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Schwarzes Herz
Verfasser: Jasmina Kuhnke (1)
Verlag: Rowohlt (1794)
VÖ: 19. Oktober 2021
Genre: Biografie (1791) und Gegenwartsliteratur (3518)
Seiten: 208 (Gebundene Version), 203 (Kindle-Version)
Themen: Ausgrenzung (13), Deutschland (806), Neonazis (37), Rassismus (118), Ruhrgebiet (159), Xenophobie (36)
Erfolge: 1 × Spiegel Hardcover Top 20 (Max: 20)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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Lesermeinungen (3)     Blogger (1)     Tags (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 21. November 2021 um 23:57 Uhr (Schulnote 1):
» Knallhart und ungeschönt erzählt Jasmina Kuhnke die Geschichte einer Schwarzen, namenlosen Frau, die in Deutschland mit Rassismus und Sexismus aufwächst und die ständige Herabwürdigung und Diskriminierung irgendwann so verinnerlicht, dass sie ohne jegliches Selbstwertgefühl in eine scheinbar ausweglosen Situation gelangt: Mit zwei Kindern und ohne abgeschlossene Berufsausbildung lebt sie mit ihrem gewalttätigen Partner zusammen. Mit viel Kraft kämpft sie sich selbst aus dieser Lage.

Die Geschichte springt atemlos zwischen verschiedenen Altersstufen der Protagonistin hin und her, sodass sich nach und nach ein immer komplexeres und erschreckenderes Bild ihrer Erlebnisse und Erfahrungen aufbaut. So führt das Buch direkt vor Augen, welche krassen Auswirkungen die ständige Diskriminierung hat. Besonders erschreckend ist das Verhalten derer, die eigentlich helfen und fördern sollen. Da ist beispielsweise der Sportlehrer, der die Protagonistin trotz herausragender Leistungen schlechter bewertet, weil er irgendwas von der unterschiedlichen Anatomie Schwarzer und Weißer Menschen schwurbelt. Oder die Krankenschwester, die sich weigert, ihren Job zu machen und der Protagonistin zu helfen, weil sie nach eigener Aussage Schwarze Menschen nicht gerne anfasse.

Die Autorin zeigt klug, anschaulich und schonungslos, jedoch ohne dabei auf die Tränendrüse zu drücken, wie die Protagonistin unter struktureller Diskriminierung leidet und welche Kraft es kostet, damit umzugehen und sich aus der Opferrolle zu befreien. Besonders Menschen, die solche Erfahrungen im Alltag (zum Glück) selbst nicht machen müssen, profitieren von der Lektüre und erhalten wichtige und schockierende Einblicke. Das Buch sensibilisiert und sollte möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht werden, z.B. in der Schule. Dort sollte es Pflichtlektüre werden.«
  8      0        – geschrieben von lizlemon
Kommentar vom 7. November 2021 um 10:30 Uhr (Schulnote 1):
» Wer bin ich?
Jasmina Kuhnke hat mit ihrem von Brutalität nur so strotzenden ersten Roman gegen Rassismus voll ins Schwarze getroffen. Auch hat ihre Weigerung, das Werk bei der Buchmesse persönlich vorzustellen, ihren Bekanntheitsgrad sicherlich gesteigert, denn das ging vermehrt durch die Presse.
Das Cover mit den groben Händen gefällt mir gut, denn es führt gut in die Problematik ein.
In der Inhaltswarnung führt sie verschiedene Gewaltformen an sowie Fäkalsprache, die für die Leserin belastend sein dürften, aber ich denke, dass sie dieses Werk in all seiner Wucht nur so zu seiner Intendierten Botschaft führen können. Ihr wechselnder Schreibstil zeigt die Bandbreite ihres Könnens.
Die Figuren aus dieser Parallelgesellschaft sind sehr authentisch dargestellt. Drogen, Gewalt und Krankheiten regieren das Leben der Protagonistin, die stellvertretend steht für geschundene Frauen aus diesem Milieu, mit dem ich bisher niemals konfrontiert wurde. Das Werk hat mich aufgerüttelt und meinen Horizont diesbezüglich erweitert, deshalb habe ich es auch in kürzester Zeit verschlungen.
Als Kind einer alleinerziehenden Kroatin und eines Senegalesen, der vor ihrer Geburt verstirbt, merkt Jasmina, dass sie aufgrund Ihrer Hautfarbe “anders” ist. Der Stiefvater behandelt sie oft schlecht, diskriminiert sie, ebenso wie die Kinder auf dem Gymnasium, die aus einem anderen sozialen Umfeld stammen. Ohne Berufsausbildung und hilflos, gerät sie in die Fänge ihres Ehemannes, der sie schlägt, in jeder Hinsicht erniedrigt und sie hörig macht.Sie lebt nur für ihre Kinder.
Nur der Laufsport gibt ihr Anerkennung und Kraft, jedoch muss sie diesen aus gesundheitlichen Gründen bald aufgeben. Die schwarze Ich - Erzählerin hat ein sehr negatives Selbstbild und erkennt erst spät, dass sie sich aus den auferlegten Ketten befreien muss, da sie aber keine Freunde und familiäre Unterstützung hat, fällt ihr das umso schwerer.
Im letzten Viertel des Buches tritt jedoch eine Wendung ein.
Wir haben hier eine sehr emotional erzählte Selbstfindungsgeschichte, die vielen Frauen die Augen öffnen sollte, um Ihnen Kraft zu einer Entwicklung vom abhängigen, hilflosen Opfer zu einem individualisierten, selbstbestimmten Leben zu geben.
Das Buch hat auch mir die Augen für die Problematik geschärft, und ich kann es allen Frauen empfehlen, die bereit sind zu hinterfragen: "Wieviel Gewalt kann ein Mensch ertragen".«
  14      1        – geschrieben von Ute54
Kommentar vom 29. Oktober 2021 um 16:38 Uhr (Schulnote 2):
» Ich bin nicht in den Sozialen Medien aktiv, daher sagte mir weder Quattromilf, noch Jasmina Kuhnke etwas. Aber der Klappentext machte mich neugierig. Inzwischen ist Jasmina Kuhnke vielen ein Begriff, da sie die Frankfurter Buchmesse boykottierte.
Jasmina Kuhnke weiß, wovon sie schreibt, ist sie doch als Kind einer Serbokroatin und eines Senegalesen in Deutschland aufgewachsen.
In ihrem Roman erzählt eine schwarze Ich-Erzählerin von ihren Leben. Von Kind an ist sie Rassismus ausgesetzt, was sie fürs Leben prägt. Sie fühlt sich nicht wertgeschätzt, so wie sie ist. Dieses mangelnde Selbstbewusstsein treibt sie in eine toxische Beziehung, eine Beziehung voller Gewalt. Wie so viele Frauen in dieser Situation gibt sie sich die Schuld. Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem sie sich entscheidet, ihr Leben von nun an selbst in die Hand zu nehmen und sich aus der Beziehung zu befreien.
Die Sprache dieses Romans ist sehr direkt und derb und zeigt gerade dadurch, wie erschreckend die psychische und die physische Gewalt ist. Es ist eine Geschichte, die sehr schockierend und authentisch ist. Die Geschichte geht unter die Haut. Ich musste beim Lesen immer wieder Pausen einlegen.
Ein aufrüttelndes Buch über ein erschreckendes Thema – ein wichtiges und lesenswertes Buch.«
  8      0        – geschrieben von buecherwurm1310
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