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Wyn’d’maer Saga 1 - Das Vermächtnis der Vier
Verfasser: Christopher Tefert (1)
Verlag: Pinguletta (10)
VÖ: 20. August 2021
Genre: Fantasy (14066) und Jugendliteratur (7857)
Seiten: 253 (Taschenbuch-Version), 248 (Kindle-Version)
Themen: Berge (355), Hirten (13), Königreiche (404), Prinzessinnen (545), Schwur (138), Vermächtnisse (99)
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Windemere – geheimnisvoller Berg inmitten eines glitzernden Sees und Hauptstadt eines fantastischen Reichs. Tief in seinem Inneren birgt er ein uraltes Vermächtnis: Der Ewige will leben und sucht nach Verbündeten ...
Auf der Flucht vor Verrat leistet Prinzessin Patrizia einen Schwur, der das Schicksal des Königreichs für immer verändern wird. Doch bei ihrer Aufgabe braucht sie dringend Hilfe ...
Der junge Schäfer Oni kommt nach Windemere, um seine kleine Schwester zu retten. Eine freundliche Geste wird ihm zum Verhängnis und er gerät in einen Strudel gefährlicher Ereignisse …

Eine waghalsige Reise voller Abenteuer, Freundschaft und Hoffnung beginnt - in einem Land, in dem Magie verboten ist und die Götter auf ewig Wache halten. Der Beginn der magische Wyn'd'maer Saga.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Frau Hauck vom pinguletta Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Christopher Tefert gibt es bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Fassungslos sah sie ihn an. Für einen Moment wechselte der Ausdruck auf ihrem Gesicht zu Dankbarkeit, dann zu Entsetzen. »Lauf!«, flüsterte sie.
     Verwirrt wanderte Onis Blick zwischen ihr und dem Wüstling hin und her, der ihn aus weit aufgerissenen Augen anstarrte.
     »Verschwinde!«, schrie die Alte, wandte sich abrupt um und stürzte sich auf den Mann.
     Ein Pfiff genügte und Don ließ von dem Wüstling ab. Auch wenn Oni die Situation nicht verstand, rannte er instinktiv los, weiter den Berg hinunter. Nach einer kurzen Strecke verließ er die Hauptstraße und kürzte über eine Treppe ab, die in den Felsen hineingearbeitet war. In halsbrecherischer Geschwindigkeit jagte er den Windemere hinab, dicht gefolgt von seinen beiden treuen Begleitern.
     Ohne aufgehalten zu werden und völlig außer Atem erreichte er den Markt. Um nicht in der Menge aufzufallen, zwang er sich zu einem langsamen Schritt. Die ganze Zeit grübelte er dabei über die Geschehnisse nach und verstand die Aufregung nicht. Das Tier hatte große Schmerzen gehabt, aber dann war es ihm ja wieder gut gegangen. Warum hatte die Alte ihn bloß so erschreckt? Vermutlich war sie einfach ein bisschen verrückt.
     Während er diesen Gedanken nachhing, erreichte er den Markt der Holzfäller, auf dem die ersten Händler gerade ihre Waren einpackten. Schon erblickte er den Felsspalt, den Matten ihm beschrieben hatte. Weiter links fand er die blaue Tür mit dem Berglöwen darüber. Sie öffnete sich und eine zierliche Frau mit braunem Haar trat heraus. In diesem Moment rannte ein kleines Mädchen in ihn hinein und brachte ihn fast zum Stürzen. Es fluchte, drängte sich zwischen den Beinen der Erwachsenen hindurch und verschwand in der Menge. Oni tastete nach seinem Geldbeutel und atmete erleichtert auf, da packte ihn eine Hand am Kragen. Eine tiefe Stimme ertönte: »Hab ich dich, du Dieb!«
     Bevor er sichs versah, wurde er im eisernen Griff eines Gardisten über den Markt geschleift. Vor ihnen teilte sich die Menschenmenge und ein beleibter Priester tauchte auf. Dieser wedelte mit der Hand, sichtlich verärgert, und blaffte: »Der Dieb war ein kleines Mädchen, was schleppst du jetzt diesen Jungen hier an?«
     »Das Mädchen hat den hier angerempelt, Herr, und mit Sicherheit das Diebesgut weitergegeben. Das ist eine alte Masche, um Spuren zu verwischen. Aber nicht mit mir. Von dem hier werden wir schon erfahren, wer die kleine Göre ist.« Mit der freien Hand tastete er Oni ab und zog triumphierend den Geldbeutel hervor. Er spähte flüchtig hinein und gab ihn dann dem Priester. »Seht, alles noch da, auch Eure Tempelmarke.«
     Der Diener der Vier warf ebenfalls nur einen kurzen Blick auf den Inhalt, nickte dem Soldaten zu und entfernte sich mit den Worten: »Gut gemacht, Mann. Der Junge soll bestraft werden. Verhaftet ihn und räuchert die ganze Bande aus.«
     Oni hob an, sich zu verteidigen, doch der Gardist schlug ihm mit der Faust gegen die Schläfe und Oni wurde schwarz vor Augen.

Als er mit schmerzendem Schädel wieder zu sich kam, fand er sich in einer kleinen Zelle wieder. Er setzte sich auf und sah weitere ähnliche Räume, getrennt durch dicke Eisenstäbe. In den meisten befanden sich betrunkene und grimmig aussehende Männer. Im Gefängnis gegenüber waren drei leicht bekleidete Frauen eingesperrt. Mit anzüglichen Bemerkungen schmeichelten sie einem Wächter, der an einem Tisch am Ende des Zellenganges saß. Hinter ihm war eine schwere Holztür zu sehen, die just in diesem Moment geöffnet wurde. Herein kam der Gardist, der Oni verhaftet hatte. Von einem Haken neben der Tür nahm er einen dicken Schlüsselbund und schritt zielstrebig auf Onis Zelle zu. Kaum hatte er die Tür geöffnet, bellte er: »Mitkommen!« und führte ihn in einen kleinen Raum.
     Drohend richtete er sich dort vor Oni auf und ließ die Knöchel seiner Finger knacken. »So, jetzt wirst du mir alles erzählen, was ich wissen will. Also, wer sind die anderen Mitglieder deiner Bande, und wo versteckt ihr euch?«
     Ratlos zuckte Oni mit den Schultern.
     Der Mann beugte sich vor, bis ihre Gesichter sich fast berührten. »Ich habe weder Zeit noch Lust auf Spielchen. Du sagst mir jetzt, was ich wissen will, oder ...« Den Rest des Satzes ließ er bedrohlich in der Luft hängen.
     Die Wand in seinem Rücken hinderte Oni daran zurückzuweichen und eingeschüchtert antwortete er: »Wächter Matten kennt mich und kann bezeugen, dass ich kein Dieb bin. Ich habe doch nur meine Schafe verkauft. Bitte, fragt Matten.«
     Der Gardist richte sich auf und fixierte Oni einen Moment lang mit seinem Blick. Seine Augenbrauen berührten sich fast. »Ich werde Matten fragen. Aber solltest du meine Zeit verschwenden, dann mögen die Vier dir Gnade schenken!« Er führte ihn zurück in die Zelle und schlug die Gittertür hinter ihm zu.
     Während Oni auf seine Freilassung wartete, schossen ihm vielerlei Gedanken durch den Kopf. Vor allem aber machte er sich Sorgen um seine Hunde, die sicher irgendwo auf sich allein gestellt in der Stadt nach ihm suchten.
     Die Zeit verstrich unerträglich langsam und die Tatsache, dass sein Zellennachbar stank wie ein nasser Hammel, machte es nicht besser. Meist schlief der Unselige, doch manchmal wurde er wach und brabbelte wirres Zeug. Einmal begann er sogar, wild zu randalieren, bis ein Wächter ihm eins mit dem Knüppel überzog, was johlend aus den anderen Zellen kommentiert wurde.
     Irgendwann übermannte Oni die Müdigkeit und er glitt in einen wirren Traum. Darin umkreiste ihn ein Vogelschwarm, während er sich vergebens den Windemere hinaufkämpfte. Die Statue Drees blickte auf ihn herab und streckte ihm die steinerne Hand entgegen. Doch je mehr er sich anstrengte, ihn zu erreichen, desto langsamer kam er voran. Dann stolperte er und stürzte in die Tiefe. Die Vögel schlugen ihm mit den Flügeln ins Gesicht und schweißgebadet wachte er auf.
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