Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
46.175 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Jonas Riedl«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
 
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
2040 - Tag der Deutschen Einheit
Verfasser: Patrick Baumann (1)
Verlag: Eigenverlag (21124)
VÖ: 28. August 2021
Genre: Dystopie (735) und Thriller (7380)
Seiten: 334 (Taschenbuch-Version), 273 (Kindle-Version)
Themen: 21. Jahrhundert (286), Berlin (1292), Deutschland (794), Überfälle (373), Unschuld (407), Verschwörungen (586), Zukunft (308)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,00 (100%)
auf Basis von einem Blogger
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Ein dystopischer Thriller über Deutschland in zwanzig Jahren. Packend und erschreckend leicht vorstellbar!

Berlin im Herbst 2040: Die »Patriotische Alternative Deutschlands« regiert Deutschland. Rechte Schlägertrupps machen die Straßen Neuköllns unsicher. Der Ex-Gangster und Kioskbetreiber Paul Kanter versucht, sich aus allem Ärger heraus- und seinen Spätverkauf über Wasser zu halten. Wenn da nicht nervige Mitarbeiter, aufsässige Jugendliche und vor allem die Al-Farsis wären, die ihm von Woche zu Woche mehr Schutzgeld abknöpfen.

All das wird nebensächlich, als ein Unbekannter Kanters Freundin in ihrer Wohnung überfällt und schwer verletzt. Während sie mit dem Tod ringt, muss Kanter nicht nur seine Unschuld gegenüber den Behörden beweisen, sondern gerät in eine politische Verschwörung, die mehr als eine Nummer zu groß für ihn ist und ihn in die dunkelsten Kapitel seiner Vergangenheit zurückführt.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe     Blogger (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Patrick Baumann für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Patrick Baumann gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Vor knapp drei Wochen hat er zuletzt von ihr gehört. Sie hatten sich gestritten. Olivia war aus der Wohnung gestürmt und hatte sich danach nicht mehr gemeldet. Kanter auch nicht. Und heute diese Nachricht von ihr. Es gehe um etwas Wichtiges. Was soll das sein? Hatte Justin Bieber einen Herzanfall?
     Spät im vierten Viertel, Hongqi-Benz liegt haushoch vorne, klingelt Kanters Smartmind. Wobei es nicht wirklich klingelt, sondern den Blues spielt: »Last Night« von Little Walter. Was merkwürdig ist, denn das ist der Klingelton, den er auf seinem Smartmind für Olivias Anrufe eingerichtet hat. Der Klingelton war seine selbstmitleidige Reaktion auf ihren Streit gewesen, im Glauben, dass er ihn eh nie zu hören bekommen würde. Jetzt singt ihm Walter allerdings lautstark vor, wie traurig er ist. Kanter stellt das Tablet auf lautlos und nimmt den Anruf an. »Ja?«
     »Paul, hier ist Olivia.«
     »Ja, ich weiß. Hallo.«
     »Ich muss mit dir reden.«
     »Klar, worum geht es? Willst du mich noch einmal daran erinnern, dass ich ein erbärmlicher Loser bin?«
     »Das habe ich nie gesagt. Es tut mir leid, wenn das so bei dir ankam.« Ihre Stimme klingt weich. Das ist schmerzhafter, als wenn sie so wütend wäre wie bei ihrem letzten Gespräch. »Ich bin an einer Sache dran, und ich brauche deine Hilfe.«
     »Meine Hilfe? Wie kann ein unterdrückter Ex-Gangster dir denn helfen?«
     »Bitte sei nicht so. Das habe ich nie so gesagt und noch weniger gemeint. Ich meine es ernst. Ich habe Dinge herausgefunden, die ich nicht alleine verfolgen kann. Ich ... ich muss mit jemandem darüber sprechen. Und ich habe ...« Ihre Stimme kippt. Nach einem Moment hat sie sich wieder im Griff und spricht mit ihrer gewohnt ruhigen, doch eindringlichen Stimme weiter: »Paul, die Sache ist groß. Können wir uns treffen? Sofort?«
     »Ich weiß nicht.« Kanter merkt, wie er weich wird, und reißt sich zusammen. »Gerade ist es ungünstig, ich habe heute viel zu tun. Wie sieht es morgen aus?« Eigentlich könnte er direkt zu ihr laufen, aber es widerstrebt ihm, sofort bei ihr auf der Matte zu stehen. Und er ist immer noch sauer, dass sie ihn wie ein Kind behandelt hat.
     Olivia sagt nichts. Er hört sie einen tiefen Atemzug machen. »Ach, lass nur, ist schon gut. Ich ... ich komme auch so damit klar.«
     »Okay, wie du meinst.«
     »Dann hören wir uns, ja?«
     »Ja, alles klar ... äh, Olivia?« Keine Antwort. Olivia hat aufgelegt.
     Kanter legt sein Smartmind beiseite. Was hat sie gemeint mit »die Sache ist groß«? Olivia arbeitet bei FAKE Media, einem Newsstream, der über die neuesten Belanglosigkeiten der Stars und Sternchen berichtet. Darüber, wenn ein überbezahlter eSports-Star mal wieder eine überbewertete Modemaus geheiratet hat. Kanter weiß das, da sich die Kids bei ihm im Laden die Credits für FAKE Media, BÄÄÄM und die anderen Newsstreams besorgen, die niemanden über sechzehn interessieren. Er weiß, dass Olivia mehr auf dem Kasten hat als das. Sie hat ernsthaft besorgt geklungen. Aber was soll schon eine große Sache sein, bei den Belanglosigkeiten, mit denen sie sich in ihrem Job beschäftigt? Wahrscheinlich war es wieder nur so eine Laune. Aber immerhin hat sie sich bei ihm gemeldet. Wenn er ehrlich ist, war er nach ihrem Streit weniger verärgert darüber, dass sie ihn wie einen Waschlappen behandelt hat, sondern darüber, dass sie recht hatte. Er wird sie einfach in den nächsten Tagen noch einmal anrufen. Sicher können sie ihren Streit klären. Und wenn nicht, kann sie ihm gestohlen bleiben.
     Kanter stellt sein Tablet wieder auf laut. Das Spiel ist vorbei. Nachrichten.
     »Neuesten Umfragen zufolge wird es immer unwahrscheinlicher, dass die Volksentscheidung am 7. Oktober dieses Jahres zugunsten der weitreichenden Gesetzesänderungen ausgehen wird. Nur noch einundfünfzig Prozent der Wahlberechtigten gaben in einer aktuellen Umfrage an, für die Änderungen stimmen zu wollen. Bundeskanzler Johann Friedrich Wischnewski jedoch zeigt sich nach wie vor optimistisch.« Schnitt zu Kanzler Wischnewski, dem auf der Straße vor einem Dienstgebäude Mikrofone ins Gesicht gehalten werden. »Die Bürger werden die Notwendigkeiten hinter den Gesetzesänderungen verstehen. Umfragen sind immer nur eine Momentaufnahme und werden sich mit dem näherrückenden Wahltermin positiv entwickeln. Wir haben Vertrauen darin, dass das deutsche Volk uns vertraut.« Erneuter Schnitt zum virtuellen Nachrichtensprecher. »Am 7. Oktober stimmt die deutsche Bevölkerung über weitreichende Änderungen am Grundgesetz und am Datenschutzrecht ab, die die Befugnisse der Exekutivorgane erweitern. Die Änderungen umfassen zum Beispiel das Verbot verschlüsselter Kommunikation bei beliebter Chat- und Kommunikationssoftware sowie ein generelles Zugriffsrecht der Behörden auf Chat- und Kommunikationsprotokolle. Weitere Änderungen betreffen ...«
     Sollen die mal machen, denkt sich Kanter und legt das Tablet weg. Ich habe nichts zu verbergen.
Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2021)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz