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Die vier Winde
Verfasser: Kristin Hannah (25)
Verlag: Aufbau (902) und Rütten & Loening (157)
VÖ: 20. September 2021
Genre: Historischer Roman (5250)
Seiten: 516 (Gebundene Version), 493 (Kindle-Version)
Original: The Four Winds
Themen: 1934 (5), Arbeitslosigkeit (17), Armut (65), Dürre (10), Entscheidungen (2065), Kalifornien (297), Streik (11), Texas (214), USA (644), Wirtschaftskrise (26)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Eine nicht mehr ganz junge Frau aus lieblosem Elternhaus "muss" heiraten und gerät in die Wirtschaftskrise während der dreißiger Jahre in den USA.
Lesermeinungen (3)     Blogger (2)     Tags (9)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 12. Oktober 2021 um 19:13 Uhr (Schulnote 2):
» Der Roman spielt in den Jahren 1921 bis 1936 mit einem Epilog im Jahr 1940 und erzählt eine fiktive Geschichte mit dem realen historischen Hintergrund der Weltwirtschaftskrise (Great Depression) und der Umweltkatastrophe (Dust Bowl), die zu großen Dürren und Staubstürmen führte.
Die junge Elsa Wolcott ist Tochter einer wohlhabenden Familie, aber eine Außenseiterin. Ihre Krankheit, die sie als Kind hatte, ihre Körpergröße und ihr unscheinbares Aussehen haben ihr jegliches Selbstbewusstsein genommen und Liebe und Zuneigung hat sie von ihrer Familie auch nicht zu erwarten.
Am Abend vor ihrem Geburtstag schleicht sie sich heimlich in die Stadt und lernt dort Raffaello „Raf“ Martinelli, den Sohn italienischer Einwanderer, kennen. Die beiden verlieben sich ineinander und Elsa wird schwanger. Ihre Eltern schieben sie zur Familie Martinelli ab und sagen sich von ihr los, aber die die Martinellis nehmen sie freundlich auf. Elsa und Raf heiraten, bekommen Tochter Loreda und später Sohn Anthony.
Elsa wird zur Hausfrau, Farmerin und Mutter und ist glücklich, denn endlich hat sie eine eigene Familie.
Aber dann beginnt die Zeit der Trockenheit, die Dürre, der Börsencrash, die Wirtschaftskrise mit den Folgen der Arbeitslosigkeit überall.
Auch auf der Farm leidet die Familie sehr, denn sie leben vom Getreideanbau, der bald nicht mehr möglich ist. Armut und Hunger treten in ihr Leben. Als Raf es nicht mehr aushält versucht er Elsa zu bewegen, dass sie als Familie gemeinsam nach Kalifornien gehen sollen, wo es angeblich genug Arbeit für alle gibt. Aber Elsa zögert, will die Schwiegereltern nicht alleine zurücklassen und Raf geht schließlich alleine.
Später, als die Sandstürme immer häufiger und heftiger werden, überreden Elsas Schwiegereltern sie, mit den Kindern ebenfalls nach Kalifornien zu reisen. Der alte Pickup der Familie wird gepackt und Elsa macht sich mit ihren Kindern voller Hoffnung auf eine Reise in eine ungewisse Zukunft.

Dass Kristin Hannah eine tolle Erzählerin ist, hat sie mit früheren Romanen bereits öfter bewiesen. Hier erzählt sie sehr detailreich, ruhig und authentisch eine fiktive Geschichte, wie sie sich zu dieser Zeit in den USA sicherlich mehrfach zugetragen haben kann.
Im Mittelpunkt steht natürlich Elsa aber auch ihre neue Familie und besonders ihre Tochter spielen wichtige Rollen.
Elsa ist eine tolle Protagonistin, deren Darstellung Kristin Hannah wirklich gut gelungen ist. Von der ungeliebten jungen Frau aus gutem Hause entwickelt sie sich auf der Farm der Martinellis zu einer Frau, die sich um ihre Familie sorgt und kümmert und vor allem überall zupacken kann. Sie lernt viel und gestaltet ihr Leben völlig neu. Auf der Reise nach Kalifornien und später dort vor Ort zeigt sie viel Mut, Stärke und Kraft. Sie entwickelt viel Energie und wird zu einer Kämpferin.
Das hat mir sehr gut gefallen und es war auch alles glaubwürdig dargestellt.

Eine Geschichte, die von einer solchen schlimmen Zeit erzählt, die für viele Menschen zur Tragödie wurde, ist voller Emotionen. Kristin Hannah gelingt es hier, diese Emotionen gut zum Leser zu transportieren ohne zu dramatisch zu werden.
Ich konnte mit Elsa fühlen, habe mit ihr und ihren Kindern gebangt, gehofft und war erschrocken darüber, dass die Menschen aus der Dust Bowl in Kalifornien wie Flüchtlinge behandelt wurden.
Das Schicksal, das damals dort so viele Menschen erleiden mussten, hat mich bewegt und dazu angeregt, im Internet darüber zu recherchieren.

Es war durchaus fesselnd, Elsas Geschichte und ihr Schicksal zu verfolgen. Zwischenzeitlich zog sich die Handlung etwas, da wenig geschah und sie so dahinplätscherte. Aber je näher man dem Ende kommt, desto mehr nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf. Das Ende war für mich unerwartet, tragisch, passt aber zur gesamten Handlung. Der Epilog dagegen hat mir dann wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

„Die vier Winde“ ist eine Mischung aus historischem Roman mit realen Hintergründen, Frauenroman und Familiengeschichte. Dank Kristin Hannahs lebendigem Schreibstil ist er mitreißend, interessant und seine Themen wie Naturkatastrophen sind auch heutzutage aktuell.
Daher empfehle ich diesen lesenswerten Roman gerne weiter!


Fazit: 4 von 5 Sternen«
  18      0        – geschrieben von Fanti2412
 
Kommentar vom 30. September 2021 um 6:22 Uhr (Schulnote 1):
» Elsa wächst bei ihrer wohlhabenden Familie in Texas auf. Doch ihr wird früh eingeredet, dass sie krank ist, sich nicht belasten darf und wenig anziehend aussieht. Liebe und Geborgenheit gibt es für Elsa nicht. Elsa ist mehr als unzufrieden in ihrem goldenen Käfig. Als sie einen folgenschweren Schritt wagt, aus diesem Leben auszubrechen und darauf hofft, bei einem jungen Italiener Liebe und Glück zu finden, wird sie von ihren Eltern dazu gezwungen, den Mann zu heiraten und verstoßen. Das Leben auf der Farm ihrer neuen italienischen Familie ist hart. Doch Elsa lernt sich zu behaupten. Doch dann sorgen die endlos anhaltende Dürre und schwere Staubstürme dafür, dass Elsa mit ihren Kindern die Farm verlassen und in Kalifornien neu anfangen muss. Doch dieser Neustart birgt Gefahren...

Kristin Hannah gelingt es wieder hervorragend, Elsas Geschichte von Anfang an so eindringlich zu beschreiben, dass man sofort mitten im Geschehen ist und den Verlauf der Ereignisse gebannt verfolgt. Es handelt sich um eine fiktive Geschichte, deren Hintergründe allerdings äußerst real sind.

Denn Elsas Schicksal wird von der verheerenden Dürre und den dadurch auftretenden Staubstürmen, welche die Farmen in den Great Plains der 1930er Jahre schwer trafen, maßgeblich geprägt. Endlich hat Elsa in der Familie ihres Mannes einen Platz zum Leben gefunden und gelernt, die harte Arbeit auf der Farm und das Land zu lieben, da schlägt die Natur gnadenlos zu. Elsas Hoffnung auf Regen wird so glaubhaft vermittelt, dass man mit ihr bangt und hofft, dass es endlich dazu kommt. Denn die Nahrung auf der Farm wird immer knapper und es wird schwierig, die Kinder zu ernähren. Die Staubstürme werden ebenfalls so eindringlich geschildert, dass man beinahe meint, selbst vor Ort zu sein.

Handlungsorte und Protagonisten wirken lebendig. Dadurch erwacht die damalige Zeit zum Leben. Auch das, was Elsa und ihre Kinder in Kalifornien erwartet, fließt so authentisch in die Geschichte ein, dass man die Verzweiflung förmlich spüren kann. Dies ist definitiv ein Roman, der unter die Haut geht und lange nachwirkt.

Der eindringliche Schreibstil, die authentischen Charaktere und der harmonisch eingebettete historische Hintergrund machen diesen Roman zu einem Highlight, das zum Nachdenken anregt. Absolute Leseempfehlung!«
  15      0        – geschrieben von KimVi
Kommentar vom 25. September 2021 um 21:17 Uhr (Schulnote 1):
» Nachdem mir bereits der Roman "Die Nachtigall" recht gut gefallen hatte, war ich auf Kristin Hannahs neues Buch "Die vier Winde" sehr gespannt und wurde nicht enttäuscht.
Es verfügt über ein thematisch gut zum erzählten Geschehen passendes und geradezu elegant erscheinendes Cover und wurde von Gabriele Weber-Jaric aus dem amerikanischen Englisch in die deutsche Sprache übertragen.
Hingegen kann ich zwischen der Geschichte und dem - wenn auch am Originaltitel "The Four Winds" orientierten - Titel so leicht keine befriedigende Beziehung feststellen.

Die gesamte Handlung spielt in der Zeit knapp 10 Jahre nach dem "Großen Krieg" (1. Weltkrieg) bis 1936 überwiegend in Texas und Kalifornien, hauptsächlich begleiten wir die ebenso interessante wie liebenswerte Protagonistin Elsinore ("Elsa") Wolcott Martinelli während der letzten beiden Jahre dieses Zeitraumes.

Aus einem gut situierten, aber sie nicht liebenden Elternhaus stammend "muss" sie 25-jährig den nicht standesgemäßen, mehrere Jahre jüngeren katholischen (alles eigentlich absolute Ausschlusskriterien) Raffaello Martinelli, der zu allem Überfluss auch noch italienischer Abstammung ist, heiraten.
In leicht lesbarem Stil wird eine Geschichte erzählt, in der es gleichermaßen um verschiedenste familiäre Konflikte als auch um klimatisch-politisch-finanziell bedingte Probleme (nicht nur!) der damaligen Zeit geht.
Ein informatives, spannendes und Anteilnahme erweckendes Buch!«
  13      0        – geschrieben von victory
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