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Köhler und Wolter ermitteln 10 - Nordseerache
Verfasser: Sina Jorritsma (44)
Verlag: Klarant (767)
VÖ: 31. August 2021
Genre: Kriminalroman (8875)
Seiten: 145
Themen: Gefängnis (647), Interviews (129), Kommissare (2495), Mord (6856), Nordsee (405), Ostfriesland (666), Rache (2285), Reporter (307)
Reihe: Köhler und Wolter ermitteln (10)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Niemand hat den Sommer vergessen, als der Mord an der neunzehnjährigen Miriam aus Norddeich ganz Ostfriesland in Aufruhr versetzte. Acht Jahre später ist die Kriminalreporterin Dortje Brannum mit Alfred Demmler, dem damals verurteilten Täter, zu einem brisanten Interview verabredet. Und findet ihn tot auf! Durch einen Gnadenakt war Demmler vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden, was bei den Angehörigen der ermordeten Miriam für Empörung sorgte. Hat sich jahrelang aufgestaute Wut in einem Racheakt entladen? Allerdings hatte Demmler stets seine Unschuld beteuert, es handelte sich um einen reinen Indizienprozess. Wollte jemand verhindern, dass er der Reporterin seine Version der damaligen Ereignisse erzählt? Oder hat Demmler sich selbst das Leben genommen? Den Kommissaren Torsten Köhler und Gerrit Wolter von der Polizei Norden wird schnell bewusst: Um diesen Fall zu lösen, müssen sie herausfinden, was vor acht Jahren in Norddeich wirklich geschehen ist...
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 13. September 2021 um 21:55 Uhr:
» Cold Case

Der 10. Fall für die Kommissare Köhler und Wolter beginnt mit einem Paukenschlag. Köhlers Freundin, die Kriminalreporterin Dortje, hat einen Interviewtermin mit Alfred Demmler. Vor 8 Jahren wurde er in einem Indizienprozess wegen Mordes an einem jungen Mädchen verurteilt. Die Tat hat er nie gestanden. Jetzt wurde Demmler aufgrund eines Gnadenaktes vorzeitig aus der Haft entlassen und Dortje ist gespannt, was er ihr zu sagen hat.

Als sie in der Kneipe seiner Schwester eintrifft finden die beiden Frauen den erhängten Alfred. War es Selbstmord oder Mord?
Köhler und Wolter durchleuchten die Vergangenheit des Toten und stoßen auf zahlreiche Ungereimtheiten. Ihr Chef, der auf eine schnelle Aufklärung drängt, ist darüber nicht gerade erfreut. Doch was die beiden Kommissare im Verlauf ihrer Ermittlungen entdecken, wirft ein neues Licht auf den damaligen Mordfall. Je tiefer die beiden in der Vergangenheit graben, desto komplizierter gestaltet sich der Fall.

Auch Dortje kann ihre Finger nicht von den Ermittlungen lassen und recherchiert wieder einmal auf eigene Faust. Dabei entdeckt die eine Spur, die zu einem Raubüberfall führt und noch nicht erkaltet ist.
Sina Jorritsma erzählt gekonnt eine spannende und komplexe Geschichte, die mich nicht mehr losgelassen hat. Immer neue Aspekte und Wendungen zeigen, dass unter der glatten Oberfläche von heute mehr als ein Geheimnis verborgen ist. Der Autorin gelingt es eine Geschichte mit vielen unterschiedlichen Facetten zu erzählen. Dabei kommen auch nachdenkliche Töne nicht zu kurz, wenn der Leser mehr über Alfred Demmler und seine Schwester erfährt. Die mit viel Liebe zum Detail geschilderten Charaktere sind authentisch und überzeugend.

Köhler und Wolter arbeiten auch bei diesem Fall perfekt zusammen und ergänzen sich vortrefflich. So können sie nicht nur den aktuellen Fall lösen, sondern auch zwei alte Fälle aufklären. Als auch die Beute aus dem damaligen Raubüberfall gesichert wird, ist auch ihr Chef rundum zufrieden und spricht den beiden seine Anerkennung aus.

Fazit:
Ein kurzweiliger Krimi mit viel Lokalkolorit, der von Beginn fesselt und mit einigen unerwarteten Wendungen punkten kann. „Nordseerache“ ist absolut gelungen und Lesevergnügen pur. Spannend und unterhaltsam – deshalb vergebe ich gern 5 Sterne und empfehle das Buch allen Freunden von guten Ostfrieslandkrimis.
Mein Dank gehrt an den Klarant-Verlag, der mir kostenlos ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine ehrliche Lesermeinung wurde dadurch nicht beeinflusst.«
  14      0        – geschrieben von eiger
Kommentar vom 5. September 2021 um 10:15 Uhr (Schulnote 1):
» Afred Demmler wurde vor acht Jahren wegen des Mordes an der neunzehnjährigen Miriam Scheffler verurteilt. Doch er hat stets seine Unschuld beteuert und nun wurde er entlassen, weil er nicht mehr lange zu leben hat. Kriminalreporterin Dortje Brannum vom Friesenblatt hat einen Interviewtermin mit ihm, doch als sie ankommt, ist Demmler tot. War es ein Suizid oder hat jemand nachgeholfen? Die Menschen am Ort sind jedenfalls nicht begeistert, dass der Mörder von eins nun wieder im Ort ist. Ganz besonders die Schwester von Miri und ihr Mann Kai Barels sind wütend.
Ich habe schon einige Bücher aus dieser Reihe um die Kommissare Torsten Köhler und Gerrit Wolter von der Polizei Norden gelesen und auch dieser Band konnte mich wieder überzeugen.
Torsten Köhler und Gerrit Wolter ergänzen sich sehr gut als Ermittlerteam. Torsten ist erst vor einiger Zeit in den hohen Norden gekommen, früher war er BKA-Zielfahnder. Dagegen kennt Gerrit Gott und die Welt, da er in der Gegend aufgewachsen ist. Er ist ein ruhiger Typ, den so mancher unterschätzt, aber Torsten weiß seine Fähigkeiten wirklich zu schätzen. Die beiden Kommissare sind sich schnell sicher, dass es kein Selbstmord war und auch Demmlers Schwester Ute sieht das so. Doch Hauptkommissar Freden würde die Akte gerne schnell schließen. Auf Torstens Freundin Dortje, die als Kriminalreporterin gerne eigene Recherchen anstellt und dabei immer wieder in Gefahr gerät, ist ihm ein Dorn im Auge. Dabei hat sie manchmal brauchbare Hinweise für die Polizei.
Um diesen Fall aufzuklären, müssen die Kommissare erst einmal herausfinden, was damals wirklich geschehen ist, denn die Verurteilung Demmlers geschah nur aufgrund von Indizien. Sie ermitteln in verschiedene Richtungen und so nach und nach kommen sie der Lösung näher.
Auch dieses Mal war es wieder spannend und ich bin schon gespannt auf den nächsten Fall der Polizei Norden.«
  14      0        – geschrieben von buecherwurm1310
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