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Ein Koffer voller Schönheit
Verfasser: Kristina Engel (1)
Verlag: Droemer (565)
VÖ: 1. August 2021
Genre: Historischer Roman (5187)
Seiten: 432 (Taschenbuch-Version), 340 (Kindle-Version)
Themen: Berater (21), Fünfziger Jahre (222), Kosmetik (19), Nachkriegszeit (209), Schönheit (43), Vertreter (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Der 2. Weltkrieg ist vorbei und das Land wird wieder aufgebaut. Auch Anne und Benno werkeln an ihrem kleinen Familienglück mit ihren Zwillingen Lili und Leo. Als der Tischler Benno beruflich nach höherem strebt, verbringt er allerdings immer weniger Zeit mit seiner Familie und Anne kommt auf die Idee, selbst einer Arbeit nachzugehen. Sie will den hart arbeitenden Landfrauen ein bisschen Luxus und Pflege mit ihren AVON-Produkten ins Haus bringen.
Lesermeinungen (10)     Blogger (2)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 16. September 2021 um 10:47 Uhr (Schulnote 2):
» Handlung
Eigentlich ist Anne Jensen recht zufrieden mit ihrem Leben. Sie liebt ihren Mann Benno nach vielen Ehejahren noch immer so wie am ersten Tag, Zwillinge haben ihr Glück gekrönt. Doch seitdem Benno einer neuen Geschäftsidee nachgeht, zieht er sich immer weiter von ihr zurück und die Beziehung leidet...
Als Anne schließlich auf den amerikanischen Kosmetik-Hersteller Avon aufmerksam wird, sieht sie plötzlich eine neue Zukunft für sich. Ihre Kinder brauchen sie nicht mehr rund um die Uhr und die Hausarbeit lastet die junge Frau nicht aus. Kurzerhand bewirbt sich Anne als Avon-Beraterin und bekommt den Job. Und so sehr sie die Arbeit mit jedem Arbeitstag mehr mag, desto schwieriger wird die Beziehung zu Benno. Wird es das Ehepaar Jensen schaffen, jegliche Konflikte aus dem Weg zu räumen und wieder zurück zu ihrer alten Liebe zu finden? Und wird es Anne gelingen, den Damen der Gegend ihre Produkte schmackhaft zu machen?

Meinung
Mir gefällt das Cover gut. Es sticht durch seine Darstellung aus der Masse heraus, es verbreitet eine fröhliche Stimmung und ich mag es sehr, wie perfekt die Farben aufeinander abgestimmt sind. Sowohl die roten, als auch die blauen Farbtöne finden sich in verschiedenen Aspekten des Bild wieder und so entsteht ein rundes und stimmiges Titelbild!
Für mich gilt die Dame mit ihrem roten Koffer als Blickfang des Covers. Ihr Koffer nimmt nicht nur auf den Titel Bezug, sondern auch auf den Inhalt des Buches. Sie könnte durchaus eine Avon-Verkäuferin darstellen. Als zweites Highlight empfinde ich das kleine blaue Auto in der rechten Ecke. Dieses ist nicht nur niedlich, sondern ebenfalls ein Thema der Geschichte. Insgesamt mag ich das Cover gern. Es ist ansprechend und hübsch gestaltet, es nimmt auf die Handlung Bezug und es sticht aus der Masse heraus!

Mir ist das Buch erstmals aufgefallen, als es bei Vorablesen vorgestellt wurde. Und als ich mir die Inhaltsangabe durchgelesen habe, war mein Interesse direkt geweckt. Ich fand den Inhalt sehr vielversprechend und habe deswegen auch auf die Leseprobe einen Blick geworfen. Und danach ging mir der Roman einfach nicht mehr aus dem Sinn, sodass ich einfach einen Leseeindruck verfassen musste! Die Freude war natürlich sehr groß, als ich die Mail mit der Gewinnbenachrichtigung erhalten hatte und dafür möchte ich mich herzlich bei Vorablesen, als auch dem Droemer Knaur Verlag bedanken!

Teilweise wird vor dem Beginn neuer Kapitel eine Zeitangabe gemacht. Diese taucht leider nicht immer auf, nur wenn ein größerer Zeitsprung verwendet wird, gibt es dazu die Information. Ich finde es ein wenig schade, dass dies nicht immer so gehandhabt wurde, es hätte sich angeboten. Teilweise werden doch mal ein paar Wochen übersprungen, wo ich dann nachrechnen oder -denken musste, wie viel Zeit gerade vergangen ist, was sich nicht immer als einfach gestaltet hat. Aus diesem Grund hätte es mir wirklich gut gefallen, wenn durchweg eine zeitliche Angabe vorhanden gewesen wäre, nichtsdestotrotz bin ich schon dankbar dafür, dass dies wenigstens teils gegeben ist!

Mir fiel es sehr leicht, mich auf die Geschichte einzulassen. Das mag wohl daran liegen, dass mir der Start noch aus der Leseprobe bekannt war und ich daher nur mein Gedächtnis nochmals auffrischen musste. Wobei ich diesmal sehr glücklich darüber war, dass ich weiterlesen konnte und endlich mehr über Anne, Benno, ihre Kinder und die Karriere als Avon-Beraterin erfahren habe!
Von der ersten Seite an hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen. Dieser ist leicht und flüssig lesbar, ich finde, dass die Sprache ein recht einfaches Niveau besitzt. Ich empfand viele Beschreibungen als bildhaft und stimmungsvoll, sowohl manche Situationen, als auch Gebäude oder Landschaften versprühen eine bestimmte Atmosphäre, was ich sehr mochte. Häufig wird bei Dialogen eine lockere Alltagssprache genutzt, was mir dabei geholfen hat, dass ich die Figuren als natürlich und bodenständig wahrgenommen habe. Sie stellen ganz normale Bürger dar, die bestimmte Ambitionen haben und ich finde, dass sie als vielfältig und abwechslungsreich aufgetreten sind.

Mit dem Lesen bin ich gut vorangekommen, ich mag nicht nur die Sprache gern, sondern empfand auch viele Themen des Buches als interessant und bei vielen kleinen oder größeren Konflikten war ich gespannt darauf, wie sie sich auflösen werden. Daraus folgt, dass immer eine gewisse Spannung vorhanden war, mal ist diese größer, mal kleiner ausgefallen. Immer wieder gibt es kleine Hinweise, Aussagen und Andeutungen auf mögliche Unstimmigkeiten, Streitereien und Geheimnisse, die dafür sorgen, dass ständig ein Hauch von Dramatik vorhanden ist. Im Grunde mochte ich das wirklich gern, es sorgt dafür, dass die Handlung spannend bleibt und keine Langweile aufkommt. Zumal am Ende jegliche offenen Fragen geklärt werden und das Buch ein rundes Ende erhält.
Trotzdem muss ich leider ehrlich zugeben, dass mir das Ende einen Hauch zu überzogen ist. Hier wurde für meinen Geschmack zu viel Drama eingebaut, ich finde, dass dadurch auf den letzten Seiten zu viel Aufregung in die Geschichte kommt und ich muss auch ehrlich sagen, dass ich die letzten dreißig Seiten als nicht sehr authentisch empfinde. Daher bin ich mit dem Ende leider nicht ganz zufrieden. Ich mag es zwar, dass danach alle Fragen geklärt sind, allerdings ist es mir zu unruhig, nicht lebendig und unglaubwürdig...

Entgegen meiner ursprünglichen Erwartung gibt es mehrere Erzählperspektiven. Nicht nur Anne, sondern auch ihr Ehemann Benno kommen zu Wort und haben die Möglichkeit, sich selbst zu präsentieren, einen Einblick in ihre Gedanken zu geben und somit ihre Sicht der Dinge darzustellen. Im Grunde mag ich das wirklich gern, so entsteht immer wieder eine angenehme Abwechslung und man lernt verschiedene Charaktere aus unterschiedlichen Perspektiven kennen. Zudem erhält man einen genauen Blick darauf, weshalb es zwischen ihnen kriselt, was sie für Erwartungen an den Partner haben und wie sie manche Situationen bewerten. Das hat oft dabei geholfen, dass ich ihre Handlungen und Aussagen besser nachvollziehen konnte. Gleichzeitig wurde dadurch aber auch deutlich, dass sie häufig aneinander vorbeigeredet und gedacht haben, was zu Konflikten führt, die durchaus hätten vermieden werden können. Bis zu einem gewissen Punkt war das okay, irgendwann wurde dieses ständige Missverstehen von Aussagen, sowie der daraus resultierende Streit zu wiederholend und ich musste manchmal ein wenig den Kopf schütteln, weil Benno und Anne es einfach nicht geschafft haben, sich mal die Zeit zu nehmen, sich vernünftig auszureden. Diese Konflikte wurden für meinen Geschmack zu oft aufgegriffen.

Angepriesen wird der Roman unter anderem damit, dass er sich um die erste deutsche Avon-Beraterin dreht. Und der Prolog greift dieses Thema sofort auf und ich finde, auch in der weiteren Geschichte wird immer wieder geschickt eine Erwähnung dazu eingeflochten. Ich war wirklich sehr gespannt auf die Schilderungen von Anne und wie sie sich ihre Karriere aufbaut. Im Nachhinein kann ich zwar sagen, dass es einige Abschnitte gibt, die sich um das Thema Avon dreht, aber noch mehr im Mittelpunkt steht für mich die Ehe zwischen Anne und Benno. Ich hätte wirklich gern noch mehr über Anne und ihre Tätigkeit als Avon-Beraterin erfahren, wie manche Abläufe aussehen und wie die Produktreihen aufgebaut sind. Das ist mir zu kurz gekommen.

Das Setting empfand ich durchweg als sehr gut, detailliert und ansprechend beschrieben. Ich konnte mir jeden Ort sehr gut vorstellen, ich mag die Abwechslung, die jeder Schauplatz mit sich bringt und wie er die Stimmung, aber auch den Charakter einer jeden Person widerspiegelt. Das hat jeden Ort sehr lebendig gemacht und je nachdem, wie die derzeitige Atmosphäre war, hat sich auch die Stimmung verändert. Dadurch wirkten die Schauplätze immer unterschiedlich, mal waren sie freundlich, einladend, warm und farbenfroh, danach wieder kühl, abweisend und düster. Mir hat dies gut gefallen und ich mag es sehr, wie die Stimmung das Setting beeinflusst.

Jegliche Personen haben eine interessante und lebhafte Personenzeichnung erhalten. Jeder hat einen interessanten Charakter bekommen, es treten teils richtige Typen auf, die sehr spannend sind und die mit ihrer Art an vielen Stellen neuen Schwung in die Handlung bringen. Gerade die Schwiegermutter von Anne gefällt mir richtig gut, sie ist herrlich gezeichnet, bringt ein tolles Lebensgefühl mit und ich mag es, wie sie Anne unterstützt und ihr gut zuredet, aber auch offen die Meinung sagt.
Die Figuren treten vielseitig auf, sie zeigen unterschiedliche Facetten von sich und man sieht im Verlauf der Handlung eine deutliche Entwicklung. Das finde ich gerade bei Anne sehr wichtig, da sie nicht mehr nur ausschließlich Hausfrau und Mutter ist, sondern noch einem Beruf nachgeht und es ist daher sehr passend, wie sie sich entwickelt und wie sie offener, freier und selbstbewusster wird.

Fazit
Zusammenfassend hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen, wenngleich ich auch sagen muss, dass sie nicht hundertprozentig meine Erwartungen erfüllt hat. Dafür haben mir vor allem noch mehr Kapitel über Avon, deren Motto und Philosophie und über deren Produkte gefehlt. Zudem hätte ich mir dafür weniger ehelichen Streit gewünscht, dieser wurde mir zu üppig eingebracht. Aber ansonsten bin ich mit der Geschichte und dem Fortgang der Handlung wirklich zufrieden, mich hat die Erzählung gut unterhalten, die Sprache hat mir wirklich gut gefallen und die Entwicklung der Figuren ist ganz famos gelungen. Das Buch hat für mich eine schöne Lektüre dargestellt, ich habe die Handlung mit viel Interesse verfolgt und hatte damit abwechslungsreiche und kurzweilige Stunden!«
  16      0        – geschrieben von MarySophie
 
Kommentar vom 14. September 2021 um 15:40 Uhr (Schulnote 1):
» Darum geht's:

Der 2. Weltkrieg ist vorbei und das Land wird wieder aufgebaut. Auch Anne und Benno werkeln an ihrem kleinen Familienglück mit ihren Zwillingen Lili und Leo. Als der Tischler Benno beruflich nach höherem strebt, verbringt er allerdings immer weniger Zeit mit seiner Familie und Anne kommt auf die Idee, selbst einer Arbeit nachzugehen. Sie will den hart arbeitenden Landfrauen ein bisschen Luxus und Pflege mit ihren AVON-Produkten ins Haus bringen.

So fand ich's:

Anne und Benno sind ganz durchschnittliche Menschen, die mit der großen Politik nichts am Hut haben. Und doch müssen sie mit den Auswirkungen des 2. Weltkrieges leben. Annes geliebter Bruder ist gefallen und Benno versucht vergeblich, seine eigenen Kriegserlebnisse ganz tief zu vergraben. Mit ihren Zwillingen Leo und Lili schauen sie nach vorne, Benno will sich mit einem Möbelhaus etwas aufbauen und Anne ist glücklich mit ihrer Familie. Die unkonventionelle Schwiegermutter reißt Anne immer wieder mit und setzt ihr nach Bennos Meinung Flausen in den Kopf. Durch sie kommt Anne an die Kosmetik von AVON und findet die Idee, die Schönheitsprodukte zu den Bäuerinnen auf ihre Höfe zu bringen, verlockend. So kann sie sich aus einem quasi unsichtbaren Hausfrauendasein befreien, hofft sie.

Ganz nebenbei erfahren wir sehr viel über das Leben in den 50er und 60er Jahren quasi aus erster Hand, denn wir sind mitten im Familienleben der Jensens. Benno zögert, seiner Frau die Erlaubnis zum arbeiten zu geben. Der Schulfreund von Lili und Leo hat keinen Vater, denn der ist in die USA zurückgekehrt und seine Mutter wird deswegen als Schlampe angesehen. Die Grenze zur DDR wird immer undurchdringlicher. Die ersten Telefone kommen in die Privathaushalte. Solche Informationen sind immer wieder eingestreut und schaffen ein rundes Bild der damaligen Zeit.

Aber auch das individuelle Familienleben von Anne und Benno können wir verfolgen. Die glücklich verliebte Zeit genauso wie die Entfremdung, als Benno seine Zeit im Möbelhaus verbringt, wo die "Sexbombe" Claudia als Verkäuferin arbeitet. Besonders gefallen hat mir die flippige Mutter Bennos, die Anne auch immer wieder vorlebt, wie freigeistig und selbständig man auch damals schon als Frau leben kann.

Anne lernen wir als schüchternes junges Mädchen kennen, die sich ihr Selbstbewusstsein und ihre eigene Freiheit erst mühsam erarbeiten muss. Ich fand es erfrischend mitzuerleben, wie sie durch ihre Fahrten auf die Bauernhöfe so einiges erlebt, die unterschiedlichsten Erfahrungen sammelt und im Grunde genommen zusammen mit ihren Kundinnen eine tolle Entwicklung hinlegt. Auch wenn so einiges nicht klappt, sind es die Hindernisse, an denen sie wächst. Und die Schönheitsprodukte, die Anne vertreibt und selbst benutzt, sind nur der Einstieg in eine ganz neue Einstellung sich selbst gegenüber.

Für mich war die Mixtur aus zeitgeschichtlichem Sittengemälde und Familienroman mit kleinen und großen Aufregungen und viel Herz sehr spannend und auch informativ. Mit leichter Hand geschrieben ist die Geschichte von Anne Jensen, der fiktiven ersten AVON-Beraterin Deutschlands, liebevoll und lebensnah geschildert und hat mich wunderbar unterhalten.«
  23      0        – geschrieben von Gabis Laberladen
 
Kommentar vom 11. September 2021 um 16:30 Uhr (Schulnote 2):
» Der Autorin Kristina Engel ist es gelungen einen unterhaltsamen Roman über die ersten Avon Beraterin in Deutschland zu schreiben.
Anne schmeisst den Haushalt und die Kinder und ihr Mann arbeitet. Sie möchte endlich ihren Weg gehen , angestachelt von ihrer Schwiegermutter , bewirbt sie sich als Avon Beraterin. Das gefällt ihrem Mann nicht.
Schön beschrieben ist in diesem Buch was die Rolle der Frau war Ende der 1950 er Jahre.
Witzig und locker leicht , aber auch mit ernsten Sequenzen beschreibt sie die Begebenheiten der damaligen Zeit.
Beim lesen taucht man wunderbar in die Geschichte ein.
Anne gefällt mir zunehmend mehr , aber besonders ihre Schwiegermutter gefällt mir sehr mit ihrer unkonventionellen Art zu reden und Dinge auf den Punkt zu bringen. Sie war bestimmt der Paradiesvogel der damaligen Zeit.
Schönes Buch für unterhaltsame Lesestunden.«
  6      0        – geschrieben von Minzeminze
Kommentar vom 5. September 2021 um 20:39 Uhr (Schulnote 1):
» Frauenbild der 1950er

Schon auf den ersten Seiten hat mich diese Geschichte gefangengenommen.

Anne möchte ihr eigenes Geld verdienen, mehr Selbstständigkeit. In den 1950er Jahren keine Selbstverständlichkeit. Der Platz der Frau war meist zuhause am Herd und bei der Kindererziehung, während die Männer das Geld verdienen.

Das eigentliche Thema der ersten Avon-Beraterin in Deutschland gerät etwas in den Hintergrund. Die Nachwirkungen des Krieges, die Rolle der Frau in der damaligen Gesellschaft und die Beziehung von Anne und Benno nehmen viel Platz ein. Das ist aber nicht weiter schlimm, da diese Geschichte tief in diese Zeit eintaucht und ein präsentables Bild darauf wirft.
Die Politik, das Wirtschaftswunder, die Träume der Nachkriegsgeneration...hier kommt vieles zur Sprache und bereichert das Buch ungemein.

Die Protagonisten werden ausführlich beschrieben, sind authentisch und tragen ihren Teil zur Geschichte bei. Vor allem Bennos Mutter gefiel mehr sehr gut. Steht sie doch hinter ihrer Schwiegertochter und stärkt ihr den Rücken.«
  8      0        – geschrieben von busdriver
Kommentar vom 5. September 2021 um 20:38 Uhr (Schulnote 1):
» Die erste Avon-Beraterin Deutschlands.

Mich hat die Buchbeschreibung aufgrund des Themas sofort angesprochen.

Die älteren unter den Lesern kennen sie bestimmt noch aus der Werbung oder vom persönlichen Kontakt. "Ihre Avon-Beraterin ist da!"

Als Anne eine Anzeige in der Zeitung entdeckt, beschließt sie Avon-Beratern zu werden. Sie möchte ihrem Leben einen Sinn geben, ihr eigenes Geld verdienen und unabhängig werden.
So schwierig konnte der Job ja nicht sein. Viele Frauen genossen ihre neu gewonnene Freiheit, sehnten sich nach etwas Luxus, wollten ihre Weiblichkeit unterstreichen. Gemütlich Kaffee trinken, die neuesten Produkte ausprobieren, vielleicht auch Freundschaften knüpfen waren ein netter Zeitvertreib.

Aber so einfach ist es dann doch nicht. Anne hat mit einigen Problemen zu kämpfen und das Geschäft läuft anfangs schleppend.
Dazu kommen noch die Probleme mit ihrem Mann Benno...

Die Autorin schafte es, mich in diese Zeit mitzunehmen und das Umfeld von Anne kennenzulernen. Die Protagonisten bestechen durch ihre Charaktere, jeder auf seine ganz eigene Art. Die Mutter von Benno war mir sehr symphatisch. Modern und liebenswert, steht sie voll hinter ihrer Schwiegertochter und macht ihr immer Mut.
Dadurch das abwechselnd aus Annes und Bennos Sicht erzählt wird, lernt man beide Seiten sehr gut kennen.
Der politische Hintergrund der Zeit wird hier ebenfalls beleuchtet und fließt mit ein.

Auch wenn "Avon" etwas zu kurz kommt, ist dieses Buch purer Lesegenuß!!!«
  11      0        – geschrieben von wildehilde
Seite:  1 2
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