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Wo Schnee nach Liebe riecht
Verfasser: Lisa Torberg (29)
Verlag: Eigenverlag (21976)
VÖ: 19. November 2021
Genre: Romantische Literatur (26060)
Seiten: 304 (Taschenbuch-Version), 306 (Kindle-Version)
Themen: Ärzte (1061), Mädchen (3122), Neufundland (8), Nichte (28), Onkel (114)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Die kleine Maisie muss endlich eine Frau für ihren Onkel finden – und eine Mummy für ihre Cousine July. Eine, die mindestens halb so toll ist wie Scarlett, die sie gemeinsam mit Liam adoptiert hat. Dass Onkel Stephen meint, dass er keine Frau braucht, ist eine unwichtige Nebensache …

Stephen Winter muss dringend etwas gegen die aberwitzigen Versuche seiner achtjährigen Nichte Maisie unternehmen, ihn zu verheiraten. Sein Leben ist gut, so wie es ist. Er ist Arzt aus Leidenschaft, lebt für seine Patienten und seine Tochter July. Seine todgeweihte Frau hat er damals geheiratet, weil er sie liebte. Eine andere braucht er nicht.
Delaney Beaumont liebt ihre Heimatstadt Montreal und alles, was glitzert und funkelt. Als nach dem Tod eines Eigenbrötlers in einem Banksafe in Mount Pearl jahrhundertealter Schmuck gefunden wird, überwindet sie dafür sogar ihre Flugangst.
Aber warum hat ihr niemand gesagt, dass Neufundland so rückständig ist? Auf einer vereisten Straße ausgerechnet vor diesem Arzt zu stürzen, dessen Nähe trotz der Eiseskälte Hitzeschauer durch ihren Körper jagt, war nicht ihr Plan.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Blogger (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Lisa Torberg für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Lisa Torberg gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Delaney blinzelt mit den Augenlidern, bevor sie die Wimperntusche in das Schminktäschchen zurücklegt und sich Elodie zuwendet. »Du hast mit Charles gesprochen? Der ist doch in seiner Werkstatt und abgeschottet wie immer!«
     »Was aber nicht bedeutet, dass er keine Anrufe von Gagnon Diamantaires entgegennimmt.«
     Delaney schiebt sich eine Haarsträhne hinters Ohr und runzelt nachdenklich die Stirn. Elodie ist seit ihrer gemeinsamen Schulzeit ihre beste Freundin, aber auch die Tochter von Maxime Gagnon, dem Diamantenhändler, der das älteste Auktionshaus Montreals besitzt. Das hat bereits sein Großvater gegründet. Damals wurde alles angekauft und versteigert, was Wert hatte. Heute hingegen nahezu ausschließlich antike Kostbarkeiten – beginnend bei Tafelsilber, manchmal sogar vergoldete Wasserhähne, uralte blinde Spiegel mit edelsteinbesetzten Rahmen, in erster Linie jedoch Schmuck. Je älter, umso besser.
     »Dein Vater hat etwas gefunden, was Charles interessieren könnte?«
     »Das letzte Wort kannst du weglassen, Delaney. Das, worum es geht, ist so einzigartig, dass kein Zweifel daran besteht, dass es Charles nicht nur interessiert, sondern er es unbedingt haben wird wollen, hat Papa gemeint. Aber dein Ziehvater will, dass ich mit dir darüber rede. Er hat irgendwas von einem Auftrag gesagt, der unaufschiebbar bis Ende der Woche fertig sein muss, bevor die Kunden abreisen.«
     Sie seufzt auf. Charles hat sich von einem Schweizer Ehepaar überzeugen lassen, einen Ring und ein Armband zu dem Collier zu kreieren, das sie vor drei Jahren bei ihrem letzten Besuch in Montreal gekauft haben. Das war vor dem Ausbruch der weltweiten Pandemie, die so viel verändert hat – nicht zuletzt die Reisemöglichkeiten. Aber jetzt ist alles wieder relativ normal, und die Kunden, die Charles’ Goldschmiedekünste lieben, sind eigens aus der Schweiz angereist, um bei Steiner de Suisse »ein wenig Schmuck zu kaufen«. Als ob es in dem Land, aus dem Charles Steiners Großvater vor mehr als hundert Jahren nach Kanada gekommen ist, keine Juweliere und Goldschmiede gäbe. Dass sie hingegen unheimlich stolz auf ihren Ziehvater ist, dessen Ruf wahrlich nicht nur auf die Provinz Quebec, ihr Heimatland oder Nordamerika beschränkt ist, spricht sie nie aus. So wie sie über Gefühle generell nicht redet. Wenn man etwas nicht ausspricht, kann es keine Konsequenzen geben, ist ihre felsenfeste Überzeugung. Doch auch das sagt sie niemandem. Es ist ohnehin schon schwierig genug, hin und wieder Charles oder Elodie mit lockeren Worten zu beschwichtigen, dass es ihr rundum gut geht und sie sich keine Sorgen machen sollen.
     »Madame Beaumont?« Zoe drückt die Tür zum Waschraum auf und steckt ihren Kopf herein. »Es tut mir leid, Sie hier zu stören, Madame, aber Ihr Termin ist da.«
     Delaney unterdrückt das Lachen, das aus ihrer Kehle nach oben drängt. Sie hat Zoe zum Beginn des Sommers persönlich eingestellt, weil das junge Mädchen mit dem melancholischen Blick sie an sich im selben Alter erinnert hat. Und sie hat recht behalten. Die Neunzehnjährige saugt alle Informationen über Schmuck und Uhren wie ein Staubsauger auf und kannte sogar schon die technischen Details der neuen Kollektion von Patek Philippe, dem Genfer Uhrmacher, den Steiner de Suisse in Quebec repräsentierte. Allerdings musste Zoe noch viel lernen. So auch, dass nicht die Termine zu einem festgelegten Zeitpunkt eintreffen, sondern die Kunden, die diese vereinbaren. Nur ist jetzt nicht der richtige Moment für eine Erklärung.
     »Ich bin in ein paar Minuten unten, Zoe. Biete ihnen in der Zwischenzeit ein Getränk an.«
     Die Tür zum Waschraum fällt zu und Elodie lacht leise auf. »Sie ist wirklich bezaubernd. Denkst du, dass ...«
     »Nicht jetzt«, unterbricht Delaney ihre Freundin. »Ich brauche mit den Kunden etwa eine Stunde, vielleicht auch ein wenig mehr. Der Mann hat bei der telefonischen Terminvereinbarung von einem Collier gesprochen. Du wirst sicher nicht so lange warten wollen, bis ich den Verkauf abgeschlossen habe, oder irre ich mich?« Sie beendet den Satz mit einer vagen Geste.
     Elodie kontrolliert die Uhrzeit auf ihrer Armbanduhr, die nicht minder wertvoll ist als ihre eigene, bevor sie aufsieht. »Um eins im Académie?«
     »Du meinst das Restaurant ein Stück die Straße runter?«
     Elodie nickt.
     »Besser um Viertel nach. Aber ich lass dich jetzt nicht gehen, wenn du mir nicht verrätst, was dein Vater gefunden hat!« Sie will eine Hand auf Elodies Schulter legen, doch ihre Freundin entwischt ihr und verlässt den Waschraum mit einem Augenzwinkern. »Später, Cherie!«
     Delaney schnappt sich eilig ihr Schminktäschchen und tritt auf den Flur, aber Elodie ist bereits verschwunden.

Normalerweise liebt Delaney es, neuen Kunden die Geschichte von Steiner de Suisse zu erzählen, während diese von einer Vitrine des Showrooms zur nächsten gehen. Es gefällt ihr, die Reaktionen der Menschen auf die ausgestellten Schmuckstücke zu deuten. Sie verkaufen keine Massenware, sondern in mühevoller Handarbeit von einem der weltweit besten Goldschmiede gefertigte Einzelstücke aus den edelsten Metallen und perfekt geschliffenen Edelsteinen. Wer die Schwelle eines der ältesten und berühmtesten Juweliergeschäfte von Montreal übertritt, sucht weder einen hübschen erschwinglichen Verlobungsring noch eine nette vergoldete Brosche für seine Großmutter. Wer sich an Charles Steiners Mitarbeiter wendet, tut dies mit dem Wissen, dem Laden zumindest einige tausend Dollar zurückzulassen und im Gegenzug jemandem mit einem außerordentlichen Geschenk ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
     Delaney kann nicht sagen, ob es an diesem Ehepaar mittleren Alters oder doch an ihrem Gemütszustand liegt, der sie wie immer beim ersten Schneefall des Jahres in die Melancholie abgleiten lässt, aber heute macht ihr das Beratungsgespräch keinen Spaß.
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