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Das Marzipan-Schlösschen
Verfasser: Romy Herold [Eva-Maria Bast] (1) und Romy Herold [Jørn Precht] (1)
Verlag: blanvalet (1743)
VÖ: 20. September 2021
Genre: Familienepos (586) und Historischer Roman (5355)
Seiten: 512 (Taschenbuch-Version), 513 (Kindle-Version)
Themen: Frauen (974), Geheimnisse (5007), Lübeck (54), Marzipan (1), Norddeutschland (72), Schulden (162), Selbstbestimmung (55), Unternehmen (120), Zwanziger Jahre (340)
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MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 15. November 2021 um 9:07 Uhr (Schulnote 1):
» Handlung
Seitdem Dora als Kind erstmals Marzipan gekostet hat, ist sie von der Leckerei verzaubert. Als sich schließlich die Möglichkeit bietet, nach Lübeck zu ziehen und in dem Süßwarenladen der Tante mitzuarbeiten, kann die junge Frau ihr Glück nicht fassen. Vor allem, nachdem es Dora und ihre Mutter schwer getroffen hat, dass der Vater die Familie mit einigen Schulden verlassen hat. Neue, aufregende Zeiten stehen ihr bevor, zumal sie viel Geschick im Umgang mit Marzipan zeigt. Mit ihren Händen schafft sie kunstvolle und zauberhafte Kreationen, die schon bald in der ganzen Stadt beliebt sind. Auf diese Weise erregt sie auch die Aufmerksamkeit von Johann Herden, dem Erben einer bekannten Marzipan-Dynastie. Schnell scheint sich eine Beziehung zwischen den jungen Leuten anzubahnen, allerdings ist ihr das Anwesen der Familie Herden etwas suspekt. So schön das Schlösschen auch ausschaut, beherbergt es dunkle Geheimnisse...

Meinung
Ich mag das Cover sehr! Es ist stimmungsvoll und äußerst ansprechend gestaltet, die Farben harmonieren perfekt miteinander und insgesamt entsteht ein rundum stimmiges und sehr hübsches Gesamtbild! Im Hintergrund ist leicht verblasst ein würdevolles Anwesen zu sehen, ich denke mal, hier wird auf das titelgebende Marzipanschlösschen hingewiesen. Davor sieht man eine Dame in einem auffallend roten Mantel, die mit einem Koffer in der Hand auf das Gebäude zuläuft. Abgerundet wird die Szene durch Laternen an der rechten Bildseite, sowie durch Glitzer an ausgewählten Stellen, der ein schönes Detail bildet.
Die obere Hälfte des Buches wird von dem Titel, sowie dem Namen der Autorin dominiert. Im Hintergrund dessen gibt es eine spannende Vermischung verschiedener Farben, die den Titel noch stärker hervorstechen lässt. Dieser glänzt je nach Lichteinfall wunderschön und er gibt dem Cover irgendwie Tiefe und gleichzeitig auch Stärke. Insgesamt bin ich von dem Titelbild sehr angetan, ich finde es perfekt und sehr ansprechend!

Wie es bei mir so häufig der Fall ist, ist mir auch dieser Roman in der Verlagsvorschau aufgefallen. Auf den ersten Blick haben mich sowohl das Cover, als auch der Titel angesprochen und daher musste ich mir einfach die Inhaltsangabe durchlesen. Auch diese hat sofort meinen Geschmack getroffen und das Buch wanderte schnurstracks auf meine Wunschliste. Als ich mir ungefähr anderthalb Monate vor dem Erscheinungstermin wiederholt die Inhaltsangabe durchgelesen hatte, war mein Interesse an der Geschichte immer noch so groß, dass ich das Buch schließlich im Bloggerportal von Penguin Random House angefragt habe und mich über ein Rezensionsexemplar des Romans freuen durfte. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön dafür!

Vorab gibt es ein ausführliches Personenverzeichnis, wo jede Figur, die irgendwann in der Geschichte auftaucht, vermerkt ist. Ich muss ehrlich sagen, dass mich die Fülle dessen anfangs ein wenig sprachlos gemacht hat, ich hatte wahrlich nicht erwartet, dass im Verlauf der Handlung so viele Personen auftreten werden. Ich hatte sogar ein wenig Zweifel, ob es nicht zu viele Protagonisten sein könnten und man sich nicht alle merken kann...
Doch schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass meine Zweifel komplett unbegründet waren. An keiner Stelle des Buches musste ich rätseln, wer wer ist und in welchem Zusammenhang die Figuren zueinander stehen. Eine jede Person ist mir auf Anhieb im Gedächtnis geblieben und ich denke, dass es hilfreich ist, das Personenverzeichnis vor dem Lesen einmal genau zu studieren. Den genau das habe ich gemacht und mir ist es im Folgenden leicht gefallen, die korrekten Zusammenhänge zwischen den Protagonisten herzustellen und sie einzuschätzen.
Auf jeden Fall finde ich es sehr hilfreich, dass bei der Auflistung der Figuren auch die Geburtsdaten eingefügt wurden. So kann man auf einen Blick erkennen, wie alt diese sind und an welchem Punkt ihres Leben sie stehen. Ich mochte diese vielen Details sehr gern, es machte die Personen auf Anhieb lebendiger und es wurde schon hier deutlich, wie viele Gedanken sich das Autorenduo über die Geschichte und ihre Figuren gemacht hat.

Ich hatte gesamt betrachtet einen angenehmen Start in die Geschichte. Es gibt einen Prolog, bei dem man erkennt, wie die Handlung sich entwickeln könnte und schließlich folgt ein direkter Start in die Hauptereignisse. Auf den ersten Seiten wird geschickt das Kennenlernen der Figuren mit der Ausgangssituation verwoben und als Leser hat man dadurch einen lockeren Beginn und man kann sich gut auf die Ausgangssituation einlassen kann. Ich habe mit viel Interesse das Lesen begonnen und schon nach kurzer Zeit hatte ich das Gefühl, dass ich das Buch innerhalb kurzer Zeit auslesen werde. Und genau dieser Fall ist letztendlich auch eingetreten, ein bisschen mehr als drei Tage habe ich für die Lektüre benötigt, dann war das Lesevergnügen leider schon vorbei. Und seitdem habe ich insgeheim die Hoffnung, dass es noch eine Fortsetzung geben könnte. Den tatsächlich finde ich, dass sich bei dem Roman eine Fortsetzung anbieten würde. Es sind zwar alle offenen Fragen geklärt und es liegt ein rundes und stimmiges Werk vor. Allerdings finde ich, dass ein Wiedersehen mit den Figuren spannend wäre und noch viel Potenzial vorhanden ist, um die Geschichte weiterzuspinnen:)

Die Sprache ist locker gehalten, leicht lesbar und gibt hervorragende Blicke auf jede einzelne Situation. Ich war von der ersten Seite an davon begeistert und das hat sich schließlich auch bis zum Ende des Buches genauso durchgesetzt. Es war angenehm, sich auf die Geschichte einzulassen und dabei alles andere vergessen zu können. Im Grunde liegt eine ziemlich einfache Sprache vor, die allerdings durch einige Details aufgewertet wird. Solche Details können zum Beispiel historischen Ursprungs sein oder mit der Marzipanherstellung zu tun haben und sie machen die Sprache rund.
Besonders gefallen haben mir die lebhaften Umschreibungen jeglicher Settings. Ausnahmslos jeden Ort konnte ich mir richtig gut und farbenreich vorstellen und man konnte bei jedem einzelnen genau erkennen, weshalb sich die Figuren dort wohlfühlen und welche Aura die Örtlichkeit ausstrahlt. Zudem mag ich es, wie natürlich sich die Protagonisten teils in den Räumen aufhalten und wie man merkt, dass sie den Ort erst richtig zum Leben erwecken. Das ist wirklich ganz hervorragend gelungen und allein für die vielfältigen und detaillierten Beschreibungen der Settings lohnt sich der Roman!

Ein bisschen Spannung ist durchweg im Buch vorhanden. Diese hält sich auf einem geringeren Niveau, einige Situationen sind ziemlich vorhersehbar, allerdings gibt es auch einige Punkte, die mich stark überraschen konnten. Und von Beginn an gibt es wenige Aspekte, bei denen man sich fragt, wie diese wohl enden werden, was nicht nur den Lesedrang erhöht, um die Antwort zu erfahren, sondern was sich auch positiv auf die Spannung auswirkt. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mit der vorhandenen Spannung zufrieden bin, sie ist in einem guten und realistischen Maß vorhanden und sie trägt eindeutig dazu bei, dass ich immer weiterlesen wollte...

Im Personenverzeichnis sind drei Personen durch einen stärkeren Druck hervorgehoben. Und wie sich schließlich schnell herausgestellt hat, dienen diese drei Figuren als Erzählperspektiven. Aus ihrem Blickwinkel werden die einzelnen Kapitel beschrieben und man erhält dadurch sehr abwechslungsreiche Sichten auf die verschiedenen Figuren, vor allem aber auf die Situationen. Ich mag diese Vielfältigkeit gern, sie hat nicht nur zu dem Unterhaltungswert beigetragen, sondern hat der Geschichte auch einen kurzweiligeren Charakter gegeben. Längen kamen keine auf und es war interessant, viele Themen auf verschiedene Weisen dargestellt zu bekommen.

Vom Setting habe ich ja schon ein wenig geschwärmt. Und das ist ein Punkt, den ich nochmals stark hervorheben möchte. Ich bin damit unglaublich glücklich und es hat Spaß gemacht, mit den Protagonisten zusammen die einzelnen Orte zu erkunden und kennenzulernen. Es war interessant, diese aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erleben und zu erfahren, weshalb sich die Figuren dort gern aufhalten / diesen Ort meiden.
Neben dem Marzipanschlösschen, welches einfach nur traumhaft dargestellt wird, ist der kleine Süßwarenladen von Doras Tante mein liebster Handlungsort. Ich hatte oft das Gefühl, die dort herrschenden Stimmungen besonders stark wahrzunehmen und ich finde, dass diese Orte irgendwie sehr magisch und anziehend beschrieben wurden!

Auch mit den Protagonisten bin ich komplett glücklich. Ich mag die detaillierten und realistischen Beschreibungen ihrer Person und ihres Charakters, sie wurden lebendig und aussagekräftig gezeichnet und jede Figur ist einzigartig. Viele Handlungen und Aussagen sind nachvollziehbar, zudem mag ich es gern, wie die Protas ihr Handeln auch mal kritisch betrachten und daraus lernen. Das zeigt, dass im Verlauf der Geschichte eine Entwicklung zu sehen ist, die durchweg sehr glaubhaft ausfällt.

Fazit
Was für ein tolles Buch! Ich bin komplett glücklich damit, ich habe die Geschichte unheimlich gern gelesen und fand es schade, als das Lesevergnügen schließlich ein Ende hatte. Ich war noch nicht wirklich dazu bereit, die liebenswerten Figuren zu verlassen und mit der Handlung abzuschließen... Für mich ist jeder Aspekt des Buches rund und stimmig, ich finde, dass hier ein ganz besonderer Roman vorliegt, den ich euch unbedingt ans Herz legen möchte! Eine große Empfehlung meinerseits, die Geschichte solltet ihr euch nicht entgehen lassen!«
  22      0        – geschrieben von MarySophie
 
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