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No Love Song - An deiner Seite
Verfasser: Sina Müller (18)
Verlag: Eigenverlag (21614)
VÖ: 10. November 2021
Genre: Jugendliteratur (8068) und Romantische Literatur (25706)
Seiten: 265
Themen: Bands (398), Beziehungen (2290), Gitarre (26), Musiker (456), Parkour (6), Rockstar (376), Schwarzwald (78), Studenten (1229), Weihnachten (2186)
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Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats November 2021 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
Nik, Gitarrist der Band Amblish, will über die Weihnachtstage im Schwarzwald auszuspannen. Als er dort auf die weihnachtsbegeisterte Studentin Yara trifft werden seine Pläne gehörig durcheinanderwirbelt. Erleben die beiden ihr persönliches Weihnachtswunder?
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Sina Müller für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Sina Müller gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Rockstar-Romance trifft auf Weihnachtsmärchen


»Und? Was hast du heute gemacht?« Yara weist mir den Weg in die Altbauwohnung. An den hohen Wänden sind deckenhohe Regale, die mit hunderten von Büchern vollgeladen sind und deutlich machen, dass hier ein Büchernarr wohnt.
     »Musik.« Wer mich kennt, weiß, dass es nur zwei Dinge gibt, die ich liebe. Musik und Parkour. In Anbetracht meiner Zwangspause, was die Bewegung betrifft, blieb mir also nur, mich mit den Instrumenten zu beschäftigen, die im Bandhaus herumliegen.
     »Musik ... gehört? Gespielt? Komponiert? Produziert? Geschnitten?« Yara dreht sich zu mir um und grinst breit. »Sehr gesprächig scheinst du nicht zu sein.«
     Ich zucke mit den Schultern und lächle.
     »Mhm, eigentlich alles. Bei der Musik das eine von dem anderen zu trennen, fällt mir schwer. Und im Übrigen ist Musik auch kommunikativ.«
     Wir betreten eine riesige Küche, an deren Wänden eine unauffällige weiße Küchenzeile aufgebaut ist, die einen Siebzigerjahre-Charme versprüht. An den Wänden sind die Kacheln mit Retroblumen verschönert, die ihre besten Jahre lange hinter sich haben. Und doch verleihen sie der Küche etwas Gemütliches. Ich mag Räume nicht, die auf Hochglanz poliert sind und aus Möbelkatalogen stammen könnten. Auf den dunkelgrauen Arbeitsflächen stehen unzählige Lebensmittelpackungen. Mehl, Nüsse, Mandeln, Kakao. Ich kann auch eine Flasche Kirschwasser darunter ausmachen, auf der eine Frau in einer Schwarzwälder Tracht abgebildet ist. Ob mich Yara abfüllen möchte?
     »Da hast du recht. Wer schreibt bei euch die Songs?« Yara lehnt sich an die Arbeitsplatte und verschränkt die Arme vor der Brust. Ich weiß nicht so recht, wohin mit mir, und beschließe, mich auf einen der alten Holzstühle zu setzen.
     »Josh übernimmt die Hauptarbeit, aber richtig genial werden die Songs, wenn Tom daran mitarbeitet.«
     »Und du? Spielst lieber vom Blatt?«
     »Den Feinschliff verpassen wir den Songs schon alle zusammen. Da bringt sich jeder ein. Ich experimentiere lieber, was Josh des Öfteren zur Weißglut bringt, weil wir x verschiedene Live-Versionen haben.« Ich lache auf, denn auch bei unserem aktuellen Hit hatten wir so einige Diskussionen. Für mich muss es sich richtig anfühlen. Doch was richtig ist, das ändert sich halt ständig. Je nach Tagesform greife ich lieber zu diesem oder jenem Instrument. Musik ist zu vielfältig, um sie in feste Formen zu pressen. Sie lebt von Emotionen, von Spontaneität und Freiheit.
     »Ich hab mir euren Weihnachtssong angehört.«
     »Und?«
     »Er kommt nicht an Last Christmas ran, aber er hat Ohrwurmpotenzial.« Mit einem kleinen Hops sitzt Yara auf der Arbeitsplatte. Ihre Füße, die in bunten Wollsocken stecken, baumeln über den alten Fliesen. So wie sie dasitzt, wirkt sie unfassbar jung und doch absolut sexy, weil sie sich offensichtlich nichts aus Konventionen macht.
     »Oh, komm schon. Last Christmas ?«, stöhne ich theatralisch und fahre mir mit der Hand durch meine klammen Haare. Die hohe Luftfeuchtigkeit lässt meine Locken wirr von meinem Kopf abstehen. »Niemand mag Last Christmas! «
     Yara greift sich an die Brust und legt den Kopf schief.
     »Nenn mich Niemand ! Ich liebe diesen Song.« Sie seufzt tief und schaut übertrieben verträumt, was mir ein kurzes Lächeln abringt.
     Ich stehe auf und mache Anstalten, nach draußen zu stürmen, aber Yara hält mich am Ärmel fest und schaut mich entsetzt an.
     »Stopp, wo willst du denn hin?« Ihr Lachen ist wirklich unwiderstehlich und sie lässt sich von meinem gespielten Entrüsten nicht einschüchtern. Ich mag das.
     »Ich kann unmöglich in einem Raum mit einer Person sein, die ernsthaft auf Last Christmas steht«, scherze ich und zwinkere ihr zu, um dem Spruch die Schärfe zu nehmen. Zu meinem Erstaunen springt Yara von der Arbeitsplatte, hakt sich bei mir unter und zieht mich zurück in den Flur.
     »Trifft sich gut, ich kann unmöglich einem Typen das streng geheime Familienrezept anvertrauen, der keinen Sinn für die besten Weihnachtslieder der Welt hat.«
     Sie öffnet die Tür, drückt mir meine Jacke in die Hände, schiebt mich nach draußen und dann starre ich völlig perplex auf die sich schließende Tür.
     Ich brauche einen Moment, um zu verstehen, dass mich dieses freche Mädchen gerade ernsthaft vor die Tür gesetzt hat. Wegen Last Christmas! Ungläubig schüttle ich den Kopf, mache mich aber daran, mich in meine noch immer kalten Sneakers zu quetschen. Gerade als ich die Jacke überstreife und die erste Treppenstufe nehmen will, öffnet sich wieder die Tür und Yara stürmt heraus. Bekleidet in einem dicken Wintermantel und mit der weißen Wollmütze auf den roten Locken.
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