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Der Corpsepaint-Killer
Verfasser: Rohan de Rijk (2)
Verlag: Eigenverlag (20845)
VÖ: 17. August 2021
Genre: Thriller (7327)
Seiten: 426 (Taschenbuch-Version), 254 (Kindle-Version)
Themen: Agenten (1112), FBI (574), Geheimnisse (4868), Gentechnik (54), Leichen (2492), USA (641)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Rohan de Rijk für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Rohan de Rijk gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

1.
Huntsville Unit, Texas, USA


Die Vorhänge wurden zur Seite gezogen und gaben den Blick auf den dahinterliegenden Raum frei. Getrennt durch eine kugelsichere Scheibe konnte man die Liege in Form eines Kreuzes erkennen, die mittig im Raum stand. Der Mann, der auf der Liege festgeschnallt war, trug Häftlingskleidung. Orange - ein bizarrer Kontrast zu den weißlich-gelb gefliesten Wänden. Breite Lederriemen zogen sich über seine Brust, auch die Extremitäten waren bis zur absoluten Bewegungslosigkeit mit Gurten fixiert. Aus dem rechten Arm ragte eine Venen-verweilkanüle, in der Farbe Orange. Dieselbe Farbe wie die Kleidung, mit der der Todeskandidat vom Leben an den Tod übergeben werden sollte. Das, was wie purer Zynismus anmutete, ist nur der Tatsache geschuldet, dass die größte Kanüle die Farbe Orange trägt und so genügend Gift in den Körper fließen kann. Der Schlauch, der schon an der Kanüle befestigt worden war, verlor sich in den Tiefen des Raumes und trat durch eine schmale Öffnung in die dahinterliegende Kammer. Der Henker betätigte von dort aus einen Mechanismus, der die tödlichen Präparate in den Schlauch pumpte.

In das Sichtfeld des Publikums trat der Direktor des Texas State Penitentiary at Huntsville, vom Volk auch einfach nur Huntsville Unit genannt. Eine feierliche Würde begleitete seine Bewegungen, die das, was gleich folgen würde, vorwegnahm. Die Worte, die er sprach, waren durch das dicke Glas nicht zu verstehen. Pantomimisch bewegten sich seine Lippen, bis er sich ein Mikro vor dem Mund hielt. Die Stimme kam scheppernd aus einem Lautsprecher, der an der Decke des Zeugenraums angebracht war, als er die Worte wiederholte.
     »Joe Martell, der Staat Texas hat Sie rechtmäßig in 15 Fällen zum Tode verurteilt. Das Urteil wird durch die Giftspritze vollzogen und wird in Kürze an Ihnen vollstreckt. Haben Sie noch ein paar letzte Worte, die Sie an die Zuschauer richten wollen?«
     Damit befestigte der Direktor das Mikrofon an einem Haken über dem Kopf von Martell.
     Es herrschte Stille, nur ein atmosphärisches Rauschen kam aus dem Lautsprecher. Bis auf einmal eine tenorartige hohe Stimme den Raum erfüllte.
     »Ich bereue«, sagte Joe Martell, dann folgte wieder Stille.
     »NICHTS«, schrie er ins Mikrofon, drehte seinen Kopf, soweit ihm das möglich war, und schaute mit starrem Blick ins Publikum.
     Der Direktor nahm das Mikrofon vom Haken.
     »Sind Sie bereit zu sterben, Joe Martell?«, fragte er.
     Joe Martell schwieg. Der Mann wartete noch ein paar Sekunden und zog sich dann zurück.
     Joe Martell lag jetzt allein in dem Raum, den er nicht mehr lebend verlassen sollte.

Der Mann rutschte auf seinem Sitz im Zeugenraum unruhig hin und her. Seit die letzten Worte des Direktors verklungen waren, durchströmte ihn eine Vorfreude, die ihm die Gänsehaut über die Arme trieb. Gleich war es soweit. Er hatte viel über Hinrichtungen gelesen. Er wusste alles über das Gift, das gleich durch die Venen von Martell fließen würde, um ihm sein Leben zu nehmen. Als Erstes wird das Barbiturat Thiopental in die Vene gespritzt. Das Mittel soll den Gefangenen bis zur Bewusstlosigkeit betäuben. Dies ist sicherlich human, aber für einen verurteilten Mörder doch ein wenig zu viel Menschlichkeit, dachte sich der Mann. Danach folgt Pancuroniumbromid, das die Muskeln des Delinquenten lähmen soll, und als Letztes wird Kaliumchlorid gespritzt, das den tödlichen Herzstillstand herbeiführt.
     Der Mann konnte den Ablauf minutiös runterbeten, aber, und dies erfüllte ihm mit Bedauern, er konnte nicht erkennen, wann die einzelnen Medikamente injiziert wurden. Er konnte noch nicht einmal erkennen, wann die tödlichen Medikamente sich auf den Weg zu Martell machen würden.

Joe Martell bäumte sich auf, versuchte sich gegen den Druck der Lederriemen zu wehren, die ihn ohne Gnade auf die kreuzartige Liege drückten. Er merkte, wie das erste Mittel sich den Weg durch seine Venen suchte. Ein Brennen begleitete die Flüssigkeit. Nach kurzer Zeit verdrehten sich die Augen von Joe Martell, ein untrügliches Zeichen, dass der Chemiecocktail in seinem Blut sein tödliches Werk begonnen hatte. Mit einem Mal durchfuhr den Zeugenraum ein lautes, schnarchendes Geräusch. Der Mann be-merkte amüsiert, dass der Beamte vergessen hatte, das Mikrofon auszuschalten. Jedes Geräusch wurde in den Zeugenraum übertragen und versetzte die Männer und Frauen in einen starren Schockzustand. Und so erlebten die Anwesenden den Kollaps der Lungenflügel von Joe Martell.
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