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Grace
Verfasser: Paul Lynch (1)
Verlag: Freies Geistesleben (30)
VÖ: 13. Oktober 2021
Genre: Historischer Roman (5456)
Seiten: 550 (Gebundene Version), 473 (Kindle-Version)
Themen: 19. Jahrhundert (1610), Brüder (1151), Hungersnot (8), Mädchen (3127), Wandern (190)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Grace« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (5)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 24. Januar 2022 um 10:04 Uhr (Schulnote 1):
» In Irland herrscht im Jahr 1845 große Not. Die Ernsten sind ausgefallen und die Menschen wissen nicht, wie sie sich noch ernähren sollen. Arbeit gibt es auch nicht. Darunter hat auch die Familie von Grace zu leiden. Die Mutter schneidet ihr die Haare ab, steckt sie in Jungenkleider und wirft die Vierzehnjährige aus dem Haus. Der jüngerer Bruder Colly schließt sich ihr einfach an. So macht sich Grace auf eine Wanderschaft, um zu überleben. Doch sie und ihr Bruder sind nicht die einzigen, die unterwegs sind, um Arbeit und Nahrung zu finden. Sie erleben auf ihrer Odyssee viel Schlimmes, aber manchmal auch Hilfsbereitschaft. Wird Grace ihre Familie jemals wiedersehen?
Paul Lynch hat eine poetischen Schreibstil, der mich gepackt hat. Die Geschichte ist düster und ergreifend.
Die Charaktere sind sehr vielschichtig und authentisch beschrieben. Wie groß muss die Not sein, dass Sarah ihre Tochter einfach wegschickt, damit Grace für sich selbst sorgen muss. Es ist gut, dass Colly wenigstens eine Zeit lang an ihrer Seite ist. Trotzdem ist es schwer, sich gegen gestandene und verzweifelte Männer zu behaupten, die keine Rücksichtnahme kennen. Sie wird zu einer jungen Frau, was sie zusätzlich verunsichert, da sie mit niemandem darüber sprechen kann, was mit ihr vorgeht. Doch egal was sie unterwegs erlebt, sei es Tod und Gewalt, lässt sie stärker werden. Es ist aber auch schön, dass ihr ein junger Mann begegnet und sie beschützt.
Diese Geschichte ist nicht leicht zu lesen. Ich habe mit Grace gelitten, ihren Schmerz, ihre Verzweiflung und ihre Angst gespürt, aber auch ihren Mut und ihren Willen zum Überleben.
Wahrlich keine leichte Kost!«
  6      0        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 12. Januar 2022 um 14:29 Uhr (Schulnote 2):
» Eine düstere Geschichte in Zeiten der Not

1845 leiden die Bewohner Irlands unter einer drückenden Hungersnot. Die vierzehnjährige Grace wird von ihrer Mutter in Männerkleidung gesteckt und aus dem Haus geschickt, sie soll sich Arbeit suchen und von nun an selbst ernähren. Grace‘ Bruder Colly hat sich ihr angeschlossen. Sie reihen sich in die Scharen der Hungernden ein, die auf der Suche nach Arbeit und Essen durch Irland ziehen. Es beginnt eine Odyssee, während der Grace sich vom Mädchen zur Frau entwickelt.

Es ist eine alptraumartige Reise, die Grace durch einige Grafschaften Irlands führt, immer getrieben von der Suche nach Essen, nach Unterkunft, nach einer Zukunft für sich. Was sie erlebt, ist nicht einfach zu lesen, denn Grace hat es nie einfach in ihrem Leben. Düster ist dieses Buch, man fiebert mit der Heldin bei all ihren Erlebnissen mit. David Lynch hat Grace‘ Reise in eine poetische Sprache gepackt, immer wieder – und vor allem zum Schluss – vermischen sich Realität und (Alp-)Traum.

Dieses Buch vermittelt einen düsteren Einblick in die Jahre der Hungersnot in Irland. Es fordert den Leser bei der Lektüre, ist teilweise sehr verstörend. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.«
  7      0        – geschrieben von Gisel
Kommentar vom 5. Januar 2022 um 11:35 Uhr (Schulnote 1):
» Irland

Eine Irland-Odyssee...

1845, eine gewaltige Hungersnot halbierte die Bevölkerungszahl in Irland innerhalb weniger Jahre. Die Not von damals prägt das Leben in Irland bis heute.
Vor diesem Hintergrund spielt die Geschichte von Grace. Einem jungen Mädchen, dass von ihrer Mutter als Junge losgeschickt wird, um Arbeit zu finden. In einem Lanf, wo jeder auf der Suche nach einer Beschäftigung ist, um Nahrung zu kaufen.

Zwei Jahre ist Grace unterwegs, mimmt jeden Job an, den sie bekommt. Lernt die unterschiedlichsten Menschen kennen, die Abgründe des Lebens.

Der Autor Paul Lynch versteht es mit einer wunderbaren Sprache, diese Geschichte seinen Lesern zu vermitteln. Authentisch und mit viel Liebe zum Detail lässt er diese Zeit wieder auferstehen. Seine Figuren sind so voller Leben, Gefühle und Charakter. Sie geben dem Buch die nötige Tiefe.

Keine Geschichte, die man mal schnell nebenbei liest. Aber es lohnt sich auf jeden Fall!!!«
  10      0        – geschrieben von NikoLaus
Kommentar vom 9. November 2021 um 16:02 Uhr (Schulnote 2):
» Okay, denkt sich Grace. Sie beruhigt sich wieder, lass sie toben. Sie, das ist ihre Mutter, die rasend vor Wut die Haare ihrer Tochter stutzt. Ja, an dem Tag beruhigte sie sich, aber diese Ruhe ist nicht dauerhaft. Mutter Sarah entfernt sich vom Haus und kommt erst Stunden später zurück. Im Arm hält sie einen dicken Hasen, den sie sofort in einen Topf legt und diesen über den Herd hängt. Die Kinder freuen sich auf das Mahl und nicht nur dem ältesten Sohn Colly läuft das Wasser im Mund zusammen. Doch, was ist das? Sarah bestimmt, dass nur Grace von dem Fleisch essen darf. Zunächst wehrt diese sich dagegen. Aber schon recht bald wird ihr bewusst, was ihre Mutter vor hat.

Es dauerte eine Weile, bis ich mich mit der Geschichte anfreunden konnte. Der Schreibstil ist anders, als der von deutschen Autoren. Recht steif und wenig anheimelnd. Und die Mischung aus Mystik und brutalen Erlebnisberichten war für mich gewöhnungsbedürftig. Was Grace erlebte und wie sie sich in einer harten Umgebung und zwischen Männern behauptete, das war eine emotionale Achterbahn. Dass ihr Bruder sie dabei aus der Welt des Geistes begleitete, nun ja, okay.

Irland ist halt ein Flecken Erde, der viel Natur und geheimnisvolle Erlebnisse zu bieten hat. Damals glaubten noch mehr Menschen an übernatürliche Kräfte, als heute. Ich bin der Ansicht, dieses kopfgesteuerte Denken ist dort bis heute nicht so verbreitet, wie in Deutschland. Die Hauptperson Grace schlägt sich jedenfalls tapfer und ihr helfen die „Geister“ bei ihrem Trip durch die Heimat. Das Ende gefiel mir nicht wirklich, da es einige Fragen gibt, die offen bleiben. Trotzdem gebe ich vier Sterne plus. Das liegt auch an dem ansprechenden Cover und der guten Übersetzung von Christa Schuenke.«
  13      0        – geschrieben von lielo99
 
Kommentar vom 7. November 2021 um 10:12 Uhr (Schulnote 1):
» Kampf ums Überleben

Wir sind im Jahre 1845, dem Jahr der großen Hungersnot in Irland, ausgelöst durch die Kartoffelfäule, denn Kartoffeln sind das Hauptnahrungsmittel der armen Bevölkerung. Mindestens 1 Million Menschen verhungern. Ein bis zwei Millionen wandern aus. Das düstere Cover führt geschickt in diese Misere ein.
Auf diesem Hintergrund schneidet Grace Coleys Mutter ihrer 14-jährigen Tochter die Haare ab, steckt sie in Männerbekleidung und zwingt sie, das Haus zu verlassen, um auf Wanderschaft durch Irland zu gehen, da sie alle ihre Kinder nicht mehr ernähren könne. Als Junge sei sie geschützter.
Auf ihrer Odyssee begegnet sie Tausenden Bettlern und Arbeitssuchenden und muss erleben, wie sie der Überlebenskampf Grenzen und Regeln überschreiten lässt. Sie stielt und wird bestohlen, ist am Rande ihrer Willenskraft und lebt wie ein Tier. Wenn es ihr besonders schlecht geht, “redet” sie mit ihrem 12-jährigen Bruder Colly, der zwar nur in ihrem Kopf existiert, ihr jedoch in ihrer Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit Trost spendet und Tipps gibt. Besonders hat mich die Hartherzigkeit der wohlhabenden Leute schockiert. Lynch klagt diese geschickt unterschwellig an!” Grace durchlebt die Hölle, arbeitet in sehr unterschiedlichen Jobs und wandelt sich körperlich zur Frau.
Als die Grenze zwischen Mensch und Tier schwindet, liefert der Autor seitenlange Monologe, basierend auf direkten Assoziationen, die ihre kraftlosen Gedanken verdeutlichen und ihren entglittenen Seelenzustand sehr gekonnt beschreiben. Danach folgen 4 schwarze Seiten, die wohl den Tod symbolisieren sollen, jedoch überlebt Grace auch diese Krise.
Lynchs Erzählweise ist unglaublich intensiv, düster und wuchtig, mit ganz eigenem Rhythmus. Die Atmosphäre wir bestimmt durch Aberglauben und Anspielungen auf irische Mythen und Sagen, die teilweise in den Anmerkungen erläutert werden. Wir werden also in eine ganz andere Welt katapultiert, und auch die detailliert beschriebene Grace mit ihrem Nachgrübeln über die Seele und den Sinn des Lebens finde ich sehr authentisch. Bart, ein Weggefährte und Colly werden sympathisch als kritische Denker dargestellt.
Am Ende des Werkes ist Grace fast 19. Ihr geistiger Ausnahmezustand wird gekonnt auf 4 Seiten beschrieben und gesteht dem Leser eine eigene Interpretation zu.
Das Werk hat mich tief beeindruckt und erschüttert, andererseits hat es mich mit einer sehr speziell dargestellten Thematik konfrontiert, meine Kenntnisse über das Irland der damaligen Zeit vertieft und mich dazu animiert, mehr über dieses mystische Land und seine Geschichte zu erfahren.
Man muss sich auf diesen Roman einlassen, denn er ist keine seichte Urlaubslektüre. Er regt stark zum Nachdenken an und kann nur kritischen Personen empfohlen werden, die eine gewisse Affinität Irland gegenüber zeigen. Meine Erwartungen wurden voll getroffen!
Der Übersetzerin ist eine Meisterleistung geglückt, indem sie das typisch Irische hervorkehren konnte«
  19      0        – geschrieben von rosenfreund
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