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Wo Schnee nach Liebe riecht
Verfasser: Lisa Torberg (30)
Verlag: Eigenverlag (21496)
VÖ: 19. November 2021
Genre: Romantische Literatur (25586)
Seiten: 304 (Taschenbuch-Version), 306 (Kindle-Version)
Themen: Ärzte (1045), Mädchen (3101), Neufundland (7), Nichte (28), Onkel (112)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats November 2021 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
Die kleine Maisie muss endlich eine Frau für ihren Onkel finden – und eine Mummy für ihre Cousine July. Eine, die mindestens halb so toll ist wie Scarlett, die sie gemeinsam mit Liam adoptiert hat. Dass Onkel Stephen meint, dass er keine Frau braucht, ist eine unwichtige Nebensache …

Stephen Winter muss dringend etwas gegen die aberwitzigen Versuche seiner achtjährigen Nichte Maisie unternehmen, ihn zu verheiraten. Sein Leben ist gut, so wie es ist. Er ist Arzt aus Leidenschaft, lebt für seine Patienten und seine Tochter July. Seine todgeweihte Frau hat er damals geheiratet, weil er sie liebte. Eine andere braucht er nicht.
Delaney Beaumont liebt ihre Heimatstadt Montreal und alles, was glitzert und funkelt. Als nach dem Tod eines Eigenbrötlers in einem Banksafe in Mount Pearl jahrhundertealter Schmuck gefunden wird, überwindet sie dafür sogar ihre Flugangst.
Aber warum hat ihr niemand gesagt, dass Neufundland so rückständig ist? Auf einer vereisten Straße ausgerechnet vor diesem Arzt zu stürzen, dessen Nähe trotz der Eiseskälte Hitzeschauer durch ihren Körper jagt, war nicht ihr Plan.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Lisa Torberg für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Lisa Torberg gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Seumas MacKay.«


KAPITEL 4


Delaney gibt den Sicherheitscode ein und öffnet die Tür zu Charles’ Heiligtum.
     »Warum hast du es mir nicht gesagt?«
     Ihr Ziehvater hebt den über seinen Arbeitstisch gebeugten Kopf und greift nach dem in seiner Augenhöhle eingeklemmten Okular. Mit bedachten Bewegungen legt er die Uhrmacherlupe neben das Werkstück und wendet ihr sein Gesicht zu.
     »Ich freu mich auch, dich zu sehen, Delaney.« Ein Schmunzeln umspielt seinen Mund.
     Schuldbewusst zieht sie die Unterlippe zwischen ihre Zähne und sieht zu Boden. Sie hört, wie er den Stuhl zurückrollt, aufsteht und auf sie zukommt. Dann spürt sie seine Hände an ihren Wangen und gibt dem leisen Druck nach, bis sich ihre Blicke finden.
     Das Gefühl, geliebt zu werden, erfasst ihren ganzen Körper. »Es tut mir leid.«
     Charles schüttelt den Kopf. »Wofür denn? Ich weiß doch, dass du genauso aufgeregt bist, wie ich es gestern nach Maximes Anruf war.«
     »Du hättest es mir sofort sagen können.«
     »Hätte ich, aber Maxime hat mich erst kurz vor elf angerufen. Danach habe ich eine Stunde gebraucht, bis ich mich beruhigt hatte.« Seine blassblauen Augen, die von einem Netz von unzähligen kleinen Falten umgeben sind, wirken müde.
     »Hast du überhaupt geschlafen?«
     »Wenig, aber du weißt ja, in meinem Alter brauche ich nicht viel Schlaf.«
     Delaney fühlt sich einen Moment lang schuldig, dass sie nicht wieder in sein Haus zurückgekehrt ist, nachdem es keinen Grund mehr gab, anderswo zu wohnen.
     Als sie mit fünfzehn zu ihm zog, hat sich zwischen ihnen innerhalb kürzester Zeit eine Verbindung aufgebaut, die um ein Vielfaches stärker war als die, die sie je mit ihren Eltern gehabt hatte. Bis dahin war Charles Steiner für sie der Arbeitgeber ihres Vaters gewesen. Natürlich kannte sie ihn, allerdings nicht besonders gut, obwohl die beiden Männer ungefähr gleich alt und seit ihrer Jugend miteinander befreundet waren. Ihre Mutter hatte ihr erzählt, dass sie früher, als Charles’ Frau noch lebte, an den Wochenenden oft etwas zu viert unternommen hatten, aber die war schon Jahre, bevor Delaney von den Beaumonts mit acht adoptiert wurde, verstorben. »Seither lebt er nur noch für seine Arbeit«, hat ihr Vater oft gesagt. Doch niemand wusste besser als sie, dass sich das an dem Tag änderte, an dem ihre Adoptiveltern verunglückten und sie wieder ganz allein war. Charles hat sie bei sich aufgenommen und mithilfe eines Anwalts dafür gekämpft, dass sie nicht vom Sozialsystem verschluckt wurde und die Zeit bis zu ihrer Volljährigkeit in irgendeinem Heim verbringen musste, wie schon die ersten Jahre ihres Lebens.
     »Jeder Mensch muss schlafen, Charles.«
     »Eben.« Lächelnd zieht er ihr Gesicht näher, das er immer noch zwischen seinen Händen hält, und beugt es, sodass er sie auf die Stirn küssen kann. »Vor allem du, weil du tagsüber viel mehr Energie benötigst als ich alter Mann.«
     »Du bist nicht alt.«
     »Nicht?« Er lacht auf und senkt dabei seine Arme. »Das hast du schon gesagt, als ich sechzig wurde, erinnerst du dich?«
     Delaney nickt.
     »Das war vor vierzehn Jahren, mein Kind. Ist dir das eigentlich klar?«
     Sie beißt sich auf die Zunge. Normalerweise gelingt es ihr, den Gedanken an sein Alter zu übergehen, aber wenn jemand sie direkt damit konfrontiert, sticht es immer in ihrer Brust.
     »Ich kenne niemanden, der mit über siebzig so energiegeladen und jugendlich ist wie du.«
     Charles hebt mahnend seinen Zeigefinger an. »Schwindlerin. Unter unseren Stammkunden gibt es einige. Denk doch nur an Mister ...«
     »Sag seinen Namen nicht«, unterbricht ihn Delaney schmunzelnd. Der Kunde, den er meint, ist eine Art kanadischer Hugh Hefner. Die letzte Frau, der er ein Steiner-Collier gekauft hat, ist gute vier Jahrzehnte jünger als er, und natürlich hat auch sie während der knapp zwei Stunden, die Delaney mit dem ungleichen Paar im Showroom verbracht hat, ständig beteuert, wie sehr sie ihn liebt. Darin unterschied sich die Mittzwanzigerin nicht im Geringsten von ihren Vorgängerinnen.
     Charles geht zu seinem Arbeitstisch und deutet auf das Armband, an dem er arbeitet. »Ich glaube, ich muss diesen Smaragd austauschen. Der ist eine Spur zu groß, was meinst du?«
     »Dass du mir ausweichst.«
     »Aber nein, wie kommst du denn darauf?«
     »Seumas MacKay, Charles. Hat dir Maxime seinen Vornamen buchstabiert, als er dich gestern angerufen hat? Elodie hat das nämlich vorhin getan.«
     »Hat er. Aber es war im Grunde genommen nicht notwendig. Ich habe seinen Namen nie vergessen.«
     »Weißt du, was ich nicht verstehe?«
     Charles lässt sich auf seinen Drehstuhl sinken und schüttelt den Kopf. Delaney zieht den zweiten Stuhl näher und setzt sich ebenfalls. »Wieso hat dieser Anwalt Maxime Gagnon angerufen und nicht dich? Du hattest doch damals Kontakt mit Mister MacKay.«
     »Das kann ich ihn wohl nicht mehr fragen.« Charles zuckt mit den Achseln. »Andererseits sind gut dreißig Jahre vergangen, seitdem ich zuletzt mit ihm gesprochen habe.«
     »Weil er dich nie wieder angerufen hat.« Delaney schüttelt den Kopf. »Also ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich davon halten soll.«
     »Wovon?«
     »Von diesen Legenden einerseits und den eigenartigen anonymisierten Anrufen andererseits.«
     »Ach Delaney. In den Achtzigerjahren gab es noch zuhauf ganz normale Telefone und Rufnummernkennung war großteils unbekannt. Ich wusste ja nicht einmal, von wo Seumas MacKay damals anrief, und als ich ihn danach fragte, meinte er nur mit seinem markanten schottischen Akzent, dass er auf demselben Kontinent sei wie ich auch. Da war ich mir jedoch absolut nicht sicher, ob er die Wahrheit sagte.«
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