Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
46.043 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »jill5«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
Wyn’d’maer Saga 1 - Das Vermächtnis der Vier
Verfasser: Christopher Tefert (1)
Verlag: Pinguletta (10)
VÖ: 20. August 2021
Genre: Fantasy (14099) und Jugendliteratur (7870)
Seiten: 253 (Taschenbuch-Version), 248 (Kindle-Version)
Themen: Berge (355), Hirten (13), Königreiche (404), Prinzessinnen (545), Schwur (139), Vermächtnisse (99)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Windemere – geheimnisvoller Berg inmitten eines glitzernden Sees und Hauptstadt eines fantastischen Reichs. Tief in seinem Inneren birgt er ein uraltes Vermächtnis: Der Ewige will leben und sucht nach Verbündeten ...
Auf der Flucht vor Verrat leistet Prinzessin Patrizia einen Schwur, der das Schicksal des Königreichs für immer verändern wird. Doch bei ihrer Aufgabe braucht sie dringend Hilfe ...
Der junge Schäfer Oni kommt nach Windemere, um seine kleine Schwester zu retten. Eine freundliche Geste wird ihm zum Verhängnis und er gerät in einen Strudel gefährlicher Ereignisse …

Eine waghalsige Reise voller Abenteuer, Freundschaft und Hoffnung beginnt - in einem Land, in dem Magie verboten ist und die Götter auf ewig Wache halten. Der Beginn der magische Wyn'd'maer Saga.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Frau Hauck vom pinguletta Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Christopher Tefert gibt es bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Hier entlang!«, hörte er Mattens Stimme und als er sich umwandte, wies der Wächter auf einen schmalen Weg, der sich weiter am Fels entlangzog.
     Wenig später erreichten sie einen unscheinbaren, kaum verzierten Höhleneingang. Matten deutete auf einen gelangweilt dreinschauenden Mann in grauer Kutte. »Zeig ihm deine Marke und erledige deinen Auftrag. Ich werde hier auf dich warten und dich dann wieder nach unten begleiten.«
     Nach einem flüchtigen Blick auf Oni und die Marke gewährte der Tempeldiener ihm mit einem Kopfnicken Einlass. Der Gang war breit und schlicht, lediglich erhellt durch ein paar wenige Fackeln. Kurz hinter dem Eingang erblickte er ein Gemälde Umis, dessen Gestalt sich im flackernden Lichtschein zu bewegen schien. Rechts und links des Bildes glänzte die Wand feucht von Wasser, das sich in einem kleinen, in den Fels eingelassenen Becken sammelte.
     Hinter einer Biegung war Allair dargestellt. Konzentriert schien er zu lauschen und als Oni ihn näher betrachtete, meinte er, einen leichten Luftzug zu spüren. Weiter hinein in den Berg folgte ein Gemälde Sogostans, dessen graues Gesicht nur verschwommen zu erkennen war im Gegensatz zu dem Rest des Gemäldes. Zu beiden Seiten brannten Kerzen in metallenen Halterungen. Oni schauerte es, obgleich er nie verstanden hatte, warum viele den Gott der Vergänglichkeit fürchteten.
     Rasch schritt er weiter und sah sich Dree, dem vierten der Götter, gegenüber. In seinen Armen barg dieser ein Neugeborenes und in einem stillen Gebet dankte Oni ihm, dass Julaia noch lebte. Unterhalb der Freske fand er in einer Vertiefung frische Erde, zerrieb etwas davon zwischen seinen Fingern und fühlte neue Zuversicht in sich aufsteigen. Zügig schritt er jetzt aus und wenig später öffnete sich der Gang in eine rechteckige Höhle.
     In jeder Wand befand sich ein Ausgang und in der Mitte stand ein schwerer Holztisch. Dahinter saß auf einem einfachen Stuhl eine streng dreinblickende Frau in grauer Kutte. Mit hochgezogenen Augenbrauen sah sie auf, als ob er sie bei einer wichtigen Aufgabe unterbrochen hätte, obwohl der Tisch vor ihr völlig leer war. Abschätzig musterte sie Oni und bedeutete ihm mit einer Drehung des Kopfes nach links, wohin er sich zu wenden hatte.
     Doch auf einmal kam Bewegung in die Herde und die Tiere drängten um die entsetzt dreinblickende Frau herum in den Ausgang hinter ihr. Oni pfiff, Don und Dante reagierten, doch die Schafe waren nicht mehr aufzuhalten und stürmten laut blökend voran. Durch einen langen, düsteren Tunnel rannte er ihnen hinterher, bis sich ihm ein völlig unerwarteter Anblick bot.
     Vor ihm öffnete sich ein großer Saal voller Menschen.
     Feiste Priester lagen auf gepolsterten Bänken, vor ihnen Tische, völlig überladen mit Essen. Dazwischen eifrige Bedienstete, deren schlichte graue Gewänder sich deutlich von der bunten Bekleidung der Geweihten abhoben. In den Boden waren mehrere Becken eingelassen, in denen Priester badeten. Auf dem Wasser trieben kleine Boote, über und über mit Köstlichkeiten beladen. Musikanten sangen oder spielten auf ihren Instrumenten. Überall standen kleine Feuerbecken mit Räucherwerk. Die Wände waren mit üppigen Teppichen verkleidet und von der Decke hingen kristallene Kronleuchter.
     Mitten in all das hinein strömte jetzt das Chaos in Gestalt von zwanzig blökenden Schafen. Froh, dem Dunkel des Tunnels entkommen zu sein, und mit dem Hunger zweier Tage waren sie nicht zu halten. Sie verstreuten sich im ganzen Saal, fraßen Obst und Gemüse und machten sich auch über Brot her, wo immer sie dessen habhaft wurden. Fette Leiber wälzten sich mühsam von ihren Liegen. Diener riefen aufgeregt durcheinander, Priester brüllten vor Ärger und die Musiker versuchten verzweifelt, alles zu übertönen.
     Die verhärmte Frau tauchte aus dem Gang hinter Oni auf, drängte an ihm vorbei und schlug sich die Hände vor das Gesicht, als höre der Spuk damit auf zu existieren. Doch das Krachen von Holz und das Scheppern von Geschirr belehrten sie wohl eines Besseren. Wutentbrannt nahm sie die Hände wieder herunter und fuhr herum. »Du ...«, schrie sie auf, den Rest hörte Oni schon nicht mehr.
     Er nahm die Beine in die Hand und floh zurück in den Tunnel, dicht gefolgt von Don und Dante. Vorbei an dem Tisch rannte er durch den Gang mit den Götterbildern und senkte seinen Blick verschämt zu Boden. Zu spät besann er sich darauf, dass unmittelbar hinter dem Ausgang der Abgrund wartete.
     Verzweifelt versuchte er stehen zu bleiben und beinahe hätte er es auch geschafft. Seine Füße kamen an der Kante zum Halt, doch der Schwung drückte seinen Oberkörper gnadenlos weiter. Wild ruderte er mit den Armen und für einen kurzen Moment schien es, als ob er sich halten könnte.
     Ihm war, als hielte Sogostan den Atem an, und zum zweiten Mal an diesem Tag bot sich ihm das grandiose Panorama der Hauptstadt dar. Er sah das Treiben unten auf dem Markt, das Kristallblau des Sees und die Menschen auf und jenseits der Brücken, die von hier oben klein und zerbrechlich wirkten. Dann griff die Schwerkraft erbarmungslos nach ihm und das Gefühl von Freiheit wich blanker Panik.


Zu Offenbarung und Verdammnis


Er wollte schreien, doch kein Laut kam über seine Lippen. Er wollte die Augen schließen, vermochte es aber nicht. Er wollte beten, brachte jedoch keinen klaren Gedanken zustande.
     Aber die Götter hatten anscheinend andere Pläne für ihn, denn unvermittelt wurde er zurückgerissen. Starke Hände hielten ihn in festem Griff, hoben ihn hoch und drehten ihn um.
     »Bist du wahnsinnig geworden, Junge?«, herrschte Matten ihn an. »Mir so einen Schrecken einzujagen!«
Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2021)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz