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Max Heller 7 - Feind des Volkes
Verfasser: Frank Goldammer (18)
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1381)
VÖ: 17. September 2021
Genre: Historischer Roman (5349) und Kriminalroman (9168)
Seiten: 416 (Broschierte Version), 417 (Kindle-Version)
Themen: 1961 (6), Berliner Mauer (28), Beweise (95), Deutsche Demokratische Republik (212), Dresden (73), Entscheidungen (2097), Gefahr (1680), Mord (7060), Mörder (705), Sechziger Jahre (218)
Reihe: Max Heller (7)
Erfolge: 1 × Spiegel Paperback Top 20 (Max: 16)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Max Heller 7 - Feind des Volkes« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (3)     Blogger (6)     Tags (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 23. November 2021 um 21:31 Uhr:
» Hellers letzter Fall

Der Fall mit dem Heller im Spätsommer 1959 zu tun hat, ist in seiner Brutalität und Grausamkeit einzigartig. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, da es sich bei den beiden Opfern um angesehene, hochrangige Bürger der DDR handelt. Da wird dann auch schnell mal die Staatssicherheit bei den Ermittlungen mit einbezogen. Aber die Schwierigkeit ist, es darf so richtig niemand etwas erfahren, denn Mord und Totschlag gibt es in der DDR nicht. Als ein potentiell Verdächtiger die Morde gesteht, sind alle erleichtert.

Doch es zeigt sich zwei Jahre später im Sommer 1961, dass es weitere Todesopfer gibt, die alle auf eine ähnliche Weise umgebracht wurden, wie in dem Fall vor zwei Jahren. Heller, den man mittlerweile im Büro bis zum Ruhestand geparkt hat, wird in die erneuten Ermittlungen miteinbezogen, da sich der Täter bei ihm persönlich meldet und ihn und seine Familie bedroht.

Spannend war in diesem Buch die gelungene Verknüpfung zwischen dem Privatleben Hellers, den Ermittlungen der Polizei und den schwelenden Veränderungen damals in der DDR. Heller, der zunehmend weniger bereit ist, sich die Einschränkungen und Bevormundungen seiner Vorgesetzten gefallen zu lassen und daraus kurzerhand die Konsequenzen zieht. Man merkt beim Lesen deutlich, wie sehr die Luft brennt. Beim Lesen wird einem auch bewusst, wie sehr die Stasi Einfluss auf die Ermittlungen und auch auf das Leben der Beteiligten nahm. Wer die richtigen Leute an der richtigen Position kannte, dem konnte einfach nichts passieren. Die wurden von Oben geschützt, auch wenn es vielleicht Verdachtsmomente in die richtige Richtung gab. In dem Falle gab es für Heller große Sympathie, denn er ließ sich von den Oberen nicht einschüchtern.

Ich finde es schade, dass dies nun der letzte Ermittlungserfolg von Heller ist und die Reihe damit endet. Vielleicht hat der Autor und lässt den Kommissar unter veränderten Bedingungen weiter wirken.

Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.«
  14      0        – geschrieben von Xanaka
Kommentar vom 19. November 2021 um 21:41 Uhr (Schulnote 1):
» "Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer." (Lucius Annaeus Seneca)
Dresden 1961:
Max Heller soll seine letzte Zeit bis zur Pension im Innendienst verrichten, da kommt es zu einem Doppelmord. Eines Tages erhält er dann ein Paket mit Beweismitteln zu einem alten Fall und anonyme Anrufe. Ist der Täter von damals wieder da oder spielt hier jemand ein Spiel mit ihm? Nicht nur das Max mit seinen Kollegen einen Mörder jagen muss, sieht er seine Familie ebenfalls in großer Gefahr, den der Täter weiß nun, wo er wohnt. Auch die politische Lage wird immer angespannter, sodass sich die Regierung zum Bau einer Mauer entschließt. Dieser wird heimlich in Berlin vorbereitet, sodass Karin, Annie und Max sich nun entscheiden müssen, bleiben oder gehen.

Meine Meinung:
Mit diesem Buch beendet der Autor eine für mich bedeutungsvolle und interessante Krimireihe. Sie begann bei Band eins in der Bombennacht von Dresden und endet kurz vor dem Mauerbau. Durch die vielen Fluchtversuche der Bevölkerung stehen die Politiker immens unter Druck. So kommt es in den frühen Morgenstunden des 13. August 1961 dazu, dass man den östlichen Teil Berlins abriegelt. Doch Max und seine Familie merken davon nichts, zu sehr ist er mit einem Doppelmord beschäftigt. Dabei tritt er immer häufiger bei seinem neuen Vorgesetzten Appelt ins Fettnäpfchen, weshalb er ihn in den Innendienst beruft und er zusehends immer mehr unter Druck gerät. Einige Fehlentscheidungen und Ungereimtheiten lassen Max zweifeln, ob er nicht langsam zu alt für diesen Job ist. Jetzt muss er wohl doch für sich und seine Familie eine Entscheidung treffen. Die Beziehung zu Sohn Klaus ist inzwischen ganz unterbrochen, was sicher mit an seiner Parteizugehörigkeit liegt. Bei den Briefen von Erwin fällt ihnen auf, dass sie kontrolliert werden. Zwar hat Max dies schon länger vermutet, doch es lässt ihn grübeln, wie es weitergehen soll. Auch Tochter Anni bekommt die ersten Eindrücke davon, was es heißt, sich dem Staat nicht vollkommen zu beugen. Ihre Versuche zum Studium zugelassen zu werden, wird abgewiesen. Mit diesem letzten Band hat der Autor noch einmal viel Wirrungen und Rätsel ins Spiel gebracht, sodass ich bis zum Ende keine Ahnung vom Täter hatte. Vor allem ein großes Rätsel für mich ist, dass der Täter nur mit Max in Kontakt tritt. Erneut nimmt er mich mit in die Zerrissenheit von Max und Karin, ob sie bleiben oder in den Westen gehen sollen. Ich stelle mir das sehr schwer vor, wenn man sich zwischen seinen Kindern und Ost oder West entscheiden muss, den es ist ja ein Entschluss für immer. Vor allem für den heimatverbunden Max ist die Entscheidung, eventuell Dresden zu verlassen, nicht einfach. Zwar konnte mich das Ende mit diesem Täter nicht befriedigen, doch dafür hatte alles andere wieder Hand und Fuß. Darum gibt es von mir 4 1/2 von 5 Sterne dafür.«
  17      0        – geschrieben von claudi-1963
 
Kommentar vom 19. November 2021 um 14:18 Uhr (Schulnote 1):
» In einer Rasthütte im Prießnitzgrund bei Dresden sind zwei Tote gefunden worden Max Heller, der es nicht mehr lange bis zur Rente hat, und seine Kollegen sollen den Fall aufklären, allerdings möglichst ohne Aufsehen zu erregen. Doch wie soll man einen Mordfall klären, wenn einem überall Steine in den Weg gelegt werden? Heller ist seit vielen Jahren Polizist und möchte seine Fälle aufklären, auch wenn er damit dem ein oder anderen auf die Füße tritt. Sein neuer Vorgesetzter Appelt hat mit Hellers Vorgehen seine Schwierigkeiten. Dann nehmen sie einen Verdächtigen fest, der die Tat gesteht, um in Ruhe gelassen zu werden. Max ist nicht überzeugt, dass sie den Richtigen haben. Er wird in den Innendienst versetzt. Zwei Jahre später meldet sich der Täter bei Max und fordert ihn zu einem perfiden Spiel heraus. Max muss noch einmal ermitteln und bringt damit sich und seine Familie in Gefahr.
Dies ist der siebte und letzte Band der Reihe um Max Heller.
Max‘ unangepasste Art gefällt dem Regime in der DDR nicht und auch, dass er kein SED-Mitglied ist, wird ihm angekreidet. Er muss feststellen, dass er überwacht wird und dass ihm Briefe seines Sohnes Erwin aus der BRD nicht zugestellt wurden. Aber auch Max gefällt es nicht, dass ihm immer wieder Beschränkungen auferlegt werden, die seine Ermittlungen erschweren. Seine Frau Karin hat immer zu Max gehalten, auch wenn sie gerne zu Sohn nach Köln gegangen wäre, denn zu ihrem anderen Sohn Klaus, der bei der Staatssicherheit ist, haben sie kaum Kontakt. Aber Max mag seine Heimat und er mag seinen Beruf. Doch nun muss Anni, Hellers Adoptivtochter, darunter leiden; sie darf nicht studieren. Hellers Kollege Salbach soll über Heller Bericht erstatten. Aber sie sind auch gute Kollegen, die sich aufeinander verlassen können.
In diesem Roman wird es sehr deutlich, wie eingeschränkt das Leben in der DDR war. Wer nicht für den Staat war, dem wurde es schwer gemacht – sowohl in der Ausbildung, im Beruf als auch im Privaten. Die Lage verschärft sich immer mehr. Am Ende muss Max eine Entscheidung treffen.
Dieser Fall nimmt immer neue Wendungen und so bleibt es spannend. Auch wenn ich ziemlich sicher war, aus welcher Richtung der Täter kommt, so hatte ich die Person dennoch nicht im Visier.
Ein schlüssiges und spannendes Ende dieser Krimi-Reihe. Lesenswert!«
  14      0        – geschrieben von buecherwurm1310
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