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Der Mauersegler
Verfasser: Jasmin Schreiber (3)
Verlag: Eichborn (184)
VÖ: 27. August 2021
Genre: Gegenwartsliteratur (3427)
Seiten: 240 (Gebundene Version), 241 (Kindle-Version)
Themen: Freundschaft (2338), Schuld (741), Vögel (115)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 17. September 2021 um 18:57 Uhr (Schulnote 1):
» Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es an einem Tag ausgelesen. Im Gegensatz zu seinen tierischen Namensgebern war der Roman in meinen Händen also sehr wohl geerdet. :)

Hier kommt richtig viel Gutes zusammen: Ein poetischer, bildstarker Schreibstil; kluge Naturbeschreibungen, die die Emotionen einfangen und spiegeln; Protagonist:innen, die man trotz (oder wegen) ihrer Ecken und Kanten ins Herz schließt, und ein wirklich hervorragend ausgearbeiteter Spannungsbogen, der mir am Ende die ein oder andere Träne entlockt hat.

Ich finde es richtig toll, dass Jasmin Schreiber eine so emotional reiche und bewegende Geschichte über eine Freundschaft geschrieben hat (und nicht über eine Liebesbeziehung), nämlich über die Freundschaft von Prometheus und Jakob. Die beiden kennen sich seit ihrer Kinderheit und waren immer unzertrennlich. Dann erkrankt Jakob an Krebs und stirbt.

In der Gegenwart begleiten wir den Arzt Prometheus nach Jakobs Tod auf der Flucht vor seiner Schuld und folgen ihm nach Dänemark, wo er unerwartet auf dem Reiterhof von Helle und Aslaug landet. Übrigens richtig erfrischend, einfach ein lesbisches Pärchen in einem Roman zu erleben, ohne dass deren Lesbischsein thematisiert oder als ungewöhnlich dargestellt wird. Stattdessen haben beide ihre Ticks und sind einfach als Menschen interessant, nicht wegen ihrer Sexualität.

Dazwischen gibt es immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit: in die gemeinsame Kindheit von Prometheus und Jakob, aber vor allem auch in die Monate vor Jakobs Tod. Dort hat Prometheus seinen sterbenden Freund nicht nur persönlich, sondern auch als Arzt begleitet. Langsam enthüllt die Autorin, was genau passiert ist und wie die Ereignisse nicht nur Jakob und Prometheus, sondern ihr ganzes familiäres Umfeld beeinflusst haben.

Diese emotionale Geschichte hat die Autorin in einem ausdrucksstarken Schreibstil verfasst. Mir gefällt besonders, wie sie die teils sprunghaften Gedankengänge von Prometheus einfängt und wie sie den Druck zeigt, unter dem Prometheus steht. Auch die Naturbeschreibungen bereichern die Geschichte.

Mir hat "Der Mauersegler" noch besser gefallen als "Marianengraben". Sehr empfehlenswert für alle, die emotionale, aber nicht-kitschige Romane mögen!«
  11      0        – geschrieben von lizlemon
Kommentar vom 7. September 2021 um 8:00 Uhr (Schulnote 2):
» Prometheus' bester Freund Jakob ist an Krebs erkrankt. Da Prometheus selbst Arzt ist und aktuell eine Studie zu Blasenkrebs durchführt, ist für alle Freunde und Verwandten klar: Er muss Jakob darin aufnehmen. Etwas später steigt Prometheus hals über kopf in sein Auto und macht sich etwas ziellos auf den Weg, bis er schließlich auf einem kleinen Pferdehof in Dänemark landet. Etwas Schlimmes muss passiert sein, das ist den beiden alten Frauen, die den Hof führen, sofort klar. Sie nehmen Prometheus auf, doch vor dem, was geschehen ist, kann Prometheus sich auch hier nicht dauerhaft verstecken.

Die Handlung des Romans setzt sich aus drei parallel erzählten Strängen zusammen: Prometheus auf der Flucht, Prometheus und Jakob kurz zuvor, als letzterer gerade von seiner Krankheit erfahren hat, und Prometheus und Jakob in ihrer Kindheit bzw. Jugend. Der Schreibstil ist wie schon aus den beiden vorherigen Büchern der Autorin gewohnt sehr bildhaft und geht gekonnt und humorvoll mit den schwierigen Themen Tod und Trauer um. Trotz des tragischen Hintergrunds der Geschichte gelingt es der Autorin immer wieder, einen beim Lesen zum Lachen zu bringen.

Prometheus als Protagonist ist eher der selbstmitleidige Typ, was vielleicht anstrengend geworden wäre, hätte der Schreibstil nicht darüber hinweggeholfen. So kann man ganz gut darüber hinwegsehen. Auch die anderen Figuren, allen voran die beiden älteren Damen Helle und Aslaug, sind schön ausgearbeitet und überzeugen durch ihren eigenwilligen Charakter.

Dass die Autorin Biologin ist, fließt spürbar in ihre Beschreibungen der Landschaft um Prometheus herum mit ein. Das hat mir sehr gut gefallen, weil es viel zur Atmosphäre des Romans beisteuert.

Auch das Gleichgewicht zwischen Trauer und Humor finde ich sehr gut; weder wird die Trauer zu sehr in den Vordergrund gestellt und drückt so die Stimmung, noch sorgt das Humoristische dafür, dass sie aus dem Fokus gerückt oder ins Lächerliche gezogen wird. Das ist ein Punkt, den die Autorin wie auch schon in "Marianengraben" und "Abschied von Hermine" ganz wunderbar beherrscht.

Mir hat "Der Mauersegler" sehr gut gefallen, wenn er für mich persönlich auch nicht ganz an "Marianengraben" herankommt. Trotzdem vergebe ich sehr gerne 5 Sterne und kann guten Gewissens eine Leseempfehlung aussprechen. Ich freue mich auf weitere Bücher von Jasmin Schreiber!«
  15      0        – geschrieben von Anna625
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