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Das kleine Hotel am Meer
Verfasser: Hannah Hope (4)
Verlag: Eigenverlag (21123)
VÖ: 10. September 2021
Genre: Romantische Literatur (25191)
Seiten: 320
Themen: Angebot (416), Entscheidungen (2069), Erbschaft (569), Hotel (895), Inseln (2110), Mallorca (145), Meer (673)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Hannah Hope für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Hannah Hope gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Dr. Schwert blickte sie über seinen Brillenrand hinweg an. „Sind Sie bereit?“
     Schon lange, hätte Laura am liebsten gesagt, nickte aber nur zustimmend. Erneut räusperte sich ihr Gegenüber, bevor er genauestens die persönlichen Angaben der Verstorbenen vorlas, um dann endlich auf den Inhalt des Testaments einzugehen.

„Hiermit vermache ich Frau Laura Lichter, der Enkelin meines verstorbenen Ehemanns Konrad Lichter, mein gesamtes Anwesen in der Carrer de Cabrera 1, 07659 Fingueras, Islas Baleares, Spanien, sowie den dazugehörigen Wagen. Auch darf Laura Lichter über mein Konto verfügen, sie ist meine einzige Erbin. Allerdings möchte ich sie darauf hinweisen, dass einige Reparaturarbeiten an dem Haus fällig sind und ich es ihr nicht übelnehme, wenn sie das Anwesen nach meinem Ableben verkauft. Sicherlich wird sie bald ein lukratives Angebot erhalten. Ich habe mich zeit meines Lebens dagegen gesträubt, das Anwesen zu verkaufen, doch spüre ich, dass mich dies viel Kraft gekostet hat. Fast lastet dies wie ein Fluch auf mir, den Laura hoffentlich durchbrechen kann.“
     Dr. Schwert machte noch einmal eine verheißungsvolle Pause und blickte sie über seine Brillengläser an. Hierauf las er erneut die genauen Namen und Adressen der Verstorbenen und der Erbin vor, was Laura allerdings kaum mitbekam.
     Laura saß da wie gelähmt. Sie spürte, wie ihr Herz anfing, schneller zu schlagen, und war unfähig, etwas zu sagen. Kurz verspürte sie den Reflex, sich selbst zu kneifen, um sicherzugehen, dass sie nicht träumte. Das konnte unmöglich wahr sein.
     „Geht es Ihnen nicht gut?“, fragte in dem Moment der Notar und schien tatsächlich besorgt.
     „Könnte ich vielleicht ein Glas Wasser bekommen?“
     Lauras Kehle war wie ausgetrocknet. Hätte sie nicht gesessen, wäre sie vermutlich einfach umgekippt. Ihr Kreislauf machte diese Aufregung nicht mit. Erst im Nachhinein war ihr klar, dass sie sich in einer Art Schockzustand befand.
     Eine Weile hielt sie sich an dem Wasserglas fest und nahm nur schemenhaft wahr, was um sie herum geschah. Dr. Schwert wartete geduldig, bis sie sich erholt hatte, und füllte derweil irgendwelche Dokumente aus.
     „Wie ist sie gestorben?“, wisperte Laura.
     „Wie bitte?“
     „Wie ist meine Tante ums Leben gekommen?“
     „Da müssten wir einen Blick auf den Totenschein werfen“, bemerkte der Notar und zog einen Umschlag aus dem Wirrwarr von Dokumenten, die vor ihm lagen. Offensichtlich kannte er sich in dem Chaos bestens aus.
     Eine gefühlte Ewigkeit starrte er auf das Dokument, bevor er sie wieder über seine Lesebrille hinweg anblickte. Laura konnte sich nicht helfen, aber irgendwie ging ihr Dr. Schwert auf die Nerven.
     „Einen Moment, wir haben das übersetzen lassen“, meinte er dann mit gerunzelter Stirn und begann erneut, in dem Stapel Papiere herumzuwühlen. Endlich hatte er das Gesuchte gefunden, überflog es kurz und sagte dann an Laura gewandt: „Ihre Großtante kam durch einen tragischen Unfall ums Leben. Hier steht, dass sie bei einem Hangrutsch, ausgelöst durch ein starkes Unwetter, in die Tiefe gerissen wurde.“
     „Das Unwetter!“, stieß Laura aus.
     „Wie bitte?“
     „Ich habe den Artikel gelesen, der über die Unwetter aus Mallorca vor ein paar Wochen berichtete, und dass eine Person dabei ums Leben gekommen war.“ Laura fühlte sich schlecht, dass sie dabei nicht eine Sekunde an ihre Tante gedacht hatte, die doch in der Gegend lebte.
     Nun schaute Dr. Schwert sie etwas trauriger über seine Brillengläser an. „Das tut mir leid für Sie!“, bedauerte er. „Geht es Ihnen gut? Sie sind so blass. Möchten Sie jemanden benachrichtigen, der Sie abholt?“, wollte er geradezu fürsorglich von ihr wissen.
     „Nein, nein, es geht schon.“ Laura rang sich ein Lächeln ab. Auf einmal wusste sie gar nicht, warum ihr Dr. Schwert so unsympathisch gewesen war. Schließlich erledigte er nur seinen Job und dies gar nicht mal schlecht. Tatsächlich hatte es den Anschein, als würde sie ihm leidtun.
     „Wurde sie bereits beerdigt?“, erkundigte sich Laura.
     „Sie bestand auf einer Seebestattung im engsten Kreise.“
     „Ich verstehe ...“
     „Hatten Sie ein inniges Verhältnis zu ihr?“
     „Im Grunde schon, nur haben wir uns in den letzten Jahren leider ein wenig aus den Augen verloren. Doch als sie meinen Großvater heiratete, verstanden wir uns sehr gut. Einmal habe ich sie sogar auf Mallorca besucht.“
     „Also kennen Sie das Anwesen, das Sie geerbt haben?“
     „Ja, in der Tat. Damals war es zwar noch eine ziemliche Baustelle, aber ich habe ein Bild vor Augen. Vor allem erinnere ich mich daran, an was für einer wunderschönen Bucht es gelegen ist. Ein wirklich traumhaftes Plätzchen. Ich konnte immer verstehen, dass es Tante Phillis dorthin verschlagen hatte“, plauderte Laura los. Irgendwie tat es gut, sich ein paar Dinge von der Seele zu reden.
     „Können Sie denn in naher Zukunft dorthin fliegen, um Ihr Erbe aus der Nähe zu betrachten?“, wollte der Notar als Nächstes wissen und hatte damit den Nagel auf den Kopf getroffen.
     „Ja, das ist ein wenig das Problem“, begann Laura grübelnd, „in einer Woche fange ich meinen neuen Job an. Meine erste Stelle, um genau zu sein ...“
     „Na, dann haben Sie doch genug Zeit“, sagte Dr. Schwert leichthin, was Laura anregte, noch einmal über ihre Situation nachzudenken. Es stimmte. Theoretisch hatte sie hinreichend Zeit, dorthin zu fliegen und sogar einige Tage vor Ort zu verbringen.
     „Ihre Tante hat auch noch eine Immobilienbewertung und das Angebot eines Immobilienmaklers beigelegt. Dieser bietet Ihnen 350.000 Euro für das Anwesen.“
     „Ist das viel?“
     „Das kann ich Ihnen nicht sagen. Ich kenne die Preise vor Ort nicht und weiß nicht, in welchem Zustand das Haus ist. Aus dem Erbe lässt sich allerdings herauslesen, dass einige Renovierungsarbeiten anstehen. Sagen wir’s mal so: Dafür, dass Sie bis eben noch dachten, Sie würden nur eine alte Hutschachtel erben, sind 350.000 Euro gar nicht schlecht.“
     Laura musste lächeln. Dr. Schwert besaß sogar ein wenig Humor.

     „Haben Sie jemanden, mit dem sie das alles besprechen können?“
     „Ja, meine Eltern. Zu ihnen werde ich gleich fahren.“
     „Ich stehe Ihnen auch gerne mit Rat und Tat zur Seite“, meinte er dann noch freundlicherweise.
     Während der Notar alle wichtigen Unterlagen zusammenpackte und ihr diese gemeinsam mit dem Schlüssel zu dem Anwesen überreichte, fragte er: „Meinen Sie, Sie werden das Anwesen verkaufen?“
     „Eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass ich das tun werde. Was denken Sie, warum meine Tante von einem Fluch redet, der auf ihr lastete?“
     „Das müssen Sie wohl vor Ort rausfinden.“
     Er hatte recht. Das musste sie.
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