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Gute Vorsätze wirklich umsetzen!
Verfasser: Kira Klenke (6)
Verlag: Schirner (47)
VÖ: 25. Oktober 2021
Genre: Ratgeber (2995)
Seiten: 152 (Taschenbuch-Version), 202 (Kindle-Version)
Themen: Vorsätze (19), Ziele (17)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Sich mehr Zeit für Freunde nehmen, endlich abnehmen, umweltbewusster leben, täglich Yoga machen: Gerade zum neuen Jahr oder zu Umbrüchen auf dem Lebensweg fassen wir gern gute Vorsätze. Doch regelmäßig werden 80 Prozent davon nach wenigen Wochen über den Haufen geworfen. Kein Wunder, entsprechen die Ziele doch häufig den Wünschen unseres Hausarztes, unseres Partners oder unserer Chefin – aber nicht denen unseres Herzens.

Kira Klenke zeigt Ihnen, wie Sie es schaffen, Ihre Vorhaben konstruktiv zu formulieren und lästige Selbstdisziplinierung in beglückende Wachstumschancen zu wandeln. Zahlreiche Selbstcoaching-Tools, bewährte Motivationshelfer, Mentaltechniken aus der Hirnforschung und eine »Überholspur« durch das Buch für Eilige sorgen dafür, dass Sie bald stolz sagen können: »Diesmal habe ich es wirklich geschafft!«
Lesermeinungen (2)     Leseprobe     Trailer
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Kira Klenke für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Kira Klenke gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Warum bei Vorsätzen die Ausdauer schwerfällt


Um Vorsätze wahr zu machen, ist es notwendig, kurzfristig etwas Unbequemes auszuhalten, um langfristig etwas Positives zu erreichen. Genau das fällt uns Menschen von Natur aus schwer. Selbst wenn etwas wirklich wichtig für uns ist, können wir uns dennoch häufig nicht dazu aufraffen, aktiv zu werden, und verschieben es immer wieder auf später. So geht es beispielsweise Selbstständigen, wenn sie sich einfach nicht dazu durchringen können, ihren Kunden zeitnah eine Rechnung zu schreiben, obwohl sie viel Geld zu erwarten hätten. Und so geht es Studierenden, die es nicht schaffen, endlich anzufangen, für ein bestimmtes Fach zu lernen, obwohl der Prüfungstermin immer näher rückt. Und so geht es sogar Menschen mit Rückenschmerzen, die trotz ihrer Schmerzen, anstatt täglich 15 Minuten lang ihre Gymnastikübungen zu machen, lieber weiter auf dem Sofa chillen.

Wir kennen alle Situationen, in denen wir Stressigem, Schwierigem oder Anstrengendem ausweichen, indem wir uns etwas anderem, Lustvollerem zuwenden. Auf Dauer verursacht ein solches Verhalten Probleme. Unsere Vorsätze umzusetzen, gelingt so sicher nicht. Aber es liegt in der menschlichen Natur, dem Unangenehmen aus dem Weg zu gehen und sich stattdessen dem zuzuwenden, was angenehm ist. Genau das ist einer der Hebelpunkte, an dem die Strategien und Tricks aus diesem Buch ansetzen (siehe Seite 57).

In den 1970er-Jahren führte der Psychologe Walter Mischel an der Stanford University eine Studie durch, die als Marshmallow-Test bekannt wurde. In der Psychologie gibt es wenige Experimente, deren Aufnahmen so bekannt und so nett anzuschauen sind wie die aus diesem Versuch: Vierjährige wurden allein in einen reizarmen Raum ohne Spielzeug oder Fernseher gesetzt. Direkt vor dem Kind auf dem Tisch lag ein Marshmallow. Der Versuchsleiter teilte dem Kind mit, dass es den Marshmallow sofort essen dürfe. Wenn es ihm aber gelänge, damit so lange zu warten, bis der Versuchsleiter zurückkehrte, würde es zusätzlich einen zweiten Marshmallow erhalten. In den Videoaufzeichnungen des Versuchs, die man heute noch in unterschiedlichen Versionen im Internet findet, kann man beobachten, wie sehr die Kinder mit sich ringen. Interessant ist bei dem Experiment, dass die Kinder, die der Versuchung widerstanden, den ersten Marshmallow sofort zu essen, kreativ wurden: Sie haben die Wartezeit mithilfe einfallsreicher Ideen, Selbstgesprächen oder Spielen überstanden.

Auch für Erwachsene wird eine Belohnung weniger attraktiv, je länger auf sie gewartet werden muss. Auf eine unmittelbare Belohnung zugunsten einer größeren Belohnung in der Zukunft zu verzichten, fällt fast allen Menschen schwer. Dies zeigte eine Studie, in der Probanden wählen konnten, entweder 10 Euro sofort zu erhalten oder 20 Euro in einem Jahr. Sie entschieden sich mehrheitlich für die 10 Euro. Die meisten Menschen entscheiden sich für eine kleinere Belohnung, wenn sie diese sofort erhalten. Auch das erklärt, warum uns das Durchhalten bei der Umsetzung von Vorsätzen generell schwerfällt.

Aber wir haben die Wahl, ob wir unseren emotionalen Impulsen tatsächlich nachgeben oder nicht. Mithilfe der Willensstärke ist es möglich, Handlungsimpulsen zu widerstehen, wenn deren Konsequenzen unseren langfristigen Interessen entgegenstehen. Jedoch kostet uns eine solche Selbstkontrolle Kraft. Wie eine Forschergruppe um Matthew Gailliot feststellte, sinkt bei Aufgaben, die Selbstkontrolle erfordern, der Blutzuckerwert. Schon ein einziger Akt der Selbstkontrolle führt dazu, dass der Blutzuckerwert deutlich fällt. Deshalb waren in Gailliots Studie die Probanden bei nachfolgenden Aufgaben, die ebenfalls Selbstkontrolle erforderten, weniger erfolgreich. Dies ist ein evolutionär gut erklärbarer Prozess, denn Tiere mit einem niedrigen Blutzuckerspiegel sollten schon bei kleiner Beute zuschlagen und nicht auf eine andere, vielleicht größere Beute spekulieren. Doch auch wenn unsere Selbstkontrolle geschwächt ist, vielleicht weil wir Hunger haben oder die Versuchung doch einfach zu groß ist, gibt es (wissenschaftlich als effektiv und erfolgreich nachgewiesene) Tricks, mit denen wir kurzfristigen Versuchungen entgehen und ein ersehntes, größeres Vorsatzziel wahr machen (siehe Seite 57).

Tipp:
Wenn du merkst, dass deine Selbstkontrolle in Bezug auf deinen Vorsatz nachlässt, hilft es, etwas Glukosehaltiges zu essen oder zu trinken. Das ist natürlich nur empfehlenswert, sofern dein Vorsatz nichts mit gesünderer Ernährung zu tun hat.
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