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Wyn’d’maer Saga 1 - Das Vermächtnis der Vier
Verfasser: Christopher Tefert (1)
Verlag: Pinguletta (10)
VÖ: 20. August 2021
Genre: Fantasy (14105) und Jugendliteratur (7874)
Seiten: 253 (Taschenbuch-Version), 248 (Kindle-Version)
Themen: Berge (355), Hirten (13), Königreiche (405), Prinzessinnen (545), Schwur (139), Vermächtnisse (99)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Windemere – geheimnisvoller Berg inmitten eines glitzernden Sees und Hauptstadt eines fantastischen Reichs. Tief in seinem Inneren birgt er ein uraltes Vermächtnis: Der Ewige will leben und sucht nach Verbündeten ...
Auf der Flucht vor Verrat leistet Prinzessin Patrizia einen Schwur, der das Schicksal des Königreichs für immer verändern wird. Doch bei ihrer Aufgabe braucht sie dringend Hilfe ...
Der junge Schäfer Oni kommt nach Windemere, um seine kleine Schwester zu retten. Eine freundliche Geste wird ihm zum Verhängnis und er gerät in einen Strudel gefährlicher Ereignisse …

Eine waghalsige Reise voller Abenteuer, Freundschaft und Hoffnung beginnt - in einem Land, in dem Magie verboten ist und die Götter auf ewig Wache halten. Der Beginn der magische Wyn'd'maer Saga.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Frau Hauck vom pinguletta Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Christopher Tefert gibt es bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Don und Dante hatten etwas Mühe, die vorwurfsvoll blökenden Tiere in Bewegung zu versetzen, und mit einem schuldbewussten Blick auf die leere Futterkrippe nahm Oni sich vor, ihnen unterwegs ein paar Möhren oder trockenes Brot zu kaufen.
     Die Straße hinauf zur Spitze begann auf der anderen Seite des Berges und der einfachste Weg dorthin führte über den schwimmenden Markt. An den Stellen, wo die drei Brücken den Windemere erreichten, wurden auch die Waren der jeweiligen Täler verkauft und so herrschten zuerst noch Viehgatter vor und Stände, an denen Tuche, Garne und Kleidungsstücke feilgeboten wurden. Daran schlossen sich Buden voller Waren aus dem Tal der Erze an. Hufeisen, vielerlei Werkzeuge und Waffen wurden in deren Auslagen präsentiert, doch es waren die feinen Arbeiten der Goldschmiede, auf denen Onis Blick verweilte. Einmal hätte er fast die Herde aus den Augen verloren, als er an einem Stand stehen blieb, an dem kleine, aus goldenem Draht geflochtene Bäume verkauft wurden, deren Blätter aus grünen Kristallen bestanden.
     Mühsam riss Oni sich von dem Anblick los und eilte den
     Tieren hinterher. Ohne Don und Dante hätte er vor einem Problem gestanden, aber die beiden meisterten ihre Aufgabe selbst in dieser ungewohnten Umgebung.
     Ein breiter Weg zog sich um den Windemere herum und stieg zunächst nur langsam an. Schlichte Reliefs schmückten die Eingänge zu den Höhlen und erweckten auf den ersten Blick den Eindruck richtiger Häuser. Türen und Fensterläden waren in den Farben desjenigen der Vier geschmückt, dem die Bewohner am meisten zugewandt waren.
     Der Anblick einer Felsnadel, die über eine kleine Brücke mit dem eigentlichen Berg verbunden war, erregte seine Aufmerksamkeit. Eine rußgeschwärzte Steinsäule ragte da-rauf in die Höhe und um diese herum war eine große Menge Holz aufgeschichtet worden. Kurz wunderte er sich über den Zweck des Ganzen, doch schon stieg ihm ein köstlicher Duft in die Nase und erinnerte ihn daran, dass er noch nichts gegessen hatte. Der Ursprung war ein kleiner Stand, der sich eng an den Berg schmiegte und an dem eine dralle Frau heiße Suppe verkaufte. Auf Onis Pfeifen hin stoppten die Hunde die Herde und wenige Augenblicke später schlürfte er die Mahlzeit genüsslich in sich hinein. Für Don und Dante kaufte er ein paar Würste, doch für zwanzig Schafe Brot zu kaufen, konnte er sich nicht leisten. Er beruhigte sein schlechtes Gewissen mit dem Gedanken, dass die Tiere im Tempel schon ordentlich zu fressen bekommen würden.
     Frisch gestärkt führte er die Tiere weiter den Berg hinauf. Zwei Umrundungen lang war der Weg aus großen Platten gearbeitet, die auf der einen Seite in den Felsen eingelassen waren und auf der anderen von dicken Pfeilern gestützt wurden. Je höher Oni mit seinen Tieren kam, desto üppiger waren die Fassaden der Häuser verziert. Vor einem herrlichen Eingang spielte eine bunte Schar Musiker auf ihren Instrumenten und ein Mann sang dazu. Eine junge Frau mit tiefem Ausschnitt trug ein Tablett umher und bot den Vorbeieilenden kleine Essensproben an.
     Die Sonne stand schon hoch am Himmel, als Oni ein Plateau erreichte, auf dem eine Gruppe schmaler, hoher Häuser stand. Vermutlich lebten allein hier mehr Menschen als in ganz Faernheim. Er beschloss, eine Rast einzulegen, und ließ die Schafe von Don und Dante in einer kurzen Sackgasse zusammentreiben, an deren hinterem Ende die Bergflanke fast senkrecht abfiel.
     Er setzte sich an die Kante, ließ die Beine baumeln und genoss den weiten Blick, der ihn an seine ferne Heimat erinnerte. Tief unter ihm, auf der anderen Seite des Sees, lag die Stadt Minnk am Eingang zum Tal der Erze. Wie ein Wald ragten dort unzählige Schlote gen Himmel und aus einem jeden quoll dunkler Rauch empor. Für einen wohligen Moment sog er die Wärme der Sonne in sich auf, denn der Weg würde ihn bald erneut auf die Schattenseite des Windemere führen. Das hungrige Blöken der Schafe gemahnte ihn jedoch, wieder aufzubrechen.
     Er wollte gerade aus der Gasse treten, da kam eine Prozession den Berg herab und er war froh, die Herde nicht daran vorbeiführen zu müssen. Angeführt von vier beleibten Priestern, trieb eine Gruppe maskierter Soldaten eine eingefallen aussehende Frau an langen Stangen vor sich her. Ihre roten Haare waren kurzgeschoren, die Hände gefesselt und ihr Mund geknebelt. Hinter ihr schloss sich eine Gruppe an, die immer wieder skandierte: »Bestraft die Hexe! Bestraft die Hexe!«
     Erschrocken betrachtete Oni die Frau. Die Götter hatten Zauberei verboten, denn diese führte zur Finsternis, und jeder, der dieses Gebot missachtete, verdammte sich selbst. In diesem Moment drehte die Frau den Kopf und ihre Blicke trafen sich. Tränen hatten Spuren in dem Schmutz auf ihrem Gesicht hinterlassen und in ihren Augen lag Angst. Dann war sie auch schon an ihm vorbei und er sah ihr noch so lange nach, bis sie aus seinem Blickfeld verschwand.
     Seltsam beklommen brach er schließlich auf und vermochte es kaum, sich auf die Umgebung zu konzentrieren. Er verstand nicht, wieso sich jemand auf Magie einließ, wenn die Vier es doch verboten hatten. Der Gedanke führte ihn unweigerlich zu seiner Schwester und einmal mehr fragte er sich, wie jemand ihr unterstellen konnte, sich ebenfalls versündigt zu haben.
     Priester Tywin hatte ihm erzählt, was die Inquisition ihr vorwarf, doch in seinen Ohren klang es einfach absurd. Es gab auch andere Kinder, die zu früh auf die Welt kamen und überlebten, auch wenn die Hebamme sie bereits aufgegeben hatte. Dann die Geschichte mit Julaias Katze, die von einem tollwütigen Fuchs angefallen worden war. Aber es hieß doch schließlich nicht ohne Grund, dass Katzen sieben Leben hatten. Vielleicht hätten die Inquisitoren das Tier mitnehmen sollen und ihn selbst direkt auch. Schließlich hatte er seiner Schwester das Blumenbeet auf dem Steinacker angelegt.
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