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Das Lied des Herbstmondes
Verfasser: Christina Löw (4)
Verlag: Eigenverlag (21614)
VÖ: 13. Oktober 2021
Genre: Fantasy (14545) und Jugendliteratur (8068)
Seiten: 332 (Taschenbuch-Version), 336 (Kindle-Version)
Themen: Großmütter (359), Hexen (988), Jorinde und Joringel (3), Mädchen (3107), Magie (2934)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Christina Löw für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Christina Löw gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Gedankenverloren schaute Carolin aus dem Fenster. Die untergehende Sonne tauchte den Himmel in warme Orange- und Rottöne und verwandelte die Bäume im Garten in dunkle Scherenschnitte mit langen Schatten. Sie gähnte, schaute hinüber zur Uhr an der Wand ihres Zimmers und schüttelte dann den Kopf. Es war eigentlich noch viel zu früh, doch wie jedes Jahr wurde sie im Winter müde, sobald es draußen dunkler wurde. Auch wenn es noch früh am Nachmittag war. Anfang 2005 war sie eindeutig nicht wacher als 2004.
     Sie unterdrückte ein erneutes Gähnen und kramte in ihrem Rucksack nach dem Hefter, in dem sie die Notenblätter aufbewahrte. Eigentlich müsste sie ihre Französisch-Hausaufgaben machen, doch darauf hatte sie keine Lust. Viel lieber ging sie den Text durch, den sie für den Chor morgen lernen musste.
     »Akt 1, Szene 1«, las sie leise. »Die BEWOHNER und BEWOHNERINNEN VON OZ strömen auf die Bühne, jubelnd und feiernd. Wir befinden uns vor dem Palast des Zauberers, in der Smaragdstadt, Hauptstadt des Landes Oz.« Die nächsten Zeilen übersprang sie, denn wirklich wichtig waren für sie nur die Teile der Rolle, die sie haben wollte: Galinda, die gute Hexe.
     »Meine lieben Mitbürger und Mitbürgerinnen von Oz!«, sprach sie und stand dann von ihrem gemütlichen Platz auf dem Bett auf. Sie musste mehr Energie in ihre Stimme legen, wenn sie auch nur eine Chance haben wollte, sich gegen die anderen Anwärterinnen auf die Rolle durchzusetzen.
     Sie atmete tief durch, stellte sich aufrecht hin und fuhr halblaut fort: »Dies ist ein Tag dankbarer Freude! Lasst uns jubilieren, der Tugend droht nicht mehr die Bösartigkeit von der - ihr wisst schon wer.« Ihre Stimme wurde dabei immer kraftvoller, tönender und schließlich schmetterte sie: »Am Ende siegt doch stets - das ist das Wunderbare - das Gute, Schöne, Wahre.«
     Dabei wanderte ihr Blick wieder zum Abendhimmel, den sie vom Fenster aus sehen konnte, eine Bewegung am Rande ihres Sichtfelds lenkte ihre Aufmerksamkeit vom Notenblatt in den winterlich kahlen Garten. Sie blinzelte. Saß dort drüben im Apfelbaum tatsächlich ein großer Vogel? Sie sah genauer hin und wirklich: Auf einem der oberen knorrigen Äste hockte ein Vogel, dem Umriss nach eine Eule.
     Carolin runzelte die Stirn. Was machte denn eine Eule hier, mitten in der Stadt? Klar, in Köln flogen auch Papageienschwärme durch die Gegend - aber Eulen? Die waren nicht dafür bekannt, ein allzu großes Interesse an Menschenansammlungen zu haben. Und noch etwas war sonderbar an dem Vogel: Sein Umriss schien zu flimmern, war längst nicht so scharf geschnitten wie der des Apfelbaums, auf dem er saß. Ein bisschen wie eine Fata Morgana, nur anders, natürlich.
     Mehrere Minuten lang beobachtete sie die Eule. Und irgendwie hatte sie das Gefühl, als würde diese sie auch aus leuchtend roten Augen intensiv anstarren. Immer bohrender schien der Blick zu werden, als wollte die Eule bis in ihre innersten Gedanken dringen.
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