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Die Wunderfrauen 3 - Freiheit im Angebot
Verfasser: Stephanie Schuster (4)
Verlag: Fischer (1843)
VÖ: 25. August 2021
Genre: Historischer Roman (5201)
Seiten: 432 (Taschenbuch-Version), 423 (Kindle-Version)
Themen: Frauen (921), Freundschaft (2346), Olympische Spiele (38), Scheidung (254), Siebziger Jahre (184), Wirtschaftswunder (7)
Reihe: Die Wunderfrauen (3)
Charts: Einstieg am 3. September 2021
Zuletzt dabei am 14. September 2021
Erfolge: 3 × Media Control Top 10 E-Book (Max: 1)
1 × BILD-Bestseller Top 20 (Max: 10)
4 × Spiegel Paperback Top 20 (Max: 2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Die Wunderfrauen 3 - Freiheit im Angebot« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (5)     Blogger (2)     Tags (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 23. September 2021 um 11:08 Uhr (Schulnote 2):
» Handlung
Starnberg, 1972
Den vier Wunderfrauen stehen interessante Zeiten bevor. Sie stehen teils an Punkten in ihrem Leben, wo sie sich der Vergangenheit stellen müssen oder lernen müssen, jemanden oder etwas loszulassen. Marie stürzt sich nach dem tragischen Ereignis in die Arbeit auf dem Reiterhof, Annabel will sich der Vergangenheit der Familie stellen, obwohl sie nicht weiß, was das für ihre Zukunft bedeutet. Helga währenddessen träumt von einer eigenen Arztpraxis und trifft Personen ihrer Vergangenheit wieder. Und Luise steht vor der Entscheidung, ob sie dem Druck von Supermärkten noch gewachsen ist oder ob sie ihr kleines Lebensmittelgeschäft schließt. Inmitten dieser Gedanken merken die Damen, dass Neuanfänge gar nicht so schlecht und wie wichtig gute Freunde eigentlich sind...

Meinung
Das Cover empfinde ich als hübsch, wenngleich ich ehrlich sagen muss, dass es nicht mein Lieblingsdesign der ganzen Reihe ist. Die anderen beiden Titelbilder wirken lebendiger und attraktiver, sie hatten für mich mehr Ausstrahlung. Und das fehlt mir hier ein bisschen. Lediglich die obere Hälfte mit dem Titel finde ich richtig gut. Ich mag die Farbkombination und auch die Schriftart, für mich bildet dieser Teil den Blickfang des Covers.
Im unteren Teil sind vier Damen abgebildet, die der Mode der 1970er Jahre entsprechend gekleidet sind. Sie wirken vertraut und auch recht unbeschwert. Leicht verblasst ist im Hintergrund ein Laden zu sehen, wahrscheinlich eine Hommage an Luise und ihr kleines Lebensmittelgeschäft. An sich passt auch dieser Teil gut zur Handlung, aber mir kommt die Szene tatsächlich etwas altbacken und nicht natürlich genug vor. So ergibt sich gesamt betrachtet ein nettes Cover, welches ich nicht als perfekt finde, bei dem sich allerdings Ähnlichkeiten zu den anderen zwei Teilen erkennen lassen.

Sowohl den ersten, als auch den zweiten Band der Saga habe ich mit viel Begeisterung gelesen, beide haben für mich ein reines Lesevergnügen dargestellt und natürlich steigen da die Vorfreude, aber auch die Erwartungen an den dritten und finalen Teil. Informationen zu dem neuen Roman von Stephanie Schuster habe ich inhaliert und ich konnte es kaum erwarten, endlich in die Geschichte einzutauchen und die vier Damen wiederzusehen. Als ich das Buch schließlich in den Händen gehalten hatte, war meine Freude unendlich groß und ich möchte dem Fischer Verlag ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar aussprechen!

Tatsächlich war mir der Anfang noch bekannt und ich habe mich auf Anhieb daran erinnert. Dieser war bereits am Ende des zweiten Bandes abgedruckt und jetzt hatte ich ein Déjà-vu und daher einen angenehmen Start in die Geschichte. Mir waren die Figuren direkt wieder vertraut und mir sind auf Anhieb wieder einige Ereignisse eingefallen, die in den vorherigen Teilen eine Rolle gespielt haben. Unter anderem auch deswegen fiel es mir leicht, mich auf die Handlung einzulassen und es war ein schönes Gefühl, die vier Damen noch ein letztes Mal auf ihrem Lebensweg zu begleiten!
Auch diesmal setzt der Prolog wieder mitten in der Geschichte ein, man bekommt einen kleinen Ausblick auf die kommenden Ereignisse und man erfährt ein wenig davon, was im weiteren Verlauf der Erzählung geschehen wird. Danach geht die Handlung wieder einige Zeit zurück, sie arbeitet auf den Prolog hin und erzählt dabei, was die vier Damen erleben, wie sie mit diversen Situationen umgehen und wie ihre persönliche Entwicklung ausschaut. Ein Stück weit habe ich diesmal darauf gewartet, wann den nun die besagten Ereignisse des Prologs in die Geschichte eingebunden werden, irgendwie hatte ich gedacht, dass sie eine noch tiefere Bedeutung für die Handlung haben.

Wie schon in den Vorgängerbänden war ich auch diesmal wieder von der Sprache sehr begeistert. Sie führt den Leser wunderbar durch die Geschichte, sie zeichnet ganz tolle Bilder der Protagonisten und Szenen. Ich bin leicht durch die Handlung gekommen, die Schreibweise lässt sich flüssig und angenehm lesen, weshalb ich das Buch dann auch innerhalb von rund drei Tagen ausgelesen hatte. Ich finde, dass die Sprache oft auf einem einfachen Niveau gehalten wurde, was halt auch dazu beiträgt, dass ich so gut mit dem Lesen vorangekommen bin. Ab und an wird ein wenig bayrischer Dialekt eingefügt, der glücklicherweise nicht zu häufig vorkommt und der Geschichte somit an ausgewählten Stellen einen Hauch von noch mehr Lebendigkeit verleiht. Zudem wird die Sprache so ein wenig aufgelockert und der alltagssprachliche Charakter wird nochmals verstärkt.

Ich muss ja ganz ehrlich sagen, dass ich mir noch immer unsicher bin, wie mir das Ende gefällt. Einerseits mag ich es gern, es gibt einen kleinen Ausblick auf die Zukunft und man kann daher spekulieren, was die Figuren im weiteren Leben erwarten könnte. Gleichzeitig ist es aber auch so, dass manches doch sehr offen gestaltet wird, wo ich mir aber mehr Informationen gewünscht hätte. So habe ich ein wenig den Eindruck, dass ein vierter Band durchaus möglich wäre und die Handlung könnte problemlos wieder einsetzen. Und genau das macht mich nachdenklich und ich weiß gerade nicht, ob ich mit der Reihe schon komplett abschließen kann oder ich mir noch Hoffnungen auf einen vierten Teil machen sollte...

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen wieder Helga, Annabel, Luise und Marie. Aus ihren Sichtweisen werden die Kapitel gestaltet, man erfährt von jeder Dame etwas aus ihrem Leben und was sie privat, aber auch im öffentlichen bewegt. Mir hat es gut gefallen, dass so ausführlich auf ihre Gedanken und Gefühle eingegangen wird und man dadurch einen guten Eindruck erhält, wie sie sich eigentlich fühlen und wie sie sich nach außen hin präsentieren. Das war interessant zu beobachten, zudem hatte ich dadurch das Gefühl, dass mir die Damen sehr vertraut erscheinen und sie insgesamt sehr lebendig und realistisch auftreten. Außerdem hat es mir gut gefallen, wie man sich dadurch von den vier Frauen ein umfassenderes Bild machen konnte. Man sieht sie und ihre Aussagen und Taten immer wieder in einem neuen Licht und das macht es möglich, dass ich sie genau beobachtet und ihre Handlungen dementsprechend auch bewertet habe.
Indirekt bauen die vier Erzählperspektiven aufeinander auf, ab und an gibt es kleine Überschneidungen und man erhält Einblicke in verschiedene Lebensweisen. Das macht für mich einen großen Reiz des Buches aus, weil man sich zu jeglichen Momenten und Problemen einen Eindruck verschaffen kann und man einen so genauen Überblick über die gesamte Handlung erhält. Man kann zudem im Verlauf der Reihe verfolgen, wie sich die Gesellschaft entwickelt, wie sich das Konsum- und Einkaufsverhalten von Menschen ändert und was dadurch teilweise für Veränderungen im Stadtbild, aber auch im privaten Leben auftauchen. Das war interessant zu beobachten und zeigt deutlich, wie sehr sich im Verlauf der Jahre der Lebensstandard geändert hat.

Häufig bin ich vorsichtig, was Romane angeht, die nach dem Zweiten Weltkrieg spielen. Ich finde die Geschichte danach leider nicht so interessant und kann mich dafür nur schwer begeistern. Da mir die Reihe bisher aber so hervorragend gefallen hat, habe ich hier gern eine Ausnahme gemacht. Und irgendwie finde ich die behandelte Zeit einerseits gut beschrieben, gleichzeitig aber auch nicht so unheimlich interessant, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich weiß selbst nicht so genau, woran das liegt. Es gibt gute Schilderungen von politischen Ereignissen, man kann deutlich herauslesen, was die Bevölkerung beschäftigt und welche Fortschritte es in der Welt, egal ob im medizinischen oder technischen Bereich gibt. All dies wurde tadellos in die Handlung eingebunden und somit ist eigentlich auch der Punkt gegeben, dass die Zeit zwischen 1972 und 1973 lebendig erscheint. Und trotzdem bin ich irgendwie der Meinung, dass solche Momente, die von Bedeutung sind und den Geist der beschriebenen Zeit wiedergeben nicht so wirklich auf mich übergesprungen sind. Wenn ich diesen Aspekt mit den vorherigen Büchern vergleiche, war die Handlungszeit deutlich farbiger und lebhafter beschrieben, was mir diesmal leider ein wenig fehlt.

Nur sehr selten war es mir möglich, dass ich mit den Figuren mitgefiebert habe. Oft waren keine Emotionen vorhanden, die sich auf mich übertragen haben. Aus diesem Grund habe ich diesmal auch keine so starke Bindung zu den Damen aufbauen können, wie es in den vorherigen Bänden der Fall war. Und genau das empfand ich als so schade, weil im Verlauf der Handlung doch einiges geschieht, was viel Platz für starke Stimmungen zulässt, egal, ob diese Ereignisse positiver oder negativer Natur sind. Nur an wenigen Textstellen empfand ich, dass die Szene eine tolle Atmosphäre umfasst, die sich auch auf mich überträgt und die dazu führt, dass ich mich dem Buch, aber vor allen den Figuren näher fühle.

Mir hat das Setting wieder gut gefallen. Der Hauptteil der Geschichte spielt in bereits bekannten Orten und Gebäuden, allerdings unternehmen die Frauen diesmal auch Reisen, u.a. nach Paris. Dadurch kommt neuer Schwung in die Darstellung der Handlungsorte, wenngleich ich finde, dass jene Szenen, die in der Gegend des Starnberger Sees spielen besonders gut gelungen sind. Hier wirkt die Umgebung einfach deutlich farbiger, lebendiger und verlockender als Paris und ich finde, dass die Szenen viel bodenständiger und natürlicher wirken. Vielleicht liegt das ja auch daran, dass jene Abschnitte in Paris viel hektischer wirken als die in Starnberg, wo eine deutlich ruhigere Grundstimmung herrscht. Ich weiß es nicht, kann aber sagen, dass ich es irgendwie mag, dass die Wunderfrauen diesmal auch ein wenig reisen, sie dem Leser andere Orte präsentieren und dadurch neuer Schwung in die Geschichte kommt.

Ganz klar im Fokus stehen die vier Damen. Sie sind der Dreh- und Angelpunkt der Handlung und ihre Darstellungen fallen am ausführlichsten aus, sie lernt man am besten kennen und aus ihrer Sicht erleben wir die Geschichte mit. Dabei ist es möglich, von ihnen die Gefühle und Gedanken zu erfahren und mitzuerleben, wie sie sich entwickeln, welche Ziele sie sich in ihrem Leben setzen und welche sie erreichen. Anhand dessen wirken die Damen lebendig und sympathisch, man erkennt teils ähnliche Charakterzüge zur eigenen Person wieder und ich mag es, wie unterschiedlich die Frauen sich im Grunde sind. Das führt dazu, dass ich mit der Darstellung von ihnen zufrieden bin, ich finde, dass sie sich in eine interessante und spannende Richtung entwickeln, sie treten bodenständig auf und ich mag es, wie sehr sie sich im Verlauf der Geschichte öffnen.
Man merkt beim Lesen deutlich, dass die restlichen Figuren wie Ehemänner, Kinder, Arbeitskollegen oder andere eine weniger ausführliche Charakterzeichnung erhalten haben. Sie werden zwar gut beschrieben, allerdings wird bei ihnen nicht so sehr in die Tiefe gegangen und man lernt nichts über ihren Gedanken und Gefühle. Dadurch merkt man deutlich, dass sie nicht im Mittelpunkt der Handlung stehen, trotzdem ist aber auch bei den Nebenprotagonisten eine Entwicklung zu sehen und man kann ihnen Sympathien oder Abneigungen zuteilen.

Fazit
Irgendwie bin ich ein wenig wehmütig, dass die Reihe nun ausgelesen ist und mich macht es wirklich traurig, dass ich den letzten Band als nicht so perfekt empfinde, wie die anderen zwei Teile. Ich denke mal, dass meine Erwartungen diesmal einfach so hoch waren, dass ich dadurch nicht vollkommen begeistert von der Geschichte bin, sondern es ein paar Punkte gibt, die mich nicht so recht überzeugt haben.
Gesamt betrachtet hat mir die Reihe jedoch viel Freude und schöne Lesestunden bereitet, ich habe mich sehr auf jeden einzelnen Teil gefreut und bin froh, dass ich so schöne Lesestunden damit hatte. Die Geschichten beinhalten nicht nur viel Unterhaltung, sondern auch Gefühle, interessante Schicksale, tolle Charaktere, ein feines Setting und eine sehr angenehme Sprache. Insgesamt kann ich euch die Wunderfrauen definitiv weiterempfehlen und ich werde die Autorin auf jeden Fall im Auge behalten, damit ich kein neues Werk verpasse!«
  19      0        – geschrieben von MarySophie
 
Kommentar vom 6. September 2021 um 15:03 Uhr (Schulnote 1):
» Die Wunderfrauen – Freiheit im Angebot, Letzter Band der Wunderfrauen-Trilogie von Stephanie Schuster, EBook, erschienen im Fischer Verlag.
Vier Freundinnen sind zusammen, durch die Zeiten des Wirtschaftswunders gegangen, vier bewegende Frauenschicksale.
Die Nachkriegsjahre und die Wirtschaftswunder-Ära sind vorbei, die Hippiezeit hat begonnen. Auch für die drei Freundinnen ist es an der Zeit ihr bisheriges Leben neu zu überdenken. Freiheit ist auch für Frauen nun im Angebot. Auch die Freundinnen versuchen sich ein Stück der neuen Freiheit für Frauen zu ergattern.
Luise hat zunehmend mit der Konkurrenz der Supermärkte zu kämpfen, auch ihre Ehe mit Hans ist zerrüttet, schafft sie es, sich von beidem zu trennen und noch einmal neu zu beginnen? Luise immer noch tatkräftig und zupackend ist mir die Sympathischte der Wunderfrauen.
Auch ein Neuanfang für Marie, sie hat zusammen mit den Kindern den Hof zu einem Reiterhof umstrukturiert. Doch sie vermisst Martin noch immer.
Annabell ist die Interessanteste der Freundinnen, schon im letzten Band hat sie eine enorme Entwicklung durchgemacht. Dieses Mal deckt sie ein ungeheuerliches Familiengeheimnis auf. Aus der verschüchterten Ehefrau und Mutter ist eine Frau geworden die das Leben in die Hand nimmt.
Auch Helga ist erfolgreich, eine anerkannte Frauenärztin, die ein sehr lukratives Angebot bekommt, doch viel lieber möchte sie eine eigene gynäkologische Praxis eröffnen. Kann ein Schicksalsschlag sie ausbremsen? Hier hätte ich gerne gewusst wie es weitergeht.
Wieder einmal bin ich begeistert vom Wunderfrauen-Roman. In Windeseile war ich am Ende angelangt, denn schon auf der ersten Seite entsteht Lesefluss, das Schicksal der Freundinnen ist unendlich spannend und flüssig erzählt, man kann den Reader nur schwer aus der Hand legen. Diesmal habe ich zur Lektüre auch die von der Autorin zusammengestellte Playlist auf Spotify gehört. Es war toll. Ich habe schon etliche Bücher gelesen, die in der Nachkriegs-/Wirtschaftswunderzeit spielen, aber in keinem konnte ich mehr Zeitkolorit entdecken. Nostalgie ist der Grund warum ich Schusters Wunderfrauen-Bücher so mag. Sie schafft es einen Teil meiner Kinderjahre wideraufleben zu lassen. Der Lifestyle der 70er, Mode, Musik, Einrichtung und Filme, haben mich an diese Zeit erinnert. Black Beauty, Bonanza, Juicy-fruit und Bärenmarke. Auch der Bac-Deo-Stick stand in unserem Bad. Den Ausdruck „Barras“ für die Bundeswehr habe ich schon lange nicht mehr gehört, da musste ich direkt schmunzeln.
Die Figuren sind toll charakterisiert, alle haben sich weiterentwickelt, es war unglaublich faszinierend die Freundinnen durch diese spannenden Jahre deutscher Geschichte zu begleiten. Sogar die Angst die ich als Kind vor der Bedrohung durch Terrorismus hatte, konnte die Autorin lebendig machen, die Fahndungsplakate der RAF, die an allen öffentlichen Stellen angebracht waren sind noch sehr bildhaft in meiner Erinnerung. Den Terroranschlag bei den olympischen Spielen werde ich auch niemals vergessen.
Eine Leseempfehlung für die Fans der Reihe, eine spezielle Empfehlung die ganze Reihe zu lesen, für Leser, die Bücher, die in diese Zeit spielen, besonders schätzen. Ich habe die Trilogie sehr genossen von mir Note 1.«
  19      0        – geschrieben von Ele95
Kommentar vom 1. September 2021 um 20:57 Uhr (Schulnote 1):
» Mit dem Roman "Die Wunderfrauen - Freiheit im Angebot" legt Stephanie Schuster den dritten (und letzten) Band ihrer "Wunderfrauen"-Trilogie vor, in dem sie von vier Frauen zwischen Wirtschaftswunder und Hippiezeit, zwischen Nylons und Emanzipation, zwischen Liebe und Freundschaft erzählt.

1972, während der Olympischen Spiele in München, kämpft Luise mit allen Mitteln darum, ihr kleines Lebensmittelgeschäft in Starnberg trotz der Supermarktkonkurrenz zu erhalten. Außerdem muss sie sich eingestehen, dass ihre Ehe nun endgültig am Ende ist – und mit dem neuen Gesetz zur Ehescheidung wagt sie einen ungeheuerlichen Schritt. Rückhalt in diesen turbulenten Zeiten geben ihr die drei Freundinnen: Helga, die von einer eigenen Arztpraxis träumt, Marie, die alle Energie in ihren Reiterhof steckt und Annabel, die sich endlich der Vergangenheit ihrer Familie stellt. Bei all den neuen Chancen merken sie: Das größte Abenteuer ihres Lebens fängt jetzt erst an.

Ebenso wie die bereits erschienen Bücher stellt das Cover des dritten Bandes vier unterschiedliche Frauen in den Mittelpunkt, die der zeitgenössischen Mode entsprechend frisiert und gekleidet sind. Auf den Klappentext abgestimmt, spiegelt es den Zeitgeist der farbenfrohen, wilden 1970er Jahre., in denen Flower-Power angesagt war. Insoweit fügt es sich harmonisch in die Reihe und besitzt einen hohen Wiedererkennungswert. Auch der aussagekräftige Titel gleicht einer klaren Ansage: Hier geht es um die Emanzipation der vier Protagonistinnen, die sich von den gewohnten Strukturen lösen und einen neuen Weg in die Freiheit einschlagen.

Alle Bände der "Wunderfrauen"-Reihe spielen in München, in der Nähe des Starnberger Sees. Stephanie Schuster nimmt ihre Leser mit auf eine aufregende Zeitreise und lässt uns teilhaben am bewegten Leben von vier Protagonistinnen. Annabel, Helga, Luise und Marie sind konträre Charaktere, die auf den ersten Blick wenige Gemeinsamkeiten aufweisen. Dennoch halten die vier Freundinnen fest zusammen, sie entwickeln sich zu einer verschworenen Einheit, die gemeinsam alle Hindernisse überwinden, die sich ihnen in den Weg stellen.

Stephanie Schuster erzählt eine emotional berührende, mitreißende Geschichte über eine Frauenfreundschaft in guten und schlechten Tagen. Die Schicksale der vier fiktiven Protagonistinnen sind fest mit realen Ereignissen in der 1970er Jahren verbunden, die in diesem mitreißenden Roman lebendig werden. Annabel, Helga, Luise und Marie wird nichts geschenkt; sie sind Menschen wie du und ich, die sich ihren Ängsten stellen, für ihre Träume kämpfen, Siege erringen und Niederlagen ertragen müssen. Abgerundet wird diese unterhaltsame Lektüre durch eine "Playlist", die Stephanie Schuster auf Spotify zusammengestellt hat. Danke dafür!«
  18      0        – geschrieben von Bücherfairy
Kommentar vom 31. August 2021 um 15:15 Uhr (Schulnote 1):
» Die Wunderfrauen sind in den siebziger Jahren angekommen. Louise hat immer noch ihren Laden und Familie mittlerweile sind Zwillinge dazu gekommen. Marie hat einen Pferdehof und ist fast glücklich. Annabell ist selbstbewusster und forscht in der Vergangenheit. Helga ist erfolgreiche Ärztin und immer noch alleinerziehend. Alle vier sind echte Freundinnen sie teilen Freud und Leid, manchmal einen Ratschlag zu viel aber sie gehören zueinander.
Sie setzen sich mit Problemen mehr auseinander, es wird nicht mehr soviel als gegeben angesehen. Sie hinterfragen mehr. Das ergibt zusammen mit dem Jahrzehnt eine intensivere Bindung an mich als Leserin. Ich kann mich besser hinein versetzen. Es passt vom Alter, von den Erfahrungen und ich habe eigene Erinnerungen an die siebziger Jahre.
Der Schreibstil ist wieder Klasse, kein Gefühl von das hatten wir doch schon mal. Es ist eher wie ach daran erinnere ich mich oder wie schön das habe ich auch erlebt. Die verschiedenen Aufhänger der Geschichte wie die Olympischen Spiele oder das Weltjugendtreffen in Ostberlin sind sehr gut integriert.
Jedes Detail ist ausgefeilt, Trompetenärmel, Prilblumen, Schlaghosen oder die einzelnen Zigarettenmarken. Das jedes Kapitel einer anderen Wunderfrau gewidmet ist finde ich schön, es endet zwar meistens mit einen Cliffhanger aber innerhalb des Buchs stört es nicht. Ich musste mich jedes mal wieder neu auf die Figur einlassen, klingt komisch aber es ist wie ein Zusammentreffen mit verschiedenen Freundinnen zu unterschiedlichen Zeiten, wie im realen Leben auch.
Es ist eine Trilogie und dieses ist der letzte Band, schade ich könnte bis ins hohe Alter mit diesen Frauen befreundet sein. Gut ist auch das man jeden Band unabhängig von einander lesen kann. Klar ist es spannender mit den fünfziger Jahren anzufangen usw.. Der Autorin ist es gelungen jedes Buch für sich zu entwickeln. Es gibt keine Rückblenden die sich nicht selbst erklären. Netterweise gibt es zu jedem Buch eine Spotify Liste mit der erwähnten Musik, ein schönes Geschenk zum Buch.«
  14      0        – geschrieben von Petra Wiechmann
 
Kommentar vom 30. August 2021 um 11:10 Uhr:
» Meine Meinung

1972

Lange habe ich auf den den 3. Teil der Reihe gewartet. Die Wunderfrauen habe ich ins Herz geschlossen. Ihr Zusammenhalt und grenzenloser Mut beeindruckt mich immer wieder. Nach dem Cliffhanger im 2. Teil habe ich nun einige Antworten bekommen.

Luise muss erkennen, dass ihr ihr Lebensmittelladen immer mehr in die roten Zahlen rutscht. Sie hofft mit der Olympiade das Ruder noch einmal herumzureißen. Ihre Ehe besteht nur noch auf dem Papier. Marie hat sich eine Existenz mit Reiterhof aufgebaut, auf dem sie Reitunterricht gibt. Sie braucht dringend ein Ventil, um Trauer und Verzweiflung herauszulassen. Helga ist sehr erfolgreich als Gynäkologin. Alles läuft so, wie sie es sich gewünscht hat. Annabel konnte mich auch dieses mal wieder überraschen. Sie will endlich Gerechtigkeit. Selbst wenn sie dadurch Nachteile hinnehmen muss.

Ich habe jede Zeile genossen. Es war so wunderschön, die vier Frauen wieder zu treffen. Besonders dieser Band hat mich sehr an meine eigene Kinder und Jugendzeit erinnert. Einige Dinge sind bei mir total in Vergessenheit geraten. Das Attentat bei den olympischen Spielen 1972 z. B. Ich habe wieder die Gespräche meiner Eltern in den Ohren.

Sämtliche kleine Lebensmittelläden haben in den 70ern und 80ern geschlossen. Dabei müssen wir uns schon vor Augen halten, dass wir das selbst gefördert haben. Fast jeder von uns kauft in den großen Lebensmittelketten ein, weil es billiger ist. Fast jeder von uns möchte zwischen einem umfangreichen Angebot wählen können. Dabei habe ich auch als Kind sehr gut gegessen. Meine Mutter kaufte jahrelang ausschließlich in kleinen Läden.

” Freiheit im Angebot” trifft es sehr gut. Die Wunderfrauen haben sich weiter entwickelt. Mittlerweile gehört Annabel wirklich dazu. Sie hat einen Arzttermin für Ihre Tochter Marlene in Paris. Ihr Angebot, dies gleich mit einem gemeinsamen Urlaub zu verbinden, nehmen die anderen Wunderfrauen begeistert an. Luise hat vorher noch einiges zu erledigen und reist mit ihrem VW_Bus nach. Diese Reise hat mir sehr gut gefallen. Besonders für Marie hat sich ein großer Wunsch erfüllt. Endlich kann sie mal Gemälde von großen Künstlern betrachten. Für Annabel und Helga war Paris besonders hilfreich. Die Stadt der Liebe hat ihnen Hinweise vermittelt, wie sie bestimmte Menschen finden können. Dies Hinweise haben sie von Paris nach Westberlin geführt. Von Westberlin zur DDR erleben die 4 Frauen ein großes Abenteuer.

Fazit


Ich hatte mehrmals Tränen in den Augen. Nicht mit allen Veränderungen konnte ich mich sofort anfreunden. Aber so ist nun mal das Leben. Doch was hilft, wenn alles schief zu laufen scheint? Das Vater Unser. Mal ganz anders.


Unsere tägliche Brotzeit gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Taten, und führe uns nicht hinters Licht, sondern erlöse uns von den Blöden. Denn dein ist es nicht, in Ewigkeit. Amen. (Luises Sohn Christian in einem Schulaufsatz)


Viele Fragen sind noch offen. Wir können auf eine Fortsetzung hoffen. Was wird aus den Frauen und ihren Kindern bis 2022? Wir möchten das unbedingt erleben. Darum sollte es noch Fortsetzungen geben.

Von mir eine absolute Empfehlung. Danke Stephanie Schuster, für diese wunderbare Geschichte.«
  19      0        – geschrieben von Giselas Lesehimmel
 
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