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Frida Kling 2 - Stiche
Verfasser: Andrea Herz (2) und Wilfried Herz (2)
Verlag: Eigenverlag (23292)
VÖ: 3. Dezember 2021
Genre: Kriminalroman (9808)
Seiten: 221 (Broschierte Version), 159 (Kindle-Version)
Themen: Anwälte (894), Baden-Württemberg (105), Fahrerflucht (21), Gericht (54), Lügen (1346), Prozess (143)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Reihe: Frida Kling (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Andrea und Wilfried Herz für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Also überquerte sie schnell diagonal die Kreuzung und stieg kräftig in die Pedale. Sie fuhr nicht auf dem Radweg, sondern blieb auf der Straße, die durch ein großes Feld führte, in dessen regelmäßigen Furchen Reihen kleiner Pflänzchen sprossen.
     Der flüchtende Wagen hatte bereits einen großen Vorsprung, während er, mittlerweile wieder von Gebäuden gesäumt, auf das Flüsschen Murg und die Brücke zur Stadtmitte zuraste. Frida musste sich eingestehen, dass ihr Vorhaben spätestens dann zum Scheitern verurteilt sein würde, wenn die Limousine direkt vor der Brücke nach rechts oder links abbog, wo er entlang des Flusses bis zu den nächsten, weit entfernten Am-pelkreuzungen seine Geschwindigkeit noch steigern konnte.
     Aber überraschender Weise kurvte das Fahrzeug schon vorher nach rechts in die schmale Schillerstraße hinein und entzog sich so den Blicken Fridas, die nun auf Höhe der modernistischen Petruskirche ihr Tempo noch einmal forcierte, keuchend den verwinkelten Komplex der Anne-Frank-Schule passierte und hoffte, dass ihre Erfolgsaussichten in den Anliegerstraßen des Wohnviertels, in dem das grüne Auto verschwunden war, steigen würden.
     Umso erstaunter stellte sie bei der Einmündung zur Schillerstraße fest, dass der dunkelgrüne Wagen nur wenige Meter entfernt hinter der Abzweigung einer Gasse am rechten Straßenrand stand.
     Mit pochendem Puls näherte sich Frida dem Auto, in dem offenbar niemand mehr saß. Sie ließ ihren Blick über die Umgebung schweifen, aber außer einer gerade aus einer entfernten Hofeinfahrt tretenden Frau, die einen Kinderwagen schob, war kein Mensch zu entdecken.
     Bei dem Wagen handelte es sich um einen Audi S5 Coupé TDI, dessen Kennzeichen sich Frida einprägte, während sie ihr Rad an einen Zaun lehnte.
     Sie nahm das kleine Handtuch, welches sie – um bei Hitze die Stirn und bei Regen den Sattel zu trocknen – immer im Rucksack dabei hatte, umhüllte damit ihre Finger, begab sich zur Fahrertür, öffnete sie und blick-te ins elegante, schwarz ausgestattete Innere des Au-tos, wobei sie überrascht bemerkte, dass der Zünd-schlüssel noch im Schloss steckte.
     Sie zog ihn vorsichtig mit dem Handtuch ab, schloss die Fahrertür, blickte sich noch einmal um und machte sich auf den Rückweg.

Während der Fahrt zum Unfallort radelte Frida auf den letzten Widerschein des Tageslichts zu, wobei sie zuerst von einem Notarztwagen und dann von einer Ambulanz überholt wurde, die beide mit Sirene und Blaulicht an ihr vorbei auf den kleinen Stau zurasten, der sich vor der Kreuzung gebildet hatte, während der Verkehr in Richtung Stadtmitte fast völlig zum Erliegen gekommen war. Unter den Fußgängern, die sich zum Unfallort bewegten, fiel Frida eine in gewagten Farben gekleidete Frau mit silbernem Haar auf, die im Laufschritt telefonierte und bei näherem Hinsehen höchstens Mitte Dreißig war.
     Als Frida die Kreuzung erreichte, begannen die Beamten eines Streifenwagens gerade damit, den angestauten Verkehr an der Unfallstelle vorbeizuleiten. Ein Notarzt und seine Assistentin kümmerten sich um das Mädchen, dessen Körper mit einer Rettungsfolie bedeckt war. Ein Sanitäter nahm ein gelbes Bord aus einem seitlichen Stau-Fach des Krankenwagens und trug es neben das Mädchen, dem gerade eine Halskrause angelegt wurde. Man hievte die Verletzte vorsichtig auf das gelbe Bord und fixierte es.
     Der Vater der Verletzten stand daneben und beobachtete verstört, wie eine Fahrtrage herangeschoben und deren Liegefläche auf Straßenniveau abgesenkt wurde, damit seine Tochter mitsamt dem gelben Bord auf die Bahre gehoben werden konnte.
     Während diese wieder hochfuhr, näherte sich Frida langsam dem Vater, der neben seiner Tochter herging, die der Sanitäter zum Heck des Krankenwagens und ins Innere schob.
     Frida sagte zuerst leise »Hallo«, und als der Mann sich ihr zuwandte und sie erkannte: »Der Unfallwagen steht in der Schillerstraße. Ich habe das Kennzeichen und den Zündschlüssel.«
     Der Mann war perplex. »Das ... ist ja ... unglaublich ...! Vielen Dank! Würden Sie den Schlüssel bitte einem meiner Kollegen geben?«
     Kollegen?
     Einem Uniformierten, der inzwischen damit zugange war, die Schaulustigen zurückzuhalten, sagte die Frau mit den silbernen Haaren: »Ich gehöre zu Polizeiobermeister Weber, lassen Sie mich bitte durch!«
     Auf den fragenden Blick des Beamten hin, nickte Weber: »Geht klar, Kurt.«
     Die Frau eilte zu Weber hin und fragte aufgeregt: »Wie geht es ihr?«
     »Sie ist bei Bewusstsein. Ich werde mit ihr ins Krankenhaus fahren, komm’ du mit dem Wagen nach. Er steht dort drüben.« Weber zeigte auf den Seat, reichte der Frau einen Schlüsselbund und stieg in den Transporter.
     Frida blieb noch eine ganze Weile am Unfallort, um eine Zeugenaussage zu machen und dem Beamten den Zündschlüssel des Audi auszuhändigen.
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