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Zeitenschmiede
Verfasser: Judith Hages (1)
Verlag: Books on Demand (4145) und Hahne u. Schloemer (1)
VÖ: 8. Juli 2021
Genre: Familienepos (593) und Historischer Roman (5381)
Seiten: 524 (Taschenbuch-Version), 326 (Taschenbuch-Version Nr. 2), 402 (Kindle-Version)
Themen: 1939 (15), 1944 (35), Düren (2), Familiengeheimnisse (540), Flucht (1957), Nachkriegszeit (226), Ostpreußen (12), Rheinland (22), Schmiede (39), Zweiter Weltkrieg (592)
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Die Geschichte einer Schmiedefamilie in bewegten Zeiten. Ein Roman über Heimat, Liebe, Flucht und den unverwüstlichen Glauben an die Zukunft.

Düren / Rheinland 1939: Mina ist auf der Flucht. Sie kommt mit falschem Namen bei ihren bis dahin unbekannten Verwandten - der Schmiedefamilie Hansen - unter. Im Verborgenen sucht sie nach ihrem Vater und stößt dabei auf ein Familiengeheimnis, dessen Geschichte bis ins Jahr 1889 zurückgeht. Währenddessen bricht der Zweite Weltkrieg aus und droht die Familie auseinanderzureißen.

Ostpreußen 1944: Der Krieg ist nun auch in dem masurischen Dorf Steintal spürbar. Wehrmachtssoldaten werden in den Häusern einquartiert, darunter ein Sohn der Familie Hansen. Er verliebt sich in Liesel, doch das junge Paar wird getrennt, als die russische Frontlinie näher rückt. Kurze Zeit später muss Liesel flüchten.
Nicht nur für sie beginnt ein Überlebenskampf, der bis in die Nachkriegszeit hineinreicht.

Ein spannender Roman, basierend auf wahren Begebenheiten. Tragisch, emotional und fesselnd.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Judith Hages für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Judith Hages gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Ich setze meinen Weg fort und suche nach Häusern, die Merkmale eines ehemaligen Handwerksbetriebs besitzen. Es kann nur das große Haus nahe der Kreuzung auf der rechten Seite sein. Es hat einen Werkstattanbau, und über dem Eingang scheint vor nicht allzu langer Zeit ein Geschäftsschild gehangen zu haben; die Fassade ist an dieser Stelle dunkler. Davor befindet sich ein ummauerter Vorhof, dessen schmiedeeisernes Tor schief in den Angeln hängt. Es sieht ziemlich herunter gekommen aus.
     Ich atme tief durch und überquere den Hof. Als ich vor dem Hauseingang stehe, fallen mir die Ornamente an der unteren Hälfte der Türe auf, und ich halte inne. Ein Hufeisen und ein Schmiedehammer mit Zange sind in das Holz geschnitzt. Geschwungene Stuckrahmungen zieren die Ränder der abgenutzten Holztür.
     Ich klopfe. Drinnen bellt ein Hund und ich höre Gemurmel und Gepolter hinter der Tür. Schließlich öffnet mir eine Frau mittleren Alters mit ergrautem Haar, das sie zu einem Dutt hochgesteckt hat. Sie mustert mich über ihre runde Brille hinweg und wischt sich die Hände an der hellen Schürze ab, die sie über ihrem Rock gebunden hat. Sie wirkt gereizt und ungeduldig.
     „Ja?“
     „Guten Tag, mein Name ist Mina Nelles. Ich hoffe, ich komme nicht ungelegen.“
     Den Namen habe ich eben in der Stadt aufgeschnappt. Meinen richtigen Namen kann ich ja nicht preisgeben, falls man mich sucht. Die Hand, die ich ihr zur Begrüßung hinhalte, ignoriert sie und blickt mich stumm an. Also rede ich einfach weiter.
     „Ich suche eine Anstellung als Hausmädchen. Ich habe drei Jahre lang Kinder betreut und einen Haushalt geleitet. Nun bin ich umgezogen. Sie wurden mir empfohlen.“ Eine kleine Notlüge, die mir ohne Probleme über die Lippen geht.
     Ihre Augen verengen sich zu Schlitzen, und die Falten auf ihrer Stirn werden noch tiefer.
     „Ich brauche keine Hilfe im Haushalt. Das habe ich denen vom Reichsarbeitsdienst doch schon gesagt. Und meine Kinder sind fast erwachsen. Außerdem können wir Sie nicht bezahlen.“
     Sie macht Anstalten die Türe zu schließen, doch meine Hand bewegt sich wie von selbst. Ich drücke gegen das abgenutzte Holz und halte sie auf.
     „Warten Sie, ich möchte keinen Lohn. Nur Unterkunft und Verpflegung.“
     Plötzlich schiebt sich eine Hundeschnauze von innen durch den Türspalt. Ein kleiner brauner Dackel kommt schwanzwedelnd auf mich zu. Instinktiv gehe ich auf die Knie und lasse ihn an meinen Händen schnüffeln. Ein süßer kleiner Kerl. Während ich sein drahtiges Fell streichle, bemerke ich den nachdenklichen Blick der Hausherrin. Da kommt mir eine Idee.
     „Das ist ja ein freundliches Tier. Wenn Sie möchten, kann ich mich auch um Ihren Hund kümmern“, schlage ich vor.
     „Normalerweise lässt Hexe keine Fremden an sich heran, aber Sie scheint sie zu mögen.“
     Wie auf Kommando wirft sich Hexe auf den Boden, streckt alle viere von sich und lässt sich den Bauch kraulen.
     „Hm. Na gut. Sie können erst mal ein paar Tage auf Probe hier arbeiten. Dann sehen wir weiter.“
     Sie tritt einen Schritt zur Seite und bittet mich mit einer Geste hinein. Der Hund trottet hinterher, als ich den Flur betrete. Es ist ein langer, dunkler Gang mit Türen auf jeder Seite. Die Erste links ist geöffnet. Ich werfe unauffällig einen Blick hinein, als wir vorbei gehen und erkenne einen gekachelten Kaminofen, über dem das obligatorische Gemälde des Führers hängt. Wenn ich das Bild dieses Mannes sehe, läuft es mir jedes Mal eiskalt den Rücken hinunter. Wie ein Gott blickt er auf den Betrachter herab. Unfehlbar und allmächtig. Er macht mir Angst.
     Die Hausherrin ist vorangegangen und hat nicht bemerkt, dass ich an der Türschwelle stehen geblieben bin. Ich hole sie schnell wieder ein. Als Erstes zeigt sie mir den Raum rechts. Hier befindet sich das Esszimmer mit einem riesigen ovalen Tisch in der Mitte. Dahinter ein massives Eichenbuffet, das so wuchtig ist, dass es den Raum zu verdunkeln scheint.
     Durch das Esszimmer gelangt man in die Wohnküche mit einem großen Ofen und einer kleinen Nische mit Esstisch.
     „Da hinten geht es raus in die Werkstatt“, erklärt die Hausherrin und zeigt auf eine kleine versteckte Tür am Ende der Küche. „Da unter der Treppe ist der Abstellraum. Die Werkstatt wird nicht mehr benutzt.“
     Ich hake natürlich nach. „Was wurde denn dort früher gemacht?“
     „Da war die Schmiede meines Mannes.“
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