Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
46.411 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »amreko«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
 
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
Das Buch der verschollenen Namen
Verfasser: Kristin Harmel (8)
Verlag: Knaur (1690)
VÖ: 1. Oktober 2021
Genre: Historischer Roman (5381)
Seiten: 384 (Broschierte Version), 386 (Kindle-Version)
Original: The Book of Lost Names
Themen: 1942 (24), Bücher (648), Frankreich (834), Gefahr (1690), Paris (718), Résistance (24), Studenten (1229), Verrat (1230), Widerstand (163), Zuflucht (121), Zweiter Weltkrieg (592)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,50 (90%)
auf Basis von fünf Bloggern
1
40%
2
60%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1,50 (90%)
1
50%
2
50%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Errechnet auf Basis von 6 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Das Buch der verschollenen Namen« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (7)     Blogger (6)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 26. November 2021 um 13:02 Uhr (Schulnote 2):
» Handlung
Paris 1942
Während Eva und ihre Mutter gerade noch rechtzeitig aus Paris fliehen konnten, wurde ihr Vater, ein polnischer Jude, verhaftet. Mutter und Tochter finden im kleinen Bergdorf Aurignon eine Zuflucht und eigentlich soll dies nur ein kurzer Stopp auf ihrer Reise werden. Allerdings beschließt Eva, der Résistance dabei zu helfen, Ausweispapiere für jüdische Kinder zu fälschen. Zusammen mit dem Widerstandskämpfer Rémy ist die junge Frau stundenlang damit beschäftigt, Kindern damit die Möglichkeit für einen Neuanfang zu geben. Zudem entwickelt das Duo ein System, wie sie anhand von verschlüsselten Aufzeichnungen die wahre Identität der Kinder bewahren können: das Buch der verschollenen Namen. Doch ihre Arbeit ist gefährlich und sie könnte jederzeit auffliegen...

Meinung
Das Cover ist etwas ganz besonderes. Vor allem anhand der strahlenden und kräftigen Farben fällt es ins Auge und ich bin davon begeistert, wie viele Grün- und Blaunuancen auftauchen, die noch dazu perfekt miteinander harmonieren. Das ist sehr besonders und gefällt mir wirklich gut.
Das Titelbild zeigt eine Dame, die hinter ihrem Rücken ein Buch hält, welches natürlich eine Anspielung auf den Titel, sowie die Handlung ist und einen Hauptaspekt der Handlung widerspiegelt. Sie steht auf einer Brücke in Frankreich, es sind sowohl ein Fluss, als auch ein paar Häuser zu sehen. Besonders markant hebt sich der Eiffelturm hervor, der das gesamte Bild abrundet und verortet. Insgesamt zeigt sich ein ansprechendes und schönes Gesamtbild, welches ich gern mag!

Erstmals aufgefallen ist mir der Roman bei Vorablesen. Die Inhaltsangabe klang direkt überzeugend und irgendwie ist mir das Werk danach nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Zumal es sehr schnell begeisterte Stimmen dazu gab, sodass der Wunsch, mich selbst von der Klasse des Buches überzeugen zu können, schnell immer mehr gewachsen ist. Schließlich habe ich den Roman vom Droemer Knaur Verlag als Rezensionsexemplar erhalten, wofür ich mich nochmals ganz herzlich bedanken möchte! Ich war unglaublich gespannt auf die Geschichte, weil sich die positiven Meinungen immer mehr gehäuft haben und damit auch meine Erwartungen immer weiter gestiegen sind...

Schon auf den ersten Seiten hat mich eine Überraschung erwartet. Ich hatte gedacht, dass die komplette Handlung ungefähr zu Kriegszeiten spielen wird und man Eva durchweg begleitet. Mit meiner zweiten Vermutung hatte ich recht, allerdings hat sich schon auf den ersten Seiten gezeigt, dass es noch einen zweiten Strang gibt, der im Jahr 2005 spielt. Hier lernt man die Rentnerin Eva kennen, man kann schauen, wie sie sich ihr Leben aufgebaut hat und wie ihre Erinnerungen an die Vergangenheit ausschauen.
Es gibt eine geschickte Verbindung der zwei Ebenen, sie bauen aufeinander auf und ergeben zusammen ein rundes Ende. Nach der anfänglichen Überraschung habe ich schnell gemerkt, wie sinnvoll eigentlich eine Aufteilung auf zwei Zeitstränge ist. Dadurch kann man gut schauen, was das Buch der verschollenen Namen für eine Nachwirkung mit sich bringt und wie es die Zukunft beeinflusst.

Ich finde, dass ein solider Start in den Roman gegeben ist. Man kann sich auf den ersten Seiten gut mit der allgemeinen Situation, als auch der Schreibweise und den Figuren vertraut machen. Mir fiel es recht leicht, mich in der Geschichte zurechtzufinden und bereits nach wenigen Seiten bin ich mit dem Lesen sehr leicht und locker vorangekommen. Es kam etwas überraschend, dass noch eine zweite Zeitebene genutzt wurde, damit hatte ich absolut nicht gerechnet und daran musste ich mich eingangs kurz etwas gewöhnen.

Die Sprache hat mir durchweg sehr gut gefallen. Sie hat sich flüssig lesen lassen, jegliche Erklärungen sind verständlich und häufig finde ich, dass die Fantasie des Lesers gut angeregt wird um sich die Szenen bildlich vorzustellen. Durchweg werden jegliche Situationen gut beschrieben, sodass man der Handlung locker folgen kann und irgendwann auch der Punkt kommt, an dem man sich einfach fallenlassen kann und ein schöner Lesefluss entsteht!

Lange Zeit fand ich die Geschichte gut, sie ist interessant gehalten, hat mich aber nicht mitreißen können. Mir hat noch etwas gefehlt, was die Handlung spannend macht und dabei hilft, dass ich mit den Figuren besser mitfühlen kann. Lange Zeit musste ich darauf warten und dann kam endlich das letzte Drittel des Buches. Und dieses war der Hammer. Aufregend, emotional, aufwühlend und einfach rundum gelungen. So oft hatte ich auf den diesen Seiten Tränen in den Augen, musste den Roman immer mal ein bisschen weglegen, um mich wieder ein wenig zu sammeln und um mal kurz durchzuatmen. Ich habe das Ende des Buches verschlungen, mich hat die Geschichte einfach nicht mehr losgelassen und ich bin unglaublich glücklich damit, welche Wendung die Handlung plötzlich genommen hat! Sehr gelungen und ich finde es ein wenig schade, dass sich die Erzählung nicht von der ersten Seite an so emotional und mitreißend gestaltet hat!

Als sehr interessant empfand ich den Aspekt, dass die Handlung auf einer wahren Geschichte beruht. Mit so einer Aussage wird sehr häufig mein Interesse geweckt und es ist einfach nur spannend, ein Stück Historie so ansatzweise nachvollziehen zu können. Daher hatte ich mich auf ein informatives und erklärendes Nachwort gefreut, bei dem auf die tatsächliche Geschichte mit einigen Fakten und Informationen eingegangen wird. Doch leider wurde ich getäuscht. Am Ende des Buches gibt es kein Nachwort, die Geschichte endet und damit auch der gesamte Roman. Es wird leider nicht darauf eingegangen, wie die historischen Hintergründe aussehen und an welchen Stellen sich die Autorin die Freiheit genommen hat, um ihre Fantasie einzufügen. Das hat mir wirklich gefehlt...
Auf jeden Fall hat es den Anschein, als würde dem Werk eine ausführliche und genaue Recherche zugrunde liegen, um dem Leser eine interessante, lebendige und authentische Geschichte zu bieten. Ich finde, dass man merkt, dass viele Aussagen Hand und Fuß haben, sie im Kontext sehr passend und sinnvoll wirken und alles einen stimmigen Eindruck erweckt. Die Hoffnungen, Ängste und Sorgen der Figuren wurden gut eingefangen und ein solides Abbild der Handlungszeit gezeichnet.

Die Darstellung des Settings hat mir tadellos gefallen. Es werden unterschiedlichste Orte mit schönen Beschreibungen versehen, sodass die Geschichte einen tollen Hintergrund erhält. Jegliche Orte konnte ich mir gut vorstellen, sie beherbergen teils bestimmte Stimmungen und irgendwie ist es interessant zu sehen, wie manche Orte aufgrund einer anderen Tageszeit in einem komplett anderen Licht erscheinen. Ich hatte bei Tag, als auch bei Nacht jeweils verschiedene Eindrücke von ihnen und sie haben auch aufgrund der Anwesenheit verschiedenster Personen einen vollkommen anderen Charakter erhalten. Das war sehr spannend zu beobachten und ist etwas, was mir bisher noch nie wirklich in Büchern aufgefallen ist!

Mit den Protagonisten bin ich komplett zufrieden. Sie haben nicht nur tolle Charaktere erhalten, sondern treten auch lebendig und lebhaft auf. Ich finde ihre Entwicklungen interessant und denke, dass ein kleines, aber gelungenes Abbild der Gesellschaft gezeigt wird. Besonders spannend war es außerdem, dass man sich nicht bei jeder Person sicher sein konnte, dass sie wirklich genau dem entspricht, was man von ihnen denkt. Sie sind sehr wandlungsfähig und schaffen es, den Leser teils in die Irre zu führen. Am Ende lernt man dann noch von jeder Figur das wahre Ich kennen und ich finde es gut, dass es eine schlüssige Aufklärung zu einigen Verhaltensweisen gibt und man schließlich ihr wahres Gesicht kennenlernen kann.

Fazit
Ich kann den Hype um den Roman definitiv verstehen. Auch ich bin von der Geschichte sehr angetan und habe das Buch mit einem sehr positiven Gesamteindruck beiseite gelegt. Ich musste mich emotional erst einmal wieder sammeln, so sehr haben mich die letzten Seiten mitgenommen. Und mein erster Impuls war es, dem Buch eine volle Fünf-Sterne-Bewertung zu geben. Aber als ich später und mit etwas Abstand darüber nachgedacht habe, war mir die Handlung zu lange Zeit nicht mitreißend genug. Sie war gut und interessant, aber ihr hat für den Hauptteil der Geschichte das gewisse Etwas gefehlt. Und daher kriegt das Buch von mir 4,5 Sterne und eine große große Leseempfehlung. Es ist eine lange Zeit her, dass mich ein Roman so berühren konnte!«
  24      0        – geschrieben von MarySophie
 
Kommentar vom 17. November 2021 um 18:57 Uhr (Schulnote 1):
» Dieser historische Roman spielt in Frankreich zur Zeit des 2. Weltkriegs sowie in den USA und ist inspiriert von einer wahren Geschichte.
Im Mittelpunkt steht Eva, Tochter einer jüdischen Familie.
Der Roman wird in zwei Handlungssträngen auf zwei Zeitebenen erzählt. Es beginnt im Jahr 2005 in den USA als die inzwischen über 80-jährige Eva auf einem Foto in einem Zeitungsartikel ein Buch entdeckt, das einst ihr gehörte. Es ist das „Buch der verschollenen Namen“, das sich in Berlin in einer Bibliothek befindet. Dort hat es sich ein Bibliothekar zur Aufgabe gemacht hat, sechzig Jahre nach dem Ende des
2. Weltkriegs, von den Nazis geraubte Bücher ihren Besitzern zurückzugeben. Eva beschließt sofort, nach Berlin zu fliegen, um das Buch zu holen.

Im Jahr 1942 ist Eva Studentin und lebt mit ihren Eltern in Paris. Die Judenverfolgung nimmt immer stärkere Formen an und auch in Paris gibt es immer wieder Verhaftungen und Deportationen in großer Zahl. Trotz einer Warnung durch einen Kommilitonen kann Eva die Verhaftung ihres Vaters nicht verhindern. Ihr gelingt es, mit Hilfe eines Freundes ihres Vaters, gefälschte Papiere herzustellen und sie flieht mit ihrer Mutter in den unbesetzten Süden Frankreichs in das kleine Dorf Aurignon.
Dort kommen sie in einer Pension unter und Eva lernt den Dorfpfarrer kennen, der ihr Unterstützung anbietet. Evas gut gefälschte Dokumente wecken das Interesse einer Gruppe von Widerstandskämpfern, die ebenfalls Dokumente fälschen und damit vielen Menschen, besonders Kindern, zur Flucht in die neutrale Schweiz verhelfen. In dieser Gruppe lernt Eva Remy kennen, mit dem sie bald eng zusammenarbeitet. Zwischen den beiden entwickelt sich eine enge Beziehung, die zu Liebe wird. Als immer mehr Kinder ohne ihre Eltern in die Schweiz gebracht werden müssen, beschließen die beiden, die echten Identitäten der Kinder chiffriert in einem religiösen Buch festzuhalten, was sie in der Bibliothek der Dorfkirche verstecken.
Eines Tages fliegt die Gruppe auf, Evas muss fliehen und Remy ist wie vom Erdboden verschluckt. Man geht davon aus, das er tot ist.

Der Handlungsstrang in der Vergangenheit nimmt den deutlich größeren Teil der Geschichte ein. Es gibt immer nur kurze Einblicke in die Gegenwart, in der Eva sich gegen den Willen ihres Sohnes zur Reise nach Berlin entschließt und das auch umsetzt. Erst am Ende erleben wir ihren Besuch in der Bibliothek in Berlin. Da hätte ich gerne zwischendurch noch etwas mehr über ihr Leben nach der Flucht damals bis in die Gegenwart erfahren.

Die Beschreibung der Widerstandsgruppe, die zur Résistance gehört, und deren Aktivitäten hat mich unglaublich gefesselt und das Buch für mich schnell zu einem Pageturner gemacht.
Es wird detailreich beschrieben, wie die Gruppe agiert, sich gegenseitig schützt und alles dafür tut, anonym zu bleiben. Sie wollen sich gegen die Naziherrschaft und deren grausame Taten wehren und so viele Menschen retten, wie eben möglich. Dabei riskieren sie ständig ihre eigene Sicherheit bzw. sogar ihr Leben. Aber sie sind gut vernetzt, handeln völlig selbstlos und können viel Gutes tun. Das hat mich nicht nur sehr bewegt sondern ich hatte auch höchsten Respekt und Bewunderung für diese Menschen, deren Nächstenliebe, Entschlossenheit und Mut beeindruckend war.
Kristin Harmel ist es wunderbar gelungen, historische Fakten mit ihrer fiktiven Geschichte zu verknüpfen. Neben Eva und Remy gibt es einige weitere Figuren, die alle lebendig, authentisch und wirklich gut gezeichnet sind. Ich fühlte mich ihnen allen nahe und habe mit ihnen gehofft und gefiebert und selbst auch eine Achterbahn der Gefühle beim Lesen erlebt. Die Stimmung ist oft bedrückend, besonders wenn man über die schrecklichen Taten dieser Zeit liest. Es gibt auch immer wieder gefährliche Situationen aber auch hoffnungsvolle und schöne Momente. Und vor allem zeigt es, dass es öfter gutherzige Menschen gibt, als man denkt und es sich lohnt, die Hoffnung nicht aufzugeben.

Dieser spannende, fesselnde und emotionale Roman hat mich sehr bewegt und mir die Schrecken des 2. Weltkriegs anhand von menschlichen Schicksalen noch einmal lebendig vor Augen geführt.
Kristin Harmel ist eine großartige Erzählerin und hat mich mit dieser tiefgründigen Geschichte wirklich begeistert!


Fazit: 5 von 5 Sternen«
  16      0        – geschrieben von Fanti2412
 
Kommentar vom 13. November 2021 um 9:54 Uhr (Schulnote 1):
» Das Buch der verschollenen Namen, Roman von Kristin Harmel, 384 Seiten, erschienen im Knaur-Verlag.
Ein bewegender Roman um eine mutige junge Frau, in der Zeit des zweiten Weltkriegs.
Die Studentin Eva Traube muss 1942 mit ihrer Mutter aus Paris fliehen, nachdem ihr Vater ein polnischer Jude verhaftet wurde. In einem unbesetzten Dorf lernt sie den Widerstandskämpfer Remy kennen. Sie schließt sich der Resistance an und fälscht zusammen mit ihm Ausweispapiere für jüdische Kinder, um ihnen bei der Flucht zu helfen. Damit ihre wahre Identität nicht verloren geht, notieren sie die wirklichen Namen verschlüsselt in einem religiösen Buch, das Buch der verschollenen Namen. Als sie verraten werden müssen sie fliehen und geraten in tödliche Gefahr.
Kristin Harmel schrieb diesen Roman, inspiriert von einer französischen Kleinstadt, die im 2. Weltkrieg ein Symbol für den Widerstand war.
Das Buch teilt sich in 32 aufregende Kapitel, es spielt in zwei Zeitebenen. Im Ich-Stil die Erlebnisse in der Gegenwart, in der die Protagonistin das verschollene Buch wiederentdeckt. In Rückblicken und im auktorialen Erzählstil die Geschehnisse in der Vergangenheit. Die einzelnen Kapitel sind durch Monats- und Jahresangaben gekennzeichnet, somit ist es dem Leser zu jeder Zeit möglich sich in der Zeitabfolge zurechtzufinden. Ich schätze in Büchern solche Zeitwechsel, z. B. bei Rückblicken, weil sie die Spannung und die Dynamik steigern. Fremdsprachliche Ausdrücke (polnisch, französisch) sind kursiv hervorgehoben.
Spannend von Beginn bis Ende hat es mich mitgenommen, hat die Geschichte mich fasziniert, gefesselt und davon getragen in die Zeit, die Region und die Geschichte überhaupt. Die Zustände im Lager Drancy z.B., sind so gut beschrieben dass es mir fast den Magen umgedreht hat. An Dramatik war keine Steigerung mehr möglich, bei verschiedenen Fluchtszenarien habe ich tatsächlich die Luft angehalten. Die detaillierte Beschreibung wie die gefälschten Papiere hergestellt wurden, fand ich besonders aufschlussreich. Wie die Autorin ihre Figuren in die Handlung integriert hat, war faszinierend, so authentisch glaubhaft, dass man meint, genauso wäre es auch passiert. Der Plot dieses Buches konnte mich komplett überzeugen. Die Geschichte der französischen Resistance fasziniert mich schon länger, in dem Buch „Das letzte Licht des Tages“ hat die Autorin das gleiche Thema gewählt. Es ist ein schöner Gedanke, dass es selbst in den schlimmsten Zeiten Menschen gegeben hat, die sich selbst in Gefahr brachten um anderen zu helfen. Die dramatische Spannung endet in einem überraschenden Schluss, mit dem ich niemals gerechnet hätte. Ich habe gelacht, vor allem geweint und die Lektüre genossen.
Lieblingsfigur hatte ich keine, denn im Buch kommen so viele gute und hilfsbereite Menschen vor, einer davon z.B. Erich der deutsche Soldat, Pere Clément Pfarrer von Aurignon, Madame Traveres und allen voran natürlich Genevieve, Remy und Eva. Joseph war mir von Anfang an unsympathisch und die Mutter der Protagonistin ist mir gehörig auf die Nerven gegangen, kindisch und bockig hat sie sich benommen, jedoch am Ende hat sie wahre Größe bewiesen. Alle handelten authentisch und nachvollziehbar.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen, nicht nur an Leser die sich wie ich für die französische Resistance interessieren, eine wunderschöne, traurige Liebesgeschichte ist nämlich auch noch dabei. Note 1.«
  19      0        – geschrieben von Ele95
Kommentar vom 1. November 2021 um 18:17 Uhr:
» Im Buch geht es um die junge Jüdin Eva. Die nachdem man ihren Vater verhaftet hat, vor den Nazis fliehen konnte. Sie flüchtet in ein kleines Bergdorf. Dort schließt Sie sich einer Untergrundbewegung an. & versucht mit falschen Dokumenten, Kinder in die Schweiz zu bringen. Diese Kinder bekommen neue Identitäten. Die richtigen Namen tragen Sie in ein Buch ein. Das macht Eva zusammen mit ihrem Partner Rémy. Das alles passiert 1942.

Das Buch beginnt in der Gegenwart, 2005. Da taucht in einer Zeitung ein Bild von diesem ganz besonderen Buch auf. Eva macht sich direkt auf den Weg nach Berlin. Denn jemand sucht den wahren Besitzer von "Das Buch der verschollenen Namen".

Eine spannende & berührende Geschichte über eine starke Frau die vielen Kinder geholfen hat. Eva ist eine sehr starke Persönlichkeit. Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet & wirken authentisch. Der Schreibstil ist berührend, leicht zu verstehen & regt schon zum Nachdenken an. Dieses Buch sollte einfach viel häufiger gelesen werden. Dieses Buch hat mich sehr begeistern können. Ganz klare Kauf  - & Leseempfehlung!«
  11      0        – geschrieben von Zimtstern's Bücherregenbogen
Kommentar vom 22. Oktober 2021 um 21:57 Uhr (Schulnote 1):
» Die Autorin Kristin Harmel erzählt in ihrem neuen Roman „Das Buch der verschollenen Namen“ inspiriert von einer wahren Geschichte, ihren dritten Roman, der in Frankreich zur Zeit des 2. Weltkriegs spielt.

Inhalt:
Liebe und Mut im Angesicht des Bösen:
Kristin Harmels historischer Roman aus der Zeit des 2. Weltkriegs ist inspiriert von der wahren Geschichte einer kleinen Stadt in Frankreich, die zu einem Symbol des Widerstands wurde.
Nur knapp entkommt die Studentin Eva Abrams 1942 aus Paris, nachdem ihr Vater, ein polnischer Jude, verhaftet wurde. Eva findet Zuflucht im kleinen Bergdorf Aurignon in der unbesetzten Zone, wo sie auch den jungen Widerstandskämpfer Rémy kennenlernt.
Bald beginnt Eva, im Auftrag der Résistance Ausweispapiere für jüdische Kinder zu fälschen – doch deren wahre Identität möchte sie für eine Zeit nach dem Krieg bewahren. Zusammen mit Rémy fertigt sie verschlüsselte Aufzeichnungen an: das Buch der verschollenen Namen. Als jedoch ihre Widerstandszelle verraten wird und Rémy plötzlich verschwindet, bedeutet das Buch für sie beide tödliche Gefahr …

Meine Meinung:
Schon alleine das schöne Cover sowie der Klappentext und die Gestaltung des Buches haben mir wieder sehr gut gefallen, ja mich richtig neugierig auf eine weitere schöne Geschichte der Autorin, aus der Vergangenheit und Gegenwart gemacht.
Die Autorin erzählt in einem sehr flüssigen und sehr angenehmen Schreibstil, die Geschichte aus einer französischen Kleinstadt, die im 2. Weltkrieg zu einem Symbol des Widerstands wurde.

Gegenwart: Der Roman startet mit der älteren Bibliothekarin Eva, die in einer Zeitung das Bild eines Buches entdeckt, das einst in ihrem Besitz war. Ihre Vergangenheit kehrt zurück und sie begibt sich auf den Weg um das Buch zurück zu holen, denn es enthält all die Namen, denen sie einst in dem kleinen französischen Dorf Aurignon zur Flucht vor dem Naziregime verholfen hat.

Vergangenheit: Das kleine Bergdorf Aurignon wird die neue Heimat von Eva Abrams und schon bald lernt sie Rémy kennen der im Widerstand aktiv ist. Kurze Zeit später kann Eva ihr fingerfertiges Geschick dafür einsetzen, Ausweispapiere für jüdische Kinder zu fälschen, um diese heimlich über die Grenze in die Schweiz zu schmuggeln, damit wenigstens ein paar Leben gerettet werden. Um deren wahren Identität für die Zeit nach dem Krieg zu bewahren, fertigen Rémy und Eva verschlüsselte Aufzeichnungen an. Aber das Unglück schläft nicht....

Die beiden Handlungsstränge ziehen sich durch die gesamte Geschichte und verknüpfen so eine nachvollziehbare Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Fazit:
Der Autorin ist es wunderbar gelungen, Vergangenheit und Gegenwart einfühlsam miteinander zu verknüpfen. Neben einer hervorragenden historischen Recherche besticht das Buch durch eine spannende und berührende Handlung, die mich am Ende mehr als überraschen konnte. Selbst die Protagonisten und Nebenfiguren sind im Handlungsverlauf sehr glaubwürdig dargestellt und richtig gut eingebunden. Das Buch hat alles, was für mich eine gute Geschichte ausmacht.
Von mir 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!«
  22      0        – geschrieben von Luise
Seite:  1 2
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2021)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz