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Der geheimnisvolle Wald - Debohra's Rückkehr
Verfasser: André Dorenkamp (1)
Verlag: tredition (281)
VÖ: 3. Februar 2021
Genre: Fantasy (14104)
Seiten: 328 (Gebundene Version), 234 (Kindle-Version)
Themen: Internat (374), Rückkehr (1049), Urnen (9), Wälder (873), Zauberer (1175)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei André Dorenkamp für die Einsendung dieser Leseprobe!
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Bedauern des Waldes


Irgendwo mitten in der Welt befand sich der geheimnisvolle Wald. Er war wie die anderen Wälder. Sein Holz war nichts Besonderes. Auch das saftige Grün der Blätter unterschied sich nicht von den anderen.
     Im Gegenteil zu den meisten Wäldern hatte dieser Geheimnisse. Zum Bedauern des Waldes mehr schmutzige und düstere wie es ihm lieb war. Viele hatten Angst davor, ihn zu betreten, denn das, was dort auf sie lauerte, war das pure Böse. Wenn man nicht aufpasste, kam man nie wieder lebendig aus ihm heraus. Der Wald verstand nicht, warum man ihn fürchtete. Nicht er war es, der die Menschen tötete, sondern die Geheimnisse, die in ihm lauerten ...



Der Blutmond


Rot leuchtete die Nacht, als sich das Rot vor das helle Gelb des Mondes schob. Wie in Blut getränkt erschien der Vollmond am klaren Himmel, nun war er ein Blutmond und die Sterne verloren ihren goldenen Glanz.
     Es kam ein leichter Windstoß, der dafür sorgte, dass die Äste der Bäume im Wald um ein kleines älteres Fachwerkhaus, das aus waagerecht und senkrechten Holzbalken bestand, verputzt mit Lehm, hin und her schwangen.
     Myhra lehnte sich gerade an dem braunen Rahmen des morschen Holzfensters im Wohnzimmer an und starrte hoch zum Blutmond.
     Das Wohnzimmer war ein kleiner Raum, durchzogen mit horizontalen und vertikalen dunkelbraunen Balken. Die Wände strahlten in einem kalten Weiß, wie jeder Raum in diesem Haus.
     Myhra spielte nebenbei mit den Fingern an ihrem schwarzen Mieder, das gut zur weißen Bluse, die sie trug, passte. Ihre Füße waren leicht überkreuzt, was man aber nicht erkennen konnte, da sie einen bis zum Boden reichenden schwarzen Faltenrock trug.
     Ein brauner Gürtel aus Rindsleder, an dem mehrere befüllte Glasphiolen hingen, zierte ihre Taille. Jeder dieser Phiolen war mit einem Korken versehen.
     Vertieft sah Myhra hinaus, als eine Stimme sie aus ihren Gedanken riss.
     »Myhra ... Myhra ...«, sagte besorgt ihre jüngere Schwester zu ihr und merkte, dass Myhra abwesend war.
     »... Ja ... Aleria«, antwortete Myhra zögerlich, dennoch sanft.
     »Du wirkst abwesend. Über was denkst du nach?«, hakte Aleria voller Neugierde nach.
     Myhra sah weiter hinaus aus dem morschen Holzfenster, hoch zum Blutmond.
     Dann endlich nahm sie ihre Schwester Aleria wahr und schaute sie mit einem leichten Schmunzeln an.
     »Ach ... ich denke über nichts nach«, antwortete sie ihrer Schwester, die ihr allerdings einen skeptischen Blick zuwarf.
     Myhra drückte sich vom Fensterrahmen ab, um eine normale Haltung einzunehmen. Man sah, dass sie kleiner war als Aleria, aber genauso schlank.
     Der schöne lange, dunkelrote Faltenrock den Aleria trug, folgte ihr bei jeder Bewegung. Ein brauner Gürtel, an dem mehrere verkorkte, bis zum Hals befüllte Glasphiolen hingen, presste sich um ihre Hüften und sorgte dafür, dass der Rock nicht rutschte. Die dazu getragene schwarze Bluse passte ihr perfekt.
     Myhra wickelte ein schwarzes, schmales, kurzes Stück Stoff von ihrem Handgelenk ab und nahm ihr langes schwarzes Haar aus ihrem ovalen Gesicht, weil sie soeben störten, und band sie damit zusammen.
     Nebenbei bemerkte sie, dass Aleria ihren Sohn Elios aus der dunkelbraunen Kinderwiege aus Nussbaum, die man hin und her wippen konnte, heraus holte und auf den Arm nahm.
     Elios starrte seine Tante Myhra mit großen funkelnden babyblauen Augen an. Mit den weißen Söckchen, der braunen Hose und dem kurzen, braunen Oberteil, das sie selbst für ihn gestrickt hatte, sah er zuckersüß aus.
     Kurz hielt Myhra inne, fing aber daraufhin fort: »Ich finde es nur immer so beeindruckend, wenn Blutmond ist ...«
     Aleria wusste jetzt nicht, ob sie es glauben sollte, ließ es aber dann darauf beruhen, denn sie hatte Wichtigeres mit ihr zu besprechen.
     Es fiel Aleria eine schwarze, kurze Strähne von ihrem Haar in ihr schmales Gesicht, die sie mit einer schnellen Handbewegung hinters Ohr beförderte.
     Sie fing an, ihre Gedanken loszuwerden: »Myhra, ich mach mir ernsthafte Sorgen um Debohra«, der Ton von ihr klang ernst.
     »Warum?«, meinte Myhra und wirkte etwas verwundert.
     »Weil sie nur noch von Baldur spricht!«, entgegnete ihr Aleria aufgebracht.
     »Lass sie doch trauern.«, erwiderte unbesorgt Myhra darauf.
     »Das ist nicht mehr trauern, was sie da macht.«, rief mürrisch eine Stimme aus dem Nebenraum. Es war Alerias Ehemann Dastan.
     Dastan schürte soeben das Feuer im Kamin, der aus waagerechten und senkrechten roten Ziegeln bestand. Er war mit Mörtel in den Zwischenräumen der zusammen- gesetzten Ziegel befestigt. In der Öffnung des Kamins war ein 20cm hohes Gitter aus Stahl eingebaut. Es hinderte das Holz daran, hinaus zu rollen.
     Neben dem Kamin lagen trockene Holzscheitel waagerecht gestapelt. Eine ein Meter große Schaufel stand ebenso bereit, um die Asche aus dem Kamin zu befördern.
     Auf dem Feuer brodelte ein Kessel aus Guss, in dem er gerade herum rührte. Dabei bekam er die Unterhaltung zwischen Aleria und Myhra mit.
     Er schlenderte in das Wohnzimmer hinein, lehnte sich mit seinen breiten Schultern an der Mauer an, so dass das braune Hemd das er trug, spannte und streichelte die mit Bartstoppeln übersäten, gut ausgeprägten Wangen. Gleich darauf glitt die Hand durchs kurze, braune Haar, bevor er sich beide Hände in seine Hosentaschen seiner grauen Hose steckte. Auch er trug einen braunen Gürtel, an dem mehrere verkorkte und befüllte Glasphiolen hingen.
     Und wieder kam von Myhra ein unbesorgtes: »Warum?«
     »Debohra trauert unheimlich. Sie hat sogar mal erwähnt, dass sie darüber nachgedacht hat, Baldur wieder zum Leben zu erwecken!«, warf Aleria ihr weiter aufgebracht entgegen.
     Eine unangenehme Stille machte sich in dem Raum breit und man merkte spürbar die Anspannung, die in der Luft lag.
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