Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
46.152 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »aifrid8«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
 
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
Das kleine Hotel am Meer
Verfasser: Hannah Hope (4)
Verlag: Eigenverlag (21086)
VÖ: 10. September 2021
Genre: Romantische Literatur (25145)
Seiten: 320
Themen: Angebot (416), Entscheidungen (2065), Erbschaft (566), Hotel (895), Inseln (2106), Mallorca (145), Meer (670)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,00 (100%)
auf Basis von einem Blogger
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
2,11 (78%)
1
33%
2
33%
3
22%
4
11%
5
0%
6
0%
Errechnet auf Basis von 9 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Das kleine Hotel am Meer« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe     Blogger (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Hannah Hope für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Hannah Hope gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Laura glaubte, sich daran zu erinnern, dass Phillis mit ihrem kleinen Hotel ein paar Probleme hatte. Details fielen ihr nicht mehr ein. Einer Sache war sie sich allerdings sicher: Ihre Tante hatte nur besondere Gäste bei sich aufgenommen, meist Stammgäste, die schon seit Jahren zu ihr kamen.
     Phillis’ Unterkunft fand man nicht auf den üblichen Plattformen im Internet. Alles lief über Mund-zu-Mund-Propaganda und es gab nur eine direkte telefonische Buchung bei der Besitzerin. Da das Hotel nur sechs Gästezimmer zu vermieten hatte, konnte Tante Phillis stets ein volles Haus vorweisen – zumindest von April bis November.
     Laura dachte daran, dass Phillis in den letzten Telefonaten über die einsamen Wintermonate auf der Insel geklagt hatte. Auch von noch ein paar anderen Problemen, die ihr das Leben schwermachten, war die Rede gewesen. Angestrengt überlegte sie, was Phillis ihr damals erzählt hatte, kam aber gerade nicht darauf.

Erst nach einer Weile warf Laura einen Blick auf das beiliegende Blatt. Auf der Sterbeurkunde konnte sie keine Informationen zur Todesursache feststellen.
     Noch einmal betrachtete sie die amtliche Einladung zur Testamentseröffnung. Am morgigen Tag um 9 Uhr sollte sie beim Notar erscheinen. Zum Glück hatte sie da nichts vor, war aber bereits jetzt gespannt, was sie dort erwartete.


Kapitel 3


Mit klopfendem Herzen fuhr sie am nächsten Morgen mit dem Fahrrad zum Notariat. Obwohl es in den letzten Tagen noch mal einen regelrechten Wintereinbruch gegeben hatte, verzichtete Laura auf das Auto, das sie sich mit zwei WG-Bewohnern teilte. Solange kein Unwetter über Heidelberg zog, nahm sie das Fahrrad.
     An diesem Morgen war sie unsicher gewesen, was man zu solch einer Testamentseröffnung anziehen sollte. Musste sie in ein Kostüm schlüpfen?
     Immerhin hatte sie nun eine Auswahl an schicker Kleidung, da sie sich für ihren Berufsstart in der nächsten Woche neu eingekleidet hatte. Ehrlich gesagt, wäre sie gar nicht auf die Idee gekommen, aber ihre Mutter hatte darauf bestanden. Zugegebenermaßen hatte es sogar Spaß gemacht, mit ihr durch die Stadt zu ziehen und ein paar schicke Anziehsachen zu kaufen, wobei sie dies als Kind immer verabscheut hatte. Einkaufengehen mit ihrer Mutter hatte stets in einem Streit geendet.
     An diesem Morgen entschied sich Laura für eine Jeans, mit der sie gut Rad fahren konnte, und zwei neue Errungenschaften: eine cremefarbene Bluse und einen eleganten dunklen Blazer. So fühlte sich weder over- noch underdressed.
     Die Fahrradfahrt tat ihr gut. Die Aufregung hatte sich gelegt und sie kam fast fünfzehn Minuten zu früh bei der Kanzlei an. Kurzerhand entschied sie sich, noch einen Kaffee in einer kleinen Bäckerei zu holen, vor der sie ihr Fahrrad abgeschlossen hatte, und nicht weiter zu überlegen, was sie erwarten würde. Natürlich hatte sie unentwegt gegrübelt, was in dem Testament stehen könnte, und auch ihre Eltern um Rat gefragt. Doch auch diese waren ebenso ratlos wie sie.
     Ihre Eltern hatten zu Tante Phillis gar keinen Kontakt gehabt und konnten sich somit noch weniger vorstellen, was Laura zu erwarten hatte. Ihre Mutter hatte die damalige Entscheidung ihres Vaters, eine neue Frau zu heiraten, nicht für gutgeheißen, was wiederum Laura gar nicht nachvollziehen konnte.
     Sie hatte sich für ihren Großvater und sein neu gefundenes Glück gefreut, das ja dann ohnehin nicht lange gewährt hatte. Im tiefsten Innern glaubte Laura, dass ihre Mutter Tante Phillis gegenüber ein schlechtes Gewissen hatte, unter anderem, weil sie nicht zur Hochzeit erschienen war. Insofern konnten ihre Eltern ihr höchstens moralische Unterstützung geben, in der Sache an sich jedoch nicht weiterhelfen.
     Überpünktlich begab sich Laura zur Anmeldung und wurde von einer etwas streng wirkenden Dame gebeten, im Warteraum Platz zu nehmen. Kurze Zeit später erschien Dr. Ernst Schwert, um sie in sein Büro zu bitten.
     Dr. Schwert war ein Notar, wie man ihn sich vorstellte, sollte man dies jemals getan haben. Das etwas schüttere Haar wirkte an den Kopf geklebt, um die kahlen Stellen zu verdecken, und auf der Nase trug er eine Lesebrille, über die er mehr hinweg als hindurch blickte.
     Laura schätzte ihn auf Anfang sechzig und wie man sah, war er gutem Essen nicht abgeneigt. Die Anzughose hatte er über seinen kugelrunden Bauch gezogen und mit einem Gürtel festgezurrt, was den Oberkörper viel zu kurz erschienen ließ bei seiner ohnehin nicht gerade stattlichen Körpergröße.
     Dr. Schwert bat Laura, ihm gegenüber an einem runden Besprechungstisch Platz zu nehmen, und sortierte etwas umständlich die vorhandenen Dokumente vor sich auf dem Tisch. Offensichtlich wollte er das Ganze spannend machen, so kam es Laura zumindest vor.
     „Sind Sie Laura Lichter?“, wollte er zuerst wissen, wobei sie sich fragte, was er tun würde, wenn sie dies mit „Nein“ beantworten würde.
     Nachdem Laura ihre Identität mit dem Personalausweis bestätigt hatte, schien er zufrieden und blickte lächelnd auf die Dokumente vor sich auf dem Tisch, bei denen Laura nicht erkennen konnte, worum es sich handelte.
     „Woran ist meine Tante gestorben?“, platze sie plötzlich heraus.
     „Dazu kommen wir später.“
     Später? Wie lange sollte das Ganze hier denn dauern?
     Laura nahm sich vor, erst einmal keine weiteren Fragen zu stellen.
     „Ich verlese nun das Testament der Verstorbenen“, kündigte er an, bevor er sich aufwendig räusperte und mehrmals Wasser trank, als wolle er eine Podiumsrede halten.
     Mit was hatte Tante Phillis sie wohl bedacht? Sie hatte immer ihren aufwendigen und auffälligen Schmuck bewundert. Vielleicht würde sie ihr ja ein Schmuckstück zukommen lassen.
Seite: 1 2 3 4
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2021)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz