich nimmt und es sich zur Aufgabe gemacht hat, den „verrückten Schweden“, wie er ihn nennt, zu stoppen, hat Carl keine Probleme damit, dass jemand nicht seiner Meinung sein könnte.

Axel S. Meyer erzählt diese Geschichte gewürzt mit einer ordentlichen Prise Sarkasmus, was mir gut gefallen hat, zudem gibt er interessante Einblicke in das Leben des Botanikers. Linné hat unter anderem eine Reise nach Lappland gemacht, die hier bildhaft geschildert wird. Auch Siegesbeck hatte in der Hinsicht einiges zu bieten. Er war in Russland und später in Preußen unterwegs.

Deutlich spiegelt sich in dieser Auseinandersetzung wider, wie wichtig die Kirche für die Menschen auch in dieser Epoche war. Während Linné die These aufstellt, dass die Flora und Fauna sich ähnlich entwickelt wie Menschen, ist Siegesbeck der unumstößlichen Meinung, dass alles Leben auf Gottesfurcht und Tugendhaftigkeit beruht. Linné und Siegesbeck könnten kaum verschiedenerer Meinungen sein und dementsprechend heftig vertreten sie auch ihre Ansichten.

Die Wechsel zwischen den beiden Protagonisten haben mir gut gefallen. Die Einblicke in die Gedankenwelt der Charaktere war unterhaltsam. Dem Autor ist es gelungen, in diesen Streit einzutauchen und lebendig werden zulassen, gleichzeitig ist die Geschichte mit unterschwelligem Humor gewürzt, sodass ich doch des öfteren schmunzeln musste und mich gleichzeitig gut unterhalten gefühlt habe. Außerdem lernt man durchaus einiges aus der Pflanzenwelt. Ich fand es interessant, wie einige Pflanzen zu ihren Namen gekommen sind und wie umständlich manches vor Linné gewesen ist.

In einem Nachwort klärt Axel S. Meyer Fiktion und Wahrheit und eine Übersicht einiger Pflanzen und ihre Namenspatrone beendet das Buch.

Fazit:

„Der Mann, der die Welt ordnete“ ist ein historischer Roman über zwei Botaniker, die mir vorher nicht geläufig waren. Ich habe ein wenig über die Flora und Fauna gelernt und wurde gleichzeitig gut unterhalten. Der Erzählstil mit seinem feinen Humor hat mir gut gefallen und die erzählte Geschichte war zudem interessant. Ob die Kontrahenten so oder so ähnlich agiert haben, sei mal dahingestellt, aber als Roman funktioniert es wunderbar.«
  17      0        – geschrieben von nirak
 
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