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Ritchie Girl
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Ritchie Girl« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 26. September 2021 um 22:10 Uhr (Schulnote 2):
» Schuld und Sühne

Bei diesem Buch hat mich der Klappentext sofort angesprochen.
Die Thematik, die Kriegsverbrecher zu entlarven und zu verurteilen finde ich sehr interessant.
Leider wird ja immer mit zweierlei Maß gemessen und die Siegermächte sahen oft auch nur ihren Vorteil. Vielen ehemaligen Nazis wurden weiße Westen verpasst, um sie so in bedeutende Positionen zu schieben. Was man braucht, wird nicht vernichtet, scheint hier die Devise zu sein.

Auch die Heldin dieses Roman hat eine Vergangenheit, die in Verbindung mit Deutschland steht. Sie macht eine entscheidende Entwicklung durch, findet zu sich selbt und erkennt, wie dasSystem funktoniert.

Den vielen Informationen, die der Autor hier streut, hätte ein bisschen mehr Hintergrundwissen gut getan. Dann wäre es perfekt gewesen.
Viele Schicksale werden hier beleuchtet und zeigen den Schmerz des Krieges. Umso schlimmer mutet es an, dass viele ihrer gerechten Strafe entgangen sind.

Ein gutes Buch, dass auch durch seine äußere Gestaltung beeindruckt! Fiktion wird mit vielen Fakten gemischt und entstanden ist eine Geschichte, die man so schnell nicht vergisst.«
  8      0        – geschrieben von Lorixx
Kommentar vom 26. September 2021 um 16:07 Uhr (Schulnote 1):
» Psychologische Kriegsführung
Ich bin historisch sehr interessiert und versuche die deutsche Nazivergangenheit, die Kollaboration und besonders die Rolle der US- Amerikaner zu verstehen.
Mit seinem Werk “Ritchie Girl” ist Pflüger eine brillante Mischung aus Fakten und Fiktion gelungen. Dabei wird deutlich, dass der Autor sehr intensiv recherchiert hat.
Die Protagonistin Paula Bloom ist als Kind einer deutschen Mutter und eines reichen amerikanischen Geschäftsmannes in privilegierten Verhältnissen in Berlin aufgewachsen. Nach ihrer Umsiedlung in die USA konnte sie studieren und wurde in dem real existierenden Camp Ritchie dafür ausgebildet, als Besatzungsoffizierin in Deutschland eingesetzt zu werden. Während der Kriegsverbrecherprozesse soll sie einen österreichischen Juden verhören, der vorgibt, während des 2. Weltkriegs ein wichtiger Spion gewesen zu sein.
Sie reflektiert auch genau die Situation in ihrem Berliner Elternhaus wo alle möglichen Nazigrößen ein und ausgingen. Welche Rolle hat ihr Vater gespielt? Wie war er im Nazisystem involviert?
Paula wird mit schlimmsten Nazi - Verbrechen konfrontiert. Sie ist sogar in Nürnberg anwesend als Todesurteile ausgeführt werden.
Sie begegnet ihrer großen Liebe wieder und muss erkennen, inwiefern er sich schuldig gemacht hat.
Der Autor erzählt sehr wortgewaltig und metaphorisch. Sein Werk regt ständig zum Nachdenken an. und man muss zwischendurch innehalten. Also keine leichte Kost!
Paula Bloom weiß nicht mehr wo sie sich verorten soll und dem Leser ergeht es ähnlich. Wie war das Leben während der Nazizeit, und hätte man etwas tun können bzw. müssen?
Das Cover zeigt in dunklen Farben am unteren Bildrand vermutlich das Gelände der IG Farben, während der Nazi-Zeit das größte Chemie- und Pharmaunternehmen der Welt, welches durch jüdische Zwangsarbeiter und “Arisierung” zu seiner wirtschaftlichen Blüte aufsteigen konnte.
Dieses Cover passt perfekt zur Thematik des Werkes. Seine Protagonistin wurde sehr detailliert dargestellt, Identifikation ist gut möglich, Aufarbeitung der Problematik wurde mir ermöglicht. Ein tolles Werk für den anspruchsvollen, historisch interessierten Leserkreis.«
  15      0        – geschrieben von rosenfreund
Kommentar vom 22. September 2021 um 22:20 Uhr (Schulnote 2):
» Ein lesenswerter Roman, der einen nachhaltigen und beklemmenden Eindruck hinterlässt!
Bedrückende Erinnerungen, Schuldgefühle und Wut kommen bei Paula Bloom wieder hoch, als sie neun Jahre nach ihrer Flucht aus Deutschland wieder in ihre frühere Heimat zurückkehrt, in der sie als Tochter eines einflussreichen amerikanischen Geschäftsmannes groß geworden ist und ein Leben in gehobenen Kreisen führen durfte. Der Krieg hat seine grausamen Spuren hinterlassen und die Besatzungsmächte haben alle Hände voll zu tun, die Verantwortlichen dafür auszumachen und an den Pranger zu stellen. Im Camp Ritchie, dem Ausbildungslager für den US-Militärgeheimdienst, hat Paula das nötige Handwerk gelernt um sich den Aufgaben zu stellen. Die Verhöre mit dem österreichischen Juden Johann Kupfer, der zu einem der größten Spione des Zweiten Weltkrieges zählte, stellt sie vor unglaubliche Herausforderungen. Immer wieder kommt sie ins Zweifeln, ob er ihr Lügen oder die Wahrheit auftischt. Doch sie hofft auch mehr über das Schicksal von Georg Melzer zu erfahren, der damals kurz eine Rolle in ihrem Leben gespielt hat und mit dem sie schon lange nicht mehr in Kontakt steht.

Auf die Geschichte von “Ritchie Girl” bin ich neugierig geworden, nachdem mich Andreas Pflüger mit seiner Jenny Aaron Thriller-Reihe so begeistert hat. Ich war mir bewusst, dass dieser Roman ein ganz anderes Kaliber ist. Der Klappentext jedoch lässt nicht ganz darauf schließen, dass man so einen beklemmenden, schockierenden und unter die Haut gehenden Lesestoff geboten bekommt, der einen aber aufgrund der Thematik nicht mehr loslässt. Sprach- und wortgewaltig hat der Autor hier einen Roman erschaffen, in dem Fiktion und Geschichte gekonnt miteinander verwoben werden. Andreas Pflüger hat sich schon 30 Jahre lang mit dem Nationalsozialismus und der Shoah beschäftigt und man spürt, wieviel Herzblut von ihm in diesem Buch steckt. Es liest sich nicht ganz so flüssig, da viele Hintergrundinformationen zu Personen, Schauplätzen und Ereignissen auf einen einfließen und zeitliche Gedankensprünge der Charaktere erfolgen, die ein aufmerksames Lesen von einem fordern. Sehr authentisch wurde von ihm eine bedrückende Nachkriegskulisse erschaffen, die man bildlich vor Augen hatte. Das ans Licht bringen und Aufarbeiten der furchtbaren und irrsinnigen Machenschaften hochrangiger NS-Funktionäre macht einen regelrecht sprachlos. Verabscheuungswürdig finde ich es, wenn mit ehemaligen Feinden kooperiert wird und diese Menschen nach all ihren Gräueltaten unbehelligt unter einer neuen Identität weiter ihr Leben fristen können. Eine persönliche Note bringt Paula Bloom mit in die Geschichte hinein, da ihre Schuldgefühle und eine Last, die auf ihren Schultern liegt, einen neugierig auf ihr zurückliegendes Leben machen. Sie und Sam waren mir durch ihre Menschlichkeit sehr sympathisch. Während ihres Auftrages macht Paula die Erfahrung, dass man sich nie sicher sein kann, wer zu den Guten und Bösen gehört und es auch schonmal ein dazwischen gibt. Sogar die Schacherei in den eigenen Reihen macht ihr das Leben schwer. Doch mit Sam, einem Freund aus Camp Richie hat sie einen verlässlichen Menschen an ihrer Seite, der ihr Rückhalt gibt und für sie da ist. Paulas Verhöre mit Kupfer haben mich ungemein gefesselt. Sie glichen einem Schachspiel, bei dem sie sich gegenseitig getäuscht, aus der Reserve gelockt und ausgetrickst haben. Mit Spannung habe ich darauf hin gefiebert, dass sie ihn enttarnen kann. Doch auch er wird zum Spielball zwischen den Besatzungsmächten. Richtig dramatisch und emotional war ihr letztes Gespräch mit ihm, in dem er ihr ein schreckliches Geheimnis enthüllt, dass sie aus der Fassung bringt und bei ihr Tränen fließen lässt. Mit der Offenbarung habe ich nicht gerechnet. Der Wahnsinn damals hatte zu viele Namen. Ich kann Paula nicht verdenken, dass sie nach ihrer Pflichterfüllung ihren Dienst zusammen mit Sam quittiert hat.

Fazit:

„Ritchie Girl“ ist ein sehr lesenswerter Roman, den ich jedem empfehlen kann, der sich für die deutsche Geschichte und das Thema Holocaust interessiert. Das Nachwort des Autors und die ausführlichen Anmerkungen von Bodo Hechelmann, dem Chefhistoriker des Bundesnachrichtendienstes, haben für mich den Eindruck vom Roman noch einmal unterstrichen.«
  16      0        – geschrieben von Gina1627
 
Kommentar vom 19. September 2021 um 22:24 Uhr (Schulnote 3):
» Darum geht's:

Am Rande Berlins ist Paula Blohm in wohlhabenden Verhältnissen groß geworden und konnte dank ihres amerikanischen Vaters in die USA emigrieren. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges kehrt sie als Teil der US-Streitkräfte nach Europa zurück und soll in einem Camp nahe Frankfurt Befragungen durchführen. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf Johann Kupfer, der behauptet, einer der erfolgreichsten Spione zu sein, doch mal zweifelt, ob er es ist, der sich hinter dem Decknamen "Sieben" versteckt hat.

So fand ich's:

Paula kommt nicht unbelastet nach Deutschland zurück, denn ihr inzwischen verstorbener Vater, ein US-amerikanischer Geschäftsmann, hat auch mit Nazis gute Verbindungen gepflegt. Außerdem gibt es ihre erste Liebe Georg, den sie in Deutschland zurückgelassen hat und von dem sie nicht weiß, ob er noch lebt und wie es mit seinem moralischen Kompass aussieht. Paulas Vergangenheit und eigene Verstrickung mit Nazis vermischen sich mit ihrer Aufgabe im Camp, Johann Kupfers angebliche Spionagetätigkeit zu verifizieren und mit dem, was sie mit Besatzern, Überlebenden und Tätern erlebt.

Die Zeit, in der dieses Buch spielt, ist hochinteressant. Denn diese Situation, die Aufarbeitung von Kriegsverbrechen, Doppelmoral, Geschäftemacherei und Moral, die weiße Fassade und das, was sich an Grautönen dahinter verbirgt, zynische oder hoffnungsfrohe Betrachtungen von ein und derselben Situation - das alles wiederholt sich in der Geschichte immer wieder und wieder. Und ich begrüße jede zusätzliche Sicht auf diese komplexen Verflechtungen, die man immer nur in Teilbereichen aufarbeiten und betrachten kann. Insofern ist "Ritchie Girl" absolut empfehlenswert.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich mit der Art, wie mir diese Erzählung präsentiert wurde, so meine Probleme hatte. Ich fand die Erzählweise oft zu abgehackt, bruchstückhaft und mit sehr vielen Informationen fast schon überfrachtet. Diese werden auch wie nebenbei fallen gelassen, als müsse man die Hintergründe kennen. Es wird nicht viel erklärt. Ich hatte den Eindruck, als würde ich als Außenstehende einem Gespräch zweier Insider lauschen. Man schlaglichterte sich so durch, bekam Facetten vorgesetzt, die einen glaubhaften Eindruck der Zeit vermitteln und eine passende Atmosphäre schaffen, die mich aber nicht mitreißen konnten. Durch die vielen Aspekte, die alle nicht vertieft wurden, blieb eine Distanz zur Erzählung, die ich nicht überbrücken konnte. Selbst Paula blieb mir lange fremd, bis ich so nach und nach ein bisschen mehr über sie und ihr Dilemma herausfand.

Jede Menge berühmte Namen wurden platziert, als bestünde Paulas Welt nur aus Prominenten. Ich fühlte mich manchmal an Forest Gump erinnert, der sich in viele Ereignisse der Weltgeschichte hineinstolperte. Paula begegnete unter anderem Otto Dix, Marlene Dietrich, Graham Greene, Charlie Chaplin und so gut wie allen Nazigrößen und mir war das zu viel des Guten.

Andreas Pflüger hat es geschafft, mit komprimierter Sprache eine dicht gepackte Geschichte zu erzählen, die einen zwingt, langsam zu lesen und doch verplaudern sich seine Figuren oft genug in handlungsarmen Passagen so, dass man sie am liebsten drängen würde, endlich auf den Punkt zu kommen. In einem gleichmäßig dahinplätschernden Strom von Blabla verstecken sich dramatische Schicksale und bittere Wahrheiten. Ich empfand das Buch als anstrengend, aber andererseits wird man dem schweren Thema mit leichter Kost auch nicht gerecht. Manchmal war mir das Buch gleichzeitig zu viel und zu wenig.

Deshalb unterscheide ich zwischen dem, was thematisiert wird, was wichtig und von grundlegender Bedeutung ist und womit man sich unbedingt auseinandersetzen sollte. Und der Art und Weise, wie Pflüger erzählt, mit der ich mich schwergetan habe, die aber durchaus passend war, nur eben nicht für mich. Am Ende bleibt ein durchwachsener persönlicher Leseeindruck, der jedoch niemanden davon abhalten sollte, dem Buch eine echte Chance zu geben.«
  15      1        – geschrieben von Gabis Laberladen
 
Kommentar vom 13. September 2021 um 9:05 Uhr (Schulnote 1):
» In Camp Ritchie war das Ausbildungslager der US-Armee. Hier wurden auch die Ritchie Boys ausgebildet. Es handelte sich um junge Deutsche – nicht nur Boys -, die gegen die Nazi-Diktatur arbeiten sollten. Auch Paula Bloom kehrt nach ihrer Ausbildung dort als Besatzungsoffizierin zurück nach Deutschland, dass sie vor Jahren Hals über Kopf verlassen hatte. In Nürnberg werden die Prozesse gegen Kriegsverbrecher geführt und die Amerikaner arbeiten pragmatisch mit den Deutschen zusammen, auch wenn diese nicht unbescholten sind. Paula wird auf den österreichischen Juden Johann Kupfer angesetzt, der behauptet, der größte Spion während des Zweiten Weltkrieges gewesen zu sein.
Ich habe schon einige Bücher des Autors Andreas Pflüger gelesen und wollte auch diesen Roman unbedingt lesen. Es ist keine leichte Kost, die uns der Autor hier serviert.
Paula Bloom ist eine sympathische junge Frau, die als Tochter einer deutschen Mutter und eines amerikanischen Geschäftsmannes in Berlin aufgewachsen ist. Nach ihrer Flucht in die USA stellte sie fest, dass ihr Leben eine einzige Lüge war. Sie ist innerlich zerrissen und empfindet Scham und Schuldgefühle. Mit diesen Gefühlen ist sie allerdings nicht alleine, auch ihr Kamerad Sam empfindet so. Paula sieht die verheerenden Auswirkungen des Krieges. Die pragmatische Art der Amerikaner mit der Aufarbeitung der Vergangenheit umzugehen, bringt Paula zur Verzweiflung. Niemand will gewusst haben, was geschehen ist. Keiner zeigt Reue und alle betrachten sich als Opfer. Paula kann den Deutschen nicht verzeihen, aber genauso wenig sich selbst, denn ihr Verhalten hat auch zu Verhaftung und Deportation geführt, ohne dass sie sich dessen bewusst war. Nun versucht sie ihre große Liebe und muss erkennen, dass sie sich auch in Georg getäuscht hatte.
Vieles was hier geschildert wird, ist schwer zu ertragen. Trotzdem hat mich die Geschichte von Anfang an gepackt und ich konnte Paulas Gefühle gut nachvollziehen. Es ist ein Roman, der einen noch lange beschäftigt.
Absolute Leseempfehlung!«
  13      0        – geschrieben von buecherwurm1310
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