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Nummer Neunzehn
Verfasser: Dennis Schulz (3)
Verlag: Neopubli (252)
VÖ: 2. Dezember 2021
Genre: Thriller (7730)
Seiten: 333 (Taschenbuch-Version), 287 (Kindle-Version)
Themen: Frauenhaus (8), Gefahr (1819), Geheimnisse (5286), Hamburg (787), Häusliche Gewalt / Gewalt in der Ehe (53), Mörder (736), Opfer (233), Serienmörder (1138)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Ein Mörder. Ein Opfer. Ein Geheimnis, das beide für immer verbindet.
Der neue Thriller von Dennis Schulz, der den Leser in die wahnsinnige Welt eines Hamburger Serienkillers entführt.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Dennis Schulz für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Dennis Schulz gibt es auf seiner Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Prolog


Träge schaukelte eine Deckenlampe im Luftzug des Westwindes, der sich durch ein Fenster mit angelaufenen Scheiben in den Waschraum zwängte. Der Schein der Lampe ließ den komplett mit weißen Kacheln gefliesten Raum strahlen. Es war ein kaltes Licht, das sich mit der kühlen Raumtemperatur arrangierte und dem Zimmer einen ungemütlichen Charakter verlieh. Ein altes Radio, abgenutzt und mit ausgeschlagenen Ecken, plärrte eine blecherne Melodie.
     »Ich kann diesen spanischen Mist nicht mehr hören«, murmelte der Fleischer mit tiefer, beinahe rauchiger Stimme. Er saß, gehüllt in einen weißen Kittel, an einem Arbeitstisch aus Edelstahl, griff nach dem Apparat zu seiner Rechten und wechselte den Sender. »Nicht wahr, meine Liebe?«
     Ohne eine Antwort abzuwarten, zog er eine Schublade auf und holte zwei blaue Gummihandschuhe hervor. Genüsslich sog er den Geruch des frischen Latex ein, der ihn von dem säuerlichen Gestank im Raum ablenkte.
     »Schon besser«, flötete er, als ein fetziger Song im Radio erklang. Summend zog er sich die Handschuhe über, nahm einen kräftigen Schluck aus einer ausgebleichten Kaffeetasse und griff in eine Blechkiste, die vor ihm auf dem Tisch stand. Vorsichtig, als würde er ein rohes Ei in Händen halten, zog er einen blutbehafteten, mit Fleisch und Knorpelresten versehenen Rippenknochen hervor. Fasziniert betrachtete er das Gebilde, hielt es sich direkt vor die Augen und prüfte es im Stile eines Kunsthändlers, bevor er zufrieden nickte. Dann nahm er ein Stück Stahlwolle und schrubbte mit geübten Bewegungen die Gewebereste herunter, stets darauf bedacht, die Struktur darunter nicht zu beschädigen.
     Fröhlich summend genoss er jede Sekunde seiner Arbeit, freute sich innerlich wie ein kleines Kind, das auf einem Trampolin tobte. »Wunderschön, die Rippe. Eine gute Wahl«, lobte er mit einem Blick über die Schulter und lächelte feierlich. Niemand antwortete. Mit einer spitz zulaufenden Chirurgenzange entfernte er ein paar besonders hartnäckige Gewebeteile, begutachtete erneut sein Werk und legte den Knochen behutsam in die Kiste zurück. Die Stahlwolle ließ er in den Mülleimer zu seinen Füßen fallen.
     Schwungvoll rollte er auf seinem Stuhl ein Stück zur Seite, griff nach einem weißen Kanister und kehrte zum Tisch zurück. Der beißende Geruch, der dem Plastikgefäß entwich, erinnerte ihn daran, seine Atemmaske und eine Schutzbrille anzulegen.
     »Ich sehe aus wie ein Taucher, ja?«, gluckste er mit einem neuerlichen Schulterblick und lächelte, was unter der Maske niemand sehen konnte. Ein Kratzen auf Holz zu seiner Rechten ließ ihn innehalten. »Sei still!«, brüllte er in Richtung der verschlossenen Tür.
     Das Kratzen dahinter verstummte augenblicklich.
     Der Fleischer lachte schallend auf. »Er ist immer nervös, wenn es um Knochen geht, findest du nicht?«
     Nachdem er den Sitz seiner Brille ein letztes Mal kontrolliert und für gut befunden hatte, öffnete er den Kanister und goss einen großzügigen Schwall einer klaren Flüssigkeit in die Kiste, bis die Rippe vollständig bedeckt war. Dann stellte er sich eine Stoppuhr. Gut gelaunt wandte er sich dem Kreuzworträtsel einer Tageszeitung zu, bis das Piepsen der Uhr seine Pause nach einer knappen halben Stunde beendete.
     Mit einer Grillzange fischte er den Knochen aus der Kiste, rollte auf seinem Stuhl zum Waschbecken und spülte ihn dort gründlich ab, bevor er den Rippenbogen mit einem frischen Handtuch sorgsam abtupfte. Anschließend erstellte er mithilfe eines Bohrwerkzeugs feine Löcher an den jeweiligen Enden des Knochens, durch die er dünne Drähte führte und grob verschnürte.
     »Schon fertig«, verkündete er dumpf unter der Maske, drehte sich um und präsentierte seine Arbeit der Frau, die nackt auf einem Operationstisch inmitten des Raumes lag. Ihr Gesicht war ihm zugewandt, doch glitt ihr Blick seelenlos ins Leere. Ihre Haut war aschgrau, von dunklen Flecken und blutigen Schnitten übersät. Bisswunden, Quetschungen und schorfige Kratzer überzogen sie von Kopf bis Fuß. Geronnenes Blut, kaum älter als zwei Stunden, umrandete das große Loch, das in ihrem Brustkorb klaffte. Auf dem blanken Metall des Tisches hatten sich dickflüssige Lachen gebildet.
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